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Junge Hindus in den USA. Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?

Título: Junge Hindus in den USA. Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?

Ensayo , 2013 , 7 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nejla Demirkaya (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Junge Hindus, die in der multikulturellen Gesellschaft der USA aufwachsen und leben, sehen sich in ihrem Alltag ganz anderen Umständen und Herausforderungen gegenüber als noch ihre Eltern. Die nahezu unausweichliche Begegnung mit den unterschiedlichsten Kulturen kann zu einer offenen, toleranten Geisteshaltung gegenüber der Vielfalt, im Gegensatz dazu aber auch zur Entwicklung einer chauvinistischen, intoleranten Weltanschauung beitragen. Welche Richtung schlagen die in der amerikanischen Gesellschaft sozialisierten jungen Hindus ein? Meine Argumentation soll aufzeigen, dass die Beantwortung der Frage nach ihrer Anfälligkeit, sich nationalistischen Ideologien anzuschließen, von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren abhängt. Um einer Antwort nahezukommen, ist es unabdinglich, sich mit den vielfältigen identitätsformenden Einflüssen auseinanderzusetzen, denen junge Hindus in der US-amerikanischen Multikulturalität im Laufe ihres Heranwachsens ausgesetzt sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identitätsbildung durch das Elternhaus

3. Sozialer Kontext und Identität

4. Multikulturalität und die Herausbildung reaktiver Ethnizität

5. Religiöse Institutionen als Einflussfaktoren

6. Die Rolle der Massenmedien

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die junge in den USA aufgewachsene Hindus dazu bewegen könnten, nationalistische Ideologien zu übernehmen. Dabei wird analysiert, wie das Zusammenspiel von familiärer Prägung, sozialem Umfeld, Erfahrungen in der US-amerikanischen Multikulturalität sowie der Einfluss von Medien und religiösen Organisationen die Identitätsbildung beeinflusst.

  • Einfluss des Elternhauses auf die religiöse Identitätsbildung.
  • Soziale Umgebung und deren Auswirkungen auf die ethnische Selbstwahrnehmung.
  • Die Rolle der Diskriminierung und der Prozess der "reaktiven Ethnizität".
  • Strategien und Wirken hindunationalistischer Organisationen bei der zweiten Generation.
  • Die Bedeutung digitaler Medien bei der Konstruktion und Verbreitung ideologischer Feindbilder.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Massenmedien und das Internet

Nahezu ungehinderten Einfluss nehmen auch die sogenannten Massenmedien; insbesondere die jüngere Generation macht ständigen Gebrauch von digitalen Kommunikationsmitteln, von denen das Internet heutzutage als das einflussreichste Medium gelten dürfte. Denn es sind vorallem Foren, Blogs und Websites, die den Austausch mit Hindus auf der ganzen Welt sowie den Zugang zu bestimmten Informationen ermöglichen. Anzumerken ist jedoch, dass eine bereits gefestigte Meinung bei der Recherche zur selektiven Informationsbeschaffung führen kann, wobei auch der zufällige Kontakt mit bestimmten Inhalten, wie beispielsweise einer Hindu-fundamentalistische Seite, auf der Indien als ausschließlich den Hindus gehörend und Muslime als eindringende Feinde dargestellt werden, den Ausschlag geben kann für die Verfestigung oder auch Entwicklung einer radikalen Gesinnung.

Historische Ereignisse wie die blutige und folgenreiche Teilung Britisch-Indiens 1947 und die Ayodhya-Krise, problemlos abrufbar und schnell auch in ideologisch verzerrter Form dargestellt, gewinnen mithilfe von Internet, Zeitungen, usw. auch für die in der Diaspora lebenden jungen Hindus an Aktualität. Es sind vorallem die kriegerischen, blutigen Aspekte der indischen Geschichte, die, von radikalen Hindus instrumentalisiert, selbst dann einen Konflikt mit dem Islam und seinen Anhängern heraufbeschwören, wenn dieser bis dahin nicht einmal unbedingt persönlich spürbar war. Erst durch den oft auf diese Weise konstruierten Hass gegenüber Muslimen "finden" viele radikale Jugendliche und junge Erwachsene zu ihrer ausgeprägten Identität als Hindus; sie definieren sich gewissermaßen als das Gegenstück zu den "bösen" Muslimen, nicht ausschließlich, aber in entscheidendem Ausmaß durch das Internet und anderen Medien darin unterstützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob junge Hindus in den USA anfällig für Hindu-Nationalismus sind und identifiziert das Elternhaus als zentralen Ausgangspunkt.

2. Identitätsbildung durch das Elternhaus: Dieses Kapitel erläutert, wie durch religiöse Erziehung und die Vermittlung von Geschichte ein Fundament für eine Hindu-Identität gelegt wird, das auch für Hindutva-Ideologien sensibilisieren kann.

3. Sozialer Kontext und Identität: Hier wird analysiert, wie das Wohnumfeld und der Freundeskreis zur Entwicklung unterschiedlicher Identitäten – von gesamtindisch bis sub-ethnisch – beitragen.

4. Multikulturalität und die Herausbildung reaktiver Ethnizität: Das Kapitel beschreibt, wie Diskriminierung und der Druck zur Identitätssuche eine "reaktive Ethnizität" fördern können, bei der die eigene Kultur überhöht dargestellt wird.

5. Religiöse Institutionen als Einflussfaktoren: Der Text untersucht die subtile Jugendarbeit von Organisationen wie dem HSC und deren Erfolg, auch moderate Familien für ihre Zwecke zu gewinnen.

6. Die Rolle der Massenmedien: Es wird dargelegt, wie digitale Medien und das Internet den Zugang zu radikalen Inhalten erleichtern und Feindbilder aktiv konstruieren können.

7. Fazit: Das Fazit schließt, dass die Hinwendung zum Hindu-Nationalismus kein Einzelfall ist, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener identitätsformender Faktoren darstellt.

Schlüsselwörter

Hindunationalismus, USA, Diaspora, Identitätsbildung, Hindutva, Zweite Generation, Multikulturalität, Religion, Radikalisierung, Massenmedien, Sangh Parivar, Integration, Reaktive Ethnizität, Identitätskrise, Migration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Bedingungen junge Hindus, die in den USA aufgewachsen sind, für hindu-nationalistische Ideologien anfällig werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Aspekte sind der Einfluss des Elternhauses, soziale Umgebungsfaktoren, Erfahrungen in einer multikulturellen Gesellschaft sowie die Rolle von religiösen Organisationen und digitalen Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Anfälligkeit für radikale Ideologien kein Produkt einzelner Umstände ist, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenwirkens verschiedener identitätsbildender Einflüsse.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen und ethnologischen Konzepten zur Identitätsbildung innerhalb der Diaspora, gestützt auf wissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die verschiedenen Einflussfaktoren – von der familiären Sozialisation über den Einfluss von Campus-Organisationen bis hin zur medialen Vermittlung historischer Konflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Hindunationalismus, Diaspora, Identitätsbildung, Radikalisierung und der Einfluss der US-amerikanischen Multikulturalität.

Welche Rolle spielen religiöse Institutionen konkret bei der zweiten Generation?

Diese Institutionen bieten durch Jugendarbeit, Kurse und Sommerlager eine feste Verankerung in der hinduistischen Gemeinschaft, was subtil zur Vermittlung nationalistischer Denkweisen beitragen kann.

Inwiefern beeinflusst das Internet die Identitätsfindung?

Das Internet dient als primäre Informationsquelle, die den Zugang zu historisch verzerrten Darstellungen ermöglicht und aktiv zur Konstruktion von Feindbildern (insbesondere gegenüber Muslimen) beiträgt.

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Detalles

Título
Junge Hindus in den USA. Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?
Universidad
University of Göttingen  (Centre for Modern Indian Studies)
Calificación
1,0
Autor
Nejla Demirkaya (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
7
No. de catálogo
V232170
ISBN (Ebook)
9783656487692
ISBN (Libro)
9783656575597
Idioma
Alemán
Etiqueta
junge hindus hindu-nationalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nejla Demirkaya (Autor), 2013, Junge Hindus in den USA. Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232170
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