Es herrscht in vielen Unternehmen noch ein starkes Ungleichgewicht zwischen Männer- und Frauenbeschäftigung auf Führungsebene.
Die alte Behauptung, ein Unternehmen mit einem Mann an der Spitze werde besser geführt, gilt in vielen Firmen immer noch als Standard.
Doch stimmt es wirklich, dass Männer besser führen als Frauen oder ist dies ein weit überholter Mythos?
Diese Arbeit analysiert die Ergebnisse aus aktuellen Studien und soll die Frage klären, ob Unternehmen mit Frauen im Topmanagement nun wirklich erfolgreicher wirtschaften als welche ohne. Welcher Führungsstil zu dem Erfolgsrezept eines Unternehmns beiträgt, ist ebenfalls Bestandteil des Werkes.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 THEORIE: MÄNNER SIND DIE BESSEREN FÜHRUNGSKRÄFTE
2.1 Männliche Erfolgsattribute
2.2 Führungsstile im Vergleich – Mann vs. Frau
2.3 Branchen mit starker Frauenquote und Branchen mit starker Männerquote
3 SIND UNTERNEHMEN MIT FRAUEN IM TOPMANAGEMENT ERFOLGREICHER? – ÜBERBLICK FORSCHUNGSERGEBNISSE
3.1 McKinsey & Company
3.2 Ernst & Young
3.3 Catalyst
3.4 Pepperdine University
3.5 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
3.6 Langzeitstudie von Christian L. Dezsö und David Gaddis Ross
3.7 Kritik an den Studien
3.8 Erfolgreiche Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen
3.9 Gründe für den Frauenmangel
3.10 Ausblick: Frauen als Erfolgsfaktor
4 LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN
4.1 Was Frauen unternehmen können
4.2 Was Unternehmen bewirken können
4.3 Wie der Staat eingreifen kann
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede in Führungsstilen und analysiert, ob eine stärkere Präsenz von Frauen in Topmanagement-Positionen den Unternehmenserfolg messbar steigert. Dabei wird der aktuelle Forschungsstand kritisch reflektiert, Barrieren für Frauen identifiziert und politische sowie unternehmerische Lösungsansätze aufgezeigt.
- Vergleich männlicher und weiblicher Führungsattribute und -stile
- Analyse internationaler Studien zum Zusammenhang zwischen Gender Diversity und Unternehmenskennzahlen
- Identifikation struktureller Hindernisse, wie die "gläserne Decke"
- Diskussion von Handlungsoptionen für Unternehmen und Politik zur Frauenförderung
Auszug aus dem Buch
3.1 McKinsey & Company
Die erfolgreiche Studienreihe Women Matter des weltweit bekannten Wirtschaftsunternehmens McKinsey & Company beschäftigt sich mit der Thematik, wie der Erfolg eines Unternehmens sich im Zusammenhang mit Frauen im Topmanagement verhält. Unterteilt sind die Studien in vier verschiedene Forschungsreihen.
Women Matter 1
Diese Studie untersuchte 2007 den Zusammenhang zwischen der Performance eines Unternehmens und dem Frauenanteil in der Führungsposition.
Um die Analyse so genau wie möglich zu gestalten, betrachtet McKinsey nur die europäischen Firmen, die den höchsten Frauenanteil im Spitzenmanagement haben. Sie überragen die anderen Firmen in den Bereichen: Kapitalrendite (11,4% vs. 10,3%), Betriebsergebnis (EBIT: 11,1% vs. 5,8%) und Aktienkursanstieg zwischen 2005-2007 (64% vs. 47%).
Die Organisationsfähigkeit wurde an folgenden Kriterien gemessen: Führung, Richtung, Umfeld und Werte, Fähigkeiten, Außenorientierung, Koordination und Kontrolle, Innovation und Motivation, Verantwortlichkeit. Bei jedem dieser Kriterien schnitten die Unternehmen mit einem Frauenanteil in der Führung besser ab, als solche ohne.14
Das Ergebnis zeigt, dass Unternehmen mit einem Mixed Leadership (übersetzt: gemischtes Führungsteam) in der Führung erfolgreicher sind, als solche ohne. Sie sind nicht nur finanziell besser aufgestellt, sondern auch besser organisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen ein und skizziert das Ziel der Untersuchung.
2 THEORIE: MÄNNER SIND DIE BESSEREN FÜHRUNGSKRÄFTE: Dieses Kapitel vergleicht männliche und weibliche Führungsattribute sowie unterschiedliche Verhaltensweisen im Management.
3 SIND UNTERNEHMEN MIT FRAUEN IM TOPMANAGEMENT ERFOLGREICHER? – ÜBERBLICK FORSCHUNGSERGEBNISSE: Eine vergleichende Analyse verschiedener internationaler Studien, die den Zusammenhang zwischen Frauenanteil und Unternehmenskennzahlen beleuchten.
4 LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN: Dieses Kapitel erarbeitet Ansätze für Frauen, Unternehmen und den Staat, um den Frauenanteil in Führungsebenen zu erhöhen.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Relevanz von Vielfalt und gemischten Führungsteams für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Frauen im Topmanagement, Unternehmenserfolg, Gender Diversity, Führungsstil, Mixed Leadership, gläserne Decke, Frauenquote, Personalmanagement, Unternehmensperformance, Führungskräfte, Personalentwicklung, Frauenförderung, Karriere, Management, Wirtschaftspsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob eine geschlechtergemischte Besetzung in Topmanagement-Etagen einen positiven Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen der Vergleich von Führungsstilen, die Auswertung empirischer Studien zur Unternehmensperformance sowie die Identifikation von Barrieren für Frauen und Lösungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine kritische Analyse des aktuellen Forschungsstandes zu klären, ob Frauen als Erfolgsfaktor im Management gelten können und welche Maßnahmen ihren Aufstieg fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene internationale Studien sowie wirtschaftliche Daten systematisch gegenübergestellt und kritisch gewürdigt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Führungsstile, eine detaillierte Auswertung namhafter Studien zu Gender Diversity und eine Analyse der Gründe für den Frauenmangel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Mixed Leadership, gläserne Decke, Frauenquote, Unternehmenserfolg und Gender Diversity.
Wie unterscheidet sich laut Arbeit der weibliche Führungsstil vom männlichen?
Der weibliche Stil wird oft als netzwerkorientiert und teambezogen beschrieben, während der männliche Stil eher als hierarchisch und kontrollfokussiert charakterisiert wird.
Was ist mit dem Begriff "gläserne Decke" gemeint?
Damit werden unsichtbare strukturelle und gesellschaftliche Barrieren beschrieben, die Frauen trotz entsprechender Qualifikation daran hindern, in höchste Führungspositionen aufzusteigen.
Welche Rolle spielt die Deutsche Telekom im Kontext der Arbeit?
Die Deutsche Telekom wird als positives Beispiel angeführt, da sie als erstes DAX-Unternehmen eine Frauenquote einführte und Frauen strategisch als Erfolgsfaktor integriert.
- Quote paper
- Simone Schäfer (Author), 2013, Sind Unternehmen mit Frauen im Topmanagement erfolgreicher?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232737