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Moderne Kritik an Georg Simmel. Analyse des Aufsatzes „Die Großstädte und das Geistesleben“

Title: Moderne Kritik an Georg Simmel. Analyse des Aufsatzes „Die Großstädte und das Geistesleben“

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sebastian Silkatz (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Gibt man bei der Internetsuchmaschine „Google“ das Stichwort „Soziologie“ ein, erhält man zahlreiche Treffer, die auf Universitäten und Ergebnisse von Studien verweisen. Einen Eintrag zu Georg Simmel sucht man jedoch lange Zeit vergeblich. Dabei müsste der 1858 geborene und 1918 gestorbene Berliner eigentlich ganz oben in der Liste stehen. So ist Simmel der eigentliche Begründer der Soziologie in Deutschland. In zahlreichen Werken, Aufsätzen und Vorlesungen präsentierte der Professor seine scharfsichtigen Analysen der Gesellschaft.
Ohne seine beachtlichen Leistungen auf den Gebieten der Philosophie und Soziologie herabsetzen zu wollen, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Kritik an seinem Schaffen. Denn obwohl Simmel zahlreiche korrekte Untersuchungen und Betrachtungen der Gesellschaft gelangen, sind bei aufmerksamer Lektüre auch Argumente und Konklusionen zu finden, die es zu hinterfragen und kritisieren gilt.
Aufgrund der Dichte und Fülle seiner Ausführungen in dem 1903 veröffentlichten Aufsatz „Die Großstädte und das Geistesleben“ und einer sorgfältigen und erschöpfenden Analyse desselben, beschränkt sich die Untersuchung allein auf dieses Werk. Dadurch kann eine gründlichere und ausführlichere Betrachtung gewährleistet werden, als bei dem Heranziehen mehrerer Texte des Philosophen. Auf Sekundärliteratur wurde verzichtet, um eine vorurteilslose Betrachtung zu gewährleisten.
Die vorliegende Arbeit stellt sich somit die Aufgabe, die Ausführungen Simmels in „Die Großstädte und das Geistesleben“ sorgfältig zu untersuchen und, wenn erforderlich, Kritik daran zu formulieren und aufzuzeigen. Dabei soll Simmels Schaffen nicht entwertet werden, vielmehr soll durch die folgende Analyse zur Beschäftigung mit den Werken des Soziologen angeregt werden.
Um dies ausnahmslos sicherzustellen wird zunächst mit einer Inhaltsangabe des Aufsatzes ein Überblick über Simmels Werk geliefert. Anschließend widmet sich der Großteil dieser Arbeit der Analyse und Kritik von „Die Großstädte und das Geistesleben“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenfassung von „Die Großstädte und das Geistesleben“

3. Kritik an „Die Großstädte und das Geistesleben“

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Georg Simmels soziologischem Aufsatz „Die Großstädte und das Geistesleben“ auseinander. Ziel ist es, zentrale Prämissen und Schlussfolgerungen des Autors zu hinterfragen, ihre Gültigkeit in der Moderne zu prüfen und durch ergänzende Argumente sowie Alltagsbeispiele eine differenzierte Sichtweise auf die von Simmel beschriebenen städtischen Phänomene zu erarbeiten.

  • Kritische Prüfung der simmelschen Prämissen zum modernen Leben
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Individualisierung und Existenzsicherung
  • Hinterfragung der Geldwirtschaft als primäre Ursache gesellschaftlicher Entwicklungen
  • Untersuchung des großstädtischen Alltags und zwischenmenschlicher Beziehungen
  • Diskussion der Bedeutung von Pünktlichkeit und Arbeitsteilung

Auszug aus dem Buch

3. Kritik an „Die Großstädte und das Geistesleben“

Nachdem nun eine Übersicht über „Die Großstädte und das Geistesleben“ gegeben wurde, widmet sich dieses Kapitel der konkreten Kritik an den aus meiner Sicht inkorrekten Aussagen, Prämissen und Konklusionen Georg Simmels. So setzt der Soziologe zu Beginn folgende Prämisse: „Die tiefsten Probleme des modernen Lebens quellen aus dem Anspruch des Individuums, die Selbstständigkeit und Eigenart seines Daseins gegen die Übermächte der Gesellschaft [...] zu bewahren“

Da diese Annahme die Grundlage der folgenden Argumentationen darstellt, kommt ihr besondere Bedeutung zu. Allerdings ist diese These Simmels nicht korrekt. So ist es nicht das wichtigste, schwierigste und dringendste Anliegen des Menschen seine Individualität auszuleben, vielmehr kommt der Sicherung der eigenen Existenz, das bloße Überleben der eigenen Person die größte Wichtigkeit des menschlichen Strebens zu. So kann man fragen, was eine gegenüber der Gesellschaft bewahrte Individualität nützt, wenn das eigene Überleben nicht gesichert ist. Es muss zugestanden werden, dass Individualität zunächst keinen Nutzen hat. Der Mensch muss immer zunächst das eigene Überleben sichern, das stellt seine grundlegende Aufgabe sowie sein „tiefstes Problem“ dar. Dies gilt seit der Entstehung des Menschen ebenso wie in der Moderne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Anlass der Arbeit erläutert, Georg Simmel als Begründer der Soziologie in Deutschland eingeführt und das Ziel definiert, seinen Aufsatz kritisch zu analysieren, ohne sein Gesamtwerk abzuwerten.

2. Zusammenfassung von „Die Großstädte und das Geistesleben“: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über Simmels Kernargumente, darunter die Bedeutung der Großstadt für den Intellekt, die Geldwirtschaft, das Phänomen der Blasiertheit und die städtische Arbeitsteilung.

3. Kritik an „Die Großstädte und das Geistesleben“: Das Hauptkapitel nimmt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Simmels Thesen vor, widerlegt diese teilweise durch soziologische Gegenargumente und beleuchtet die vernachlässigten negativen Aspekte der von Simmel positiv bewerteten städtischen Entwicklungen.

4. Zusammenfassung: Der abschließende Teil fasst die zentralen Kritikpunkte zusammen und resümiert, dass Simmels Analysen zwar scharfsinnig und teils aktuell bleiben, jedoch in der Argumentationsgrundlage durch neue soziologische Perspektiven ergänzt und korrigiert werden müssen.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, Die Großstädte und das Geistesleben, Soziologie, Individualisierung, Großstadt, Moderne, Existenzsicherung, Geldwirtschaft, Arbeitsteilung, Blasiertheit, Nervenleben, Kritik, Individuum, Gesellschaft, Persönlichkeitsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse von Georg Simmels bekanntem Aufsatz „Die Großstädte und das Geistesleben“ aus soziologischer Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Begriffe Individualität, Geldwirtschaft, das großstädtische Nervenleben, soziale Distanz, Arbeitsteilung sowie die Bedeutung menschlicher Grundbedürfnisse im urbanen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gültigkeit von Simmels Prämissen zu hinterfragen und aufzuzeigen, dass seine Thesen zur modernen Gesellschaft und Individualisierung nicht in jedem Punkt unkritisch übernommen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine textimmanente Analyse und kritische Auseinandersetzung durch, ergänzt um argumentative Gegenbeispiele aus der Lebenswelt, um Simmels Thesen auf ihre heutige Relevanz zu prüfen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Widerlegung von Simmels zentraler Prämisse (Existenzsicherung vor Individualisierung), kritisiert die einseitige Sicht auf die Geldwirtschaft und hinterfragt die positiven Zuschreibungen zu städtischen Phänomenen wie Blasiertheit oder Pünktlichkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Individualisierung, Existenzsicherung, moderne Großstadt, Kritik an Simmel und soziologische Analyse geprägt.

Warum kritisiert der Autor Simmels Fokus auf Individualisierung?

Der Autor argumentiert, dass das biologische und soziale Bedürfnis nach Existenzsicherung die Voraussetzung für jegliches Bestreben nach Individualität darstellt und Simmel dies in seiner theoretischen Grundlegung vernachlässigt.

Wie bewertet die Arbeit Simmels Thesen zum Nachbarschaftsverhältnis?

Der Autor führt an, dass Simmels Bild der Großstädter, die sich kaum kennen, eine deutsche Perspektive der damaligen Zeit widerspiegelt, die jedoch im internationalen Vergleich (z.B. USA/Kanada) nicht allgemeingültig ist.

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Details

Title
Moderne Kritik an Georg Simmel. Analyse des Aufsatzes „Die Großstädte und das Geistesleben“
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Philosophie)
Course
Georg Simmel: Kulturphilosophie und Soziologie
Grade
2,3
Author
Sebastian Silkatz (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V231077
ISBN (eBook)
9783656473275
ISBN (Book)
9783656473350
Language
German
Tags
moderne kritik georg simmel analyse aufsatzes großstädte geistesleben kultur soziologie geld philosophie stadt stadtsoziologie individuum glück nivellierung industrialisierung übersteigerung nervenleben nerven leben individualität entwicklung kleinstadt städter land seele eindrücke intellekt verstand gemüt sachlickeit wert rechnend umrechnung blasiertheit abstumpfung freiheit sozial kreis arbeit arbeitsteilung teilung spezial spezialisierung persönlichkeit anspruch selbständigkeit steigerung objektiv subjektiv geist objekt subjekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Silkatz (Author), 2009, Moderne Kritik an Georg Simmel. Analyse des Aufsatzes „Die Großstädte und das Geistesleben“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231077
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