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Die CDU. Eine Volkspartei?

Titel: Die CDU. Eine Volkspartei?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Kolev (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Christlich Demokratische Union Deutschlands ist die Volkspartei der Mitte. Sie wendet sich an alle Menschen in allen Schichten und Gruppen unseres Landes. Unsere Politik beruht auf dem christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott.“ So steht es in dem Grundsatzprogramm, welchen die CDU auf ihrem 21. Parteitag in Hannover im Dezember 2007 verabschiedet hat.
Die Union definiert sich selbst als „Volkspartei der Mitte“ und will sich somit als Volkspartei in der Mitte des politischen Spektrums sehen. Aber wird die heutige CDU dem Anspruch eine Volkspartei zu sein überhaupt noch gerecht? In dieser Hausarbeit soll diese Frage kritisch beleuchtet werden.
Zunächst wird dafür eine tragfähige Definition für den Begriff Volkspartei bestimmt. Daran wird aufgezeigt werden, dass der Charakter einer Volkspartei stark von ihren Mitgliedern, ihren Wählern, der Programmatik, der innerparteilichen Organisation und der äußeren Mittel, durch welche sich die Partei finanziert, abhängt. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Mitglieder und Wähler der CDU gelegt, da sich, wie die Definition zeigen wird, eine Volkspartei in hohem Maße durch die soziale Zusammensetzung ihrer Mitglieder und Wähler definiert. Dies ist sogar ausdrücklich in dem CDU Grundsatzprogramm aufgenommen worden: „[...] [Die CDU] wendet sich an alle Menschen in allen Schichten und Gruppen unseres Landes.“ Hier werden Daten über Berufs- und Altersstruktur, Frauenquote und Konfession der CDU-Mitglieder und -Wähler analysiert und teils deren Veränderung über die letzten Jahren aufgezeigt.
Durch den Grad der Übereinstimmung der Strukturen und Merkmale der CDU verglichen mit denen der Definition, kann somit bestimmt werden, ob die heutige CDU ihrem Anspruch eine Volkspartei zu sein noch gerecht wird, oder ob von dieser Namensgebung eher abzusehen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Definition des Begriffs Volkspartei

C. Volksparteicharakter der CDU

I. Mitgliederanalyse

1. Erwerbsstatus und Berufsstruktur

2. Altersstruktur

3. Struktur nach Geschlechtern

4. Konfessionsstruktur

II. Wähleranalyse

1. Berufs- und Bildungsstruktur

2. Struktur nach Geschlechtern

3. Alters- und Konfessionsstruktur

III. Kompromiss- und Koalitionsstruktur

IV. Programmatik

V. Finanzierung

VI. Organisationsform

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob die CDU auch heute noch den Anspruch als „Volkspartei der Mitte“ rechtfertigen kann, indem sie empirische Daten zu Mitgliedern, Wählern, Programmatik und Organisation mit politikwissenschaftlichen Definitionen abgleicht.

  • Analyse der sozialen Zusammensetzung von CDU-Mitgliedern und Wählern
  • Überprüfung der Erfüllung zentraler Volkspartei-Kriterien
  • Vergleich von Alters-, Berufs- und Konfessionsstrukturen
  • Untersuchung der Kompromiss- und Koalitionsfähigkeit
  • Bewertung des langfristigen Trends des Volksparteicharakters

Auszug aus dem Buch

1. Erwerbsstatus und Berufsstruktur

Bei der Analyse des Erwerbsstatus (Abbildung 1), zwischen den Jahren 1998 und 2009, kann ein klarer Trend beobachtet werden. Der Anteil derer Parteimitglieder, welche sich im Ruhestand befinden, steigt an, während der Anteil der vollzeitbeschäftigten Mitglieder zurückgeht. Diese Entwicklung ist jedoch bei den Mitgliedern aller Parteien, mit Ausnahme der Linken, zu beobachten und kann durch das voranschreitende Alter der Parteimitglieder erklärt werden. Die Daten lassen darüber hinaus erkennen, dass die Gruppen der Vollzeitbeschäftigten und der Rentner die anderen Gruppen stark dominieren. Dieser Umstand mag teilweise durch die ähnliche soziale Zusammensetzung der gesamten Bevölkerung zu erklären sein, jedoch ist die Verteilung bei den Mitgliedern der CDU in diesen Gruppen zu stark ausgeprägt.

In einem weiteren Schritt wird die Berufsstruktur der CDU-Mitglieder untersucht (Abbildung 2). Es können keine größeren Veränderungen der Berufsstruktur zwischen den Jahren 1998 und 2009 festgestellt werden. Die Darstellung zeigt auch, dass die drei anteilig größten Gruppen in nahezu gleichem Maße vertreten sind. Daher liegt die Annahme nahe, ihnen einen relativ Gleichen Einfluss auf die Gesamtwillensbildung innerhalb der CDU zu unterstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die CDU ihre Selbstdefinition als Volkspartei der Mitte angesichts veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen noch erfüllen kann.

B. Definition des Begriffs Volkspartei: In diesem Kapitel werden theoretische Kriterien für eine Volkspartei nach Kierey und Lösche erarbeitet, die als Maßstab für die anschließende Untersuchung dienen.

C. Volksparteicharakter der CDU: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Mitglieder- und Wählerstrukturen sowie die Programmatik, Finanzierung und Organisation der CDU anhand der aufgestellten Kriterien.

D. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Erhalt des Volksparteicharakters der CDU für die Zukunft als äußerst fraglich einzustufen ist.

Schlüsselwörter

CDU, Volkspartei, Mitgliederanalyse, Wähleranalyse, demografischer Wandel, Konfessionsstruktur, Berufsstruktur, Programmatik, politische Identität, Parteiforschung, Sozialstruktur, Koalitionsfähigkeit, Mandat, Wählerschaft, Parteimitglieder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Christlich Demokratische Union (CDU) ihren eigenen Anspruch, eine „Volkspartei der Mitte“ zu sein, auf Basis aktueller Daten und wissenschaftlicher Definitionen noch erfüllen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die soziologische Zusammensetzung von Mitgliedern und Wählern, die parteiinterne Organisationsform, die Finanzierung sowie die inhaltliche Programmatik der CDU.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Überprüfung des Volksparteistatus der CDU durch einen Abgleich zwischen theoretischen Anforderungen (nach Kierey und Lösche) und den realen Datenentwicklungen zwischen 1998 und 2009.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine empirische Datenanalyse von Parteistatistiken, Wahlergebnissen und demografischen Kennzahlen, die in den Kontext politikwissenschaftlicher Definitionen eingebettet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Mitglieder- und Wähleranalyse (unterteilt nach Beruf, Alter, Geschlecht und Konfession) sowie die Untersuchung von Koalitionsfähigkeit, Programm und Finanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Volkspartei, CDU, Sozialstruktur, Mitgliederanalyse, Wählerverhalten, demografischer Wandel und Parteiforschung.

Welche Rolle spielt die Konfession für den Volksparteicharakter der CDU?

Die Konfession ist ein wichtiger Indikator, da die Bindung an katholische und evangelische Milieus traditionell stark war. Die Arbeit zeigt jedoch einen Rückgang dieser Bindungskraft auf, was den Volksparteicharakter unter Druck setzt.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin bzw. der Autor bezüglich der Zukunftsfähigkeit der CDU?

Der Autor kommt zu einem skeptischen Fazit: Aufgrund negativer Trends in der Mitglieder- und Wählerstruktur sowie der schwindenden Stammwählerschaft wird die Erhaltung des Volksparteicharakters als äußerst fraglich bewertet.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die CDU. Eine Volkspartei?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Die CDU: Aufstieg und Krise einer Volkspartei
Note
1,7
Autor
Daniel Kolev (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V232281
ISBN (eBook)
9783656488286
ISBN (Buch)
9783656492467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CDU Union Partei Volkspartei Merkel Hausarbeit Politische Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Kolev (Autor:in), 2013, Die CDU. Eine Volkspartei?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232281
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Leseprobe aus  18  Seiten
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