Die „Flambo Plast GmbH“, ein Unternehmen in der Kunststoffindustrie, das mit drei verschiedenen Produktlinien für den Lebensmittelbereich produziert, steht vor schwerwiegenden Problemen.
Die Probleme sind gekennzeichnet durch einen hohen Stand an Fehlzeiten und einer stark nachlassenden Mitarbeitermotivation. Darüber hinaus ergeben sich verschiedene Aufarbeitungsbereiche im Personalbereich,hervorgerufen durch einen erheblichen Entwicklungsrückstand in der Personalarbeit.
Hinzu kommen einige Problemstellungen, die typisch sind für einen inhabergeführten Mittelbetrieb, der keine vernünftige Delegation von Aufgaben und Kompetenzen vollzogen und moderne Methoden der Personalarbeit bisher nicht genutzt hat.
Im Hinblick auf die Aufgabenstellung dieser Fallstudie werden die Arten und Ursachen der Fehlzeiten in einer Analyse dargestellt und Zusammenhänge im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation erläutert. Daraus sind die bei der „Flambo Plast“ bestehenden Probleme besonders deutlich geworden und es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Probleme in den Griff zu bekommen sind.
In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine theoretische Beschreibung der Motivationsmodelle von Maslow und Herzberg.
Die Fallstudie schließt ab mit einem Vorschlag für ein neues Organigramm für die Firma „Flambo Plast“ und gibt eine Begründung für die entsprechende Auswahl.
Hinzugekommen sind einige Vorschläge zu Veränderungen bei der Personalrekrutierung und Handhabungen für moderne Personalarbeit.
Durch eine Analyse der Fehlzeiten bei der „Flambo Plast“ und den dargestellten Möglichkeiten für Verbesserungen werden die bestehenden Probleme in einem überschaubaren Zeitraum gelöst werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung – Zukunft der Kunststoffverpackungen für Lebensmittel
2 Flambo Plast – Abgrenzung und Vorgehensweise Fallstudie
2.1 Abgrenzung der Fallmethode
2.2 Vorgehensweise der Fallbearbeitung
3 Fehlzeiten im Unternehmen
3.1 Begriffsbestimmungen der Fehlzeiten
3.2 Einflussfaktoren auf Fehlzeiten
4 Motive und Anreize
4.1 Hierarchie der Motive – das Maslow Modell
4.2 Unzufriedenheit / Zufriedenheit – Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie
5 Neuordnung der Human-Ressource-Verwaltung
5.1 Bestehende Organisationsform
5.2 Probleme der Personalarbeit bei inhabergeführten Mittelbetrieben
5.3 Organigramm der Human-Ressource-Verwaltung
6 Ausblick – Problem- und Empfehlungszusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Fallstudie hat zum Ziel, die akuten Personalprobleme der "Flambo Plast GmbH" – insbesondere den hohen Krankenstand und die sinkende Mitarbeitermotivation – wissenschaftlich zu analysieren und auf Basis moderner Human-Resource-Konzepte konkrete Lösungswege aufzuzeigen.
- Analyse von Ursachen für Fehlzeiten und Absentismus.
- Anwendung theoretischer Motivationsmodelle (Maslow & Herzberg).
- Untersuchung der Problematik in inhabergeführten mittelständischen Betrieben.
- Neustrukturierung der Human-Ressource-Verwaltung mittels Funktionsmodell.
- Strategische Empfehlungen zur Verbesserung des Personalmanagements und der Rekrutierung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsbestimmung der Fehlzeiten
Unter Fehlzeiten versteht man die Abwesenheitszeit vom Arbeitsplatz, die sich aufgrund der Anwesenheitspflicht aufgrund von Einzelarbeitsverträgen, tariflichen Regelungen und / oder Betriebsvereinbarungen ergibt. Die Zeiten, die davon ausfallen, werden als Fehlzeiten bezeichnet.
Allgemein wird von einem bestimmten Krankenstand in Prozent gesprochen. Aus dem Krankenstand wird auch die durchschnittliche Anzahl von AU-Tagen (Arbeitsunfähigkeitstage) in einem bestimmten Zeitraum berechnet. Für das Jahr 2008 ergibt sich aus dem Fehlzeitenreport 2009, dass Arbeitnehmer durchschnittlich 17 Tage (Vorjahr: 16.3Tage) krank geschrieben waren.
Offiziell wird jedes Fernbleiben von der Arbeit mit einer Krankheit begründet. Bei krankheitsbedingten Fehlzeiten handelt es sich um eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Krankheit des Arbeitnehmers. Die Krankheit bedarf also einer Heilbehandlung; man spricht daher auch von einer „echten“ Krankheit, die durch die objektive Einschätzung des Arztes erfolgt. Die Abwesenheit der Mitarbeiter erfolgt eher über einen längeren Zeitraum.
Anders dagegen sind die motivationsbedingten Fehlzeiten, die meist nicht mit gesundheitlichen Defiziten begründet werden. Die Abwesenheit vom Arbeitsplatz erfolgt aufgrund besonderer Einstellungen und Motivationen des Arbeitnehmers ohne ein direktes Krankheitsbild. Man bezeichnet dies auch als „Absentismus“. Die Einschätzung ist eher subjektiv. Dabei bleibt ein Arbeitnehmer meist nur über einen kurzen Zeitraum bis zu drei Tagen vom Arbeitsplatz fern, weil in den ersten drei Tagen der Abwesenheitszeit meist noch kein ärztliches Attest gefordert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung – Zukunft der Kunststoffverpackungen für Lebensmittel: Das Kapitel beleuchtet aktuelle Trends in der Kunststoffverpackungsindustrie, wie den steigenden Bedarf an RFID-Technologie und effizienteren Produktionsverfahren, um den internationalen Wettbewerbsdruck zu bewältigen.
2 Flambo Plast – Abgrenzung und Vorgehensweise Fallstudie: Hier wird die angewandte "Incident Methode" definiert und erläutert, wie durch eine Kombination von Theorie und Praxis die spezifischen Problemfelder des Unternehmens analysiert werden.
3 Fehlzeiten im Unternehmen: Dieser Abschnitt differenziert zwischen krankheitsbedingten Fehlzeiten und motivationsbedingtem Absentismus und erläutert die negativen Auswirkungen eines hohen Krankenstandes auf das Betriebsklima.
4 Motive und Anreize: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen menschlichen Handelns anhand von Maslows Bedürfnispyramide sowie Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie, um Ansatzpunkte für eine bessere Mitarbeitermotivation zu finden.
5 Neuordnung der Human-Ressource-Verwaltung: Diese Sektion untersucht die Schwächen der aktuellen funktionalen Organisationsstruktur bei Flambo Plast und schlägt ein neues Organigramm vor, das moderne HR-Funktionen stärker gewichtet.
6 Ausblick – Problem- und Empfehlungszusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Notwendigkeit von Delegation und einer professionellen Personalentwicklung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zusammen.
Schlüsselwörter
Personalmanagement, Flambo Plast, Fehlzeiten, Motivation, Absentismus, Krankenstand, Maslow, Herzberg, Organisationsstruktur, Inhabergeführt, Familienunternehmen, Personalarbeit, HR-Verwaltung, Mitarbeitermotivation, Human Ressource Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Fallstudie grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Optimierung des Personalmanagements bei der "Flambo Plast GmbH", einem mittelständischen Familienunternehmen, das mit hohen Fehlzeiten und Motivationsproblemen zu kämpfen hat.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Fehlzeiten, der theoretischen fundierten Motivationslehre sowie der organisatorischen Neuausrichtung der Personalabteilung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Ursachen für die Unzufriedenheit und Abwesenheit der Belegschaft zu identifizieren und einen konkreten Vorschlag für eine moderne HR-Struktur zu unterbreiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die "Incident Methode" (Fallstudie) und stützt sich auf etablierte motivationstheoretische Modelle von Maslow und Herzberg sowie organisatorische Funktionsmodelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemdiagnose der Fehlzeiten, eine theoretische Motivationsanalyse und eine konkrete Empfehlung zur Restrukturierung der Personalverwaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Personalmanagement, Absentismus, Inhaberführung, organisatorische Neuausrichtung und Mitarbeitermotivation.
Warum ist das aktuelle Einstellungsverfahren der Firma problematisch?
Da der Inhaber das Verfahren selbst durchführt, fehlen systematische Prozesse und die nötige Zeitressource, was angesichts eines knappen Fachkräfte- und Spezialistenmarktes langfristig die Innovationsfähigkeit einschränkt.
Was unterscheidet "echte" krankheitsbedingte Fehlzeiten von motivationsbedingtem Absentismus?
Krankheitsbedingte Fehlzeiten basieren auf einer objektiven ärztlichen Diagnose und einer Heilbehandlung, während Absentismus subjektiv motiviert ist und oft kurzfristig ohne Attest auftritt.
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- Diplom-Kaufmann, MSc, MBA Thomas vor der Sielhorst (Autor), 2010, Personalprobleme in einem mittelständischen Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232391