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Kooperation in der Schule. Schulentwicklung durch kollegiale Zusammenarbeit?

Título: Kooperation in der Schule. Schulentwicklung durch kollegiale Zusammenarbeit?

Trabajo Escrito , 2013 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ron Klug (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Hervorragende Arbeit zur Kooperation und Kooperationsprozessen in der Schule. Es wird gezeigt, wie durch kollegiale Zusammenarbeit und Teamentwicklung ein Beitrag zur Entwicklung von Schule geleistet werden kann.

Die Arbeit entstand im Rahmen eines qualifizierenden Studiengangs "Master für Schulmanagement". Der Autor ist als Studienrat aktiv im Schuldienst tätig.

Der Logik des Sprichworts folgend kommt derjenige, der allein arbeitet, auch an sein Ziel. Doch dauert dies unter Umständen länger oder das Ergebnis ist nicht so zufrieden stellend, wie es durch Zusammenarbeit sein könnte. Auch im Kontext der pädagogischen Arbeit an Schulen stehen verschiedene Modalitäten der Arbeitspraxis zur Verfügung. Neben dem Einzelarbeiter, der Unterricht allein plant, allein unterrichtet, allein reflektiert und alle Probleme allein löst, existieren verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Das Modell des klassischen Einzelarbeiters bezeichnet Schley (2011) als „Einermodell“. Dieses ist im Kontext der Schulentwicklung in Frage zu stellen, denn Einzelpersonen können keine Schule allein entwickeln. Schulentwicklung kann nur gemeinsam erfolgen. Kollegiale Zusammenarbeit in der Schule ist zwar schon immer vorhanden gewesen, allerdings oft nur informell und wenig institutionalisiert.

In der Literatur zur Schulentwicklung wird die Kooperation von Lehrkräften als Grundlage für professionelles Handeln von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule betrachtet (vgl. Bonsen 2010, S. 289f.). Die Schulentwicklungsforschung betont auch die Bedeutung der Kooperation für ein adäquates Bildungsangebot der Schülerinnen und Schüler. Es ist jedoch nicht ganz unproblematisch von der Kooperation zu sprechen, denn es lassen sich verschiedene Formen von kollegialer Zusammenarbeit voneinander unterscheiden, z. B. Austausch, Arbeitsteilung und Kokonstruktion, die im Schulalltag unterschiedliche Funktionen haben (vgl. Fussangel und Gräsel 2010, S. 258).

Kooperation ist aus der Alltagspraxis von Lehrkräften nicht wegzudenken. Da schulische Entwicklungsprozesse nicht in Alleinarbeit möglich sind, stellt die vorliegende Arbeit die Kooperation in den Systemzusammenhang der Schulentwicklung. Dazu wird im zweiten Kapitel zunächst eine grundlegende Annäherung an den Kooperationsbegriff geleistet. Nach einer Begriffsbestimmung werden die Formen und die Voraussetzungen von Kooperation vorgestellt. Im dritten Kapitel erfolgt eine Betrachtung der Kontextbedingungen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Annäherung an den Kooperationsbegriff

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Formen der Kooperation

2.2.1 Steuergruppen

2.2.2 Jahrgangsteams

2.2.3 Fachgruppen

2.2.4 Klassenteams

2.3 Voraussetzungen für Kooperation

3 Kooperation im Kontext der Schulentwicklung

3.1 Schule im Wandel

3.2 Aufgabenfelder der Schulleitung

3.3 Kooperation als Schwerpunkt der Schulentwicklung

4 Vom Ich zum Wir

4.1 Gruppe und Team

4.2 Professionelle Lerngemeinschaften

4.3 System Leadership

4.4 Netzwerkarbeit konkret

5 Möglichkeiten und Grenzen von Kooperation

5.1 Möglichkeiten

5.2 Grenzen

5.3 Praxisreflexionen

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die zentrale Rolle der Kooperation von Lehrkräften innerhalb des Systemzusammenhangs der Schulentwicklung. Ziel ist es zu analysieren, warum kollegiale Zusammenarbeit für moderne Schulen unverzichtbar ist und welche strukturellen Voraussetzungen Schulleitungen schaffen müssen, um dieses Potenzial effizient zu nutzen.

  • Bedeutung des Kooperationsbegriffs für die pädagogische Professionalität
  • Einfluss von Kooperationsformen auf Schulentwicklungsprozesse
  • Die Rolle der Schulleitung bei der Gestaltung kooperativer Arbeitsstrukturen
  • Teamentwicklung als zentrales Instrument zur Qualitätssteigerung
  • Herausforderungen und Grenzen der kollegialen Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Formen der Kooperation

Im Kontext von Schule treten zahlreiche Formen der Kooperation auf. Einige gehören zum Kerngeschäft pädagogischer Arbeit und sind fest institutionalisiert wie z. B. Fach-, Jahrgangs- oder Zeugniskonferenzen. Kooperation besteht hier jedoch häufig aus Informationsaustausch oder gemeinsamen Beschlüssen. In Fachgruppensitzungen oder Jahrgangsteams findet meist eine stärkere inhaltliche bzw. pädagogische Zusammenarbeit statt (vgl. Fussangel 2008, S. 8). Bei den sich durch die besondere organisatorische Struktur der Schule ergebenden Formen der Kooperation spricht Rolff von gefügeartiger Kooperation (Rolff 1980, zitiert nach Fussangel 2008, S. 9). Diese Kooperationsformen sind durch institutionelle Rahmenbedingungen schon vorhanden und können für die Schulentwicklung eine entscheidende Rolle spielen, wenn sie sinnvoll genutzt werden.

Im Gegensatz dazu steht die teamartige Kooperation, die aus einer engen inhaltlichen Zusammenarbeit besteht und sich nicht automatisch aus der herkömmlichen Struktur von Schule ergibt (vgl. ebd., S. 9). Die teamartige Kooperation muss erst initiiert und entwickelt werden. Deutlich wird dies z. B. an der Steuergruppenarbeit, die sich nicht zwangsläufig aus der schulischen Organisation ableiten lässt. Für diese Form der teamartigen Kooperation muss zuvor eine Steuergruppe eingerichtet werden, damit Zusammenarbeit stattfinden kann. In dieser Kooperationsform liegt ein entscheidendes Potenzial der Schulentwicklung.

Eine Besonderheit stellt die informelle kollegiale Zusammenarbeit von Lehrkräften dar, die sich als Verbesserung der persönlichen Arbeitsbedingungen und Optimierung der individuellen pädagogischen Professionalität bezeichnen lässt (vgl. Fussangel 2008, S. 9). Diese Kooperationsform kommt zum Beispiel in gegenseitiger Beratung, dem Austausch von Erfahrungen, Ratschlägen und Unterrichtsmaterialien zum Ausdruck. Allerdings ist es fraglich, wie diese Form der spontanen Zusammenarbeit für eine systematische Schulentwicklung genutzt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Kooperation ein und verdeutlicht die Abkehr vom klassischen Einzelkämpfermodell hin zu einer kooperativen Schulentwicklung.

2 Annäherung an den Kooperationsbegriff: Dieses Kapitel definiert Kooperation theoretisch, erläutert verschiedene Organisationsformen wie Steuergruppen oder Jahrgangsteams und beschreibt die notwendigen Voraussetzungen für ihr Gelingen.

3 Kooperation im Kontext der Schulentwicklung: Der Fokus liegt auf der Schule im Wandel, den spezifischen Aufgaben der Schulleitung und der Kooperation als essenzieller Triebkraft für erfolgreiche Schulentwicklung.

4 Vom Ich zum Wir: Dieses Kapitel behandelt die Teamentwicklung, professionelle Lerngemeinschaften, das Konzept des System Leadership und konkrete Netzwerkarbeit als Schritte zur Überwindung professioneller Isolation.

5 Möglichkeiten und Grenzen von Kooperation: Die Chancen hinsichtlich Unterrichtsqualität und Entlastung der Lehrkräfte werden den strukturellen und zwischenmenschlichen Herausforderungen sowie Risiken gegenübergestellt.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass formelle Kooperationsformen eine Impulsfunktion für die Schulentwicklung haben und die Schulleitung die Kernverantwortung für die notwendigen Rahmenbedingungen trägt.

Schlüsselwörter

Kooperation, Schulentwicklung, Kollegiale Zusammenarbeit, Unterrichtsentwicklung, Steuergruppen, Teamentwicklung, Professionelle Lerngemeinschaften, System Leadership, Schulleitung, Organisationskultur, Netzwerkarbeit, Lehrkräfte, Pädagogische Professionalität, Arbeitsbedingungen, Schulklima

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und Umsetzung kollegialer Zusammenarbeit in Schulen, um Schulentwicklungsprozesse effektiv und nachhaltig zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Formen der Kooperation, die Rolle der Schulleitung, die Teamentwicklung sowie der Übergang von individueller Arbeit zu professionellen Lerngemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Mehrwert von Kooperation für die Schulentwicklung herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie das Potenzial kollegialer Zusammenarbeit in der Praxis besser genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte, Forschungsbefunde und Modelle zur Schulentwicklung und Kooperationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Kooperationsbegriff, die Rolle der Schulleitung, die Unterschiede zwischen Gruppen und Teams sowie verschiedene Modelle der Kooperation und Netzwerkarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulentwicklung, Kooperation, Teamentwicklung, System Leadership und professionelle Lerngemeinschaften.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen informeller und formeller Kooperation?

Informelle Kooperation ist eher spontan und weniger institutionalisiert, während formelle Kooperation (wie in Steuergruppen) gezielt initiiert werden muss und ein höheres Potenzial für systematische Schulentwicklung bietet.

Warum betont der Autor die Rolle der Schulleitung besonders?

Der Autor argumentiert, dass Kooperation nicht von oben verordnet werden kann, die Schulleitung jedoch die notwendigen strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen für eine gelingende Zusammenarbeit schaffen muss.

Was besagt das "Drei-Wege-Modell der Schulentwicklung"?

Das Modell versteht Schulentwicklung als einen komplexen Systemzusammenhang von Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung, die in wechselseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen.

Warum stellt Kooperation laut Arbeit oft einen krisenhaften Prozess dar?

Da verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Erfahrungen und Deutungsmustern aufeinandertreffen, entstehen komplexe Rollenaushandlungen, die professionelle Führung und Begleitung erfordern.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Kooperation in der Schule. Schulentwicklung durch kollegiale Zusammenarbeit?
Universidad
University of Kaiserslautern  (DISC)
Curso
Schulmanagement
Calificación
1,0
Autor
Ron Klug (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
26
No. de catálogo
V231668
ISBN (Ebook)
9783656474685
ISBN (Libro)
9783656474845
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schulentwicklung Schulmanagement Teamentwicklung Schule Kooperation Lehrer Kollegium Unterrichtsentwicklung Organisationsentwicklung Personalentwicklung Weiterbildung Fortbildung Schulprogramm Qualitätsentwicklung Schulsystem Zusammenarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ron Klug (Autor), 2013, Kooperation in der Schule. Schulentwicklung durch kollegiale Zusammenarbeit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231668
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