Beratung bei Dyspnoe aufgrund chronisch obstruktiver Lungenerkrankung im Kontext pflegerischen Handelns


Hausarbeit, 2013

11 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

1 Die Dyspnoe bei COPD

2 Pflegerische Maßnahmen im akuten Fall

3 Die Beratung

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, kurz COPD, ist nach Schäfer et al. (2009) ein „Sammelbegriff für chronisch-entzündliche Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, die mit einer Atemwegsobstruktion einhergehen“. Dieser Begriff beinhaltet die chronisch obstruktive Bronchitis und das obstruktive Lungenemphysem. Die COPD tritt zumeist erst im fortgeschrittenen Lebensalter auf, ist progredient und die Patientinnen/Patienten sind überwiegend Raucher/innen (Schäfer et al., 2009). In dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung soll der Schwerpunkt auf die Beratung von Patienten/Patientinnen mit öfter auftretender Dyspnoe, aufgrund einer fortgeschrittenen chronischen Bronchitis, und deren Angehörigen liegen. Zuerst soll das Symptom Dyspnoe kurz erläutert werden. Dem schließen sich begründete pflegerische Interventionen an, um die Patientin/den Patienten bei plötzlich auftretender Dyspnoe zu unterstützen und der Atemnot entgegenzuwirken. Das letzte Kapitel behandelt dann die eigentliche Beratung, wobei die ersten beiden Abschnitte der fachspezifische Anteil in der beratenden Tätigkeit sind.

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil ich als examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger in der Heimbeatmungspflege täglich mit dieser Erkrankung und dessen Symptom zu tun habe. Da das Themenfeld Beratung und Anleitung schon ein wesentlicher Bestandteil meiner Berufsausbildung war und auch im Hinblick auf meine zukünftige Arbeit als Pflege- und Gesundheitsmanager, erscheint es mir wichtig, meinen Horizont diesbezüglich zu erweitern.[1]

1 Die Dyspnoe bei COPD

Die Dyspnoe, als häufigstes Symptom der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung, ist eine „mit subjektiver Atemnot einhergehende Erschwerung der Atemtätigkeit, i. d. R. mit sichtbar verstärkter Atemtätigkeit (…) als Ausdruck einer Atmungsinsuffizienz (…)“ (de Gruyters Lexikonredaktion, 2002). Sie wird dabei in vier Schweregrade eingeteilt: Grad eins beinhaltet eine Atemnot bei größerer physischer Anstrengung, im zweiten Grad tritt die Atemnot bei langsamen Gehen auf, im dritten Grad reichen schon leichte Tätigkeiten, um das Gefühl, unzureichend Luft zu bekommen, auszulösen. Man spricht bei den ersten drei Graden auch von Belastungsdyspnoe. Grad vier ist die auftretende Atemnot im Ruhezustand, auch als Ruhedyspnoe bezeichnet (Schoppmeyer, 2007). Bei bestehender COPD können die Ursachen für eine auftretende Dyspnoe mannigfaltig sein: Durch eine Schleimhautschwellung, zähes Trachealsekret, einer Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur, einem Kollaps instabiler Atemwege oder einer Verengung der Trachea kann der Luftstrom bei der Ein- und Ausatmung behindert werden; durch eine verringerte Gasaustauschfläche, aufgrund von zerstörten Lungenbläschen, wird weniger Sauerstoff aufgenommen und weniger Kohlendioxid abgegeben. Aus allen aufgeführten Ursachen ergeben sich ein Sauerstoffdefizit und ein Übermaß an Kohlendioxid im Körper (Frensch, undatiert). Weitere Ursachen können der Psyche des Betroffenen zu Grunde liegen, z.B. Atemnot durch Aufregung, Angst oder bei einer Hyperventilationstetanie, also einer psychosomatischen Reaktionsform auf Konflikte, wobei unbewusst und kontinuierlich leicht hyperventiliert wird (Schoppmeyer, 2007; Baenkler, 2001; Hüter-Becker und Dölken, 2005).

Es bleibt festzuhalten, dass die Dyspnoe bei Patientinnen/Patienten mit COPD (und auch allgemein) ein ernstzunehmendes Symptom darstellt, dass in verschiedenen Schweregraden auftreten kann und durch somatische und/oder psychische Ursachen ausgelöst wird. Um bei einer akuten Atemnot wirksam zu reagieren, kann pflegerisch und medizinisch interveniert werden. Im folgenden Kapitel wird der Fokus auf die pflegerischen Aspekte gelegt, soweit diese von den medizinischen differenzierbar sind, da auch Überschneidungen möglich sind. Diese Interventionen haben auch in der Beratung eine große Bedeutung.

[...]


[1] In vorliegender Arbeit wird durchgehend eine geschlechterneutrale Schreibweise gewählt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Beratung bei Dyspnoe aufgrund chronisch obstruktiver Lungenerkrankung im Kontext pflegerischen Handelns
Hochschule
Hochschule Bremen
Veranstaltung
Pflege- und Gesundheitsmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V232650
ISBN (eBook)
9783656493792
ISBN (Buch)
9783656493686
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kleine Hausarbeit im Modul Beratung
Schlagworte
beratung, dyspnoe, lungenerkrankung, kontext, handelns
Arbeit zitieren
Timm-Oliver Lübben (Autor), 2013, Beratung bei Dyspnoe aufgrund chronisch obstruktiver Lungenerkrankung im Kontext pflegerischen Handelns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232650

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