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Die Vereinigte Ostindische Compagnie

Eine Organisation im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Herrschaft – die Frage nach dem Charakter der Organisation

Titel: Die Vereinigte Ostindische Compagnie

Hausarbeit , 2011 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Himmelsbach (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

17 Herren entscheiden über Krieg und Frieden. 17 Herren bestimmen über Leben und Tod von Millionen von Menschen. 17 Herren lenken den Welthandel. 17 Herren bestimmen das 17. Jahrhundert. Die 17 Herren der Vereinigten Ostindischen Compagnie. Doch was ist dies für eine Organisation, deren 17 Herren so einflussreich sind und das 17. Jahrhundert sowohl in Europa als auch in Ostindien prägen?
In dieser Arbeit soll daher das Wesen der VOC näher betrachtet werden. Dabei sollen verschiedene mögliche Ausprägungen in den einzelnen Phasen der VOC erörtert und bewertet werden. Das Ziel soll sein, herauszufinden, welche eine treffende Charakterisierung darstellen und welche nicht. Als Grundlage dazu sollen die Entstehungsgeschichte und der strukturelle Aufbau dieser Organisation angeführt werden. Da die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen2 bei der Gründung eine wichtige Funktion einnahm, stellt sich die Frage, inwiefern sie Einfluss und Kontrolle über diese Organisation ausüben konnte. War es ihr sogar möglich, die Organisation zu lenken, oder war die VOC doch eigenständig?
Anschließend soll der unternehmerische Charakter im Kerngeschäftsfeld während der Etablierung und Ausdehnung in Asien analysiert werden. Dabei soll den Fragen nachgegangen werden: Mit welchen Strategien sollen die Ziele der VOC erreicht werden? Um was für eine Art von Unternehmen handelt es sich dabei eigentlich? Ist die VOC eher als Handels- oder Militärunternehmen zu verstehen?
In diesem Zusammenhang ist die Art der Herrschaftsausübung in Asien ein weiteres Kriterium zur Einordnung. Damit einher geht die Problematik, ob es sich bei der VOC auf ihrem Höhepunkt überhaupt noch um ein Unternehmen handelt oder sie mehr einem eigenen Staat gleicht. Auf dem Höhepunkt werden zudem Grundlagen geschaffen, die zum Scheitern der VOC beitragen. Der beginnende Untergang der VOC führt zum Eingreifen der Vereinigten Niederlande. Aus diesem Grund soll das Verhältnis der VOC und der Vereinigten Niederlande erneut thematisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgeschichte und Gründung

2.1 Beweggründe für den Einstieg in den asiatischen Handel

2.2 Die Vorkompanien

2.3 Entstehung und Aufbau der VOC

2.4 Die VOC – eine unabhängige oder eine staatliche Einrichtung?

3 Etablierung und Ausdehnung

3.1 Das Streben nach Monopolen

3.2 Militärische Vorgehensweise

3.3 Die VOC – ein Handels- oder ein Militärunternehmen?

4 Höhepunkt und Niedergang

4.1 Aufbau und Verwaltung in Ostindien

4.2 Die VOC – ein Staat in Ostindien?

4.3 Das Scheitern der VOC

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC) im 17. und 18. Jahrhundert, um zu ergründen, ob sie primär als Handelsunternehmen oder als staatsähnliche Organisation zu klassifizieren ist. Dabei wird der Fokus auf das Spannungsfeld zwischen privatem Profitstreben und staatlich delegierter militärischer Machtausübung gelegt, wobei die strukturelle Entwicklung von den Vorkompanien bis zum Untergang analysiert wird.

  • Entstehungsgeschichte und struktureller Aufbau der VOC
  • Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Niederlanden und der VOC
  • Strategien der Marktbeherrschung und Monopolbildung in Asien
  • Die Rolle militärischer Gewalt als Mittel zur wirtschaftlichen Zielerreichung
  • Ursachen für den Niedergang der Handelskompanie

Auszug aus dem Buch

Die VOC – ein Handels- oder ein Militärunternehmen?

Aber was war nun die VOC für ein Unternehmen? Kann man es als Handels- oder als Militärunternehmen klassifizieren?

Die VOC wurde gegründet, um Handel in Ostindien zu treiben und die Waren zurück in die Vereinigten Niederlande zu bringen. Dies spricht natürlich eindeutig für ein Handelsunternehmen. Die wichtigsten Waren für den europäischen Markt waren Gewürze wie Nelken, Zimt, Muskatnuss und Pfeffer. Im Gegenzug wurde Edelmetall nach Asien geliefert. Es wurde aber auch noch mit anderen Produkten Handel betrieben. So gab es ca. weitere 100 Nebenprodukte, die vorrangig in Asien gehandelt wurden. Dazu gehörten Seide, Opium, Edelmetalle, Salpeter, Kupfer und Zucker. Die VOC stellte in Asien einen großen Kaufmann dar und nutzte den innerasiatischen Handelsverkehr zum Einkauf der Waren für Europa. Seide kam aus China und Persien, Reis aus Ostindien, Textilien aus Indien, Opium und Salpeter aus Bengalen und Zimt aus Ceylon. Für den Erwerb von Gewürzen waren besonders die indischen Textilien wichtig. Diese wurden gegen Gold, Silber und Kupfer gehandelt, das vorwiegend aus Japan kam und dort gegen chinesische Rohseide eingetauscht wurde, welche wiederrum gegen Silber erworben wurde. Japan hatte für die VOC eine große Bedeutung, da Japan der weltweit zweitgrößte Silberlieferant nach Spanisch-Amerika darstellte. Die VOC war auch die zentrale Vermittlungsstelle des japanischen Chinahandels, da den Japanern der Handel nicht erlaubt war und Chinesen nicht geduldet wurden. Der innerasiatische Handel war das Standbein der VOC und sorgte dafür, dass nicht zu viel Edelmetall aus Europa geliefert werden musste. Dreh- und Angelpunkt dieses Handels war die von der VOC gegründete Stadt Batavia auf Java.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung nach dem Wesen der VOC und deren Rolle als global agierende, mächtige Organisation im 17. Jahrhundert.

2 Vorgeschichte und Gründung: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftlichen Beweggründe der niederländischen Kaufleute sowie die Entstehung der VOC aus den Vorkompanien unter staatlicher Einbindung.

3 Etablierung und Ausdehnung: Hier werden das Monopolstreben, die militärische Expansionspolitik in Asien sowie der hybride Charakter des Unternehmens als Handels- und Militärmacht untersucht.

4 Höhepunkt und Niedergang: Dieses Kapitel analysiert die Verwaltung in Ostindien, die souveränen Züge der VOC sowie die schleichenden Ursachen ihres finanziellen und strukturellen Scheiterns.

5 Fazit: Das Fazit fasst die VOC als halbstaatliches Handelsunternehmen zusammen und ordnet ihre historische Bedeutung für die Entwicklung moderner Aktiengesellschaften und privater Sicherheitssektoren ein.

Schlüsselwörter

Vereinigte Ostindische Compagnie, VOC, Handelskompanie, Niederländische Geschichte, Kolonialismus, Monopol, Asienhandel, Wirtschaftsgeschichte, Militärunternehmen, Aktiengesellschaft, Generalstaaten, Batavia, Fernhandel, Globalisierung, Privatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das historische Phänomen der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC) und deren komplexe Rolle zwischen privatwirtschaftlichem Gewinnstreben und hoheitlicher Machtausübung im kolonialen Asien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehungsgeschichte, der organisatorische Aufbau, die Methoden der Marktbeherrschung (Monopole), die militärische Komponente der Handelsstrategie sowie der langfristige Niedergang.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, wie die VOC charakterisiert werden kann: War sie ein rein wirtschaftliches Unternehmen, eine staatliche Einrichtung oder eine hybride Form, die als „Staat auf Zeit“ agierte?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung historischer Primärquellen, insbesondere des Oktrois, um die strukturelle und rechtliche Stellung der VOC einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Gründung, die Strategien zur Etablierung in Asien (unter Einbeziehung von Diplomatie und Militär) sowie die Untersuchung der administrativen Sonderrolle der VOC in Ostindien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie VOC, Handelskompanie, Kolonialismus, Aktiengesellschaft, Monopolstreben und Militärunternehmen beschreiben.

Welchen Einfluss hatte das Oktroi auf die Arbeitsweise der VOC?

Das Oktroi war die rechtliche Grundlage, die der VOC Privilegien einräumte, wie das Recht Bündnisse zu schließen, Festungen zu errichten und in staatlichem Auftrag zu agieren, was ihre Machtstellung massiv stärkte.

Warum wird die VOC als Vorreiter heutiger privater Sicherheitsfirmen gesehen?

Weil die VOC im 17. Jahrhundert die Privatisierung von Militär und Sicherheit im großen Stil betrieb, indem sie Söldnerarmeen unterhielt und Schutzleistungen für den Handel erbrachte – eine Analogie zu modernen privaten Militärdienstleistern.

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Details

Titel
Die Vereinigte Ostindische Compagnie
Untertitel
Eine Organisation im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Herrschaft – die Frage nach dem Charakter der Organisation
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau  (Institut für Politik- und Geschichtswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Markus Himmelsbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V232326
ISBN (eBook)
9783656488750
ISBN (Buch)
9783656492399
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VOC Vereinigte Ostindische Kompagnie; Handelsgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Himmelsbach (Autor:in), 2011, Die Vereinigte Ostindische Compagnie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232326
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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