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Zur Möglichkeit "Existenz" in einem prädikativen Gebrauch zu verwenden

Title: Zur Möglichkeit "Existenz" in einem prädikativen Gebrauch zu verwenden

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Robin Materne (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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„To be or not to be; that is the question.” – “Sein oder Nichtsein; dass ist hier die Frage.” Diesen Satz kennt wohl, ab einem gewissen Alter, in der westlichen Welt zumindest, nahezu jeder. Er stammt aus William Shakespeares Stück über den Prinz von Dänemark, Hamlet, der damit einen der bekanntesten, wenn nicht gar den bekanntesten Monolog der Theatergeschichte einleitet. Mittlerweile ist der Ausspruch, in der einen oder anderen Form, ein oft benutzter Einschub in Überlegungen, die für den Überlegenden essentiell und existentiell sind.
So, oder so ähnlich könnte man allerdings auch eine immer noch in der Philosophie stattfindende Diskussion wohl recht gut beschreiben. Näher erläutert geht es um den Konflikt, ob es möglich ist, „Existenz“ in einem prädikativen Gebrauch zu verwenden, also das Wort „existieren“ zu einem Prädikat zu machen. In dieser Arbeit soll es nun genau darum gehen. Ebenfalls soll beleuchtet werden, ob und zu welchen Problemen es führen kann, wenn man, wie vorher beschrieben „existieren“ und somit auch dessen Negation, „nicht-existieren“ im prädikativen Sinn verwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie verwendet man ein Prädikat?

3. Was existiert und was gibt es?

4. Wann existiert etwas?

5. Was existiert nicht?

6. Gibt es unendlich viele Gegenstände?

7. Wie interagieren Dinge, Gegenstände und Wesenheiten untereinander?

8. Gibt es alles?

9. Es gibt Existenz

10. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht sprachphilosophisch die Problematik, ob „Existenz“ als Prädikat verwendet werden kann, ohne in logische Widersprüche zu geraten, insbesondere im Hinblick auf die Negation „nicht-existieren“.

  • Sprachanalytische Untersuchung von Existenz-Aussagen
  • Differenzierung zwischen „Existenz“ und „Es gibt“
  • Untersuchung fiktionaler Gegenstände und deren Eigenschaften
  • Die Problematik von „Meinongs Dschungel“ und ontologischen Gegenständen

Auszug aus dem Buch

3. Was existiert und was gibt es?

„What is there?“, mit dieser simpel anmutenden Frage beginnt Willard van Orman Quine seine Schrift „On What There Is“, er beantwortet sie auch bereits eine Zeile später mit “Everything”. Wenn nun aber Person A meint, dass es Dinge gibt, von denen Person B meint, dass es sie nicht gebe, kann Person B der ersten laut Quine nicht widersprechen, da er, wenn er sagt, dass es Dinge gibt denen A eine Existenz zugesteht und er eben nicht, damit schon sagt das es sie gibt. Er bezeichnet dieses Phänomen mit dem Name Plato’s beard also Platons Bart, näher erläutert durch das Rätsel: „Non-being must in some sense be, otherwise what is it that there is not?“

Quines imaginärer, hier angeführter Philosoph McX, den er als Beispiel verwendet um die Gegenseite darzustellen meint, dass es sinnlos sei überhaupt zu sagen, dass etwas, in diesem Fall das mystische geflügelte Pferd Pegasus, nicht ist. Gemäß dem Fall, dass es nicht wäre, dann würden nicht über irgendetwas reden, wenn wir das Wort „Pegasus“ benutzen. Hier sollte man zwischen „ist“ und „ist“ unterscheiden. Diese wichtige Unterscheidung, die in vielen Diskussionen um das Wort „ist“, oftmals übersehen wird, obgleich man doch meinen mag, dass sie äußerst offensichtlich ist, stellt Rickert dar: „Daß etwas in der Weise der Copula ‚ist‘, sagt gewiß noch nichts darüber, daß es auch in der Weise in der Welt ist, die es zu einem als seiend erkannten Gegenstand in der Welt macht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die philosophische Debatte um Existenz als Prädikat ein und formuliert die sprachphilosophische Zielsetzung der Arbeit unter Bezugnahme auf Quine und Routley.

2. Wie verwendet man ein Prädikat?: Dieses Kapitel erörtert die Definition und die logische Funktion des Prädikats als Mittel zur Bestimmung und Abgrenzung von Gegenständen.

3. Was existiert und was gibt es?: Hier wird die sprachliche Differenz zwischen dem Existenzbegriff und der Verwendung von „es gibt“ erarbeitet, unterstützt durch Quines „Platons Bart“.

4. Wann existiert etwas?: Der Text analysiert, unter welchen zeitlichen und logischen Bedingungen Dingen Existenz zugeschrieben werden kann und wie Konjugationen das Prädikat „existieren“ beeinflussen.

5. Was existiert nicht?: Dieses Kapitel untersucht die korrekte logische Negation von Existenz-Aussagen, um Paradoxa bei der Beschreibung nicht existierender Dinge zu vermeiden.

6. Gibt es unendlich viele Gegenstände?: Es wird die Frage diskutiert, ob erdachte Gegenstände eine ontologische Überbevölkerung („Meinongs Dschungel“) verursachen, wenn man ihnen einen Status als „Gegebenheiten“ einräumt.

7. Wie interagieren Dinge, Gegenstände und Wesenheiten untereinander?: Hier wird erörtert, wie Menschen emotional mit fiktionalen Wesenheiten interagieren können, ohne dabei deren tatsächliche Existenz vorauszusetzen.

8. Gibt es alles?: Die Arbeit diskutiert hier, ob die Antwort auf „Was gibt es?“ tatsächlich „Alles“ lauten kann, unter Berücksichtigung von logischen Widersprüchen bei fiktionalen Objekten.

9. Es gibt Existenz: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Möglichkeit, über Dinge zu sprechen, ohne ihnen zwingend Existenz zuzusprechen.

10. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Existenz, Prädikation, Sprachphilosophie, Willard van Orman Quine, Nichtklassische Logik, Existenz-Aussagen, Ontologie, Fiktion, Gegenstand, Wesenheit, Nichtexistenz, Kopula, Richard Routley, Meinongs Dschungel, Logik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der sprachphilosophischen Frage, ob man „Existenz“ als Prädikat verwenden kann und welche logischen Konsequenzen sich daraus für die Aussage über nicht existierende Dinge ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Logik des Prädikats, die Unterscheidung zwischen „Existieren“ und „Es gibt“, die ontologische Problematik fiktionaler Gegenstände und die korrekte Negation von Existenz-Aussagen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob die Verwendung von „existieren“ als Prädikat problematisch ist und wie man sprachlich korrekt mit der Negation „nicht-existieren“ umgehen kann, ohne in logische Paradoxa zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Herangehensweise ist rein sprachphilosophisch und analytisch; auf formallogische Notationen und den mathematischen Bereich wird bewusst verzichtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Prädikaten, diskutiert Quines und Routleys Positionen zu Existenz, untersucht das Problem der Identität von Gegenständen und betrachtet die Interaktion mit fiktionalen Objekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Existenz, Prädikation, Sprachphilosophie, Ontologie, Fiktion und die Analyse von Existenz-Aussagen.

Was bedeutet der Begriff „Platons Bart“ im Kontext dieser Arbeit?

„Platons Bart“ bezeichnet das Phänomen, dass man bereits durch die Erwähnung eines nicht existierenden Dinges (wie Pegasus) gezwungen zu sein scheint, dessen „Sein“ vorauszusetzen, um überhaupt sinnvoll über das Nicht-Sein sprechen zu können.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Dingen“ und „Wesenheiten“?

Der Autor nutzt „Wesenheiten“ für Dinge, denen man das Prädikat „Existenz“ zuschreiben kann, während „Dinge“ oder „Gegenstände“ eher in einem breiteren Kontext des „Es gibt“ verwendet werden, auch wenn sie nicht materiell existieren.

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Details

Title
Zur Möglichkeit "Existenz" in einem prädikativen Gebrauch zu verwenden
College
University of Heidelberg
Grade
3,0
Author
Robin Materne (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V231643
ISBN (eBook)
9783656478102
ISBN (Book)
9783656479321
Language
German
Tags
Sein Prädikat Existenz Logik Quine Sprachphilosophie Routley Priest Graham Pegasus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robin Materne (Author), 2012, Zur Möglichkeit "Existenz" in einem prädikativen Gebrauch zu verwenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231643
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