Die Schule hat die Aufgabe den Schüler/innen die Grundbildung zu vermitteln, zu der die Alphabetisierung gehört. In dem folgenden Bericht möchte ich verdeutlichen, was auf Lehrer zu kommt, wenn Schüler/innen diesem Alphabetisierungsprozess entrinnen. Alphabetisierung sollte stets ein begleitender Prozess sein, der kein klardefiniertes Ziel anstrebt. Der Lehrer sollte sensibel auf Schüler/innen reagieren, die während ihrer Schulzeit nicht ausreichend alphabetisiert worden sind. Zunächst werde ich den Begriff des Analphabetismus näher erläutern und die unterschiedlichen Kategorien des Begriffs wie primärer, sekundärer, funktionaler und totaler Analphabetismus differenzieren. Hieran schließt sich eine Ursachsenforschung des Analphabetismus, in der die Unterschiede zu anderen Lese- und Rechtschreibstörungen hervorgehoben werden. Hier spielen unterschiedliche Ursachen in unterschiedlichen Ebenen eine Rolle. Anschließend werde ich Diagnose- sowie Fördermethoden vorstellen. Die Diagnose- sowie Fördermöglichkeiten auf dem Gebiet des Analphabetismus sind eher mäßig vorhanden. Es lassen sich jedoch Methoden zu Lese- Rechtschreibstörungen heranziehen. In dem Kapitel Fördermöglichkeiten stelle ich eine Möglichkeit zur Förderung innerhalb des Stationslernens vor.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition „Analphabetismus“
2.1 Funktionaler Analphabetismen
2.2 Sekundärer Analphabetismus
2.3 Funktionaler Analphabetismus
2. 4Totaler Analphabetismus
3. Ursachen des Analphabetismus
3.1 Ursachen im Elternhaus
3.2 Ursachen in der Schule
4. Diagnostik
4.1 Funktionale Analphabetismen erkennen
4.2 Hamburger-Schreib-Probe
5. Abgrenzung zur Lese- und Rechtschreibschwäche
6. Förder- und Therapiemöglichkeiten
6.1 im Elternhaus
6.2 in der Schule
6.2.1 Förderung durch Lesen
6.2.2 Förderung durch Schreiben
6.2.3Förderung mit Hilfe des Stationenlernens
7. Resümee
8. Literaturverzeichnis
9. Versicherung an Eides Statt
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen primärem und sekundärem Analphabetismus?
Primärer Analphabetismus bezieht sich auf Personen, die nie eine Schule besucht und keine Lese- oder Schreibkenntnisse erworben haben. Sekundärer Analphabetismus beschreibt den Prozess, bei dem bereits erworbene Kenntnisse durch mangelnde Praxis wieder verloren gehen.
Was versteht man unter funktionalem Analphabetismus?
Funktionaler Analphabetismus liegt vor, wenn eine Person zwar einzelne Wörter oder Sätze lesen und schreiben kann, diese Fähigkeiten jedoch nicht ausreichen, um den Anforderungen im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag gerecht zu werden.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Alphabetisierung?
Die Schule hat den Auftrag, Grundbildung zu vermitteln. Lehrer müssen sensibel reagieren, wenn Schüler dem Alphabetisierungsprozess entrinnen, und sollten Alphabetisierung als begleitenden, offenen Prozess gestalten.
Wie können Lehrer funktionalen Analphabetismus diagnostizieren?
Zur Diagnose können standardisierte Tests wie die Hamburger-Schreib-Probe (HSP) herangezogen werden, um Defizite im Bereich der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten objektiv festzustellen.
Welche Fördermethoden gibt es für betroffene Schüler?
Neben speziellen Lese- und Schreibübungen bietet sich innerhalb der Schule die Methode des Stationenlernens an, um individuell auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen.
Gibt es einen Unterschied zwischen Analphabetismus und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)?
Ja, die Arbeit sieht eine klare Abgrenzung vor. Während LRS spezifische Störungen beim Erwerb der Schriftsprache sind, umfasst Analphabetismus oft umfassendere Defizite in der Grundbildung, die unterschiedliche Ursachen auf verschiedenen Ebenen haben können.
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- Jessica Fiebig (Author), 2013, Analphabetismus. Förderung in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231388