In seinem Bellum Gallicum hatte Caesar stets die Erfolge des Pompeius im Auge. In dieser Seminararbeit habe ich mich damit auseinandergesetzt, inwiefern Caesar ganz konkret versuchte, in seinen literarischen Ausführungen im Bellum Gallicum das exemplum Pompeius nachzueifern und ihn sogar zu übertreffen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff dignitas
- Spannweite des Begriffs und inhaltliche Eingrenzung
- Dignitas in Caesars Sprachgebrauch
- Die Messlatte Pompeius und seine Leistungen
- Verschiedene Facetten von Caesars aemulatio mit Pompeius
- Selbstdarstellung als idealer Feldherr
- Caesars Referenzpunkt: Ciceros Rede de imperio Cn. Pompei
- Die Feldherrentugend scientia rei militaris
- Die Feldherrentugend virtus
- Die Feldherrentugend auctoritas
- Die Feldherrentugend felicitas
- Weitere Charakteristika eines guten Feldherrn
- Die Schilderung der Gegner
- Caesar und seine Soldaten
- Die Anerkennung von Caesars Leistungen
- Selbstdarstellung als idealer Feldherr
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Aemulatio Caesars mit Pompeius im Bellum Gallicum. Sie analysiert, wie Caesar seine Taten in Bezug auf Pompeius präsentiert und inwiefern er dessen Leistungen als Maßstab für sein eigenes Handeln betrachtet. Dabei werden der Begriff dignitas sowie Caesars Selbstdarstellung als idealer Feldherr im Kontext der aemulatio untersucht.
- Der Begriff dignitas und seine Bedeutung in der römischen Gesellschaft
- Caesars Darstellung seiner Leistungen im Vergleich zu Pompeius
- Die Rolle der aemulatio in Caesars Selbstinszenierung
- Analyse der Feldherrentugenden, die Caesar und Pompeius verkörpern
- Die Bedeutung von Pompeius als Leitfigur im Bellum Gallicum
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Problematik der Aemulatio Caesars mit Pompeius vor und erläutert die Relevanz des Begriffs dignitas für die Untersuchung. Der Fokus liegt auf Caesars Darstellung seiner Leistungen im Bellum Gallicum und deren Bezug zu Pompeius.
- Der Begriff dignitas: Hier wird der Begriff dignitas in seiner Bedeutung und Spannweite beleuchtet. Es werden historische und sprachliche Aspekte beleuchtet, um die Bedeutung dieses Begriffs für Caesars Denken und Handeln zu verdeutlichen.
- Die Messlatte Pompeius und seine Leistungen: Dieses Kapitel widmet sich Pompeius' Erfolgen und Leistungen, die Caesar als Maßstab für sein eigenes Handeln betrachtet. Es werden Pompeius' Verdienste in der römischen Politik und im Militärwesen aufgezeigt.
- Verschiedene Facetten von Caesars aemulatio mit Pompeius: In diesem Kapitel werden verschiedene Aspekte der aemulatio Caesars mit Pompeius im Bellum Gallicum betrachtet. Es werden Caesars Selbstdarstellung als idealer Feldherr, seine Darstellung der Gegner sowie die Anerkennung seiner Leistungen im Vergleich zu Pompeius untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen dignitas, aemulatio, Feldherrentugenden, Bellum Gallicum, Caesar, Pompeius, Selbstdarstellung, historische Darstellung, politische Propaganda, römische Gesellschaft, römisches Militärwesen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff „dignitas“ im Kontext von Caesars Bellum Gallicum?
Der Begriff „dignitas“ beschreibt die gesellschaftliche Würde und den Rang eines römischen Politikers. In Caesars Werk ist die Verteidigung seiner dignitas ein zentrales Motiv, wobei er sich oft im direkten Vergleich mit Pompeius positioniert.
Wie äußert sich Caesars „aemulatio“ mit Pompeius?
Caesar versucht in seinen literarischen Ausführungen, die Leistungen des Pompeius nicht nur nachzuahmen, sondern sie zu übertreffen. Er nutzt Pompeius als „Messlatte“, um seine eigenen militärischen Erfolge in Gallien als bedeutender darzustellen.
Welche Feldherrentugenden hebt Caesar besonders hervor?
Caesar fokussiert sich auf die klassischen Tugenden wie scientia rei militaris (militärisches Wissen), virtus (Tapferkeit), auctoritas (Ansehen) und felicitas (Glückhaftigkeit), um sich als idealen Feldherrn zu inszenieren.
Welche Rolle spielt Ciceros Rede „de imperio Cn. Pompei“ für Caesars Darstellung?
Ciceros Rede dient als Referenzpunkt. Caesar übernimmt die dort definierten Kriterien für einen perfekten General und wendet sie auf seine eigene Schilderung im Gallischen Krieg an, um seine Gleichwertigkeit oder Überlegenheit gegenüber Pompeius zu beweisen.
Wie stellt Caesar seine Soldaten im Vergleich zu seinen Gegnern dar?
Die Schilderung der Gegner und die enge Bindung zu seinen Soldaten sind Teil seiner Selbstdarstellung. Er betont die Loyalität und Leistungsfähigkeit seines Heeres, was indirekt auf seine eigene Führungsqualität und dignitas einzahlt.
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- Domenic Schäfer (Author), 2013, Caesars aemulatio mit Pompeius bezüglich dignitas im Bellum Gallicum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232385