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Zensur in der BRD. Diskussion ausgewählter Titel

Von schwerwiegender Jugendgefährdung, der Freiheit der Kunst und religionskritischen Schweinen.

Titre: Zensur in der BRD. Diskussion ausgewählter Titel

Dossier / Travail , 2010 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Conny de le Roi (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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In der vorliegenden Arbeit möchte ich herausfinden, wie es in der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich um die Kunstfreiheit, die Meinungs- und Pressefreiheit steht und dem übergeordnet: wie es um eine Zensur in der BRD steht. Zweifelsohne verfügt die BRD über eine Verfassung, die allen Gesetzen vorangestellt, ja übergeordnet ist, die also die grundlegenden Rechte eines Menschen, respektive Bundesbürgers, nennt und schützt. Doch dieser Schutz hat den Menschen offenbar nur eine zweifelhafte Freiheit gegeben. Vermutlich liegt dies an der Eigenart von Gesetzen, auslegbar zu sein. Das Grundgesetz garantiert, dass eine Zensur nicht stattfindet, doch bedeutet das gleichzeitig, dass sämtliche Bücher und Presseerzeugnisse, Filme und andere Medien uneingeschränkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen?
Ich möchte in dieser Arbeit ausgewählte Titel diskutieren, die auf verschiedene Weisen eine bedeutende Rolle im deutschen Medienrecht einnehmen. Diese Auswahl reicht vom Indizierungsversuch vermeintlich jugendgefährdender Literatur über einen Prozess wegen Gewaltverherrlichung im Film bis hin zu einem Prozess wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Meine Auswahl fiel also auf das Bilderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ und die Filme „Halloween 2“ und „Rohtenburg“. Selbstverständlich sollen kurz einige Gründe für diese Auswahl genannt werden. Das Bilderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“, das noch immer kontrovers diskutiert wird, ist nur knapp einer Indizierung entgangen. Hier stellt sich die Frage, ob es legitim ist, zunächst mal unter dem Deckmantel des Jugendschutzes kritische Texte aus dem Verkehr zu ziehen. Um zu zeigen, wie die Mechanismen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft mit den Abteilungen Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Juristenkommision (JK) bei Veröffentlichungsversuchen ineinander greifen, wird der Film „Halloween 2“ von Rick Rosenthal als Beispiel angeführt. Der Film „Rohtenburg“ ist mit dreijähriger Verspätung im Jahr 2009 endlich in den Kinos angelaufen, da die Kunstfreiheit in diesem Fall Vorrang vor dem Persönlichkeitsrecht hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zensur in der BRD

3. Mechanismen der BRD

4. „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“

4.1. Inhaltsangabe

4.2. Indizierungsgesuch

4.3. Diskussion

5. „Rohtenburg“ – Der Film

5.1. Inhaltsangabe

5.2. Hintergrund

5.3. Diskussion

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Status der Kunst-, Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund praktischer Zensurbestrebungen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern durch staatliche Institutionen und gesetzliche Mechanismen inhaltliche Einschränkungen stattfinden, die trotz des verfassungsrechtlichen Zensurverbots als zensorische Handlungen gewertet werden können.

  • Analyse der rechtlichen Grenzen der Meinungs- und Kunstfreiheit in der BRD.
  • Untersuchung der Arbeitsweise der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).
  • Evaluation von Indizierungsprozessen anhand ausgewählter Fallbeispiele (Literatur und Film).
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Persönlichkeitsrecht und künstlerischer Freiheit.
  • Kritische Reflexion über die Willkür in der medienrechtlichen Rechtsprechung.

Auszug aus dem Buch

Beispiel: Halloween 2, Regie: Rick Rosenthal, 1981

Es ist nicht verwunderlich, dass kein Teil der Halloween-Serie so oft geschnitten oder neu gedreht wurde wie der Zweite. John Carpenter schrieb schon das Drehbuch zu Halloween 1 und lieferte mit Halloween 2 die entsprechende Fortsetzung, die durch Rick Rosenthal umgesetzt wurde. Der Film wurde der FSK vorgelegt, erhielt aber keine Altersfreigabe, sofern die Schnittauflagen nicht erfüllt wären. Ob der Film der SPIO-JK vorgelegt wurde, ist nicht bekannt, liegt allerdings nahe, da der Videofilm 1983 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurde. Hier vermute ich, dass die BPjM durch die SPIO informiert wurde. Eine Nachfrage nach den Gründen der Indizierung ergab folgendes: „Der Videofilm ‚Halloween II‘ oder ‚Halloween 2‘ wurde mit Wirkung vom 25.5.1983 indiziert, da sein Inhalt aufgrund der darin enthaltenen Gewaltdarstellungen als jugendgefährdend eingestuft wurde. Folge der Indizierung ist, dass der Film nicht mehr Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht werden und nicht öffentlich beworben werden darf.“ Für die Produktionsfirma bedeutet dies, dass sie zumindest auf finanzielle Einnahmen aus Deutschland verzichten muss. Weitere Fassungen des Films sind 1985, 1994 und 1999 indiziert worden. Etwas mehr als sieben Jahre nach erster Indizierung wurde der 1983 indizierte Videofilm am 19.12.1990 durch das Amtsgericht Pforzheim nach § 131 StGB, wegen der enthaltenen Gewaltdarstellungen, beschlagnahmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Zensur in der Bundesrepublik und Vorstellung der zentralen Fallbeispiele.

2. Zensur in der BRD: Historischer Abriss des Zensurbegriffs und Einordnung der gesetzlichen Lage durch das Grundgesetz.

3. Mechanismen der BRD: Darstellung der prüfenden Instanzen wie BPjM, FSK und SPIO und deren Einfluss auf die mediale Verbreitung.

4. „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“: Analyse eines Indizierungsversuchs bei einem kinderliterarischen Werk aufgrund von Religionskritik.

5. „Rohtenburg“ – Der Film: Untersuchung eines Rechtsstreits um Persönlichkeitsrechte und künstlerische Freiheit bei der filmischen Aufarbeitung eines Kriminalfalls.

6. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Fazit über das Spannungsfeld zwischen gesetzlicher Regulierung und Freiheit.

Schlüsselwörter

Zensur, Kunstfreiheit, Meinungsfreiheit, Jugendschutz, BPjM, FSK, Indizierung, Medienrecht, Persönlichkeitsrecht, Religionskritik, Halloween 2, Rohtenburg, Grundgesetz, Rechtssprechung, Literaturverbot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die reale Umsetzung der im Grundgesetz verankerten Kunst- und Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung verschiedener Medienprüfmechanismen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Schnittstellen zwischen Jugendschutz, juristischer Rechtsprechung und künstlerischer Gestaltungsfreiheit bei kritischen Inhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie staatliche oder behördliche Eingriffe trotz formalem Zensurverbot faktisch als zensorische Handlungen wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Fallstudienmethode, indem sie spezifische Medienbeispiele juristisch und inhaltlich auf ihre regulatorische Behandlung hin analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Mechanismen der BPjM und SPIO sowie den Fallbeispielen „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“, „Halloween 2“ und „Rohtenburg“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zensur, Kunstfreiheit, Indizierung, BPjM, Persönlichkeitsrecht und medienrechtliche Willkür.

Warum wurde das Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“ in die Untersuchung aufgenommen?

Es dient als Beispiel für den Versuch, religionskritische Literatur unter dem Deckmantel des Jugendschutzes zu indizieren.

Welche Rolle spielt der Film „Rohtenburg“ in der juristischen Argumentation der Arbeit?

Der Film verdeutlicht den Konflikt zwischen dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht einer realen Person und der künstlerischen Freiheit bei der Verarbeitung realer Ereignisse.

Wie bewertet die Autorin die Praxis der „Folgeindizierung“?

Die Autorin kritisiert diese Praxis als willkürlich, da oft keine erneute inhaltliche Prüfung stattfindet, sondern auf veralteten Urteilen basierend weiter indiziert wird.

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Résumé des informations

Titre
Zensur in der BRD. Diskussion ausgewählter Titel
Sous-titre
Von schwerwiegender Jugendgefährdung, der Freiheit der Kunst und religionskritischen Schweinen.
Université
Technical University of Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Cours
Vierzig Jahre Trennung – Gab es zwei deutsche Literaturen?
Note
1,0
Auteur
Conny de le Roi (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
17
N° de catalogue
V231649
ISBN (ebook)
9783656478089
ISBN (Livre)
9783656478683
Langue
allemand
mots-clé
zensur diskussion titel jugendgefährdung freiheit kunst schweinen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Conny de le Roi (Auteur), 2010, Zensur in der BRD. Diskussion ausgewählter Titel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231649
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Extrait de  17  pages
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