In dieser Arbeit geht es um die Bildung(sweise) und Wirkung von Restaurantsnamen, analysiert anhand sprachwissenschaftlicher bzw. onomastischer Aspekte.
Inhaltsverzeichnis
1. Restaurantsnamen im Alltag
2. Lexikalische bzw. onomastische Aspekte
2.1 Frage nach der Übereinstimmung mit den Kriterien der Eigennamen
2.2 Terminologie
3. Morphologische Aspekte
3.1 Verwendung verschiedener Klassennamen
3.2 Wortbildungsverfahren
3.3 Dialektale Varianten
4. Phonologische und graphemische Aspekte
4.1 Wirkung durch Klangpsychologie
4.2 Attraktoren
5. Semantische Aspekte
5.1 Untersuchungen zur Namensgebung
5.2 Erwartungen, Intentionen, Funktionen
6. Diachrone Betrachtung – Entstehung und Wandel
7. Fazit
7.1 Deutsche und spanische Restaurantsnamen kontrastiv
7.2 Lokal vor global – Tradition statt Innovation
7.3 Bedeutsamkeit von Gasthausnamen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die onomastischen und sprachwissenschaftlichen Strukturen von Gaststättennamen in Deutschland und Spanien, um deren Bildungsweisen, Funktionen und kulturelle Einbettung kontrastiv zu analysieren.
- Strukturelle Analyse von Restaurantnamen unter Einbeziehung von Morphologie und Syntax
- Untersuchung phonologischer und graphemischer Aspekte für die Kundenansprache
- Kontrastiver Vergleich nationaltypischer Namenskonventionen in Deutschland und Spanien
- Die Rolle der Onomastik als Marketinginstrument und zur Identitätsstiftung
Auszug aus dem Buch
3. Morphologische Aspekte
Vor der morphologischen Untersuchung wird hier allgemein die Bildung mit unterschiedlichen Benennungsmotiven betrachtet. Das heißt genauer welche Wortarten als GaststättenN oder zumindest als Teile davon fungieren, wobei unterschiedliche Tendenzen der Länder festzustellen sind. Dieses Verfahren kann auch als Übernahme proprialer Wortbestandteile bezeichnet werden.
Eine bedeutende Gruppe sind die Toponyme, also OrtsN, wie z.B. Zur Kunitzburg, Restaurant Lietzenburg am Schloss, Wienerwald, Bergterrasse Marienhöhe, sowie im Spanischen Restaurante San Francisco, Restaurante Los Ángeles, Restaurante Madrid-Barcelona.
Genauso häufig werden N von Personen, also Anthroponyme verwendet, unter denen auch N historischer und berühmter Persönlichkeiten oder N literarischer Figuren genommen werden, wie Erlkönig oder Cervecería Cervantes, um sofort einen Bezug herzustellen, der bei willkürlichen oder unbekannten Besitzernamen nicht gegeben ist: Alberts Restaurant, Friedrichskeller, Restaurant Pascual, Restaurante Don Paco, La Clara.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Restaurantsnamen im Alltag: Einleitung in die Bedeutung von Gaststättennamen als Orientierungshilfe und Ausdruck kultureller Identität im urbanen Raum.
2. Lexikalische bzw. onomastische Aspekte: Analyse der onomastischen Einordnung von Gaststättennamen zwischen Appellativ und Eigenname sowie Diskussion der Fachterminologie.
3. Morphologische Aspekte: Untersuchung der verschiedenen Wortbildungsverfahren und Benennungsmotive, wie Toponyme, Anthroponyme und Gattungsnamen.
4. Phonologische und graphemische Aspekte: Betrachtung der klangpsychologischen Wirkung und visuellen Gestaltungselemente (Attraktoren) bei der Namensgebung.
5. Semantische Aspekte: Erörterung der Motivation hinter der Namenswahl, der Bedeutung von Konnotationen sowie der Werbefunktionen nach dem AIDA-Modell.
6. Diachrone Betrachtung – Entstehung und Wandel: Kurzer historischer Exkurs zur Entwicklung von traditionellen Hausnamen hin zu modernen Gaststättennamen in Deutschland.
7. Fazit: Zusammenfassender Vergleich der nationalen Tendenzen und Bewertung der funktionalen Notwendigkeit von Gaststättennamen.
Schlüsselwörter
Gaststättennamen, Onomastik, Toponyme, Anthroponyme, Kontrastive Linguistik, Namensgebung, Ergonyme, Sprachwissenschaft, Marketing, Warennamen, Morphologie, Phonologie, Semantik, Gastronomastik, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die onomastische Beschaffenheit und Funktion von Gaststättennamen in Deutschland und Spanien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf morphologischen, phonologischen, semantischen und diachronen Aspekten der Namensbildung in der Gastronomie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein kontrastiver Vergleich der Benennungsmotive und der daraus resultierenden Wirkung auf Konsumenten in beiden Sprachräumen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine onomastische Analyse, die sprachwissenschaftliche Theorien mit Beispielen aus dem realen Alltag (Städte wie Berlin, München, Madrid, Barcelona) kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben der Einordnung in die Onomastik auch die Rolle von Artikeln, Wortbildungsverfahren wie Komposita, sowie psychologische Aspekte der Klangwirkung erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Gaststättennamen, Onomastik, Kontrastive Linguistik, Namensgebung und Gastronomastik.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Hausname und moderner Geschäftsbezeichnung eine Rolle?
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Wandel von der rein örtlichen Orientierung hin zur aktiven Markenbildung und Vermarktung im Gastronomiebereich.
Inwiefern beeinflusst der Artikelgebrauch die Namen?
Im Spanischen ist der Artikel oft integraler Bestandteil des Namens, während er im Deutschen variabler gehandhabt wird, was Auswirkungen auf die grammatikalische Flexion hat.
Wie unterscheidet sich die deutsche von der spanischen Namenswahl?
Spanische Namen wirken durch kürzere Bildungen oft moderner, während im Deutschen eher längere Nominalphrasen und traditionelle Motive dominieren.
Welche Bedeutung haben Dialekte für die Benennung?
Dialekte werden gezielt eingesetzt, um Bodenständigkeit und eine regionale Identität zu suggerieren, was die Verbundenheit zum Standort und zur lokalen Küche unterstreicht.
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- Vanessa Döring (Author), 2013, Gaststättennamen in Deutschland und Spanien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231223