Es geht um die fallbezogene Erläuterung des Täter-Opfer-Ausgleichs als Instrument des Jugendstrafrechts einerseits wie auch der Jugendsozialarbeit andererseits. Auf sehr ausgewogene Art werden Vor- und Nachteile des Täter-Opfer-Ausgleichs präsentiert. Man erkennt das ehrliche Bemühen um die Klärung des Themenfeldes und die Bewertung der Praktikabilität für praktische Bezüge. Die Autorin führt durch die Thematik auf eine lesbare, wissenschaftliche neutrale Art.
Inhaltsverzeichnis
1 Abkürzungsverzeichnis
2 Einleitung
2.1 Gewalttat in Kirchweyhe
2.2 Konsequenzen einer Straftat
3 Vom Konflikt zum TOA (Klassifizierung, rechtliche Einordnung und Beschreibung des TOAs, ausgehend von der Theorie der Restorative Justice.)
3.1 Vom Konflikt zum Täter-Opfer-Ausgleich
3.2 Restorative Justice
3.2.1 Entwicklung
3.2.2 Ziele und Prinzipien
3.3 TOA
3.3.1 Entstehung des TOAs in Deutschland
3.3.2 Rechtliche Einordnung
3.3.3 Prinzipien
3.3.4 Unschuldsvermutung und Freiwilligkeit
3.4 Qualitätsstandards
4 Was geschieht mit den Beteiligten während des Ausgleichsgeschehens?
4.1 Das Opfer / der Geschädigte
4.2 Der Täter / der Beschuldigte
5 Ergebnisse einer bundesweiten TOA Studie
5.1 Anteil des TOAs im Rahmen der Strafverfolgung
5.2 Rückfallquoten
6 Kritische Stimmen
7 Fazit
8 Literaturverzeichnis
9 Eigenständigkeitserklärung
10 Anhang
10.1 Wenn die Hand ins Knie schießt
10.2 Persönliches Statement von Karin Leißner
10.3 Heuristik der fünf analytischen Ebenen
10.4 Stellungnahme von Jugendlichen, die an einem TOA teilgenommen haben
10.5 Internet - Umfrage zum TOA-Bekanntheitsgrad
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)?
Der TOA ist ein Instrument des Jugendstrafrechts, bei dem versucht wird, einen Konflikt zwischen Täter und Opfer außergerichtlich durch Vermittlung zu lösen.
Was bedeutet "Restorative Justice"?
Dies ist ein Ansatz der Justiz, der nicht auf Bestrafung, sondern auf die Wiederherstellung des sozialen Friedens und die Wiedergutmachung des Schadens setzt.
Ist die Teilnahme am TOA freiwillig?
Ja, Freiwilligkeit ist eines der Grundprinzipien des TOA. Zudem gilt weiterhin die Unschuldsvermutung bis zum Abschluss des Verfahrens.
Welche Vorteile bietet der TOA für das Opfer?
Opfer erhalten die Chance, Fragen zu stellen, ihre Gefühle auszudrücken und eine direkte materielle oder immaterielle Wiedergutmachung zu erfahren.
Senkt der Täter-Opfer-Ausgleich die Rückfallquote?
Die Arbeit bezieht sich auf Ergebnisse einer bundesweiten Studie, die unter anderem die Auswirkungen des TOA auf die Rückfallquoten von Tätern untersucht.
Wird der TOA auch in der Jugendsozialarbeit eingesetzt?
Ja, er wird sowohl als juristisches Instrument als auch als Methode der Jugendsozialarbeit zur konstruktiven Konfliktbewältigung verstanden.
- Quote paper
- Cindy Gresselmeyer (Author), 2013, Täter‐Opfer‐Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231612