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Virtuelle Bildwelten bei Andreas Gursky

Eine Annäherung an das Phämonen der Virtualität und konstruierten Bildwelten in seinen Werken

Titel: Virtuelle Bildwelten bei Andreas Gursky

Seminararbeit , 2011 , 25 Seiten , Note: Sehr Gut

Autor:in: Daniel Lippitsch (Autor:in)

Kunst - Fotografie und Film
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Text verfolgt das Ziel, eine aufschussreiche Annäherung an das Verhältnis von Virtualität und er Fotografie von Andreas Gursky herzuleiten. Eine der primären Fragen, welche hierbei behandelt werden wäre, wie sich Virtualität im Kunstschaffen von Andreas Gursky ausdrückt und wie er mit der manipulierten Bildwirklichkeit in seinen Arbeiten die konzeptualisierten Effekte erreicht, welche die Ästhetik seiner Werke bestimmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fotografische Wirklichkeit oder Realität

3. Bemerkungen zu Andreas Gurskys Bildpraxis

3.1 Verhältnisse der Wirklichkeit

4. Resumée

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Phänomen der Virtualität und der manipulativen Darstellung von Wirklichkeit im fotografischen Werk von Andreas Gursky. Dabei wird analysiert, wie Gursky durch gezielte digitale Bildbearbeitung und Konstruktion konzeptionelle Effekte erzielt, die über die rein dokumentarische Abbildung hinausgehen.

  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen analoger Fotografie und digitaler Bildkonstruktion.
  • Untersuchung der ästhetischen Auswirkungen digitaler Manipulation auf den Wirklichkeitsanspruch von Fotografien.
  • Diskussion theoretischer Ansätze zur Virtualität und Realität in der zeitgenössischen Fotografie.
  • Fallstudien ausgewählter Werke wie Paris, Montparnasse, Dubai World III und Pyong Yang V.
  • Reflexion über die Rolle des Künstlers bei der Konstruktion einer "erweiterten Realität".

Auszug aus dem Buch

3. Bemerkungen zu Andreas Gurskys Bildpraxis

Einen wichtigen Bereich in Andreas Gurskys Arbeit nimmt seine bereits erwähnte Überzeugung ein, dass er die Wirklichkeit nur dann darstellen könne, wenn er fähig sei diese zu konstruieren, um somit den Zugang zu einer operativen Wirklichkeit zu schaffen. Gursky verbindet somit ein wesentliches Merkmal mit Berthold Brecht, welcher schrieb, dass "weniger denn je eine einfache Wiedergabe der Realität etwas über die Realität aussagt. Eine Photographie der Kruppwerke AEG ergibt beinahe nichts über diese Institute (...). Es ist also tatsächlich etwas aufzubauen, etwas Künstliches, Gestelltes."

Andreas Gursky nimmt für jedes seiner großen Projekte enormen Planungsaufwand in Kauf und lässt seine Ergebnisse von außenstehenden Firmen unter genauer Beobachtung und anhand klarer Anweisungen digital nachbearbeiten. Er erschafft somit eine beinahe laborähnliche Atmosphäre während der Produktion seiner Bilder. Brecht verweist in seiner Aussage darauf, dass die Schaffung eines künstlichen Umfelds den freien gestalterischen Fähigkeitsrahmen erweitert, um das geplante Motiv darstellen zu können. Außerdem impliziert er dadurch die Annahme, dass die digitale Erweiterung von künstlerischem Material nicht nur möglich, sondern zwingend erwünscht sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die medienkritische Auseinandersetzung mit der Virtualität ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Bildästhetik von Andreas Gursky.

2. Fotografische Wirklichkeit oder Realität: Hier werden theoretische Diskurse über den digitalen Wandel der Fotografie und den Verlust des rein dokumentarischen Anspruchs durch digitale Bildmanipulation diskutiert.

3. Bemerkungen zu Andreas Gurskys Bildpraxis: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Arbeitsprozesse Gurskys und erläutert, wie durch die digitale Konstruktion der Wirklichkeit eine neue ästhetische Form entsteht.

3.1 Verhältnisse der Wirklichkeit: Ein tiefergehender Vergleich ausgewählter Werke verdeutlicht, wie Gursky technologische Verfahren nutzt, um physische Räume virtuell zu erweitern und den Betrachter einzubeziehen.

4. Resumée: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Verschiebung von Realitätsverhältnissen in Gurskys Werk zusammen und ordnet diese kunsttheoretisch ein.

Schlüsselwörter

Andreas Gursky, Virtualität, Realität, Digitale Fotografie, Bildbearbeitung, Bildkonstruktion, Bildpraxis, Bildästhetik, Medienkritik, Post-Fotografie, Manipulierte Wirklichkeit, Dokumentarischer Anspruch, Paris Montparnasse, Dubai World III, Pyong Yang V

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Virtualität im fotografischen Werk von Andreas Gursky.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die digitale Bildmanipulation, das Verhältnis von Wirklichkeit und Realität sowie die konstruierte Ästhetik in Gurskys großformatigen Fotografien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Gursky durch digitale Nachbearbeitung eine operative Wirklichkeit erschafft und welche ästhetischen Effekte dieser Prozess in der Rezeption beim Betrachter hervorruft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse kunstgeschichtlicher und medienwissenschaftlicher Texte, kombiniert mit einer bildanalytischen Untersuchung ausgewählter Fotografien von Andreas Gursky.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Positionen zum digitalen Bild dargelegt und anhand konkreter Bildbeispiele, wie den "Dubai World"-Serien oder dem "Neutrino Detektor", die künstlerische Praxis des Konstruierens erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Virtualität, Bildkonstruktion, digitale Manipulation, Realität und Gurskys spezifische Bildästhetik.

Wie begründet Andreas Gursky seine Art der Bildgestaltung?

Gursky vertritt die Ansicht, dass Wirklichkeit nur dann adäquat darstellbar sei, wenn man sie aktiv konstruiert, was den Einsatz digitaler Nachbearbeitung als notwendiges künstlerisches Mittel rechtfertigt.

Inwiefern spielt der Vergleich mit Werken wie "Paris, Montparnasse" eine Rolle?

Dieses Werk dient als Beispiel für Gurskys frühe Nutzung der digitalen Bildbearbeitung, um ein Gefühl der Endlosigkeit und eine distanzierte, laborähnliche Perspektive auf Architektur zu erzeugen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Virtuelle Bildwelten bei Andreas Gursky
Untertitel
Eine Annäherung an das Phämonen der Virtualität und konstruierten Bildwelten in seinen Werken
Hochschule
Universität Wien  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Proseminar III
Note
Sehr Gut
Autor
Daniel Lippitsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V231905
ISBN (eBook)
9783656486824
ISBN (Buch)
9783656493259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
virtuelle bildwelten andreas gursky eine annäherung phämonen virtualität werken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Lippitsch (Autor:in), 2011, Virtuelle Bildwelten bei Andreas Gursky, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231905
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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