Die vorliegende Ausarbeitung legt ihren Schwerpunkt auf die strukturierte
Lesetagebucharbeit. Im Rahmen eines Referats im Seminar Lesekompetenz und
Leseförderung wurde diese bereits
vorgestellt. Die Ausarbeitung hat sich zum Ziel gesetzt, grundlegende Inhalte des
Referats aufzunehmen und durch weiterführende Aspekte zu ergänzen.
Zunächst wird verdeutlicht, warum das Lesetagebuch ein handlungs- und
produktionsorientiertes Verfahren darstellt, welche pädagogischen Intentionen
beabsichtigt werden und wie ein Lesetagebuch aufgebaut ist1.
Da die vorliegende Ausarbeitung ausschließlich das strukturierte Lesetagebuch
behandelt, werden anschließend die Formen des strukturierten Lesetagebuchs
beleuchtet. Nachdem die Auseinandersetzungsweisen in einem Lesetagebuch
erläutert und durch Beispiele veranschaulicht wurden, erfolgen Hinweise zum
Unterricht mit dem strukturierten Lesetagebuch.
Damit eine Beurteilung der strukturierten Lesetagebucharbeit stattfinden kann,
werden schlussendlich ihre Vor- und Nachteile diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Lesetagebuch
2.1 … als handlungs- und produktionsorientiertes Verfahren
2.2 Pädagogische Intentionen
2.3 Aufbau und Bearbeitung eines Lesetagebuchs
2.4 Formen des strukturierten Lesetagebuchs
2.5 Auseinandersetzungsweisen im Lesetagebuch
2.5.1 deskriptiv- dokumentarisch
2.5.2 imaginativ- identifikatorisch
2.5.3 kommunikativ/ metakognitiv
2.5.4 Anmerkungen
3. Der Unterricht mit dem strukturierten Lesetagebuch
3.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
3.2 Ablauf der Unterrichtseinheit
3.3 Bewertung der Lesetagebücher
4. Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die strukturierte Lesetagebucharbeit als handlungs- und produktionsorientiertes Verfahren im Kontext der schulischen Leseförderung zu analysieren, ihre verschiedenen Auseinandersetzungsweisen sowie deren unterrichtspraktische Umsetzung und Bewertung zu erörtern.
- Grundlagen und pädagogische Intentionen des strukturierten Lesetagebuchs
- Differenzierung der Auseinandersetzungsweisen (deskriptiv, imaginativ, kommunikativ)
- Organisatorische Rahmenbedingungen für den Einsatz im Unterricht
- Kriterien für eine faire Bewertung der Schülerleistungen
- Diskussion der Vor- und Nachteile der Methode für das individuelle Lernen
Auszug aus dem Buch
2.5 Auseinandersetzungsweisen im Lesetagebuch
In diesem Kapitel geht es darum die Auseinandersetzungsweisen mit dem Buchgeschehen und den Buchfiguren zu beleuchten. Diese lassen sich aus den eben genannten zahlreichen Aufgabetypen ableiten und sind sich sowohl im freien als auch im strukturierten Lesetagbuch zu finden. Nachstehend werden die einzelnen Auseinandersetzungsweisen kurz vorgestellt und mithilfe passender Beispielaufgaben aus strukturierten Lesetagebüchern veranschaulicht.
Hintz unterscheidet folgende Auseinandersetzungsweisen:
1. deskriptiv-dokumentarisch
2. imaginativ- identifikatorisch
3. kommunikativ/ metakognitiv
(vgl. Hintz, 2002, S. 256ff.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die strukturierte Lesetagebucharbeit ein und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der vorliegenden Ausarbeitung.
2. Das Lesetagebuch: Dieses Kapitel erläutert das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientierte Methode, beschreibt pädagogische Ziele und differenziert zwischen verschiedenen Aufgabentypen und Auseinandersetzungsweisen.
3. Der Unterricht mit dem strukturierten Lesetagebuch: Hier werden die organisatorischen Anforderungen, der praktische Ablauf einer Unterrichtseinheit sowie Kriterien für eine angemessene Bewertung der Schülerleistungen thematisiert.
4. Diskussion und Fazit: Das Kapitel schließt mit einer kritischen Reflexion über die Vor- und Nachteile des strukturierten Lesetagebuchs und gibt Handlungsempfehlungen für die Unterrichtspraxis.
Schlüsselwörter
Lesetagebuch, Leseförderung, strukturierte Lesetagebucharbeit, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Lesekompetenz, Textverstehen, Auseinandersetzungsweisen, Literaturunterricht, Schüleraktivierung, Aufgabenformate, Leistungsbewertung, Individualisierung, Reflexion, Leseinteresse, Lesegewohnheiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Methode der strukturierten Lesetagebucharbeit im schulischen Kontext und untersucht deren Möglichkeiten zur Förderung der Lesekompetenz.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Lesetagebuchs, seine verschiedenen Formen, die Typologie der Auseinandersetzung mit Literatur sowie die praktische Gestaltung und Bewertung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die strukturierte Lesetagebucharbeit fundiert darzustellen, ihre Potenziale und Herausforderungen zu beleuchten und Hinweise für eine erfolgreiche Umsetzung im Unterricht zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die auf einschlägige Fachliteratur (insb. von Hintz, Depner und anderen) zurückgreift, um die Praxis der Lesetagebucharbeit zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Lesetagebuchs (inkl. der Auseinandersetzungsweisen) und die pädagogische Umsetzung, einschließlich der Bewertung von Lesetagebüchern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lesetagebuch, Leseförderung, strukturierte Lesetagebucharbeit, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht sowie diverse Auseinandersetzungsformen.
Was unterscheidet das strukturierte vom freien Lesetagebuch in Bezug auf die Aufgaben?
Das strukturierte Lesetagebuch bietet ein Gerüst mit vorgegebenen Aufgaben, während das freie Lesetagebuch den Schülern mehr Raum für eigenständige Formulierungen und metakognitive Reflexionen lässt.
Warum ist die Bewertung von Lesetagebüchern in der Literatur als schwierig eingestuft?
Die Schwierigkeit liegt darin, neben dem Endergebnis auch den individuellen Entstehungsprozess, die Kontinuität und die Intensität der Auseinandersetzung objektiv zu würdigen.
- Citar trabajo
- Julia Uhlitzsch (Autor), 2013, Strukturierte Lesetagebucharbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232229