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Klassenführung und Classroom Management. Ähnliche und doch verschiedene Positionen und Aspekte

Title: Klassenführung und Classroom Management. Ähnliche und doch verschiedene Positionen und Aspekte

Essay , 2011 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maren Tanner (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Bei der Frage nach gutem Unterricht müssen verschiedene Punkte beachtet werden. Eine zentrale Rolle nehmen hier Klassenführung und Classroom Management ein. In der folgenden Seminararbeit soll auf die Positionen und Aspekte der Klassenführung und des Classroom Managements aus der Fachliteratur eingegangen werden. Insbesondere die Positionen von Kounin, Evertson und Mayr werden näher erläutert. Außerdem werde ich zu diesen Theorien Stellung beziehen und die Erfahrungen aus meinen Schulpraktika dazu vergleichen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassenführung und Classroom Management – ähnlich und doch verschieden

3. Jacob Sebastian Kounin

3.1. Allgegenwärtigkeit und Überlappung

3.2. Reibungslosigkeit und Schwung

3.3. Gruppenmobilisierung

3.4. Abwechslung und Herausforderung

4. Carolyn M. Evertson

5. Johannes Mayr und der Linzer Diagnosebogen

5.1. Methoden

5.2. Ergebnisse

6. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentralen Konzepte der Klassenführung und des Classroom Managements auf Basis der Fachliteratur zu erläutern, kritisch zu beleuchten und mit eigenen praktischen Erfahrungen aus Schulpraktika in Bezug zu setzen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die verschiedenen theoretischen Ansätze in der Praxis zur Förderung effektiven Unterrichts und zur Bewältigung von Störungen eingesetzt werden können.

  • Vergleich und Abgrenzung der Begriffe Klassenführung und Classroom Management.
  • Detaillierte Analyse der "Techniken effizienter Klassenführung" nach Jacob Sebastian Kounin.
  • Vorstellung und Einordnung der elf Regeln zum effektiven Klassenmanagement von Carolyn M. Evertson.
  • Untersuchung der pädagogischen Handlungsstrategien mittels des Linzer Diagnosebogens (LdK) nach Johannes Mayr.
  • Reflexion der Theorieansätze anhand von Beobachtungen und Erfahrungen aus der eigenen Schulpraxis.

Auszug aus dem Buch

3.1. Allgegenwärtigkeit und Überlappung

Kounin fand heraus, dass Lehrer bei der Ermahnung von Schülern Fehler unterliefen. Zum einen wiesen sie die falschen Schüler zurecht, oder ahndeten Störungen, die nicht so schwerwiegend waren, während sie heftige Störungen ungeahndet ließen. Zum anderen, wurde die Störung erst dann beanstandet, nachdem sie sich in der Klasse ausgebreitet hatte.

Als eine Art Gegenmaßnahme stellt Kounin die Technik der Allgegenwärtigkeit vor. Damit ist die die Fähigkeit eines Lehrers gemeint, jederzeit über das Geschehen der Klasse informiert zu sein. Dies bedeutet, dass der Lehrer jeder Zeit Präsenz zeigen muss, alles im Blick behalten sollte und den Schülern den Eindruck vermitteln sollte, dass er über alles in der Klasse Bescheid weiß. Laut Kounin ist es wichtig, ein Fehlverhalten rechtzeitig zu bemerken, frühzeitig zu reagieren und den richtigen Schüler zu ermahnen (Kounin).Außerdem sollen Störungen unverzüglich, kurz und bündig und mit direkter Ansprache des störenden Schülers unterbunden werden. Verhaltensbezogene Hinweise sollten ebenfalls immer beiläufig erfolgen, so dass dafür nicht vom Ziel der Stunde abgewichen und der Unterricht unterbrochen wird.

Als weitere Technik zur Verbesserung der Klassenführung nennt Kounin die Überlappung. Als Überlappung bezeichnet er die Fähigkeit eines Lehrers, mehrere (sich überlappende) Dinge gleichzeitig zu tun. Zum Beispiel sich um eine Gruppe zu kümmern und gleichzeitig die Störer in einem anderen Teil der Klasse zu ermahnen, ohne die Gruppe zu verlassen. Zur Technik der Überlappung gehört, mehrere Sachverhalte gleichzeitig wahrzunehmen und durch Einsatz verbaler und nonverbaler Kommunikation (Bemerkungen, Anweisungen, Blicke) steuern zu können, ohne die Kontrolle über die Gesamtsituation zu verlieren (Dollase). Eine gute Überlappung ist wichtig, damit der Unterricht weitergehen kann und dass niemand in der Klasse längere Zeit warten muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Klassenführung und Classroom Management für guten Unterricht heraus und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit.

2. Klassenführung und Classroom Management – ähnlich und doch verschieden: Dieses Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Klassenführung und Classroom Management anhand wissenschaftlicher Literatur heraus.

3. Jacob Sebastian Kounin: Es werden Kounins Erkenntnisse zu Störungen im Unterricht und sein daraus entwickeltes Konzept der "Techniken effizienter Klassenführung" vorgestellt.

3.1. Allgegenwärtigkeit und Überlappung: Das Kapitel erläutert die Kounin’schen Techniken zur Wahrnehmung des Unterrichtsgeschehens und der parallelen Bewältigung mehrerer Situationen.

3.2. Reibungslosigkeit und Schwung: Hier werden Strategien zur flüssigen Gestaltung von Übergängen zwischen Unterrichtsaktivitäten und zur Vermeidung von Verzögerungen beschrieben.

3.3. Gruppenmobilisierung: Dieses Kapitel behandelt Methoden, wie Lehrkräfte alle Schüler aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbinden können.

3.4. Abwechslung und Herausforderung: Es wird dargestellt, wie durch gezielte Aufgabenstellungen und methodische Vielfalt positive Emotionen und intellektuelle Herausforderungen bei Schülern erzeugt werden.

4. Carolyn M. Evertson: Das Kapitel präsentiert die elf Punkte zum effektiven Klassenmanagement von Evertson, die besonders auf die Grundschulpädagogik fokussieren.

5. Johannes Mayr und der Linzer Diagnosebogen: Hier wird der Linzer Diagnosebogen (LdK) als Instrument zur Selbstevaluation pädagogischen Handelns eingeführt.

5.1. Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretische Basis und die Zielsetzung des LdK als Korrelationsstudie zwischen Lehrer- und Schülerverhalten.

5.2. Ergebnisse: Die Ergebnisse des LdK zur Bedeutung der drei Dimensionen Unterrichtsgestaltung, Beziehungsförderung und Verhaltenskontrolle werden diskutiert.

6. Persönliches Fazit: Die Autorin reflektiert die theoretischen Konzepte vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in Schulpraktika und zieht Konsequenzen für ihre zukünftige Lehrertätigkeit.

Schlüsselwörter

Klassenführung, Classroom Management, Jacob Sebastian Kounin, Carolyn M. Evertson, Johannes Mayr, Linzer Diagnosebogen, Unterrichtsstörungen, Unterrichtsqualität, Lehrer-Schüler-Relation, Prävention, Pädagogische Handlungsstrategien, Schulpraktikum, Unterrichtsstruktur, Selbstreflexion, Lehrerpersönlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen pädagogischen Theorien und Ansätzen zur Klassenführung und zum Classroom Management, um aufzuzeigen, wie Lehrer ein förderliches Lernumfeld schaffen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Techniken effizienter Klassenführung nach Kounin, die Management-Regeln von Evertson sowie die wissenschaftliche Diagnose und Evaluation des Lehrerhandelns mittels des Linzer Diagnosebogens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, theoretisches Wissen über effektive Klassenführung zu vermitteln und durch den Abgleich mit praktischen Hospitationserfahrungen eine Brücke zwischen Theorie und Unterrichtspraxis zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Fachliteratur sowie auf der reflexiven Auseinandersetzung mit eigenen Praxiserfahrungen in Schulpraktika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Konzepte von Kounin, Evertson und Mayr sowie die detaillierte Beschreibung der jeweiligen Techniken und Studienergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Klassenführung, Classroom Management, Unterrichtsstruktur, Prävention von Störungen, Lehrerverhalten und die Evaluation durch den Linzer Diagnosebogen.

Welche Rolle spielt die Lehrerpersönlichkeit laut der Arbeit?

Die Autorin betont, dass die Persönlichkeit des Lehrers, insbesondere im Vergleich zu rein strukturellen Ansätzen von Kounin und Evertson, einen wesentlichen Faktor für das Gelingen von Unterricht darstellt, was vor allem bei Mayr thematisiert wird.

Warum wird der Linzer Diagnosebogen (LdK) als wichtig erachtet?

Der LdK wird als wertvolles Instrument für Lehramtsanwärter hervorgehoben, um das eigene pädagogische Handeln evidenzbasiert zu prüfen und mögliche Tendenzen zur Selbstüberschätzung zu erkennen.

Welche Herausforderungen in der Praxis werden identifiziert?

Es wird aufgezeigt, dass die Umsetzung theoretischer Ideale oft durch äußere Rahmenbedingungen wie zu große Klassen oder Zeitmangel erschwert wird, wodurch die praktische Anwendung Flexibilität erfordert.

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Details

Title
Klassenführung und Classroom Management. Ähnliche und doch verschiedene Positionen und Aspekte
College
University of Tubingen
Grade
2,0
Author
Maren Tanner (Author)
Publication Year
2011
Pages
11
Catalog Number
V231032
ISBN (eBook)
9783656474340
ISBN (Book)
9783656474371
Language
German
Tags
klassenführung classroom management ähnlich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maren Tanner (Author), 2011, Klassenführung und Classroom Management. Ähnliche und doch verschiedene Positionen und Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231032
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