Neben der Erkenntnis in Unternehmen, dass Führungskräfte heutzutage nicht mehr ausschließlich über Fachwissen, sondern auch über soziale Kompetenzen verfügen sollen, dringt diese auch in den Bereich der öffentlichen Verwaltung ein und stellt die Personalverantwortlichen vor die Frage, ob und wie soziale Kompetenz die vorhandenen Führungsstile beeinflussen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Ansichten
3 Kompetenz
3.1 Sozial-Kommunikative Kompetenz
4 Sozial-kommunikative Kompetenz in Führungsstilen
4.1 Autoritärer Führungsstil
4.2 Kooperativer Führungsstil
5 Praxisbeispiel
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von sozial-kommunikativen Kompetenzen für Führungskräfte, insbesondere innerhalb des Verwaltungssektors, und analysiert deren Einfluss auf unterschiedliche Führungsstile sowie deren Anwendung in der Praxis.
- Grundlagen von Kompetenzen und sozial-kommunikativen Fähigkeiten
- Analyse des autoritären Führungsstils
- Analyse des kooperativen Führungsstils
- Praktische Anwendung im militärischen Kontext
- Bedeutung der situativen Führung
Auszug aus dem Buch
4. Sozial-kommunikative Kompetenz in Führungsstilen
Abhängig von den angewendeten Führungsstilen kann man erkennen, welche Rolle die sozial-kommunikative Kompetenz besitzt. Nachfolgend soll auf zwei verschiedene Führungsstile eingegangen werden.
4.1 Autoritärer Führungsstil
Beim autoritären Führungsstil ergehen die Weisungen klar nach dem Top-Down Prinzip. Die Führungskraft entscheidet alleine, ohne Mitarbeiter nach deren Meinung zu fragen. Dieser Führungsstil erfordert Fachwissen und vor allem Selbstbewusstsein des Führenden.
Die Vorteile, gerade im Aufgabenfeld der Bundeswehr, sind eine relativ rasche Entscheidungsfindung und schnelle Ausführung der Entscheidungen. Dadurch kann besonders schnell auf sich ändernde Gegebenheiten reagiert werden. Auch sind hier die Kompetenzen klar definiert und die Entscheidungswege sind jedem Mitarbeiter bekannt.
Nachteile des autoritären Führungsstils sind vorrangig die mangelnde Motivation durch fehlendes Einbringen kreativer Ideen der Untergebenen. Außerdem birgt der autoritäre Führungsstil immer die Gefahr von Fehlentscheidungen, wenn die Führungskraft inkompetent oder überfordert ist. Die sozial-kommunikative Kompetenz, in Gestalt der kreativen und kooperativen Auseinandersetzung mit Mitarbeitern, tritt bei diesem Führungsstil in den Hintergrund.
4.2 Kooperativer Führungsstil
Bei diesem Führungsstil bezieht der Vorgesetzte seine Mitarbeiter in das Arbeitsgeschehen mit ein. Er erlaubt Diskussionen und erwartet sachliche Unterstützung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung sozialer Kompetenzen für Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung.
2 Theoretische Ansichten: Dieses Kapitel erläutert den Bedarf an sozial-kommunikativer Kompetenz im Dienstleistungssektor aufgrund von Teamarbeit und Kundenorientierung.
3 Kompetenz: Es wird der Begriff der Kompetenz als Mischung aus Fähigkeiten definiert und vom "kompetenten Verhalten" abgegrenzt.
3.1 Sozial-Kommunikative Kompetenz: Dieser Unterpunkt beschreibt die Fähigkeit, einzelne Kompetenzen zur Handlungskompetenz zu vereinen, um kooperativ Ziele zu entwickeln.
4 Sozial-kommunikative Kompetenz in Führungsstilen: Das Kapitel führt in die Abhängigkeit zwischen Führungsstil und dem Einsatz sozialer Kompetenzen ein.
4.1 Autoritärer Führungsstil: Es werden die Vorteile (Schnelligkeit) und Nachteile (mangelnde Motivation) dieses Stils sowie der Rückzug sozialer Kompetenz dargestellt.
4.2 Kooperativer Führungsstil: Das Kapitel beschreibt diesen Stil als partizipativ und hebt die Bedeutung der Einbindung von Mitarbeitern hervor.
5 Praxisbeispiel: Anhand des militärischen Einsatzes wird die situative Notwendigkeit sowohl autoritärer als auch kooperativer Führungselemente verdeutlicht.
6 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass sozial-kommunikative Kompetenz für situatives Führen unverzichtbar ist, ihre Ausprägung jedoch stark durch situative Bedingungen modifiziert wird.
Schlüsselwörter
Sozial-kommunikative Kompetenz, Führungsstil, Verwaltung, Teamfähigkeit, Kooperativer Führungsstil, Autoritärer Führungsstil, Handlungskompetenz, Führungskraft, Mitarbeiterorientierung, Motivation, Situatives Führen, Bundeswehr, Entscheidungsfindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sozial-kommunikative Kompetenzen das Handeln von Führungskräften beeinflussen und welche Rolle sie innerhalb verschiedener Führungsstile spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Führungstheorie, Kompetenzmodelle, der Vergleich von autoritären und kooperativen Führungsstilen sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, ob und wie soziale Kompetenzen die vorhandenen Führungsstile in der öffentlichen Verwaltung beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Dienstvorschriften, ergänzt durch eine praktische Veranschaulichung anhand militärischer Führungsbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen zu Kompetenzen, die Charakteristika von Führungsstilen sowie deren konkrete Umsetzung in der Praxis analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen sozial-kommunikative Kompetenz, Führungsstil, Verwaltung, Motivation und situatives Führen.
Warum spielt der autoritäre Führungsstil laut Autor trotz Nachteilen eine wichtige Rolle?
In spezifischen Situationen wie Feindkontakt ermöglicht er eine rasche Entscheidungsfindung und klare Befehlsausführung, was für die Sicherheit entscheidend sein kann.
Welchen Stellenwert hat der kooperative Führungsstil in der Bundeswehr?
Er wird als „neuer“ Führungsstil verstanden, der den Untergebenen Handlungsspielräume und Mitverantwortung überträgt, um die Motivation und Kreativität zu fördern.
Inwiefern ist laut Fazit sozial-kommunikative Kompetenz situativ bedingt?
Die Anwendung ist von der Persönlichkeit des Vorgesetzten, der Positionsmacht, den situativen Bedingungen und den Qualifikationen der Mitarbeiter abhängig.
- Citation du texte
- Mathias Hirsch (Auteur), 2013, Die Bedeutung sozial kommunikativer Kompetenzen am Beispiel unterschiedlicher Führungsstile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232900