Als Kind wuchs ich mit einem Fernseher auf. Nicht dass ich kein intaktes Elternhaus hatte, nein, mich fesselte der Fernsehapparat, da dieser meine Sucht nach Geschichten befriedigen konnte. Eine Sucht, die ich als Kind hatte, jetzt noch habe und hoffentlich immer haben werde. Bereits als Kind war mir klar, dass ich ebenfalls Geschichten erzählen will. Über die Jahre und mit nicht abklingendem Interesse widmete ich mich den verschiedenen Theorien, wie eine gute Geschichte gebaut werden muss. Grundsätzlich ist jede Theorie einfach. Zumindest wenn sie in der Theorie bleibt. Wenn von der Theorie in die Praxis gedacht wird, so stellt sich das Erzählen einer Geschichte als nicht so einfach heraus wie gedacht. Niemand interessiert sich für eine Geschichte, die man bereits kennt, die langweilig ist oder die keine Empathie für die Figuren weckt. Doch es gibt genügend Geschichten, die funktionieren und alle teilen sie etwas gemeinsames – in ihnen schlägt ein Herz.
Inhaltsverzeichnis
- Vorrede
- I. Einleitung
- 1. 1 Thema der Arbeit
- 1. 2 Fragestellung
- 2. Hauptteil
- 2. 1 Das Format Sitcom
- 2. 1. 1 Charakteristika der Sitcom
- 2. 1.2. Seinfeld
- 2. 2 Die Selbstreflexion
- 2. 3 Komik - Modelle
- 2. 3. 1 Thomas Hobbes — Lachen als Akt der Selbstaffirmation
- 2. 3. 2 Immanuel Kant— Auflösung gespannter Erwartung
- 2. 4 Komik in Seinfeld
- 2. 5 Die Komik in selbstreflexiven Seinfeld Episoden
- 2. 1 Das Format Sitcom
- 3. Schlusswort
- 4. Quellenverzeichnis
- Literatur
- Sitcom
- Abbildungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Funktionsweise der Komik in selbstreflexiven Sitcoms, am Beispiel der Serie "Seinfeld". Sie analysiert, wie die Serie durch die Selbstreflexion über ihre eigene Struktur und Produktion Humor erzeugt. Die Arbeit untersucht dabei die Komik in einzelnen Episoden, die sich mit der Entstehung der Sitcom-in-der-Sitcom auseinandersetzen.
- Selbstreflexivität in Sitcoms
- Die Komik in "Seinfeld"
- Die Funktionsweise der Komik in selbstreflexiven Episoden
- Die Rolle der Charaktere in der Selbstreflexion
- Die Kritik an Sitcom-Konventionen und der Fernsehbranche
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und stellt die Fragestellung vor. Sie beleuchtet Jerrys Leidenschaft für Geschichten und die Entwicklung seiner Faszination für Sitcoms, insbesondere "Seinfeld". Die Arbeit fokussiert sich auf die Funktionsweise der Komik in selbstreflexiven Sitcoms, wobei "Seinfeld" als Beispiel dient.
Der Hauptteil der Arbeit beginnt mit einer Darstellung des Sitcom-Formats und seinen Charakteristika. Er beleuchtet die typischen Elemente der Sitcom, wie die kurze Laufzeit, die fokussierten Konflikte im Alltag und die stereotypen Figuren. Anschliessend wird "Seinfeld" als spezifisches Beispiel einer Sitcom präsentiert, wobei die Charaktere, die typischen Konflikte und die erzählerische Struktur der Serie näher beleuchtet werden.
Der Abschnitt über die Selbstreflexion erklärt den Begriff und zeigt dessen Bedeutung in verschiedenen Medien, wie der Malerei und dem Film. Die Arbeit fokussiert sich dabei auf die Darstellung der Produktion des Mediums-im-Medium, wie im Theater-im-Theater, Film-im-Film und Sitcom-in-der-Sitcom.
Die Komik-Modelle von Thomas Hobbes und Immanuel Kant werden vorgestellt und in Beziehung zur Komik in "Seinfeld" gesetzt. Hobbes' Theorie des Lachens als Akt der Selbstaffirmation wird mit der Schadenfreude verglichen, während Kant's Theorie die Auflösung gespannter Erwartung als Ursprung des Lachens sieht.
Die Analyse der Komik in der "Seinfeld"-Episode "The Contest" zeigt, wie die Serie durch die Kombination von alltäglichen Konflikten und der Brechung von Erwartungen Humor erzeugt. Die Episode wird als Beispiel für die Funktionsweise der Komik in "Seinfeld" herangezogen.
Im letzten Abschnitt werden zwei selbstreflexive "Seinfeld"-Episoden ("the pitch" und "the Pilot") analysiert. Die Arbeit zeigt, wie die Serie durch die Selbstreflexion über ihre eigene Produktion und Struktur neue Ebenen des Humors erreicht. Die Episoden werden als Beispiele für die Kritik an Sitcom-Konventionen und der Fernsehbranche betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die selbstreflexive Sitcom, die Komik in "Seinfeld", die Funktionsweise der Komik in selbstreflexiven Episoden, die Rolle der Charaktere in der Selbstreflexion und die Kritik an Sitcom-Konventionen und der Fernsehbranche. Die Arbeit analysiert die Serie "Seinfeld" als Beispiel für die selbstreflexive Sitcom und untersucht, wie die Serie durch die Selbstreflexion über ihre eigene Struktur und Produktion Humor erzeugt. Die Arbeit beleuchtet die Komik in einzelnen Episoden, die sich mit der Entstehung der Sitcom-in-der-Sitcom auseinandersetzen.
Häufig gestellte Fragen
Was macht eine Sitcom "selbstreflexiv"?
Eine selbstreflexive Sitcom thematisiert ihre eigene Struktur, Produktion oder das Genre selbst, etwa durch eine "Sitcom-in-der-Sitcom".
Wie wird Komik bei Seinfeld analysiert?
Die Arbeit nutzt Theorien von Thomas Hobbes (Lachen als Selbstaffirmation) und Immanuel Kant (Auflösung gespannter Erwartung), um den Humor der Serie zu erklären.
Welche Seinfeld-Episoden dienen als Beispiele für Selbstreflexion?
Besonders die Episoden "The Pitch" und "The Pilot", in denen Jerry und George eine Sitcom für NBC entwickeln, stehen im Fokus.
Was ist das Besondere an der Episode "The Contest"?
Sie wird als Beispiel herangezogen, wie Seinfeld durch die Brechung von Erwartungen und alltägliche Konflikte Humor erzeugt.
Kritisiert Seinfeld die Fernsehbranche?
Ja, durch die selbstreflexiven Ebenen übt die Serie Kritik an gängigen Sitcom-Konventionen und den Mechanismen der TV-Industrie.
- Citar trabajo
- Dominik Wolfinger (Autor), 2013, Zwischen den Ebenen. Über die Funktionsweise der Komik in selbstreflexiven Sitcoms, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231980