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Interkulturelle Freundschaften und ihre Entwicklung am Beispiel ehemaliger ERASMUS-Studierender

Título: Interkulturelle Freundschaften und ihre Entwicklung am Beispiel ehemaliger ERASMUS-Studierender

Tesis de Maestría , 2013 , 103 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Svenja Gerling (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación intercultural
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Die vorliegende Studie befasst sich mit interkulturellen Freundschaften, die sich im Rahmen von ERASMUS-Aufenthalten herausgebildet haben. Anhand narrativer Interviews mit fünf ehemaligen deutschen ERASMUS-Studierenden werden besonders die Entstehung der Freundschaftsbeziehungen sowie deren weitere Entwicklung während und nach Beendigung des Auslandsaufenthalts untersucht. Dabei werden die Phasen Kennenlernen und Kontaktaufnahme, Freundschaftsbildung und Freundschaftserhaltung bzw. -beendigung unterschieden. Als Ergebnis der Untersuchung werden die Kernpunkte der geäußerten Meinungen offengelegt und die speziellen Umstände identifiziert, die für das Gelingen einer Freundschaft förderlich bzw. hinderlich sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation und Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der Freundschaftsbegriff

2.1.1 Geschichtliche Entwicklung des Freundschaftsbegriffs

2.1.2 Kulturspezifische Unterschiede

2.1.3 Aktuelle Besonderheiten und der Einfluss der neuen Medien

2.1.4 Geschlechts- und altersspezifische Unterschiede

2.1.5 Freundschaft und Identität

2.2 Entwicklung von Freundschaft

2.2.1 Entstehen von Freundschaft

2.2.2 Pflege und Erhaltung von Freundschaft

2.2.3 Beendigung von Freundschaft

2.3 Interkulturelle Freundschaft

2.3.1 Entstehen von interkultureller Freundschaft

2.3.2 Hindernisse bei der Entwicklung interkultureller Freundschaft

2.3.3 Nutzen von interkultureller Freundschaft

2.4 Auslandsaufenthalt im Rahmen von Austauschprogrammen für Studierende

2.4.1 Beschreibung des ERASMUS-Programms

2.4.2 Kontakte der Austauschstudierenden während des Auslandsaufenthalts

3 Empirische Untersuchung

3.1 Das narrative Interview als Erhebungsinstrument

3.2 Auswahl der Probanden

3.3 Durchführung der Interviews

3.4 Transkription

3.5 Textanalyse nach Deppermann/Lucius-Hoene

4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

4.1 Vorstellung der Interviewpartner und deren Positionierung zum Freundschaftsbegriff

4.2 Kennenlernen und Kontaktaufnahme

4.3 Entwicklung der Beziehungen während des ERASMUS-Aufenthalts

4.4 Weitere Entwicklung der Beziehungen nach dem ERASMUS-Aufenthalt

4.5 Zusammenfassung der Analyseergebnisse

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entstehung und Entwicklung interkultureller Freundschaften im Kontext von ERASMUS-Auslandsaufenthalten. Es wird erforscht, welche Faktoren die Kontaktanbahnung, die Freundschaftsbildung sowie die Aufrechterhaltung oder Beendigung dieser Beziehungen nach dem Auslandsaufenthalt beeinflussen.

  • Interkulturelle Kommunikation und Freundschaftsdynamiken
  • Einfluss organisatorischer Rahmenbedingungen (z.B. Wohnsituation) auf die Integration
  • Bedeutung sprachlicher Barrieren und kultureller Unterschiede
  • Die Rolle moderner Medien für die Pflege von Fernbeziehungen
  • Narrative Untersuchung der Erfahrungen ehemaliger ERASMUS-Studierender

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Entstehen von Freundschaft

Damit eine freundschaftliche Beziehung überhaupt entstehen könne, müsse nach Chan und Birman (2009) zuerst eine Interaktion mit anderen stattfinden. In der unmittelbaren Umgebung spielen Kontakt und Erreichbarkeit aus diesem Grund eine wichtige Rolle (vgl. Chan/Birman 2009: 322). Nähe ist also ein wichtiger Faktor, der das Entstehen und die Entwicklung einer freundschaftlichen Beziehung fördert. Dies wird auch durch Heidbrink et al. (2009) bestätigt, die betonen, dass die Kontakthäufigkeit auf der räumlichen Nähe beruhe und es somit wahrscheinlicher sei, dass Freundschaften unter Menschen entstehen, die nahe beieinander leben (vgl. Heidbrink et al. 2009: 28).

Eine weitere wichtige Rolle im Entstehungsprozess einer Freundschaft spielt der Faktor Ähnlichkeit. Dies hat auch der Psychologe Robert B. Cialdini (2010) festgestellt, denn Menschen, die sich in Aussehen, Meinungen, Charakter, Herkunft und Lebensstil ähneln, finden sich gegenseitig sympathischer (vgl. Cialdini 2010: 226). Freunde müssen sich jedoch nicht zwangsläufig in ihrer Persönlichkeit ähneln oder Gemeinsamkeiten in allen Lebensbereichen aufweisen. Es ist somit auch durchaus möglich, dass Freundschaften zwischen komplett unterschiedlichen Menschen entstehen. Hierbei ist anzunehmen, dass oftmals der Reiz des Exotischen, die Neugier auf das Andersartige oder auch nur reiner Wissensdurst die treibende Kraft ist, die das Interesse an interkulturellen Beziehungen hervorruft.

Freundschaften entwickeln sich außerdem vermehrt zwischen Menschen, die sich gegenseitig anziehend finden, da attraktive Menschen als herzlicher, geselliger, interessanter und freundlicher angesehen werden. Ein weiterer Punkt ist, inwieweit der potentielle Freund „als ‚belohnend’ empfunden wird“ und die eigenen Ansichten bestätigt. Auch die Art des sozialen Verhaltens und der materielle Nutzen in Form von z. B. Essenseinladungen, Geschenken und anderweitiger Hilfe werden zu dieser Kategorie gezählt. Durch die Regel der Reziprozität fühlt sich jemand, dem ein Gefallen getan wurde, zur Gegenleistung verpflichtet. Dies kann dazu führen, dass beispielsweise nach einer Einladung zum Essen eine Einladung des Gastes folgt, welche durch den sozialen Druck des Revanchierens ausgelöst wird und den Kontakt intensiviert, was wiederum zur Entstehung einer Freundschaft beitragen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert den Rahmen der Arbeit und stellt die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Entstehung und Entwicklung interkultureller Freundschaften im ERASMUS-Programm.

2 Theoretische Grundlagen: Erörtert den Freundschaftsbegriff, interkulturelle Besonderheiten, den Einfluss neuer Medien sowie die spezifische Rolle von Auslandsaufenthalten.

3 Empirische Untersuchung: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung narrativer Interviews und die Textanalyse nach Lucius-Hoene und Deppermann.

4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Präsentiert und analysiert die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der verschiedenen Phasen einer interkulturellen Freundschaft.

5 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die zukünftige Forschung sowie die soziale Integration von Studierenden.

Schlüsselwörter

Freundschaft, interkulturelle Freundschaft, ERASMUS, Auslandsaufenthalt, narrative Interviews, soziale Integration, Kommunikation, neue Medien, Kontaktanbahnung, Identität, Kulturaustausch, Beziehungsentwicklung, soziale Netzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Studie untersucht die Entstehung, Aufrechterhaltung und Entwicklung von Freundschaftsbeziehungen zwischen deutschen Studierenden und Personen aus anderen Kulturkreisen während und nach einem ERASMUS-Auslandsaufenthalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Themen wie den Freundschaftsbegriff, die Auswirkungen von Mobilität und Wohnsituation auf soziale Kontakte, die Rolle von Sprachbarrieren sowie die Nutzung digitaler Kommunikation zur Beziehungspflege.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wie entstehen interkulturelle Freundschaften im ERASMUS-Austausch und wie entwickeln sie sich nach Beendigung des Auslandsaufenthalts weiter?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf qualitativen narrativen Interviews mit fünf ehemaligen ERASMUS-Studierenden, deren Texte mittels der Textanalyse nach Lucius-Hoene und Deppermann ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Freundschaft und Interkulturalität sowie die empirische Darstellung und Interpretation der Interviewergebnisse, unterteilt in verschiedene Segmenttypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Freundschaft, interkulturelle Freundschaft, ERASMUS, soziale Integration, Kommunikation und Auslandsaufenthalt.

Welche Rolle spielen soziale Medien für die Freundschaften?

Soziale Medien und Online-Netzwerke dienen als wichtige Instrumente, um trotz räumlicher Distanz nach dem Auslandssemester in Kontakt zu bleiben, wobei der Kontakt oft oberflächlicher bleibt als bei persönlichen Begegnungen.

Warum fällt deutschen Studierenden die Integration in ausländische Gruppen schwer?

Studierende schließen sich häufig aus Orientierungslosigkeit oder aufgrund von Sprachbarrieren primär Landsleuten an, was durch organisatorische Umstände wie die gemeinsame Unterbringung der Austauschstudierenden in speziellen Wohnheimen verstärkt wird.

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Detalles

Título
Interkulturelle Freundschaften und ihre Entwicklung am Beispiel ehemaliger ERASMUS-Studierender
Universidad
University of Hildesheim  (Institut für Interkulturelle Kommunikation)
Calificación
2,0
Autor
Svenja Gerling (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
103
No. de catálogo
V233028
ISBN (Ebook)
9783656521600
ISBN (Libro)
9783656529828
Idioma
Alemán
Etiqueta
Freundschaft interkulturelle Freundschaft ERASMUS Auslandsaufenthalt Beziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja Gerling (Autor), 2013, Interkulturelle Freundschaften und ihre Entwicklung am Beispiel ehemaliger ERASMUS-Studierender, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233028
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