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Die Rolle der Kirchen und Gewerkschaften als Opposition in Polen und in der DDR

Título: Die Rolle der Kirchen und Gewerkschaften als Opposition in Polen und in der DDR

Trabajo Universitario , 2007 , 20 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Sabrina Sailer (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Die schwierige Situation der Opposition – politisch oder rein gesellschaftlich motiviert – in der DDR – und äquivalent dazu auch in Polen, ist Gegenstand einer breiten Forschung. In der hier vorliegenden Arbeit soll ein knapper Vergleich der Rolle des Widerstands – hier mit der Einschränkung des politisch motivierten Widerstands – geleistet werden. Die DDR und Polen sollen dabei hinsichtlich der Positionen von Kirche und Gewerkschaftsbestrebungen im Zeitraum von 1980 bis 1989 analysiert werden. Widerstandsbestrebungen werden im folgenden also als politisch motiviert – sowohl im Falle von reformatorischen als auch von umstürzlerischen Bestrebungen – definiert, Opposition und Widerstand sollen dabei in äquivalenter Bedeutung genutzt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kirchen als oppositionelle Kraft

2.1. Die katholische Kirche in Polen

2.2. Evangelische Kirchen in der DDR

2.3. Zwischenfazit

3. Gewerkschaften in der Rolle der Opposition

3.1. Gewerkschaftsbestrebungen in Polen

3.2. Gewerkschaften in der DDR?

3.3. Zwischenfazit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Rolle von Kirchen und Gewerkschaften als oppositionelle Kräfte in Polen und der DDR im Zeitraum von 1980 bis 1989, um deren Bedeutung für den politischen Systemwandel herauszuarbeiten.

  • Vergleich der oppositionellen Tätigkeit von Kirchen in Polen und der DDR
  • Analyse der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc als Katalysator in Polen
  • Untersuchung der strukturellen Hindernisse für unabhängige Gewerkschaften in der DDR
  • Bewertung der beratenden und vermittelnden Funktion religiöser Organisationen
  • Reflexion über die Möglichkeiten gesellschaftlicher Öffentlichkeit unter autoritären Bedingungen

Auszug aus dem Buch

2.1. Die katholische Kirche in Polen

„Religion war für sie [die Streikenden A. d. V.] eine Macht, ausgestattet mit einer generalisierenden und wunscherfüllenden Kraft, die schädliche und zerstörerischere Aktionen von ihnen fernhalten möge.“

Religion – und damit gleichgesetzt die katholische Kirche – spielte in Polen schon in den vorangegangen Jahrhunderten eine große Rolle. Die Unterstützung der katholischen Kirche war einer demokratisch orientierten Bewegung sicher, explizit versicherte der Primas Wysynski der Widerstandsbewegung „so viel Vertrauen wie möglich, Wohlwollen und Unterstützung, wie innerhalb der gegeben Grenzen möglich ist.“ Eine Trennung des Widerstands der katholischen Kirche von der Widerstandsbewegung der Solidarnosc fällt allerdings reichlich schwer, da „[es sich A. d. V.] bei den Messen in den Fabriken [...] nicht um einfache Gottesdienste [handelte A. d. V.], vielmehr waren sie eine Huldigung an die politische Nation und bei alldem zugleich auch noch eine Demonstration für die Legalität des Verhaltens der Streikenden.“ Streikende waren zugleich gläubige, den christlichen Grundsätzen verhaftete Katholiken, als auch gläubige Katholiken Streikende oder zumindest Streikhelfer waren. So sehr sich die in der Solidarnosc organisierten Streikenden auch auf die Unterstützung der Kirche verlassen konnte, blieb diese Unterstützung doch nicht völlig ohne Einschränkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Begriffs Widerstand und Darlegung des methodischen Vergleichs der Rolle von Kirchen und Gewerkschaften in Polen und der DDR zwischen 1980 und 1989.

2. Die Kirchen als oppositionelle Kraft: Untersuchung der spezifischen Rolle der katholischen Kirche in Polen sowie der evangelischen Kirchen in der DDR als moralische Stütze und schützende Organisation für oppositionelle Gruppen.

2.1. Die katholische Kirche in Polen: Analyse der engen Verflechtung von katholischer Kirche und der Solidarnosc-Bewegung sowie der vermittelnden Rolle der Kirche in Polen.

2.2. Evangelische Kirchen in der DDR: Beschreibung der schwierigen Lage der evangelischen Kirche in der DDR, die sich zwischen staatlichem Druck und der Unterstützung einzelner oppositioneller Zentren bewegen musste.

2.3. Zwischenfazit: Zusammenfassender Vergleich der Kirchen als Dachorganisationen, die trotz unterschiedlicher politischer Rahmenbedingungen ähnliche beratende und schützende Funktionen wahrnahmen.

3. Gewerkschaften in der Rolle der Opposition: Erörterung der Schwierigkeiten für unabhängige Gewerkschaften in kommunistischen Systemen, in denen Verbände primär als staatliche Instrumente fungierten.

3.1. Gewerkschaftsbestrebungen in Polen: Darstellung der Entstehung der Solidarnosc als Massenbewegung und deren Rolle als politischer Akteur in Polen.

3.2. Gewerkschaften in der DDR?: Untersuchung der Gründe für das Fehlen einer unabhängigen Gewerkschaftsbewegung in der DDR, geprägt durch die Infiltration durch die SED und Überwachung durch das MfS.

3.3. Zwischenfazit: Fazit zur Rolle der Gewerkschaften, wobei Polen mit der Solidarnosc eine singuläre Stellung in den kommunistischen Staaten einnahm.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung von Opposition und Widerstand für die Transformation von autoritären zu demokratischen Systemen in den untersuchten Ländern.

Schlüsselwörter

Opposition, Widerstand, DDR, Polen, Solidarnosc, Kirche, Gewerkschaften, politisches System, Systemumbruch, Zivilgesellschaft, Sozialismus, Repression, Demokratisierung, Transformation, Öffentlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Rolle von Kirchen und Gewerkschaften als oppositionelle Akteure in Polen und der DDR in den 1980er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die kirchliche Unterstützung für Widerstandsbewegungen, die Entstehung der Solidarnosc in Polen und die Rolle von Gewerkschaften in der DDR.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die tatsächliche Bedeutung dieser Organisationen für den politischen Systemwandel in den jeweiligen sozialistischen Staaten zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse auf Basis existierender Fachliteratur, Originaldokumente und Zeitzeugenberichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte, die jeweils die Kirchen und die Gewerkschaften in Polen und der DDR hinsichtlich ihrer Oppositionstätigkeit untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Widerstand, Solidarnosc, Systemumbruch, Zivilgesellschaft und politische Transformation.

Warum konnte sich die Solidarnosc in Polen entwickeln, in der DDR jedoch nicht?

Polen verfügte über eine flächendeckend verankerte katholische Kirche und eine Tradition eigenständiger gesellschaftlicher Organisation, während die Strukturen in der DDR stärker infiltriert und repressiv kontrolliert waren.

Welche Rolle spielte die Kirche in der DDR konkret?

Sie fungierte als Nischenraum und „schützende Hand“ für verschiedene oppositionelle Gruppen, stand dabei aber unter massivem Druck der SED, was zu einer defensiveren Haltung als in Polen führte.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle der Kirchen und Gewerkschaften als Opposition in Polen und in der DDR
Universidad
University of Regensburg  (Institut Politikwissenschaft)
Curso
Einführung in die politischen Systeme Mittel- und Osteuropas
Calificación
3,0
Autor
Sabrina Sailer (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
20
No. de catálogo
V233025
ISBN (Ebook)
9783656499145
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle kirchen gewerkschaften opposition polen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabrina Sailer (Autor), 2007, Die Rolle der Kirchen und Gewerkschaften als Opposition in Polen und in der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233025
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