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Die Millennium-Entwicklungsziele

Chancen, Stand und Kritik an den Millennium-Entwicklungszielen und deren Umsetzung

Titre: Die Millennium-Entwicklungsziele

Dossier / Travail , 2011 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Markus Himmelsbach (Auteur)

Politique - Sujet: Organisations internationales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Am 4. Dezember 1986 verabschiedet die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution A/41/128. Diese gesteht jedem Menschen das Recht auf Entwicklung zu und erklärt dieses Recht zu einem Menschenrecht und somit zum Völkerrecht.
Die internationale Politik befasst sich seit einigen Jahrzehnten mit dem Feld der Entwicklung mithilfe unterschiedlicher Ansätze und Strategien. Der letzte große Akt stellt die Millennium-Erklärung aus dem Jahre 2000 und die daraus resultierenden Millennium-Entwicklungsziele (MEZ) von 2001 dar. Kann aber diese Entwicklungsstrategie den erhofften Erfolg bringen? Oder besser gesagt, welcher Kritik ist die Strategie ausgesetzt?
Um dies beantworten zu können, soll zuerst dargelegt werden, wie es zu der Millennium-Erklärung und den dazugehörigen Zielen gekommen ist. Damit verbunden sind Ziele und Hoffnungen, die Chancen für die Entwicklungspolitik bieten. Um die Wirksamkeit der Strategie zu überprüfen, soll auch ein Blick auf den aktuellen Stand der jeweiligen MEZ geworfen werden. Auf die Frage, wie man die Ergebnisse erklären kann, soll im Hauptteil eingegangen werden. Dazu sollen zuerst grundlegende Probleme der Entwicklungspolitik dargelegt werden, bevor eine grundsätzliche Kritik an den MEZ geübt wird. Dabei soll auch auf einzelne Ziele eingegangen und diese entsprechend kritisch betrachtet werden. Im Fazit soll die Kritik bewertet und Anreize für zukünftige Entwicklungsstrategien genannt werden.
Zur Bewertung des aktuellen Standes der MEZ ist der jährlich erscheinende Bericht „The Millennium Development Goals Report“ der Vereinten Nationen eine wichtige Grundlage, der die entsprechenden Grundinformationen bereitstellt [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Millennium-Erklärung und die Entwicklungsziele

2.1 Der Weg zu den Millennium-Entwicklungszielen

2.2 Die Millennium-Entwicklungsziele

3 Chancen der Millennium-Entwicklungsziele

3.1 Internationaler Referenzrahmen für die Entwicklungspolitik

3.2 Harmonisierung, Synergieeffekte & Intensivierung der Zusammenarbeit

3.3 Messung, Konkretisierung & Wirkungsorientierung der Ziele

3.4 Mehrdimensionaler Ansatz zur Armutsbekämpfung

3.5 Öffentlichkeit & Ressourcen mobilisieren

4 Stand der Millennium-Entwicklungsziele

4.1 MDG 1: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

4.2 MDG 2: Grundschulbildung für alle

4.3 MDG 3: Geschlechtergleichstellung

4.4 MDG 4: Senkung der Kindersterblichkeit

4.5 MDG 5: Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter

4.6 MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten

4.7 MDG 7: Ökologische Nachhaltigkeit

4.8 MDG 8: Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

4.9 Bewertung

5 Kritik an den Millennium-Entwicklungszielen

5.1 Gründe für das Scheitern von Entwicklung

5.2 Lose Absichtserklärungen und vage Verpflichtungen

5.3 Ziele erreichen – aber wie?

5.4 Ein Ziel für alle Länder? Herausforderung und Überforderung

5.5 Quantität und Qualität – Daten und Messbarkeit

5.6 Das Problem der Finanzierung

5.7 Aufschiebung von Entwicklung

5.8 Verengter Entwicklungsbegriff

6 Fazit

7 Anhang

7.1 Die Millennium-Entwicklungsziele mit ihren Unterzielen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit kritisiert die Wirksamkeit der Millennium-Entwicklungsziele (MEZ) und untersucht deren Umsetzung, um zu beantworten, ob diese Strategie den erhofften Erfolg für die internationale Entwicklungspolitik bringen kann.

  • Historische Entwicklung der internationalen Entwicklungsziele bis zur Millennium-Erklärung.
  • Analyse der Chancen durch einen international verbindlichen Referenzrahmen.
  • Standortbestimmung der einzelnen Millennium-Entwicklungsziele im aktuellen Kontext.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Strukturdefiziten, Messbarkeit und Finanzierungsfragen.
  • Diskussion über die Notwendigkeit eines ganzheitlicheren Entwicklungsbegriffs.

Auszug aus dem Buch

5.2 Lose Absichtserklärungen und vage Verpflichtungen

Die MEZ und die Millennium-Erklärung hatten mit den Vorgängerkonferenzen und ihren Erklärungen eines gemeinsam: Die Ergebnisse waren nur Absichtserklärungen und enthielten keine festgeschriebenen Verpflichtungen oder Konsequenzen bei einer Nichteinhaltung. Selbst auf dem Gipfel 2010 in New York wurde es vermieden, Ziele weiter zu konkretisieren und Verbindlichkeiten einzuführen. (Loewe 2010b)

Die Verantwortung liegt also weiterhin nicht bei den Industrieländern, sondern bei den Entwicklungsländern. Die Ziele, die die Industrieländer betreffen, werden dagegen nicht erreicht. Die Bereitstellung der finanziellen Mittel steigt zwar an und es wird immer wieder bekräftigt, die ODA-Leistungen (Öffentliche Entwicklungshilfe) auf die 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) anzuheben, dennoch gibt es keine verbindliche Zusage bis wann dies erreicht werden soll, sondern nur weitere Absichtserklärungen. Ähnliches trifft auf den Abbau von Subventionen zu. Eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern kann hier nicht erkannt werden. Die Verpflichtungen sind nur einseitig. (Martens 2007: 35)

Die geforderten Zugeständnisse bei der Handels- und Finanzpolitik wurden ebenso wenig umgesetzt. Das System funktioniert einfach so weiter. Uwe Holtz spricht hier von einem „Armutszeugnis“ (Holtz 2008: 501) für die Industrieländer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entstehung der Millennium-Entwicklungsziele ein und definiert die zentrale Fragestellung der kritischen Bewertung dieser Entwicklungsstrategie.

2 Die Millennium-Erklärung und die Entwicklungsziele: Dieses Kapitel erläutert den Weg zu den Zielen durch frühere Entwicklungsdekaden und die Formierung des Millennium-Gipfels.

3 Chancen der Millennium-Entwicklungsziele: Hier werden die positiven Aspekte, wie die Schaffung eines internationalen Referenzrahmens und die Wirkungsorientierung, beleuchtet.

4 Stand der Millennium-Entwicklungsziele: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Fortschritt der acht einzelnen Millennium-Entwicklungsziele und bewertet diese.

5 Kritik an den Millennium-Entwicklungszielen: Der Hauptteil analysiert die Schwachstellen, angefangen bei strukturellen Hemmnissen bis hin zur vagen Ausgestaltung und den Finanzierungsproblemen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert für die Zukunft eine ganzheitlichere, realistischere und partnerschaftlichere Ausrichtung der Entwicklungspolitik.

7 Anhang: Der Anhang bietet eine detaillierte Auflistung der Millennium-Entwicklungsziele inklusive ihrer spezifischen Unterziele.

Schlüsselwörter

Millennium-Entwicklungsziele, Entwicklungspolitik, Armutsbekämpfung, Millennium-Erklärung, Nachhaltigkeit, Entwicklungshilfe, ODA-Leistungen, Good Governance, Globalisierung, Effektivität, internationale Partnerschaft, Finanzierung, Zielerreichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Analyse der Millennium-Entwicklungsziele (MEZ) und hinterfragt deren Effektivität sowie die tatsächliche Umsetzung durch die internationale Gemeinschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Entwicklungsdekaden, die Chancen der Zielsetzung, der aktuelle Stand der Erreichung der acht Hauptziele sowie eine detaillierte Kritik an den strukturellen Schwächen des Konzepts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Erfolgsaussichten der Millennium-Entwicklungsstrategie zu bewerten und zu untersuchen, welcher Kritik die Strategie ausgesetzt ist, um daraus Erkenntnisse für eine wirksamere Entwicklungspolitik zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse. Dabei werden zentrale Sammelbände, Berichte der Vereinten Nationen und Fachpublikationen renommierter Institute zum Thema Entwicklungspolitik ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Bilanz der einzelnen Ziele, den allgemeinen Entwicklungshemmnissen, der mangelnden Verbindlichkeit bei den Verpflichtungen der Industrieländer sowie Problemen der Messbarkeit und Finanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Millennium-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungspolitik, Good Governance und internationale Partnerschaft charakterisiert.

Warum wird im Dokument die Kritik an der "Quantität ohne Qualität" so stark betont?

Der Autor argumentiert, dass rein statistische Erfolge (Quantität), wie etwa Einschulungsquoten, oft nichts über die tatsächliche Bildungsqualität aussagen und somit die wahre Entwicklung in den Zielländern verschleiern.

Welche Rolle spielt die Finanzierung in der Kritik des Autors?

Der Autor kritisiert, dass Finanzierung zwar notwendig ist, aber oft an korrupten Systemen scheitert oder durch mangelnden politischen Willen zur Einhaltung der 0,7%-Quote der Industrieländer behindert wird, was zu einer einseitigen Belastung der Entwicklungsländer führt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der "Good Governance"?

Good Governance wird als essenzielle Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung angesehen; ihr Fehlen wird als ein zentraler Grund für das Scheitern vieler Hilfsmaßnahmen identifiziert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Zieljahres 2015?

Der Autor betont, dass das Erreichen der Ziele bis 2015 zwar ein angestrebter Meilenstein ist, aber wichtiger sei, dass überhaupt Fortschritte erzielt werden und die Entwicklungspolitik auch über das Jahr 2015 hinaus ganzheitlich weitergeführt wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Millennium-Entwicklungsziele
Sous-titre
Chancen, Stand und Kritik an den Millennium-Entwicklungszielen und deren Umsetzung
Université
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Politik- und Geschichtswissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Markus Himmelsbach (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
27
N° de catalogue
V232327
ISBN (ebook)
9783656488743
ISBN (Livre)
9783656492191
Langue
allemand
mots-clé
Millenium-Entwicklungsziele Entwicklung MDG Millennium Development Goals
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Himmelsbach (Auteur), 2011, Die Millennium-Entwicklungsziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232327
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Extrait de  27  pages
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