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Zwischen Aufklärung und Revolution. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert

Titre: Zwischen Aufklärung und Revolution. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert

Thèse de Bachelor , 2012 , 43 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Wiebke Pietzonka (Auteur)

Philologie française - Linguistique
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Welcher Zusammenhang besteht zwischen den zeithistorischen Ereignissen und geistigen Strömungen im 18. Jahrhundert in Frankreich und den Neologismen, die in diesem Zeitraum entstanden beziehungsweise in die französische Sprache aufgenommen wurden? Inwiefern spiegeln diese den damaligen Zeitgeist wider? Welche neuen Inhalte kamen in jenem Jahrhundert auf, die durch neue Wörter bezeichnet wurden? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit geklärt werden.

Im ersten Teil soll die Basis für die Untersuchung der Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert, die den Hauptteil dieser Arbeit darstellt, geschaffen werden. Dazu werden die bedeutendsten Aspekte und Einflüsse dargestellt, die für das Französische in diesem Zeitraum kennzeichnend sind. Hier soll zunächst auf seinerzeitige sprachtheoretische Hintergründe und Entwicklungen eingegangen und diese in Bezug zum Thema dieser Arbeit gesetzt werden.

Ausgehend davon wird dann die Thematik der seinerzeitigen Normdebatten besprochen. Hierbei wird der Fokus vor allem auf der Neologien- und Wortmissbrauchskontroverse liegen, da diese von besonderer Relevanz für das zentrale Thema dieser Arbeit sind.

An die Betrachtung der Verbreitung und allgemeinen Bedeutung der französischen Sprache im 18. Jahrhundert in Europa schließt sich dann der Hauptteil an. Neben der Klärung des Begriffs Neologismen ist dieser in zwei große Thematiken gegliedert.

Zunächst wird die externe Bereicherung des französischen Wortschatzes durch Lehnwörter im Zuge der Aufklärung beleuchtet, wobei hier die Anglizismen ob ihrer besonderen Bedeutung hervorgehoben werden sollen. Des Weiteren wird die interne Wortschatzbereicherung während der Französischen Revolution besprochen.

In welchen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens wurden in diesem Zeitraum neue Wörter eingeführt und warum? Was waren die produktivsten Wortbildungsprozesse hierfür?

Im abschließenden Fazit sollen die eingangs formulierten Fragen beantwortet sowie der Charakter und die Bedeutung von Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert noch einmal herausgestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die französische Sprache im 18. Jahrhundert

1. Sprachtheoretische Hintergründe und Entwicklungen

2. Neologienstreit und abus des mots – Normdebatten im 18. Jahrhundert

3. Die französische Sprache im europäischen Kontext

III. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert

1. Neologismen – eine Begriffsklärung

2. Neologismen in der Sprache der französischen Aufklärung

2.1 Einflüsse der Aufklärungsbewegung auf die französische Sprache

2.2 Entlehnungen als charakteristische Neologismen während der Aufklärungsbewegung

2.2.1 Anglizismen

2.2.2 Entlehnungen aus weiteren Sprachen

3. Zwischenfazit

4. Neologismen in der Sprache der Französischen Revolution

4.1 Sprache und Sprachpolitik während der Revolution

4.2 Sprachinterne Neubildungen als charakteristische Neologismen der Französischen Revolution

4.2.1 Neologismen für politische Strömungen und deren Anhänger

4.2.2 Neologismen für politische Extreme und Gegenbewegungen

4.2.3 Neologismen im staatlich-parlamentarischen Bereich

4.2.4 Neologismen für Verwaltungs- und Maßeinheiten

4.2.5 Neologismen des Revolutionskalenders

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung von Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sprachlichen Innovationen und den gesellschaftlich-politischen Umbrüchen der Aufklärung sowie der Französischen Revolution aufzuzeigen und zu belegen, dass neue Wortschöpfungen eng mit dem damaligen Zeitgeist verbunden sind.

  • Sprachtheoretische Grundlagen und Debatten im 18. Jahrhundert.
  • Externe Wortschatzbereicherung durch Lehnwörter im Zuge der Aufklärung.
  • Interne Wortbildungsprozesse während der Französischen Revolution.
  • Die Rolle der Sprache als politisches Instrument und Spiegel gesellschaftlicher Veränderung.
  • Analyse des Revolutionskalenders als Ausdruck expressiver Sprachverwendung.

Auszug aus dem Buch

1. Neologismen – eine Begriffsklärung

Wie bereits besprochen, wurde innerhalb der Kontroversen um neue Wörter und Wortbedeutungen im 18. Jahrhundert in Frankreich zwischen zwei Arten dieser differenziert: den néologies (Neologien), welche als sinnvolle und nützliche Neuwörter akzeptiert wurden, und den néologismes (Neologismen), die als überflüssig und unnötig angesehen wurden. Allerdings hat sich, wie bereits erwähnt, diese Unterscheidung in der modernen Sprachwissenschaft nicht durchgesetzt, möglicherweise deshalb, weil eine solche Unterscheidung zu subjektiv und diskutabel wäre, als dass sie in der Wissenschaft wirklich von Bestand sein könnte.

Unter dem Begriff Neologismen „werden heute sprachliche Neubildungen verstanden, die in einem bestimmten Zeitraum in einer Sprachgemeinschaft aufkommen“ (Haßler in: Haßler/ Neis 2009: 1467). Neologismen sind dadurch charakterisiert, als dass sie sich von „okkasionellen `Ad-hoc-Bildungen`“ dadurch unterscheiden, dass sie schon „bis zu einem gewissen Grade usuell und lexikalisiert“ sind (Bußmann 2008: 463). Um dies an einem fiktiven Beispiel kurz zu erläutern: Wenn ich aus einer spontanen Sprechsituation heraus beispielsweise das Wort anapretieren erfinde und (einmalig) verwende, um einen Vorgang zu beschreiben, bei dem ein Gegenstand gleichzeitig analysiert und interpretiert wird, so handelt es sich hierbei um einen Okkasionalismus, der gebildet wurde, um eine spontan entstandene Benennungslücke zu schließen (vgl. Haßler in: Haßler/ Neis 2009: 1467). Hierbei handelt es sich aber noch um keinen Neologismus, auch wenn das Wort anapretieren an sich eine sprachliche Neuschöpfung ist. Erst wenn dieses Verb für die Bezeichnung des Vorgangs von einer breiteren Sprechergemeinschaft aufgegriffen, verbreitet und entsprechend den Regeln der deutschen Sprache in Numerus, Tempus, Genus verbi und Modus konjugiert (z.B. du anapretierst, wir anapretierten, es wird anapretiert, Anapretiere! etc.) verwendet wird, dann kann es als Neologismus bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Neologismen ein und verdeutlicht anhand von L.-S. Merciers Werk die enge Verbindung zwischen Sprache und gesellschaftspolitischen Veränderungen.

II. Die französische Sprache im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel skizziert die sprachtheoretischen Hintergründe, die Bedeutung von Normdebatten und die Stellung des Französischen als europäische Prestigespache.

III. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert: Der Hauptteil analysiert die Definition von Neologismen und untersucht deren Entstehung im Kontext der Aufklärung (Lehnwörter) sowie der Französischen Revolution (Neubildungen).

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Arbeitsthese, dass Neologismen als „Kinder des Zeitgeistes“ zu betrachten sind.

Schlüsselwörter

Neologismen, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Französische Revolution, Sprachgeschichte, Lexikologie, Sprachwandel, Anglizismen, Wortbildung, Sensualismus, Sprachpolitik, Neologie, Sprachdiskussion, Sprachnorm, Abbé Grégoire.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Etablierung von neuen Wörtern (Neologismen) im Französischen während des 18. Jahrhunderts, einem Zeitraum, der durch tiefgreifende gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt war.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die sprachtheoretischen Ansätze (insbesondere der Sensualismus), die Normdebatten jener Zeit, der Einfluss der Aufklärungsbewegung und die sprachlichen Veränderungen während der Französischen Revolution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass neue Wortschöpfungen und Wortbedeutungen in diesem Jahrhundert nicht zufällig entstanden sind, sondern eng mit den zeithistorischen Entwicklungen, wie der Aufklärung und dem politischen Umbruch, verknüpft sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine linguistische Analyse und historische Kontextualisierung. Sie wertet Fachliteratur zur Sprachgeschichte und Sprachphilosophie aus, um die Dynamik der Lexik im 18. Jahrhundert darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Untersuchung der externen Bereicherung (Lehnwörter, vor allem Anglizismen) während der Aufklärung sowie die Analyse interner Wortbildungsprozesse während der Französischen Revolution.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Neologismen, Aufklärung, Französische Revolution, Sprachwandel, Sensualismus, Sprachpolitik und Wortbildung.

Welche Rolle spielt die „Néologie“ von L.-S. Mercier in diesem Kontext?

Merciers Werk dient als zentrales Beispiel für die damalige Neologie-Bewegung. Es dokumentiert den Kampf für die Freiheit, neue Wörter zu schaffen, und verdeutlicht das Selbstbild Merciers als Verteidiger neuer sprachlicher Ausdrucksformen.

Warum wird der Revolutionskalender als Beispiel für Neologismen angeführt?

Der Revolutionskalender zeigt die expressive Funktion von Sprache. Obwohl er keine neuen sachlichen Inhalte benennen musste, wurden neue Begriffe geschaffen, um den radikalen Bruch mit dem Ancien Régime und den symbolischen Neuanfang der Revolution zu unterstreichen.

Welche Bedeutung hatten Anglizismen für das Französische im 18. Jahrhundert?

Anglizismen waren besonders im politischen Bereich relevant, da England als modernstes politisches Vorbild galt. Die Übernahme englischer Begriffe wie „parlement“ oder „opposition“ spiegelt den Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung wider.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Aufklärung und Revolution. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert
Université
University of Potsdam  (Institut für Romanistik)
Note
1,0
Auteur
Wiebke Pietzonka (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
43
N° de catalogue
V232082
ISBN (ebook)
9783668152342
ISBN (Livre)
9783668152359
Langue
allemand
mots-clé
Neologismen Französische Revolution Aufklärung Mercier Lehnwörter 18. Jahrhundert Sprachpolitik Sensualismus Rationalismus Derivation abus des mots Neologienstreit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wiebke Pietzonka (Auteur), 2012, Zwischen Aufklärung und Revolution. Neologismen in der französischen Sprache im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232082
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Extrait de  43  pages
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