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Zeichen und Kommunikation

Title: Zeichen und Kommunikation

Seminar Paper , 2000 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Koßmann (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Summary Excerpt Details

Thema des Seminars war die „Semiotik räumlicher Orientierungsfelder.“ Die vorliegende
Arbeit soll daher zunächst einen Einblick in die Semiotik verschaffen. Es wird zuerst eine
kurze Einleitung gegeben, in welcher der Begriff der Semiotik näher definiert wird. In den
folgenden Ausführungen wird der Zeichenbegriff in den Mittelpunkt gestellt. Es soll geklärt
werden, was Zeichen sind und wie sie als Zeichen funktionieren können. Es folgen
Ausführungen über die Verbindung von Zeichen und Kommunikation, die eine Überleitung
zum Abschnitt sprachliche Zeichen darstellen, in welchem deren charakteristische Merkmale
herausgearbeitet werden. In diesem Teil der Arbeit sollen die wichtigsten Gesichtspunkte
verdeutlicht werden, die der Beschreibung von Zeichensystemen und damit auch der Sprache
zugrunde liegen.
Nach den Ausführungen über das sprachliche Zeichen soll nun eine Darstellung am
praktischen Beispiel erfolgen. Innerhalb des Seminars habe ich ein Referat über einen Aufsatz
von Dieter Wunderlich gehalten. Der Titel seiner Arbeit heißt „Wie analysiert man
Gespräche? Beispiel Wegauskunft“ und erschien 1978 in den Linguistischen Berichten Nr.
58.1 Er untersucht darin eine ganz bestimmte Gesprächsart – die der Wegauskunft.
Zunächst wird eine kurze Einführung in die allgemeine Gesprächsanalyse gegeben. Dem folgt
ein Ausblick auf die vorbereitenden Betrachtungen von Wunderlich. Im weiteren entwickelt
er eine vorläufige Hypothese, die es zu erläutern und zu überprüfen gilt. Wunderlich
verdeutlicht seine Ausführungen an 17 Beispielen, die hier leider nicht alle dargestellt und
erklärt werden können; es erfolgt jedoch eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung

II.) Semiotik

1.) Einleitung

2.) Der Begriff des Zeichens

3.) Drei Typen von Zeichen

4.) Zeichen und Kommunikation

III.) Das sprachliche Zeichen

IV.) Dieter Wunderlich: Wie analysiert man Gespräche? Beispiel Wegauskünfte.

1.) Einleitung

2.) Vorbereitende Betrachtungen

3.) Die Entwicklung einer vorläufigen Hypothese über das Interaktionsmuster

4.) Prüfung der Hypothese: Mögliche Reduktionen

5.) Prüfung und Differenzierung der Hypothese: Mögliche Expansionen

V. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die allgemeine Semiotik und untersucht deren Anwendbarkeit auf die sprachliche Kommunikation. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Zeichenbegriffs und der Zeichentypen zu erläutern, um anschließend am Beispiel der Gesprächsanalyse von Dieter Wunderlich aufzuzeigen, wie komplexe Interaktionsmuster in scheinbar banalen alltäglichen Gesprächssituationen strukturiert sind.

  • Grundlagen der Semiotik und Definition des Zeichenbegriffs
  • Klassifizierung von Zeichen in Ikon, Index und Symbol
  • Untersuchung der Verbindung von Zeichengebrauch und Kommunikation
  • Analyse des sprachlichen Zeichens nach de Saussure
  • Methodische Gesprächsanalyse am Beispiel von Wegauskünften

Auszug aus dem Buch

3.) Drei Typen von Zeichen

Peirce hat eine Einteilung von Zeichen vorgenommen, die hilfreich sein kann, die oben gestellten Fragen zu beantworten. Er nennt drei Typen von Zeichen, die sich in der Art ihres Bezugs auf den durch sie bezeichneten Gegenstand unterscheiden: Ikon, Index, Symbol. Ein Zeichen ist ein Index (oder Symptom), wenn es in einem Folge-Verhältnis zum Bezeichneten oder Gemeinten steht. Das heißt, das indexikalische Zeichen läßt Rückschlüsse auf etwas anderes zu. So wären beispielsweise rote Flecken ein Zeichen für Masern, Rauch für Feuer, Lachen für Freude, etc. Man spricht von einem Zeichen als Ikon (griech.: Bild), wenn seine Beziehung zum Gegenstand auf Ähnlichkeiten beruht. Ein Ikon steht zu seinem Objekt nicht in einer hinweisenden Beziehung, sondern in einer analogen. Bei symbolischen Zeichen hingegen beruht deren Beziehung zum Gegenstand weder auf einem Folgeverhältnis, noch auf Ähnlichkeit. Symbole sind bei Peirce „alle Zeichen, die ihr Objekt aufgrund einer Konvention bezeichnen.“ Die Beziehung zu seinem Objekt „ist nicht naturnotwendig, sondern beruht auf einer Gewohnheit, einer Regel, einer Konvention.“ In seinem Verständnis des Begriffs sind die Laut- und Schriftzeichen der menschlichen Sprachen fast ausschließlich Symbole. Diese knappe Beschreibung der drei Zeichentypen ist jedoch noch nicht ausreichend um zu klären, welche grundsätzlichen Bedingungen gegeben sein müssen, damit etwas sinnlich Wahrnehmbares zum Zeichen wird. Daher werden die Zeichentypen im Folgenden noch näher untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die thematische Hinführung von der allgemeinen Semiotik hin zur praktischen Anwendung der Gesprächsanalyse.

II.) Semiotik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Semiotik, untersucht die Grundlagen des Zeichenverhaltens und führt die drei fundamentalen Zeichentypen nach Peirce ein.

III.) Das sprachliche Zeichen: Hier wird das sprachliche Zeichen basierend auf dem Modell von de Saussure als bilaterales Gebilde aus Zeichenform und Zeicheninhalt analysiert.

IV.) Dieter Wunderlich: Wie analysiert man Gespräche? Beispiel Wegauskünfte.: Das Kernkapitel wendet die methodischen Ansätze der Gesprächsanalyse auf das spezifische Beispiel der Wegauskunft an und entwickelt ein phasenorientiertes Interaktionsmodell.

V. Schlußbemerkung: Die Schlußbemerkung fasst die erarbeiteten Thesen zusammen und bestätigt die Relevanz von Wunderlichs Phaseneinteilung für die Analyse von Wegauskünften.

Schlüsselwörter

Semiotik, Zeichen, Ikon, Index, Symbol, Kommunikation, Sprachwissenschaft, Gesprächsanalyse, Wegauskunft, Interaktionsmuster, de Saussure, Peirce, Dieter Wunderlich, Zeichenprozess, Kommunikationstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Semiotik und der Analyse von Zeichen sowie deren Anwendung auf sprachliche Kommunikationsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Zeichentheorie, die Differenzierung zwischen Ikon, Index und Symbol sowie die wissenschaftliche Untersuchung von Gesprächsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Semiotik zu erarbeiten und anhand des Beispiels der Wegauskunft zu zeigen, wie menschliche Kommunikation methodisch analysiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive linguistische Methode verwendet, die sich auf die Gesprächsanalyse und die Untersuchung von Interaktionsmustern stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des Zeichens nach Peirce und de Saussure sowie die praktische Analyse von Wegauskünften durch Dieter Wunderlich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Semiotik, Zeichen, Kommunikation, Gesprächsanalyse und Interaktionsmuster charakterisiert.

Warum wählt der Autor ausgerechnet die "Wegauskunft" als Beispiel?

Die Wegauskunft wird gewählt, weil sie als eine relativ einfache, banale Gesprächsart gilt, an der sich die Struktur eines Interaktionsmusters methodisch besonders klar und transparent aufzeigen lässt.

Welche Phasen der Wegauskunft identifiziert Wunderlich?

Wunderlich identifiziert vier Phasen: I. Einleitung, II. Hauptteil (Wegbeschreibung), III. Absicherung und IV. Abschluß.

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Details

Title
Zeichen und Kommunikation
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Abteilung Linguistik)
Course
Semiotik räumlicher Orientierungsfelder
Grade
2,0
Author
Melanie Koßmann (Author)
Publication Year
2000
Pages
24
Catalog Number
V23295
ISBN (eBook)
9783638264419
Language
German
Tags
Zeichen Kommunikation Semiotik Orientierungsfelder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Koßmann (Author), 2000, Zeichen und Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23295
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