In dieser Arbeit soll der Fragestellung nachgegangen werden, welche Empfehlungen an die informelle BNE zur Ausgestaltung ihrer Beiträge für die Kommunikation mit an ökologischen und sozialen Fragen gering interessierten Zielgruppen zur Initialisierung von informellen Lernprozessen gemacht werden können.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
I.I FRAGESTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
II. THEORIE 1 : BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
II.I ZIELE UND DIDAKTISCHE PRINZIPIEN
II.II INFORMELLES LERNEN
II.III INFORMELLE BNE
II.IV MEDIEN UND INFORMELLE BNE
III. THEORIE 2 : MASSENMEDIALE NACHHALTIGKEITSKOMMUNIKATION
III.I POTENTIALE UND HEMMNISSE
III.II MEDIALISIERUNG DER NACHHALTIGKEIT – ECOTAINMENT
III.II.I Projekt balance (f): MEDIALISIERUNG DER NACHHALTIGKEIT
III.II.I.I ERGEBNISSE
IV. EMPIRIE: ANALYSE EINES „WELT DER WUNDER“—BEITRAGES
IV.I ERGEBNISSE EMPIRIE
IV.I.I QUALITATIVE ANALYSE DER GESTALTUNG DES BEITRAGES
IV.I.II QUALITATIVE ANALYSE DER DURCH DEN BEITRAG VERMITTELTEN INHALTE
IV.I.III BEATWORTUNG DER FRAGEN ZU A: IST DER EITRAGS DEM ECOTAINMENT-KONZEPT NACH LICHTL ZUZUORDNEN?
IV.I.IV BEATWORTUNG DER FRAGEN ZU B: LÄSST SICH DER BEITRAG ALS BEITRAG ZUR INFORMELLEN BNE BESCHREIBEN?
V. DISKUSSION: EMPFEHLUNGEN AN DIE INFORMELLE BNE
VI. FAZIT
VII. QUELLEN
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, wie mediale Nachhaltigkeitskommunikation nach dem Ecotainment-Konzept dazu beitragen kann, informelle Lernprozesse bei ökologisch und sozial gering interessierten Zielgruppen zu initiieren. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Empfehlungen an die informelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) abgeleitet werden können, um diese schwer erreichbaren Bevölkerungsschichten durch attraktive Gestaltung zu erreichen.
- Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und informelles Lernen
- Massenmediale Nachhaltigkeitskommunikation und das Ecotainment-Konzept nach Martin Lichtl
- Qualitative Analyse eines TV-Beitrags („Welt der Wunder“) hinsichtlich Ecotainment-Kriterien
- Übertragbarkeit von Ecotainment-Strategien auf die informelle BNE
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Gestaltung nachhaltiger Bildungsangebote
Auszug aus dem Buch
Energieeffizientes Wäschetrocknen
Der knapp zweiminütige Spot beginnt mit dem Bild einer jungen, attraktiven, lächelnden Frau und den Worten aus dem Off: Energiesparen – Und der Erde etwas Gutes tun. Im Hintergrund werden abwechselnd ein junge Mann, ein stilisierter sich drehender Erdball und eine eine stilisierte Sonne gezeigt.
In der ersten Szene wird die junge Frau aud dem Beginn gezeigt, wie sie in einem Waschkeller eines Mehrfamilienhauses ihre Wäsche auf einen Wäschetrockner hängt.
Dazu die Stimme aus dem Off: Iris mag wäschetrocknen auf die altmodische Art. Ins Bild kommt ein junger, gut aussehender Mann in modischer Kleidung und fragt, warum die junge Frau nicht den gemeinsamen Wäschetrockner benutzt. Ihre Antwort „Der frisst so viel Strom.“
Dazu die Stimme aus dem Off: Wäschetrockner sind die Energiekiller Nummer 1. Bei einem zehn Jahre alten Geräten fallen etwa 170 Eur Stromkosten im Jahr an.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz der BNE und die Problematik der massenmedialen Nachhaltigkeitskommunikation bei gering interessierten Zielgruppen.
II. THEORIE 1 : BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG: Theoretische Fundierung von BNE, informellem Lernen und der Rolle von Medien in Bildungsprozessen.
III. THEORIE 2 : MASSENMEDIALE NACHHALTIGKEITSKOMMUNIKATION: Analyse von Potentialen, Hemmnissen und des Ecotainment-Konzeptes, inklusive des Forschungsprojekts balance (f).
IV. EMPIRIE: ANALYSE EINES „WELT DER WUNDER“—BEITRAGES: Qualitative Untersuchung des ausgewählten Beitrags anhand von Ecotainment- und BNE-Kriterien zur Beantwortung der Forschungsfrage.
V. DISKUSSION: EMPFEHLUNGEN AN DIE INFORMELLE BNE: Ableitung konkreter Empfehlungen für die Gestaltung informeller Bildungsbeiträge zur Ansprache konsumorientierter Zielgruppen.
VI. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung emotionaler Ansprache für zukünftige Nachhaltigkeitsformate.
Schlüsselwörter
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, informelles Lernen, Nachhaltigkeitskommunikation, Ecotainment, Martin Lichtl, Medien, Zielgruppenansprache, Energieeffizienz, Konsumverhalten, Emotionalisierung, Lernprozesse, Nachhaltigkeit, Welt der Wunder, Verhaltensänderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das Ecotainment-Konzept genutzt werden kann, um Menschen, die sich bisher wenig für Nachhaltigkeitsthemen interessieren, durch attraktive mediale Gestaltung für nachhaltige Lebensstile zu sensibilisieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft die Felder Pädagogik (informelles Lernen, BNE), Medienwissenschaft (massenmediale Kommunikation) und Marketing (Ecotainment, Zielgruppenkommunikation).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Empfehlungen für die informelle BNE zu entwickeln, damit Beiträge zur Nachhaltigkeit von Zielgruppen, die bisher eher konsumorientiert und nachhaltigkeitsadvers eingestellt sind, positiv wahrgenommen werden.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der ein konkretes Praxisbeispiel (ein TV-Spot) einer inhaltsanalytischen Bewertung nach zuvor definierten Kriterien des Ecotainment-Ansatzes und der BNE unterzogen wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von BNE und Medienkommunikation sowie einen empirischen Teil, in dem ein konkreter „Welt der Wunder“-Beitrag analysiert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Ecotainment, informelles Lernen, emotionale Zielgruppenansprache und Nachhaltigkeitsmarketing.
Wie unterscheidet sich informelles Lernen von der informellen Bildung?
Die Arbeit folgt der Definition, dass informelles Lernen beiläufig oder unbeabsichtigt im Alltag stattfindet, während informelle Bildung durch professionelles Personal gestaltete Lernsituationen ohne festen Lehrplan beinhaltet.
Warum ist der Ecotainment-Ansatz nach Martin Lichtl so relevant für die BNE?
Der Ansatz ist relevant, weil er durch positive Emotionen und die Betonung des persönlichen Nutzens anstelle von Bedrohungsszenarien Barrieren bei Zielgruppen durchbrechen kann, die von klassischer, stark kognitiv geprägter Umweltkommunikation überfordert oder frustriert sind.
- Citation du texte
- Daniela Schröder (Auteur), 2012, Ecotainment und Bildung für nachhaltige Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231856