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Methoden der Namenforschung

Eine umfassende Darstellung

Titre: Methoden der Namenforschung

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Silkatz (Auteur)

Onomastique, Science des noms
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Ein wesentliches Merkmal des Menschen ist der Gebrauch von Sprache. Seitdem die Menschen dieses Kommunikationsmittel nutzen, verwenden sie auch Namen zum eindeutigen Bezeichnen von Personen, Tieren und Pflanzen, Orten und Gewässern.
In der heutigen Zeit interessieren sich immer mehr Menschen für die Herkunft und Bedeutung dieser Namen.
Diese Arbeit möchte nunmehr die Frage beantworten, mit welchen Methoden neue Erkenntnisse in der Namenforschung gewonnen werden und die wichtigsten davon erläutern. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei unter anderem darauf, welche Forschungsergebnisse mit der entsprechenden Methode erlangt werden. Zum Teil wird zum besseren Verständnis für die Entwicklung einer Disziplin auch die Geschichte derselben dargestellt. Partiell werden ebenfalls die Mängel einer Methode erwähnt. Im Ganzen betrachtet, wird auf den deutschen Sprachraum eingegangen, auf Ausnahmen dementsprechend hingewiesen.
Besondere Bedeutung erlangt die Namenforschung für die Sprachgeschichte. So ist es unter anderem möglich, indoeuropäische Ursprünge, lexikalische Besonderheiten, die Herausbildung von Einzelsprachen oder auch die Lautverschiebungen mit Hilfe der Namen zu belegen und zu erforschen.
Spätestens seit der Antike sind Namen Gegenstand von Untersuchungen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine wissenschaftliche Forschung im heutigen Sinn. Die methodische Namenforschung, welche die Bedeutung, Entstehung und Verbreitung der Namen erforscht, wird erst deutlich später begründet und geht in ihren Anfängen auf den Sprach- und Litera-turwissenschaftler Jacob Grimm (1785–1863) zurück.
In der Folgezeit wurde die Onomastik allerdings zumeist als Hilfswissenschaft für die Sprachgeschichte und die Gesellschaftswissenschaften betrachtet, konnte sich aber im zwanzigsten Jahrhundert emanzipieren und wird nunmehr als eigenständige Wissenschaft anerkannt.
Für die Namenforschung gilt dabei, „dass kein einzelner Aspekt existieren kann, der den ganzen Komplex onymischer Erscheinungen in sich vereint“. Daher wurden verschiedene Methoden entwickelt, mit denen die Erforschung des Namens erleichtert und systematisiert wird. Die wichtigsten werden nachstehend vorgestellt und erläutert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terminologie

3. Quellenkritik als Methode der Namenforschung

3.1 Einführung

3.2 Die Geschichte der Quellenkritik als Methode der Namenforschung

3.3 Beispiel für die Quellenkritik als Methode der Namenforschung

4. Linguistische Methoden der Namenforschung

4.1 Textlinguistik als Methode der Namenforschung

4.1.1 Einführung

4.1.2 Beispiel für die Textlinguistik als Methode der Namenforschung

4.2 Soziolinguistik als Methode der Namenforschung

4.2.1 Einführung

4.2.2 Beispiel für die Soziolinguistik als Methode der Namenforschung: Namen als Standesmerkmal

4.2.2.1 Einführung

4.2.2.2 Mittelstand und Aristokratie

4.2.2.3 Sklavennamen

4.3 Areallinguistik als Methode der Namenforschung

4.3.1 Einführung

4.3.2 Die Geschichte der Areallinguistik als Methode der Namenforschung

5. Literarische Methoden der Namenforschung

5.1 Einführung

5.2 Intertextualität als Methode der literarischen Onomastik

6. Methodische Ergänzungen

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spektrum wissenschaftlicher Methoden in der Namenforschung (Onomastik), um aufzuzeigen, wie durch verschiedene disziplinäre Zugänge Erkenntnisse über die Herkunft, Entstehung, Verbreitung und Bedeutung von Namen gewonnen werden können.

  • Quellenkritische Analyse historischer Dokumente
  • Textlinguistische Ansätze zur Untersuchung von Namen im Sprachgebrauch
  • Soziolinguistische Methoden zur Analyse von Namen als Standesmerkmal
  • Areallinguistische Vorgehensweisen zur Erforschung von Namengeografie
  • Intertextuelle Ansätze in der literarischen Onomastik

Auszug aus dem Buch

3.1 Einführung

Viele Wissenschaften nutzen Quellen um neue Informationen zu erhalten oder bereits vorhandene Theorien zu überprüfen. Dies gilt auch für die Onomastik. Eine Quelle wird notabene als „Ursprung, Ursprungsort, Ausgangspunkt, Herkunft“5 definiert. Die dazugehörige Kritik ist „die wissenschaftliche Beurteilung der Zuverlässigkeit historischer Quellen“6.

Obwohl Namen im Lauf der Zeit viele Veränderungen erfahren haben, sind sie sehr alt und enthalten historische Informationen. Diese sind insbesondere für die Wort- und Sprachgeschichte von Bedeutung. Uns bekannte historische Namen sind zwar Teil der schriftlichen Quellen der dazugehörigen Epoche, ihr Ursprung ist zeitlich aber meist deutlich früher anzusiedeln. Da dies bei einer onomastischen Untersuchung berücksichtigt werden muss, kommt einer quellenkritische Analyse eine besondere Gewichtung zu und daher ist die Quellenkritik eine wichtige Methode der Namenforschung.

Diese Methode bedient sich dabei zweier Quellenarten: Zum Einen sind das Textzeugnisse, schriftlicher sowie mündlicher Art, da diese zahlreiche überlieferte Namen enthalten. Dazu zählen unter anderem Stadtbücher, Kirchenbücher und Urkunden, aber auch Münzen, Siegel und Inschriften. Zum Anderen bilden die Namen selbst eine wichtige Quelle.

Möchte man nun den optimalen Informationsgehalt aus einem Namen gewinnen, so gilt es, die ursprünglichste Form des Namens sowie „möglichst alle historischen Belege zusammenzutragen“7. Bei der quellenkritischen Untersuchung werden somit der Name und seine Belege verglichen. Es muss allerdings beachtet werden, dass dies für mündlich überlieferte Namen nicht möglich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Namenforschung ein und definiert den wissenschaftlichen Rahmen sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Terminologie: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe und Abgrenzungen, wie etwa das Verhältnis von Namenforschung, Onomastik und Namenkunde.

3. Quellenkritik als Methode der Namenforschung: Es wird erörtert, wie die kritische Prüfung historischer Schriftquellen zur verlässlichen Bestimmung von Namen und deren Herkunft beiträgt.

4. Linguistische Methoden der Namenforschung: Dieser Hauptteil analysiert die Anwendung von Textlinguistik, Soziolinguistik und Areallinguistik auf onomastische Fragestellungen.

5. Literarische Methoden der Namenforschung: Das Kapitel befasst sich mit der Analyse fiktionaler Namen und intertextueller Zusammenhänge in der Literatur.

6. Methodische Ergänzungen: Hier werden kurz weiterführende Ansätze wie die Taxometrie und die Pragmalinguistik vorgestellt.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten methodischen Ansätze und deren Bedeutung für die onomastische Forschung ab.

Schlüsselwörter

Namenforschung, Onomastik, Sprachgeschichte, Quellenkritik, Textlinguistik, Soziolinguistik, Areallinguistik, Namengeografie, Anthroponyme, Toponyme, intertextuelle Onomastik, Namengebung, Wortgeschichte, Sprachwissenschaft, historische Namenforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Darstellung der wissenschaftlichen Methoden, die in der Namenforschung (Onomastik) zur Gewinnung neuer Erkenntnisse eingesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Quellenkritik, textlinguistischen, soziolinguistischen, areallinguistischen sowie literarischen Zugängen zur Analyse von Namen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu beantworten, mit welchen Methoden Erkenntnisse in der Namenforschung gewonnen werden und wie diese zur Erforschung der Entstehung, Verbreitung und Bedeutung von Namen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Methoden aus der Sprachgeschichte, der Linguistik (Text-, Sozio-, Areallinguistik) und der Literaturwissenschaft kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen methodischen Werkzeuge – von der Quellenkritik bis zur literarischen Onomastik – detailliert erläutert und an konkreten Beispielen illustriert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Namenforschung, Onomastik, Quellenkritik, Linguistik, Anthroponyme, Toponyme und Sprachgeschichte.

Warum ist die Quellenkritik für die Onomastik unabdingbar?

Sie ist notwendig, um die Zuverlässigkeit historischer Quellen zu beurteilen und sicherzustellen, dass die Untersuchung von Namen nicht auf fehlerhaften oder verfälschten Überlieferungen basiert.

Wie unterscheidet die Soziolinguistik zwischen verschiedenen Namensträgern?

Sie analysiert formale und semantische Aspekte der Namengebung, um Rückschlüsse auf die soziale Schicht, den Stand oder sogar den rechtlichen Status (z.B. Freie vs. Sklaven) einer Person zu ziehen.

Welche Rolle spielt die Intertextualität in der literarischen Onomastik?

Sie dient als Methode, um die Ähnlichkeit oder Übereinstimmung von Namen in verschiedenen literarischen Werken zu erforschen und deren Bedeutung im literarischen Kontext zu klären.

Welchen Zweck verfolgt die Areallinguistik in der Namenforschung?

Die Areallinguistik, auch Sprachgeografie genannt, untersucht die räumliche Verbreitung von Namen, um beispielsweise Siedlungsbewegungen oder sprachgeschichtliche Entwicklungen zu rekonstruieren.

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Résumé des informations

Titre
Methoden der Namenforschung
Sous-titre
Eine umfassende Darstellung
Université
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Germanistik)
Cours
Sprachwissenschaft/Linguistik: Sprachgeschichte im Überblick
Note
1,3
Auteur
Sebastian Silkatz (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
22
N° de catalogue
V231086
ISBN (ebook)
9783656470076
ISBN (Livre)
9783656470526
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
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Citation du texte
Sebastian Silkatz (Auteur), 2008, Methoden der Namenforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231086
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Extrait de  22  pages
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