Ab wann spricht man von Mobbing? Der Begriff taucht immer häufiger
auf und die Folgen für die Opfer sind gravierend. Besonders Eltern und
Lehrer stehen vor der Frage, wie sie sich in einem Mobbing-Fall richtig
verhalten. Ist es besser, das Kind von der Schule zu nehmen oder sollte
versucht werden, Opfer und Täter zu konfrontieren?
In diesem Buch werden einige wahre, aber auch falsche Annahmen zum
Thema Mobbing diskutiert und Präventionsmöglichkeiten vorgestellt. Außerdem
werden rechtliche Aspekte beschrieben und einige Hilfestellungen
gegeben.
Aus dem Inhalt: Täter- und Opferrolle, Rolle der Mitschüler, Rolle der Lehrer, Konsequenzen von Mobbing, Geschichte von Mobbing, Schulspezifische Präventionsansätze, rechtliche Definition von Mobbing, das Allgemeine Gleichstellungsgesetz, Darlegungs- und Beweislast als Kernproblem
Inhaltsverzeichnis
MOBBING IN DER SCHULE. FALSCHE UND WAHRE ANNAHMEN ÜBER DAS MOBBING SOWIE ERKLÄRUNGEN VON STEPHANIE SASSE 2007
Welche Annahmen über Täter und Opfer sind richtig?
Übernehmen die Mitschüler eine Rolle beim Mobbing?
Wie sollte eine Lehrkraft reagieren, die von Mobbing in seiner Klasse erfährt?
Welche Konsequenzen kann Mobbing für das Opfer haben?
MOBBING - PSYCHOSOZIALE BELASTUNGEN IN DER SCHULE. URSACHEN, AUSWIRKUNGEN, ERSCHEINUNGSFORMEN UND PRÄVENTION VON MOBBING VON STEPHANIE SASSE 2008
Einleitung
Mobbing - psychosoziale Belastungen in der Schule
MOBBING UND RECHT. MOBBING VOR DEM HINTERGRUND GELTENDER GESETZE VON KARSTEN LENZ 2008
Einleitung
Die sozialwissenschaftliche Definition von Mobbing
Die rechtliche Definition von Mobbing
Die gesundheitlichen Folgen von Mobbing
Zahlen und Fakten
Die gesetzlichen Grundlagen zum Thema Mobbing
Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz: AGG
Die Darlegungs- und Beweislast als Kernproblem
Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing in verschiedenen Kontexten, insbesondere im schulischen und arbeitsrechtlichen Bereich. Ziel ist es, Definitionen zu klären, Ursachen zu identifizieren, die Auswirkungen für Täter und Opfer aufzuzeigen sowie präventive und interventive Maßnahmen zur Bekämpfung von Mobbing darzulegen.
- Psychosoziale Dynamiken und Rollenverteilungen in Mobbingsituationen
- Die Rolle der Mitschüler und das System der Gruppenaggression
- Rechtliche Grundlagen und Beweisproblematiken bei Mobbingfällen
- Interventionsstrategien für Schulen und Arbeitgeber
- Die Bedeutung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) im Kontext von Mobbing
Auszug aus dem Buch
Die sozialwissenschaftliche Definition von Mobbing
Das Wort Mobbing wurde von dem englischen Verb „to mob“ abgeleitet. Es bedeutet so viel wie „über jemanden herfallen, anpöbeln, angreifen, attackieren“.
Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989) prägte den Begriff „Mobbing“. Er gebrauchte ihn für die Tierwelt und bezeichnete damit Gruppenangriffe von unterlegenen Tieren mit dem Zweck, einen überlegenen Gegner zu vertreiben. Durch Heinz Leymann (1932-1999) bekam der Begriff „Mobbing“ eine besondere Bedeutung. Er erkannte, dass sich die psychischen Belastungen von Arbeitnehmern häufig nicht auf deren Persönlichkeit zurückführen lassen, sondern ursächlich im betrieblichen Umfeld zu finden sind. Leymann hat den Begriff „Mobbing“ folgendermaßen definiert: „Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist (1) und von einer oder einigen Personen systematisch, oft (2) und während längerer Zeit (3) mit dem Ziel und/oder dem Affekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis (4) direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.“ Dem Ausstoß aus dem Arbeitsverhältnis kann hier auch eine Versetzung entsprechen. Leymanns Definition von Mobbing folgten weitere Definitionen mit dem Versuch, die wichtigsten Merkmale von Mobbing herauszuarbeiten. Die derzeit gebräuchlichsten Definitionen von Mobbing lassen sich jedoch überwiegend auf Leymann zurückführen.
Zusammenfassung der Kapitel
MOBBING IN DER SCHULE. FALSCHE UND WAHRE ANNAHMEN ÜBER DAS MOBBING SOWIE ERKLÄRUNGEN VON STEPHANIE SASSE 2007: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit verbreiteten Irrtümern über Täter und Opfer auseinander und analysiert die Dynamik innerhalb von Schulklassen.
MOBBING - PSYCHOSOZIALE BELASTUNGEN IN DER SCHULE. URSACHEN, AUSWIRKUNGEN, ERSCHEINUNGSFORMEN UND PRÄVENTION VON MOBBING VON STEPHANIE SASSE 2008: Hier liegt der Fokus auf den psychologischen Auswirkungen von Mobbing auf Schüler sowie auf effektiven Methoden der schulischen Prävention und Intervention.
MOBBING UND RECHT. MOBBING VOR DEM HINTERGRUND GELTENDER GESETZE VON KARSTEN LENZ 2008: Dieses Kapitel betrachtet Mobbing aus einer juristischen Perspektive, erläutert die rechtliche Einordnung und beleuchtet die komplexen Herausforderungen der Beweisführung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Bullying, Schule, Arbeitsplatz, soziale Aggression, Gruppendynamik, Täter-Opfer-Beziehung, Rechtliche Definition, AGG, Beweislast, Prävention, Intervention, psychische Belastung, Schikane, Konfliktmanagement
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptanliegen der Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet das Phänomen Mobbing aus verschiedenen Perspektiven, um ein umfassendes Verständnis für Ursachen, Folgen und rechtliche sowie pädagogische Handlungsoptionen zu schaffen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die psychologische Analyse von Täter-Opfer-Rollen, die Gruppendynamik in Institutionen, die gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen sowie die rechtliche Bewältigung von Mobbing.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die fundierte Auseinandersetzung mit dem Prozess des Mobbings, um effektive Strategien für eine erfolgreiche Prävention und Intervention aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer und juristischer Studien, kombiniert mit der Auswertung von Gerichtsentscheidungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Mobbing im schulischen Umfeld sowie im arbeitsrechtlichen Kontext, diskutiert gesetzliche Grundlagen und thematisiert das zentrale Problem der Beweisführung.
Welche Keywords prägen die Publikation?
Die wichtigsten Schlagworte sind Mobbing, Bullying, Prävention, Intervention, Gruppendynamik, Rechtsprechung und psychosoziale Belastung.
Warum ist das Thema Beweislast in der Arbeit so wichtig?
Da Mobbing häufig im Verborgenen stattfindet und isolierte Opfer selten Zeugen haben, stellt die Beweisführung vor Gericht das größte juristische Hindernis dar, was in der Arbeit detailliert erörtert wird.
Wie bewertet die Arbeit das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG)?
Das AGG wird als hilfreiches Instrument gewertet, da es klarere Definitionen liefert und mit der Beweislastumkehr die Position des Opfers stärkt, auch wenn die praktische Anwendung noch diskutiert wird.
Welche Bedeutung kommt der Lehrerausbildung zu?
Die Arbeit betont, dass Lehrkräfte eine Schlüsselrolle einnehmen und durch gezielte Ausbildung in der Lage sein müssen, Mobbing frühzeitig zu erkennen und professionell zu intervenieren.
Was wird unter „sozialadäquatem Verhalten“ verstanden?
Dies bezieht sich auf Handlungen, die für sich genommen alltäglich erscheinen, aber im Kontext einer systematischen Mobbing-Kampagne als rechtswidrige Bestandteile eines Mobbings gewertet werden können.
- Citar trabajo
- Stephanie Sasse (Autor), Karsten Lenz (Autor), 2013, Mobbing. Wenn die Schulzeit zur Qual wird!, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231339