Es liegt mir auf der Zunge. Das Tip-of-the-Tongue-Phänomen


Hausarbeit, 2010

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Teil I – Über tip-of-the-tongue states

3. Historischer Abriss der Erforschung des TOT-Phänomens
3.1 William James
3.2 Robert S. Woodworth
3.3 Sigmund Freud
3.4 Roger Brown & David N. McNeill

4. Drei grundlegende W-Fragen
4.1 Was sind TOTS?
4.2 Wer ist von TOTS betroffen und wie häufig?

5. Der TOTS-Tod – Zur Auflösung von TOTS

6. Teil II – Zu den möglichen Ursachen von TOTS

7. Überblick über die Ursachenforschung zu TOTS

8. Das Modell der Sprachproduktion nach Levelt

9. Ausgewählte Beschreibungsmodelle der Ursachen von TOTS
9.1 Blocking hypothesis
9.2 Incomplete activation hypothesis
9.3 Transmission deficit hypothesis

10. Schlussbemerkung

11. Literaturverzeichnis

Vorwort

Im Zentrum dieser Arbeit steht eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Tip-of-the-Tongue-Phänomen. Aufgrund der Komplexität dieses Forschungs-gegenstands war es zunächst erforderlich, ein geeignetes Annäherungsverfahren zu entwickeln. Wir haben uns daher für die folgende Aufteilung entschieden:

Eine einführende Auseinandersetzung mit der Geschichte der TOTS-Forschung erachten wir als essentiell, daher wird Enrico Nitzsche einen Überblick über die bedeutendsten Untersuchungen von den Anfängen bis hin zur ersten systematischen TOT-Forschung durch Roger S. Brown & David N. McNeill geben. Darauf basierend erfolgen die Ausführungen zu den elementaren Fragestellungen dieses Arbeitsteils: Was kennzeichnet TOTS? Wer kann davon betroffen sein? Wie häufig treten TOTS auf? Im darauf folgenden Kapitel 6, zur Auflösung von TOTS, soll geklärt werden, welche Möglichkeiten der Auflösung dieses Zustands bestehen. Mit der Auflösung von TOTS, bzw. mit dem Ende von TOTS, endet hier auch der Arbeitsteil von Enrico Nitzsche und geht fließend über in den zweiten Teil dieser Arbeit.

In diesem Teil wird sich Conny de le Roi im Wesentlichen mit der Ursachenforschung zu TOTS auseinandersetzen. Nach einem kurzen zusammenfassenden Überblick über die Ursachenforschung zu TOTS soll zunächst das Sprachproduktionsmodell von Willem J. M. Levelt dargestellt und kritisch diskutiert werden. Es wird der Versuch unternommen, Levelts Modell insoweit zu modifizieren als es für Beschreibungsversuche von TOTS-Ursachen herangezogen werden kann. Darauf basierend erfolgt die kritische Auseinandersetzung mit folgenden drei wichtigen Beschreibungsmodellen für die Ursachen von TOTS:

Die blocking hypothesis, die incomplete activation hypothesis sowie die transmission deficit hypothesis.

Die Beschäftigung mit dem Tip-of-the-Tongue-Phänomen hat uns nicht nur den Facettenreichtum der linguistischen Forschungsgebiete verdeutlicht, sondern auch eine sehr gute Zusammenarbeit ermöglicht. Kritische Reflexionen über die Gesamtheit der gewonnenen Erkenntnisse, sowie gegenseitige fachliche Unterstützung haben die Begeisterung für dieses Themengebiet positiv beeinflusst und zu diesem, wie wir finden, inhaltsreichen und sehr interessanten Gesamtergebnis geführt.

1. Einleitung

Wer kennt sie nicht, die Situation, in der man ein Wort während eines Sprachproduktionsprozesses benötigt und sich sicher ist, dieses auch zu kennen, doch das Wort will just nicht die Lippen passieren? Es liegt dem Sprichwort nach förmlich auf der Zunge.

Hierbei tritt das so genannte Tip of the Tongue-Phänomen bzw. der Tip of the Tongue State auf, im Folgenden der Einfachheit wegen nur noch kurz als TOTS bezeichnet. Doch nicht nur in Deutschland, respektive in der deutschen Sprache, kennt man dieses Phänomen. Im Gegenteil - es ist weltweit verbreitet. Und dennoch gibt es Unterschiede. Beispielsweise Deutschland, Frankreich, England, Italien, Tschechien, Saudi-Arabien, China, Türkei, Vietnam, Japan, Serbien und Korea auf der einen und Indonesien, Island, Tansania und Kenia auf der anderen Seite. Dies sind jeweils nur einige Beispiele und dennoch lässt sich anhand der unterschiedlichen Anzahl der hier aufgeführten Länder in jeder Aufzählungsgruppe bereits etwas feststellen. Die erste Gruppe, die in dem Fall von Deutschland bis Korea reicht, kennt und benutzt in oben genanntem Fall die Zungenmetapher, wenn auch teilweise in leicht abgewandelten Formen (vgl. Schwartz 1999: 393).

So liegt beispielweise in Korea nicht etwa ein Wort auf der Zunge, sondern die Koreaner verspüren ein Prickeln am Ende der Zunge („sparkling at the end of the tongue“ (vgl. ebd.: 382)) und in Japan hat man eher das Gefühl, dass etwas in Mund und Kehle stecken bleibt, was im weitesten Sinne ebenfalls mit der Zunge zusammen hängt. Die zweite Gruppe hingegen verwendet die Zungenmetapher nicht. Da kommt es eher vor, dass es dem Betroffenen gleich kommt („it’s coming, it’s coming“) oder man ein Loch im Kopf („hole in the head“) oder ein Loch im Gedächtnis („hole in the memory“) hat (vgl. Schwartz 2002: 25ff.). Doch schon auf Grund der hier getroffenen Auswahl ist erkennbar, dass die Anzahl der Länder, vor allem aber die Anzahl der Sprachen[1], die keinerlei Gefühle im Mund und speziell auf der Zunge verspüren, wenn ihnen ein Wort nicht direkt einfällt, deutlich geringer ist. Daraus lässt sich fast thesenhaft schließen, dass dieses Phänomen etwas Universelles sein muss.

2. Teil I – Über tip-of-the-tongue states

Diese universelle Erfahrung wird mit großer Wahrscheinlichkeit jeder schon einmal gemacht haben. Das Wort, das im Augenblick des TOTS offensichtlich unzugänglich erscheint, „is stored in memory“ (Schwartz 1999: 379). Das Wissen über das gesuchte Wort ist also in der Regel vorhanden, ebenso wie eventuelle Teilinformationen. Genau an dieser Stelle setzen meine Untersuchungen des Phänomens ein.

Die Untersuchung und Darstellung dessen, was einen TOTS auszeichnet und wie die Auflösung von TOTS erfolgen kann, bildet den Schwerpunkt dieses Arbeitsteils. Für die Analyse der TOTS-Forschung sehe ich es als fundamental an, zunächst einen kleinen Überblick über die Historie der Erforschung dieses Phänomens mit den bedeutendsten TOTS-Forschern zu geben.

Eine systematische und durch Experimente gestützte Untersuchung der TOTS gibt es erst seit 1966 durch Brown & McNeill (vgl. Heinzerling 1999: Kap.2/1). Vor dieser Zeit gibt es lediglich drei Arbeiten, die man als wegweisend für den aktuellen Forschungsstand betrachten könnte. Dazu gehören die Arbeiten von William James, Robert Woodworth und Sigmund Freud.

3. Historischer Abriss der Erforschung des TOT-Phänomens

3.1 William James

William James war ein amerikanischer Philosoph und Psychologe, der als einer der ersten Forscher 1890 in seinem Buch The Principles of Psychology den Bewusstseinszustand beschrieb, in dem sich ein Mensch befindet, der nach einem Wort bzw. nach einem Namen sucht, das bzw. den er vorübergehend vergessen hat (vgl. Heinzerling 1999: Kap.2/3).[2] Als absolut typisch für diesen Zustand verwendete James folgende oft zitierte Beschreibung:

The state of our consciousness is peculiar. There is a gap therein; but no mere gap. It is a gap that is intensely active. A sort of wraith of the name is in it, beckoning us in a given direction, making us at moments tingle with the sense of our closeness, and then letting us sink back without the longed-for term. If wrong names are proposed to us, this singularly definite gap acts immediately so as to negate them. They do not fit into its mould. And the gap of one word does not feel like the gap of another, all empty of content as both might seem necessarily to be when described as gaps. (James 1950: 251)

Kurz gesagt, kann man als „TOTS-Opfer” genau verifizieren, welches Wort man sucht, aber nur insofern, als man weiß, welche Wörter es nicht sind. So ist man in der Lage, James nach zu urteilen, zu entscheiden, ob ein durch eine zweite Person vorgeschlagenes Wort dem gesuchten Zielwort entspricht. Diese Fähigkeit entspricht, laut Heinzerling (1999: Kap.2/6), dem Prozess, der in der neueren Terminologie als pattern matching bezeichnet wird. Im Falle eines TOTS bedeutet dies, dass die Person im Gedächtnis eine Art Muster des Zielworts abgelegt hat. Allerdings ist sie vorübergehend nicht selbst in der Lage, dieses im mentalen Lexikon abzurufen. Wenn es jedoch genannt wird, kann das gesuchte Wort sofort als das abgelegte Musterwort identifiziert werden.

Oftmals kann man sogar angeben, in welchem Zusammenhang das fehlende Wort zum letzten Mal gehört oder gesagt wurde. Die Suche nach dem Wort geschieht hierbei, laut James, stets aktiv und ist oftmals von Misserfolg geprägt, wenn keine Einflüsse von außen hinzukommen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse von James ist die, dass zum Wortfindungsprozess bestimmte Teilinformationen über das Wort vorhanden sein müssen. Welche Teilinformationen das genau sind, kläre ich in meinem Kapitel 4, das sich mit der Auflösung von TOTS beschäftigt.

Eine weitere wichtige Erkenntnis von James ist, dass Eigennamen am ehesten zu TOTS führen: „When memory begins to decay, proper names are what go first, and at all times proper names are harder to recollect than those of general properties and classes of things.” (James 1950: 683) Einen Grund hierfür sieht James in den fehlenden semantischen Merkmalen von Eigennamen, weshalb zwischen semantischen und phonologischen Merkmalen kaum Konnektivität besteht.

So bleibt letztlich festzuhalten, dass William James sich als einer der ersten Forscher überhaupt mit diesem Problem beschäftigte und Beschreibungen dessen lieferte. Doch ist er noch zu undifferenziert und liefert nur ungenügende Daten, um die unterschiedlichen Ausprägungen und Erscheinungen dieses Phänomens zu erklären. (vgl. Heinzerling 1999: Kap.2/7)

3.2 Robert S. Woodworth

Robert Woodworth war ein einflussreicher amerikanischer Psychologe. Sein Hauptverdienst in der Erforschung von TOTS liegt darin, dass er die Ursache dafür in der Verdrängung des Zielwortes sieht. (vgl. ebd.: 12) Schuld daran sind seiner Meinung nach so genannte interloper. Interloper sind Wörter, die dem Zielwort stark ähneln: „[…] the initial sound of the true name is likely to be present in the recalled name, though not always in the first position. The number of syllables and the accent are usually preserved.” (Woodworth 1929: 100)

Es ist offensichtlich, dass diese interloper eine hemmende Funktion auf den Suchprozess ausüben. Und spricht man im Zusammenhang mit Woodworth von Hemmung, stößt man auch auf die blocking hypothesis:

This hypothesis, the blocking hypothesis, was attributed to Woodworth […]. The essence of the blocking hypothesis is that the similar-sounding words that sometimes come to mind in place of a sought-for target actually obstruct target retrieval, thereby causing the TOT state. (Meyer/ Bock 1992: 716)

Eine kritische Auseinandersetzung mit der blocking hypothesis nimmt jedoch, wie bereits in der Einleitung erwähnt, Conny de le Roi in ihrem Arbeitsteil vor.

Woodworth hat ebenso wie James alle seine Aussagen auf zufällige Beobachtungen und Introspektion gestützt und ebenso nur unzureichende Daten dabei erhalten. Gerade um die Methode der Introspektion wird in Wissenschaftskreisen auch heute noch kontrovers diskutiert. Erachtet Woodworth (1929) diese als durchaus wissenschaftlich und präzise genug „for scientific use“, kritisiert Levelt vor allem, dass Introspektion bei TOTS nicht funktionieren könne, weil die Person die inneren mentalen Prozesse nicht vollständig nachvollziehen könne, die in ihrem Kopf passieren.

Dennoch kann man weder feststellen, dass der eine noch der andere Recht behält. Fakt ist: Die Methode der Introspektion ist nach wie vor eine brauchbare Methode, da „sich TOTS über einen im Vergleich zu anderen kognitiven Prozessen der Sprachproduktion langen Zeitraum erstrecken, weshalb hier introspektive Beobachtungen erleichtert werden“ (Heinzerling 1999: Kap.2/14).

3.3 Sigmund Freud

Der österreichische Arzt und Psychoanalytiker Sigmund Freud bietet, wie gewohnt, vor allem extralinguistische Erklärungsansätze für TOTS. Für Freud liegt die Ursache eines TOTS in einer bewussten oder unbewussten Intention, die mit den Themen Tod oder Sexualität in Verbindung gebracht werden und so zu intimen und damit für die Person peinlichen Situationen führen können (vgl. ebd.: 8). An dieser Stelle ist Freud mit seinen Aussagen meines Erachtens ein Stück weit zu ungenau in seiner Beschreibung geblieben. Das zeigt, dass nicht einmal er genau abschätzen kann, was einem peinlich oder unangenehm ist. Jedoch ist diese nicht die einzige Ursache für Freud. Er verweist darauf, dass es durchaus noch weitere Ursachen gebe, beschreibt jedoch keine weiteren.

Eine weitere Diskrepanz bei Freuds Theorie ist, dass er sich nicht zur Wiederfindung der Wörter äußert und „warum die Verdrängungsmechanismen dann nicht mehr greifen, respektive warum sie dann nachlassen“ (ebd.: 10). Was jedoch interessant und damit ebenso prägend für die Erforschung dieses Themas ist, ist, dass auch Freud von hemmenden Einflüssen spricht, wenngleich sie, wie vorher gezeigt, anderer Natur sind als bei James oder Woodworth. Der Erklärungsansatz Freuds, dass diverse extralinguistische Faktoren, wie etwa emotionale Zustände, Einfluss auf die Entstehung von TOTS haben, findet in der modernen Forschung hingegen keinen Anklang und wird weitestgehend nicht berücksichtigt.

3.4 Roger Brown & David N. McNeill

Wie zuvor bereits angedeutet waren die Psychologen Brown & McNeill von der Harvard-Universität die beiden ersten Forscher, die Ergebnisse aus systematischen Studien zu TOTS lieferten. Zunächst schließen sich Brown & McNeill der Methode von Woodworth an, bemerken dann jedoch, dass die Erforschung natürlich auftretender TOTS durch Introspektion und Beobachtung zu viel Zeit in Anspruch nehmen und zu wenige Daten liefern: „Several months of ‘self-observation and asking-our-friends‘ yielded fewer than a dozen good cases and we realized that an improved method of data collection was essential“ (Brown/ McNeill 1966: 326). Sie ändern ihr Vorgehen bzw. ihre Methode und warten nicht mehr ab, bis ein TOTS auftritt, der mittels Introspektion oder Beobachtung beschrieben werden kann, sondern provozieren TOTS bei Versuchspersonen (Vp) im Labor, indem sie den Vps Definitionen von ungewöhnlichen bzw. selten gebrauchten Wörtern vorlesen, die somit früher oder später Benennungsprobleme hervorrufen (vgl. Brennen/ Vikan/ Dybdahl 2007: 167). Damit beginnt die systematische Untersuchung von TOTS.

Brown und McNeill stellen fest, dass die Teilnehmer, die einen TOTS erfahren, eine leichte Qual verspüren, ähnlich der Situation kurz vor einem Nieser (vgl. Eysenck/ Keane 2005: 408). Die Interviewform ermöglicht es den beiden, zu entscheiden, ob tatsächlich ein TOTS vorliegt oder das gesuchte Wort gar nicht im mentalen Lexikon der Vp vorhanden war. Damit gibt es neben der Effektivität bei der Anzahl der TOTS auch noch den Vorteil, gar nicht gewusste Wörter sofort auszumerzen. Einen TOTS von einem partout nicht gewussten Wort zu unterscheiden, konnte Brown & McNeill allerdings nur gelingen, weil sie emotionale Aspekte mit berücksichtigten. Die Aussage, dass ein TOTS eine Qual ähnlich der kurz vor einem Nieser auslöst, zeigt, dass Emotionalität eine gewisse, wenn auch nicht bedeutende Rolle spielt. In den Definitionen von Brown & McNeill spielen sie jedenfalls keine Rolle.

Die Herangehensweisen der beiden Psychologen sind „mittlerweile fester Bestandteil der modernen psycholinguistischen Forschung und werden als ‘kontrollierte Elizitation‘ bezeichnet“ (Heinzerling 1999: Kap.2/17).

4. Drei grundlegende W-Fragen

Auf Basis der historischen Entwicklungen soll nun in diesem Teil der Arbeit geklärt werden, was genau ein TOTS ist, wer davon betroffen sein kann und wie häufig TOTS überhaupt auftreten.

4.1 Was sind TOTS?

a) The ‘tip of the tongue’ (TOT) phenomenon is a state in which one cannot quite recall a familiar word but can recall words of similar form and meaning.
b) If you are unable to think of the word but feel sure that you know it and that it is on the verge of coming back to you then you are in a TOT state […]. (Brown/ McNeill 1966: 325ff.)

Nach Brown und McNeill kennzeichnen diese beiden Definitionen TOTS. Sie sagen damit aus, dass eine Person während eines TOTS ein ihr bekanntes Wort nicht abrufen kann, wohl aber Wörter, die in Form und Bedeutung ähnlich sind. Außerdem muss die Person sich sicher sein, dieses Wort zu kennen und kurz davor sein, dieses Wort wieder zu finden. Damit sind die Kriterien eines TOTS für Brown und McNeill erfüllt. Doch das ist für eine Definition noch recht unpräzise. Schließlich gibt es durchaus noch weitere Merkmale, die einen TOTS kennzeichnen.

Zum Einen ist die Person in einem TOTS in der Lage, kontextuelle und/oder semantische Paraphrasen zu äußern. (vgl. Heinzerling 1999: Kap.2/27) Das heißt also, dass bestimmt werden kann, in welchem Kontext das gesuchte Zielwort zuletzt gehört, gesagt oder erlernt wurde und welche Bedeutung es trägt.

Außerdem kann die Versuchsperson Phonologie und Prosodie des Wortes ohne Probleme verifizieren (vgl. Heinzerling 1999: Kap.2/27). Sie ist also, trotzdem sie augenblicklich das Zielwort nicht weiß, eventuell fähig, einzelne Phoneme zu nennen oder den Rhythmus und den Klang des Wortes nachzuahmen.

[...]


[1] Hiermit soll darauf verwiesen werden, dass ich die Länder Tansania und Kenia aus rein statistischen Gründen aufgeführt habe, wobei die Nichtbenutzung der Zungenmetapher sich einzig auf die in beiden Ländern gesprochene Sprache Kisuaheli bezieht.

[2] Ich habe dieser Dissertation von Heinzerling nicht die angebliche Jahreszahl 1893 entnommen, in der das Buch von James erschienen sein soll, da ich übereinstimmend in mehreren Medien und auf verschiedenen Seiten die Jahreszahl 1890 gefunden habe, in der The Principles of Psychology tatsächlich erschienen ist. (siehe auch Teil II, Kap. 8, S. 16)

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Es liegt mir auf der Zunge. Das Tip-of-the-Tongue-Phänomen
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Sprache und Kognition
Note
1,0
Autoren
Jahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V231650
ISBN (eBook)
9783656478072
ISBN (Buch)
9783656479314
Dateigröße
4748 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zunge, tip-of-the-tongue-phänomen
Arbeit zitieren
M. A. Conny de le Roi (Autor)Enrico Nitzsche (Autor), 2010, Es liegt mir auf der Zunge. Das Tip-of-the-Tongue-Phänomen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231650

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