„Price is what you pay; value is what you get.” Dieses Zitat des US-amerikanischen
Großinvestors Warren Buffett verdeutlicht, dass Preis und Wert eines Objekts mitnichten
immer identisch sein müssen. Um z.B. den angemessenen Wert eines Unternehmens beurteilen zu können, existiert eine Vielzahl von Bewertungsansätzen. Jeder dieser Ansätze hat Vor- und Nachteile, deren Ausprägung von der individuellen Situation der Begutachtung eines Unternehmens abhängen können.
Im vorliegenden Beispiel geht es um die Bewertung der Smart Metering GmbH (SMART), die sich in einem noch vorwettbewerblichen Status befindet und zukünftig Umsätze mit dem Verkauf von Smart Metering Technologie erzielen möchte. Zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs strebt das vierköpfige Gründerteam eine Barkapitalerhöhung des Eigenkapitals von mindestens 500.000 EUR gegen Erteilung von Unternehmensanteilen an. Als mögliche Kapitalgeber sollen spezialisierte, private Investoren wie Business Angel, Venture-Capital-Gesellschaften oder strategische Investoren angesprochen werden. Zusätzliches Kapital ist vor dem Hintergrund notwendig, dass SMART neben dem Stammkapital von 100.000 EUR und einem in die Firma eingebrachten Verfahrenspatent zum Durchrouten von Verbrauchsdaten vom Stromverbraucher zum Energieversorger über kein Sachvermögen außer Büroeinrichtung
verfügt. Daneben sind seit Unternehmensgründung bereits Entwicklungskosten, unter anderem 350.000 EUR für die Programmierung der Smart Meter-Firmware, angefallen. Ziel dieser Seminararbeit soll die Diskussion unterschiedlicher Bewertungsansätze am konkreten Beispiel der anstehenden Finanzierungsrunde von SMART sein. Aus Platzgründen erfolgt hierbei eine Eingrenzung der Betrachtung auf die gängigsten Bewertungsmethoden in der wissenschaftlichen Debatte.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen ausgewählter Bewertungsmethoden
2.1 Übersicht der Bewertungsmethoden
2.2 Nicht geeignet erscheinende Bewertungsansätze für SMART
2.3 Grundsätzlich geeignet erscheinende Bewertungsansätze für SMART
3 Nähere Analyse SMARTs
3.1 Untersuchung des Unternehmens über das Multiplikatorverfahren
3.2 Kritische Reflexion zur Verbesserung der Verhandlungssituation
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Internetquellen
Häufig gestellte Fragen
Welche Methoden eignen sich zur Bewertung eines Technologie-Startups?
Die Arbeit diskutiert gängige Ansätze wie das Multiplikatorverfahren und prüft die Eignung verschiedener Methoden für Unternehmen in der frühen Vorwettbewerbsphase.
Warum sind traditionelle Bewertungsansätze für Startups oft ungeeignet?
Da Startups wie SMART oft kaum Sachvermögen besitzen und noch keine stabilen Umsätze erzielen, liefern substanzwertorientierte Verfahren meist keine realistischen Werte.
Was ist das Multiplikatorverfahren?
Beim Multiplikatorverfahren wird der Unternehmenswert durch den Vergleich mit ähnlichen Unternehmen am Markt und der Anwendung bestimmter Kennzahlen (Multiplikatoren) ermittelt.
Welche Rolle spielen immaterielle Werte wie Patente bei der Bewertung?
Für Technologie-Startups sind Patente (wie das Verfahrenspatent der SMART GmbH) oft der zentrale Werttreiber, da sie die zukünftige Marktposition sichern.
Wie können Gründer ihre Verhandlungsposition gegenüber Investoren verbessern?
Die Arbeit reflektiert kritisch, wie eine fundierte Analyse der Bewertungsmethoden und eine klare Darstellung der Potentiale die Argumentation in Finanzierungsrunden stärken kann.
- Arbeit zitieren
- Mike Donner (Autor:in), 2013, Diskussion von Bewertungsansätzen anhand einer Unternehmensbewertung für die Finanzierungsrunde eines Technologie-Start-ups (Startup), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232864