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"A Centripetal Theory of Democratic Governance" von Gerring und Thacker

Inklusion und Autorität im Zentripetalismus

Title: "A Centripetal Theory of Democratic Governance" von Gerring und Thacker

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maria Krummenacher (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Was macht eine gute Regierung aus? Worauf stützt sich der Eindruck, dass manche Länder besser regiert werden als andere? Diese Fragen stellen sich John Gerring und Strom C. Thacker in ihrem Buch „A Centripetal Theory of Democratic Governance“.

Gerring und Thacker formulieren eine Theorie, die erklärt, weshalb das Zusammenspiel verschiedener Institutionen vom gleichen Typ zu besserer bzw. schlechterer Regierungsleistung führt. Ihrer Meinung nach sind sogenannte zentripetale Institutionen am besten dazu geeignet, gute Regierungsleistung zu erzielen und sich positiv auf die Qualität einer Demokratie auszuwirken. Die Grundprinzipien des Zentripetalismus sind Inklusion und Autorität. Inklusion garantiert, dass alle gesellschaftlichen Interessen und Identitäten in den politischen Prozess eingebunden werden, während die staatliche Autorität effektive Mechanismen bereitstellt, mit denen Entscheidungen gefällt und Politiklösungen implementiert werden.

Die Fragestellung, der in dieser Hausarbeit nachgegangen werden soll, ist, ob sich im zentripetalen politischen Prozess ein Missverhältnis zwischen den zwei Prinzipien zeigt. Es wird die These aufgestellt, dass den Prinzipien Inklusion und Autorität nicht zu jeder Zeit in gleichem Masse Genüge getan werden kann. Möchte eine Regierung handlungsfähig sein, muss an einem Punkt die Inklusion zu Ende sein und die Autorität beginnen.

Es wird zuerst das Argument von Gerring und Thacker möglichst kurz und präzise zusammengefasst, daran anschließend werden die Effekte der drei zentripetalen Institutionen im Hinblick auf die Prinzipien Inklusion und Autorität analysiert und zum Schluss wird die oben genannte Fragestellung nach dem Verhältnis der beiden Prinzipien im Zentripetalismus beantwortet und diskutiert, welche Implikationen sich daraus für die Theorie ableiten lassen. Die Arbeit wird sich vor allem auf die Ausführungen in den Kapiteln zwei, drei und vier des Buches konzentrieren, in denen Gerring und Thacker ihr Kausalmodell darlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Argument von Gerring und Thacker

3. Inklusion und Autorität

3.1 Parteienregierung

3.2 Konfliktmediation

3.3 Politikkoordination

3.4 Verhältnis der Prinzipien

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

5.1 Primärquelle

5.1 Sekundärquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Theorie des Zentripetalismus von John Gerring und Strom C. Thacker und hinterfragt, ob in diesem politischen Modell ein inhärentes Missverhältnis zwischen den Zwillingszielen Inklusion und Autorität besteht, die für eine gute Regierungsleistung als essenziell erachtet werden.

  • Grundlagen der zentripetalen Demokratietheorie
  • Die Rolle politischer Institutionen bei der Regierungsleistung
  • Wechselwirkungen zwischen Inklusion und staatlicher Autorität
  • Analyse der Mechanismen: Parteienregierung, Konfliktmediation und Politikkoordination
  • Kritische Bewertung der Balance zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und Entscheidungsmacht

Auszug aus dem Buch

3.2 Konfliktmediation

Ein Kriterium guter Regierungsleistung ist nach Gerring und Thacker, wie gut die Mediation von gesellschaftlichen Konflikten durch die Regierung geleistet wird. Zentripetale Institutionen bringen mit ihrer inkludierenden Funktion verschiedene Interessen und Akteure zusammen und bieten Anreize, gemeinsam eine auf das Gemeinwohl gerichtete Politiklösung zu finden (39). Die autoritäre Komponente lenkt und kontrolliert den Prozess der Konfliktmediation und gibt der Regierung gegebenenfalls die Macht, Konsens zu erzwingen und getroffene Abmachungen durchzusetzen. Die Autoren beschränken sich in ihren Ausführungen auf ethnische Konflikte. Sie gehen davon aus, dass Institutionen, die diesen Extremfall des gesellschaftlichen Konflikts beilegen und konstruktiv in das politische System integrieren können, ihre positiven Wirkungen auch bei anderen Arten von Konflikten zeigen (39).

Wie schon unter 3.1 angedeutet, ist in unitarischen Systemen das politische Machtzentrum auf nationaler Ebene angesiedelt. Parteien und Interessengruppen werden sich in ihrem Verhalten an diese Struktur anpassen und sich in erster Linie auf nationalem Niveau organisieren. Dies führt dazu, dass gliedstaatliche Individualisierungs- und Autonomietendenzen keinen Ausdruck in der nationalen Politik finden. Politiker, die in unitarischen Staaten ethnische Minderheiten vertreten, müssen den zentrifugalen Kräften widerstehen. Die zentripetalen Institutionen lassen ethnische hinter nationalen Konflikten zurücktreten und verringern deren Salienz (45). Hier zeigt sich die Schwierigkeit, dass Gerring und Thacker nur den Extremfall des ethnischen Konfliktes betrachten. Die Logik der fehlenden Anreizstruktur, sich gliedstaatlich zu organisieren lässt sich nicht auf andere soziale, wirtschaftliche oder kulturelle Konflikte übertragen. Divergierende Interessen in diesen Fragen können in unitarischen Staaten auf nationalstaatlicher Ebene vertreten werden, ohne dass eine Mediation der Konflikte oder eine Umwandlung der Interessen stattfindet. Gerring und Thacker versäumen es, zu erklären, wie Unitarismus hier zu besserer Konfliktmediation führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Qualität politischer Institutionen und dem Verhältnis der zentripetalen Prinzipien Inklusion und Autorität dar.

2. Das Argument von Gerring und Thacker: Dieses Kapitel erläutert das Kausalmodell der Autoren, welches Unitarismus, Parlamentarismus und Verhältniswahl als Grundpfeiler für gute Regierungsleistung identifiziert.

3. Inklusion und Autorität: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Prinzipien Inklusion und Autorität anhand ihrer Wirkungsweise im politischen System analysiert.

3.1 Parteienregierung: Dieser Abschnitt untersucht, wie zentripetale Institutionen zu starken Parteien führen und welche autoritären Konsequenzen dies mit sich bringt.

3.2 Konfliktmediation: Der Fokus liegt darauf, wie zentripetale Institutionen bei der Bewältigung gesellschaftlicher, insbesondere ethnischer Konflikte wirken.

3.3 Politikkoordination: Hier wird diskutiert, wie ein unitarischer Staatsaufbau und parlamentarische Strukturen die Koordination zwischen Regierungs- und politischen Organen erleichtern.

3.4 Verhältnis der Prinzipien: Dieses Kapitel führt die Einzelergebnisse zusammen, um die These eines Missverhältnisses zwischen Inklusion und Autorität zu prüfen.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Autorität im zentripetalen Modell überwiegt, und schlägt eine verkürzte Version des Modells vor.

5. Quellenverzeichnis: Dies listet die verwendeten Primär- und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Zentripetalismus, Inklusion, Autorität, Regierungsleistung, politische Institutionen, Unitarismus, Parlamentarismus, Verhältniswahl, Konfliktmediation, Politikkoordination, Parteienregierung, Good Governance, demokratische Qualität, Entscheidungsprozess, Kausalmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die „Centripetal Theory of Democratic Governance“ von Gerring und Thacker und untersucht kritisch das Zusammenspiel der Prinzipien Inklusion und Autorität innerhalb dieses Modells.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Wirkungsweise politischer Institutionen (Staatsaufbau, Wahlsystem, Regierungsstruktur) auf die Regierungsleistung, die Parteienlandschaft und die Koordinationsfähigkeit staatlichen Handelns.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Autorin geht der Frage nach, ob in zentripetalen politischen Prozessen ein strukturelles Missverhältnis zwischen den Prinzipien Inklusion und Autorität besteht und ob diese immer gleichzeitig erfüllt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturdiskussion, die das theoretische Kausalmodell von Gerring und Thacker systematisch in Kapitel unterteilt und auf logische Konsistenz sowie die Balance der beiden Kernprinzipien hin überprüft.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei zentripetalen Kausalmechanismen Parteienregierung, Konfliktmediation und Politikkoordination im Hinblick auf deren autoritäre oder inkludierende Tendenzen.

Was sind die wichtigsten Schlagworte der Arbeit?

Zentripetalismus, Inklusion, Autorität, gute Regierungsleistung, Unitarismus, Parlamentarismus und Verhältniswahlrecht sind die zentralen Begriffe.

Warum betrachten die Autoren nur Staaten, die einer Minimaldefinition von Demokratie genügen?

Diese Eingrenzung dient dazu, die Analyse auf Staaten zu fokussieren, in denen Institutionen überhaupt die Chance haben, Regierungsleistung innerhalb eines demokratischen Rahmens zu beeinflussen, ohne durch systemische Defizite verfälscht zu werden.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Verhältnis von Inklusion und Autorität?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass das Prinzip der Autorität in zentripetalen Institutionen überwiegt, die Prinzipien jedoch auf verschiedenen politischen Ebenen wirken (Autorität in der Regierungsführung, Inklusion bei der Wahl).

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Details

Title
"A Centripetal Theory of Democratic Governance" von Gerring und Thacker
Subtitle
Inklusion und Autorität im Zentripetalismus
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,3
Author
Maria Krummenacher (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V231261
ISBN (eBook)
9783656465041
ISBN (Book)
9783656467328
Language
German
Tags
John Gerring Strom Thacker Inklusion Autorität; Zentripetalismus; Review;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Krummenacher (Author), 2012, "A Centripetal Theory of Democratic Governance" von Gerring und Thacker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231261
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