Die Marienthal-Studie. Eine Untersuchung der qualitativen Methoden


Studienarbeit, 2013

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergründe
2.1 Der Ort: Marienthal – Das Industriedorf
2.2 Das Forschungsteam
2.3 Anlass der Studie
2.3.1 Ein ganzes Dorf wird arbeitslos
2.3.2 Entstehungskontext der Marienthal-Studie

3 Die Marienthal - Studie
3.1 Grundkonzept der Studie
3.1.1 Forschungsfragen
3.1.2 Gang der Untersuchung
3.2 Methoden zur Datenerhebung
3.2.1 Reaktive Techniken
3.2.2 Nichtreaktive Techniken
3.2.3 Methodenmix am Beispiel die Zeit und die Haltung
3.3 Bewertung der Studie

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

6 Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die vier Haltungstypen

Tabelle 1: Veränderung des Konsumverhaltens

Tabelle 2 Aufzeichnungen über das Gabelfrühstück der Kinder

Tabelle 3: Ergebnisse der verdeckten Beobachtung - Stehenbleiben

Tabelle 4: Ergebnisse der verdeckten Beobachtung - Gehgeschwindigkeit

1 Einleitung

Stellen sie einmal vor, dass Volkswagen plötzlich Insolvenz anmelden muss. Die Folgen für die deutsche Wirtschaft wären verheerend und die Arbeitslosenzahl würde in Deutschland von aktuell 3,156 Millionen[1] (stand Februar 2013, Anm. d. A.) um ca. 225.000[2] auf knapp 3,4 Millionen Arbeitssuchende anwachsen. Besonders hart dürfte dieses Szenario aber die Stadt Wolfsburg treffen, welche bekanntlich als Arbeitersiedlung des dort erbauten Volkswagen-Werkes entstanden ist. Rund ein Drittel der 122.000 Einwohner[3] der Stadt Wolfsburg sind heute in der dort direkt beim VW-Konzerns angestellt und schätzungsweise ein weiteres Drittel ist indirekt damit verbunden (Dienstleister, Zulieferer u.ä.). Die Folgen für die Stadt, welche sich aus einer plötzlichen Arbeitslosigkeit eines Drittels Ihrer Einwohner ergeben würden, sind kaum auszumalen.

Die Einwohner von Marienthal mussten im Jahre 1929 leider aber genau diese Erfahrung machen. Innerhalb kürzester Zeit verloren ca. 1300 von ca. 1500 Einwohnern ihren Job.[4] Im Gegensatz zum heutigen globalen Zeitalter, in welchem die Arbeit des Unternehmens aus New York in München erledigt werden kann und ein beruflicher Umzug in eine andere Stadt alltäglich praktiziert wird, befanden sich die Marienthaler damals in einer ausweglosen Situation. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise war auch im weiteren Umkreis keinerlei Arbeit zu finden.

Die psychischen und sozialen Auswirkungen auf die betroffenen Menschen und das Leben in ihrem Dorf sind noch heute kaum vorstellbar und waren zu der damaligen Zeit in keinster Weise nachzuvollziehen. Darum entschloss sich eine österreichische Forschungsgruppe eben diese durch eine Studie zu erforschen. Die daraus entstandene Marienthal-Studie gehört zu den Klassikern der sozialwissenschaftlichen Forschung und gilt durch ihren Methodenreichtum bis heute als vorbildliche empirische Studie.

Die folgende Arbeit soll genau diese Studie hinsichtlich Ihrer herausragenden Forschungsmethoden untersuchen. Im Fokus sollen dabei die angewandten qualitativen Methoden stehen, welche von den quantitativen abgegrenzt und anschließend hinsichtlich der ethischen Aspekte sowie Ihrer Anwendbarkeit in der heutigen Zeit bewertet werden sollen.

2 Hintergründe

Bevor die Marienthal-Studie im Detail erläutert wird, sollen zu Beginn die Hintergründe dieser Studie aufgeführt werden, um so ein grundsätzliches Verständnis für die Studie zu erlangen. Hierzu soll zuerst die Geschichte des Ortes Marienthal kurz angerissen werden, bevor anschließend die wichtigsten Teammitglieder, hinsichtlich Ihres Werdegangs und der sich daraus ableitenden Qualifikation für das Projekt, vorgestellt werden.

2.1 Der Ort: Marienthal – Das Industriedorf

Marienthal bezeichnet heute einen Ortsteils von Gramatneusiedl in Niederösterreich, was wenige Kilometer östlich von Wien gelegen ist. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand Marienthal als Arbeitersiedlung rund um die 1830 von Hermann Todesco errichtete Textilfabrik. Diese entwickelte sich über die Jahre zu einer der größten Textilfabriken der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, weshalb die Fabrik immer wieder um neue Abteilungen und Gebäude erweitert wurde. Durch die Errichtung einer Spinnerei, Karderie und Weberei ab 1845, bot die Fabrik um 1858 bereits ca. 1000 Menschen einen Arbeitsplatz. Um den Beschäftigten ein Leben nahe ihres Arbeitsplatzes zu ermöglichen, wurde im Laufe der Jahre mit dem Bau einer Arbeitersiedlung begonnen, welche im Dezember 1931 (zu Beginn der Forschungsstudie, Anm. d. A.) 1486 Menschen in 478 Familien bewohnten.[5]

2.2 Das Forschungsteam

Das Forschungsteam umfasste insgesamt neun Forscherinnen und sechs Forscher sowie zwei nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter, welche sich in das Leben der Marienthaler integrierten. Dabei wechselten die Teammitglieder aber je nach Bedarf und der gerade benötigten Qualifikation.[6] An der Spitze des Teams standen mit Lazarsfeld, Jahoda und Zeisel die Entwickler der Studie und späteren Autoren des Buches ‘Die Arbeitslosen von Marienthal‘.[7] Diese drei sollen im Folgenden kurz näher vorgestellt werden, um den persönlichen Hintergrund und die Vorgehensweise der Studie besser bewerten zu können.

Paul Felix Lazarsfeld (1901-1976) wurde am 13.Februar 1901 in Wien geboren. Dort besuchte er das Gymnasium, wo er in der ‘Vereinigung Sozialistischer Mittelschüler‘ führend aktiv war. Dieser Vereinigung blieb er auch während seines Mathematikstudium an der Universität Wien treu. Nachdem er sein Studium 1924 mit der Promotion abgeschlossen hatte, nahm er ein Post-Graduierten-Studium in Frankreich auf. 1927 gründete und leitete er in Wien die 'Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle'. Kurz bevor die Marienthal-Studie begann, arbeitete er als Forschungsassistent für Karl und Charlotte Bühler am Psychologischen Institut der Universität Wien. 1933 ging er mit einem Rockefeller-Stipendium in die USA, wo er aufgrund der politischen Entwicklung in Österreich 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. In den USA begleitete er als Professor verschiedene Lehrstühle ehe er am 30.August 1973 in den USA verstarb. Lazarsfeld Arbeiten zur Methodenlehre der empirischen Sozialforschung trugen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der quantitativen Analyse sozialer und politischer Prozesse bei.[8]

Marie Jahoda (1907-2001) wurde am 27.01.1907 in Wien als Kind zweier jüdischer Eltern geboren. Als Schülerin engagierte sie sich in der Vereinigung Sozialistischer Mitschüler, wobei sie zeitweise sogar den Vorsitz der ‘Vereinigung Sozialistischen Mittelschüler‘ Österreichs bekleidete. Nach Ihrem Abitur im Jahre 1926 begann sie ein Studium an der Pädagogischen Akademie Wiens, welches sie zwei Jahre später mit dem Examen abschloss. Parallel dazu studierte sie Psychologie an der Universität Wien, was sie 1932 mit der Promotion bei Charlotte Bühler über eine empirische Lebenslaufstudie beendete. Von 1926 bis 1934 war Jahoda mit Paul Lazarsfeld verheiratet. 1933 übernahm sie die Leitung der 'Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle', welche von Lazarsfeld gegründet worden war. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung begann für sie mit dem Beginn des Nazi-Regimes eine sehr stürmische Zeit. 1936 wurde Jahoda wegen illegaler Tätigkeit in der sozialdemokratischen und sozialistischen Bewegung verhaftet. Sie wurde 1937 aufgrund politischer Interventionen, vor allem aus Großbritannien und Frankreich, und unter Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft entlassen und siedelte nach Großbritannien über, wo sie unter anderem einige Feldforschungen in Wales betrieb. In den folgenden Jahren siedelte sie zuerst in die USA über, wo sie u.a. an einer Teilstudie der ‚Studies in prejudice‘ beteiligt war und Mitverfasserin eines mehrfach aufgelegten Methodenlehrbuches zur empirischen Sozialforschung wurde. 1958 kehrte sie nach Großbritannien zurück, wo sie bis zu ihrer Emeritierung im Jahre 1973 u.a. Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Sussex war. Dort verstarb sie im Jahre 2001.[9]

Hans Zeisel (1905-1992) wurde am 01.12.1905 in der heutigen Tschechoslowakei geboren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Wien und schloss dieses Studium 1927 als Doktor der Rechtswissenschaften ab. Er war Mitglied der ‘Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs‘ und Mitbegründer der 'Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle' in Wien. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Marktforscher arbeitete er von 1936 bis 1938 als Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Wien. 1938 emigrierte er in die USA, wo er 1943 Lehrbeauftragter für Ökonomie und Statistik an der Universität New York wurde. 1953 wurde er dann Professor für Statistik, Recht und Soziologie an der Universität in Chicago, wo er am 07.März 1992 verstarb. Zeitlebens war Zeisel Mitglied in zahlreichen amerikanischen statistischen und soziologischen Verbänden.[10]

Bezüglich der Zusammensetzung des Forschungsteams fallen 2 Besonderheiten auf, die für ein Bewertung der Motive und Vorgehensweisen der Studien sehr relevant sind. Fast alle Beteiligten des Projektteams gehörten der österreichischen Sozialdemokratie an und waren Mitglieder der ‘Vereinigung sozialistischer Mittelschüler‘.

2.3 Anlass der Studie

Bevor im 3. Kapital die angewandten Methoden im Einzelnen analysiert werden, soll kurz die Entstehen der Idee zu dieser Studie näher beleuchtet werden. Begonnen werden soll dabei mit der Erklärung, warum Marienthal als perfekter Ort für die Studie vorgeschlagen wurde.

2.3.1 Ein ganzes Dorf wird arbeitslos

Wie bereits erwähnt, entwickelte sich das Dorf Marienthal rund um die 1830 von Hermann Todesko gegründete Flachsspinnerei, welche sich im Laufe der Jahre zu einer der größten Textilfabriken der Österreichisch-Ungarischen Monarchie entwickelte. Durch die Auflösung der Doppelmonarchie, welche am 31. Oktober 1918, mit dem Austritt Ungarns aus der Union besiegelt wurde, verlor die Textilfabrik den größten Teil ihrer Absatzmärkte in Ungarn und auf dem Balkan.[11] Aufgrund dieser Einbußen auf dem Absatzmarkt kam es 1926 zur Entlassung der Hälfte der Belegschaft. Drei Jahre später, 1929, gut ein halbes Jahr vor Beginn der Weltwirtschaftskrise, wurden dann die Spinnerei, Druckerei sowie die Bleiche stillgelegt, bevor mit Stilllegung der Weberei im Februar 1930 das endgültige Aus der Textilfabrik besiegelt war. Dadurch war nun das ganze Dorf, welches ausschließlich als Wohnort für die Arbeiter der Textilfabrik diente, arbeitslos. Zwar wurden wenige Tage nach der Schließung noch einmal sechzig Mann damit beauftragt, die Gebäude der Textilfabrik abzureißen, jedoch stellte dies auch nur eine zeitlich beschränkte Arbeit dar. Da es zu dieser Zeit, als Folge der Weltwirtschaftskrise, weder in Wien noch in der näheren Umgebung genügend Arbeit gab, sollten die Marienthaler für lange Zeit arbeitslos blieben.[12]

2.3.2 Entstehungskontext der Marienthal-Studie

Die Entstehung dieses klassischen Werkes der modernen Soziologie ist zu einem großen Teil Otto Bauer, dem damaligen Führer der österreichischen Sozialdemokratie, zu verdanken. Lazarsfeld, Jahoda und Zeisel waren politisch sehr aktive Sozialdemokraten, welche mit ihrem sozialpsychologischen Wissen gerne auch etwas Nützliches für die Arbeiterschaft beitragen wollten. Ursprünglich sollte im Nachgang zu dem im Zuge der Revolution von 1918 erkämpften 8 Stundentag die Veränderung der Freizeitaktivitäten der Arbeiterschaft untersuchen werden. Allen voran Lazarsfeld begann somit Pläne für eine sozialwissenschaftliche Untersuchung der Freizeitgestaltung zu entwickeln, um damit herauszufinden, was die Arbeiter mit Ihrer Freizeit anfingen und ob diese eventuell besser gestaltet werden könnte.[13] Otto Bauer war jedoch von diesen Plänen, insbesondere aufgrund der zu dieser Zeit drückenden Arbeitslosigkeit, wenig angetan. Er schlug stattdessen vor, eine empirische Studie über die Folgen langandauernder Arbeitslosigkeit durchzuführen und lieferte mit Marienthal auch gleich den passenden Ort der Studie.[14]

3 Die Marienthal - Studie

3.1 Grundkonzept der Studie

Nachdem nun die wichtigsten Hintergrundinformationen zu der Studie erläutert wurden, soll im Folgenden das Grundkonzept der Studie dargestellt werden. Zu Beginn einer Studie stellt sich immer die Frage nach dem Was soll untersucht werden? und Wie soll diese Untersuchung durchgeführt werden?

3.1.1 Forschungsfragen

Ziel der Untersuchung war es, die psychischen und sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit auf die Betroffenen zu ermitteln. Untersuchungsgegenstand sollte dabei aber nicht der einzelne Arbeitslose sondern vielmehr deren Gesamtheit als Dorfgemeinschaft sein.[15] Zwei Hauptfragen standen im Fokus des Interesses: Die Stellung zur Arbeitslosigkeit sowie die Wirkungen der Arbeitslosigkeit. Zu jeder der beiden Hauptfragen wurden wiederum Unterfragen (siehe Anhang 1) formuliert, wie. z.B. Wie war die erste Reaktion auf die Arbeitslosigkeit? oder Welche Wirkungen hat diese auf den physischen Zustand der Bevölkerung?[16]

3.1.2 Gang der Untersuchung

Bezüglich der Durchführung der Studie sah sich die Forschungsgruppe mit zwei zentralen Problemen konfrontiert.

Zu einem stellte sich die Frage, wie man auf die Marienthaler Bürger zugehen sollte. Den Beteiligten war bewusst, dass die Marienthaler, besonders in ihrer misslichen Lage, wenig Verständnis dafür gehabt hätten als Forschungsobjekt zu fungieren. Darüber hinaus widerstrebte diese Vorgehensweise den Gruppenmitgliedern. Somit entschloss man sich dazu, dass sich jeder durch irgendeine auch für die Bevölkerung nützliche Funktion in das Gesamtleben natürlich einfügen sollte.[17]

Zum anderen war es von äußerster Wichtigkeit im Sinne der Wissenschaft strengste Objektivität zu bewahren, gerade weil sich jeder darüber im Klaren war, dass der Bericht für große Aufregung auf die damalige Politik sorgen würde. Jeder der den Bericht liest, würde sich so zwangsläufig die Frage stellen, warum die damalige Regierung nichts gegen die Zustände in Marienthal unternommen hat. Um somit eine Beanstandung des Berichts durch die Regierung vorzubeugen, mussten alle Ergebnisse hieb und stichfest durch quantitative Daten fundiert sein, weshalb alle subjektiven Eindrücke, welche sich nicht anhand von Zahlen bestätigen ließen, auf ein Minimum reduziert wurden.[18]

3.2 Methoden zur Datenerhebung

Die Marienthal-Studie erlangte vor allem aufgrund ihrer Methodenvielfalt (siehe Anhang 2) weltweite Berühmtheit. Das Ziel des Forscherteams war es, dass bestimmte Verhaltensweisen nicht einfach nur gezählt, sondern die komplexen Erlebnisweisen empirisch erfasst und dadurch den Zusammenschluss von Statistik und sozialer Reportage geschaffen werden.[19] Die Studie verwendet dabei sowohl qualitative, quantitative als auch eine kombinatorische Anwendung der Methoden, welche vorwiegend hinsichtlich der Reaktivität der Dorfbewohner unterschieden wurden. Aufgrund der Vielzahl der Methoden sollen diese nachfolgend kurz beispielhaft aufgezeigt werden.

3.2.1 Nicht-reaktive Techniken

Die Nicht-reaktiven Erhebungsmethoden sind dadurch gekennzeichnet, dass der Proband nicht weiß, dass er Gegenstand einer Datenerhebung ist. Diese Technik wird vorwiegend in Form von verdeckten Beobachtungen oder Datenanalysen angewandt und zeichnet sich dadurch aus, dass die Erhebungsperson, basierend auf ihre Unwissenheit über ihre Rolle, keinerlei bewusste Verfälschung der Inhalte vornehmen kann.[20]

Auswertung amtlicher Statistiken

Um zu Beginn der Studie einen generellen Überblick über den Forschungsort und seiner Einwohner zu erhalten, wurden allgemeine Bevölkerungsstatistiken ausgewertet. Diese sollten z.B. Aufschluss darüber geben, wie viele Männer und Frauen im Dorf lebten.[21]

Später sollten u.a. auch die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die politische Aktivität sowie Gesinnung untersucht werden. Um hierzu fundierte Aussagen tätigen zu können, wurden vom Team allgemeine Wahlstatistiken ausgewertet, welche Erkenntnisse über mögliche Veränderung der Wahlbeteiligung sowie politische Gesinnung geben sollte.[22]

Dokumentenanalyse

Eine zweite Form der nicht-reaktiven Technik stellte die Dokumentenanalyse dar, welche in verschiedensten Formen Anwendung fand. Beispielweise wurde das veränderte Konsumverhalten der Marienthaler anhand der Umsatzentwicklungen, welche in den Geschäftsbüchern nachverfolgt werden konnte, nachgewiesen. Diese brachten u.a. die Erkenntnis hervor, dass beispielsweise der Konsum von billigen Lebensmitteln im Laufe der Jahre zunahm, während Luxusgüter wie Butter stark verringert wurden.[23]

[...]


[1] Vgl. Bundesagentur für Arbeit, 2013., o.S.

[2] Vgl. Volkwagen AG, 2011, o.S.

[3] Vgl. Wolfsburg, 2012, S. 2

[4] Vgl. Müller, 2008, S. 163

[5] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1960, S. 11 ff.

[6] Vgl. Müller, 2008, S. 312

[7] Vgl. Müller, 2008, S. 312

[8] Vgl. Müller, 2008, S. 321 ff.

[9] Vgl. Müller, 2008, S. 314 ff.

[10] Vgl. Müller, 2008, S. 328 ff.

[11] Vgl. Geschichte Österreichs, o.J., o.S.

[12] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, S. 32 ff.

[13] Vgl. Neurath, 1991, S. 2 f.

[14] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, S. 14

[15] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, 25

[16] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, S. 30

[17] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, S. 28

[18] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1975, S. 25

[19] Vgl. Jahoda/ Lazarsfeld/ Zeisel, 1960, XVI

[20] Vgl. Bortz/ Döring, 2002, S.325

[21] Vgl. Johada/ Lanzarsfeld/ Zeisel, 1960, S. 14

[22] Vgl. Johada/ Lanzarsfeld/ Zeisel, 1960, S. 43 ff.

[23] Vgl. Johada/ Lanzarsfeld/ Zeisel, 1960, S. 31

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Marienthal-Studie. Eine Untersuchung der qualitativen Methoden
Hochschule
Privatuniversität Schloss Seeburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V232420
ISBN (eBook)
9783656489337
ISBN (Buch)
9783656492993
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
marienthal-studie, eine, untersuchung, methoden
Arbeit zitieren
Bachelor Robert Hesse (Autor), 2013, Die Marienthal-Studie. Eine Untersuchung der qualitativen Methoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232420

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