Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ein Rechtsextremismus der Mitte und seine Ursachen


Hausarbeit, 2012

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Zum Begriff des Rechtsextremismus und des Syndroms „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“
2.1 Ausmaß und Verlauf der rechtsextremen Einstellungen und menschenfeindlichen Mentalitäten in der Mitte der Gesellschaft

3. Ursachenkonzeptionen
3.1 Desintegration als Bedrohung und die Abwehr durch menschenfeindliche Einstellungen
3.1.1. Orientierungslosigkeit in Krisenzeiten
3.2 Massenflucht in die Sicherheit – das Konzept der autoritären Reaktion

4. Diskussion der Erklärungsansätze

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Rechtsextremismusforschung ist im Hinblick auf die neusten Ereignisse[1]und Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Inzwischen gibt es Unmengen an Datenmaterial aus Umfragen und Studien zu diesem Thema, das, je nach politischer Couleur und Strategie, mal als bedrohlich und mal als harmlos und nicht stichhaltig gelesen wird. Die Komplexität des Themas beginnt aber nicht erst bei den sehr unterschiedlichen Erklärungsansätzen des Phänomens, sielässt sich bereitsin der Definitionsproblematik des Begriffs„Rechtsextremismus“ verorten. Allein der Streit um die Ursachen rechtsextremer Einstellungen hat dazu geführt, dass einige Autoren inzwischen den Erkenntnisstand einer desolaten Forschungslage praktisch als Null bezeichnen (vgl. Oesterreich 2000: 71).Doch ist es andererseits überhaupt möglich, eine Erhebung zu diesem Thema auszuwerten und Schlussfolgerungen in Form von Handlungsempfehlungen zu ziehen, ohne die möglichen, wenn auch nicht gesicherten Ursachen zu diskutieren?

In dieser Arbeit sollen die grundlegenden Erklärungskonzepte für sogenannte rechtsextreme Einstellungen vorgestellt und diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ergebnisse aus der Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ 2002-2012 des Soziologen Wilhelm Heitmeyer und seines Forschungsteams und auszugsweise auch andere Erhebungen. Insbesondere bei Heitmeyer sind nicht extremistische Gruppierungen und Ideologien von Interesse, sondern die sogenannte „Mitte“ der Gesellschaft und deren Reaktion auf ein „entsichertes Jahrzehnt“ (vgl. Heitmeyer 2012: 19).Ausgangspunkt der Arbeit ist die These, dass menschenfeindliche Mentalitäten als Folge von Krisen und der Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse in der Mitte der Gesellschaft zunehmen.

2. Zum Begriff des Rechtsextremismus und des Syndroms „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“

Der Begriff „Rechtsextremismus“ kommt ursprünglich aus der verfassungsrechtlichen Praxis und bezeichnet „… verfassungsfeindliche Bestrebungen von `'rechts', definiert als 'nationalistische und rassistische Anschauungen'.“ (Decker et al. 2010: 10). In der Folge hat sich dieser Begriff auch in der Wissenschaft durchgesetzt, jedoch in einer Bedeutungsvielfalt, „… so dass von einer Rechtsextremismusforschung mit einem gemeinsamen Untersuchungsgegenstand nicht die Rede sein könne.“ (ebd.: 11). Das Problem liegt in demsprachlichen Missverständnis es handle sich um ein extremes Randphänomen, das mit der „Normalität“ und der „Mitte“ der Gesellschaft rein gar nichts zu tun habe. „Der Rand bzw. die 'Extreme' erscheinen gleichermaßen als Bedrohung der Demokratie, während die Mitte [der Gesellschaft, also jene, die qua Definition nicht zu den Extremen zählen] als Hort und Schutz derselben imaginiert wird.“ (ebd.: 12). In der vorliegenden Arbeit soll anhand von repräsentativen Studien gezeigt werden, dass verfassungs- und menschenfeindliche Einstellungen in einem erheblichen Ausmaß inmitten der bundesrepublikanischen Gesellschaft vorherrschen.

Es bedarf keiner weiteren Erläuterung, dass insbesondere unser Weltbild und die Modalität unserer Einstellungen unsere Handlungen und unser Verhalten leiten. Wenn nun ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten eine feindselige Haltung gegenüber der Demokratie und einer pluralistischen Gesellschaftsform hegt, darf dieser Tatbestand nicht durch einen Rechtsextremismusbegriff wegdefiniert werden, der lediglich die offen demokratiefeindlichen und aggressiv agierenden Kräfte ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Zunächst fällt es jedoch schwer, auf einen Begriff zu verzichten, der sich in allen Instanzen durchgesetzt hat. Daher soll hier in Anlehnung an eine Definition von Wilhelm Heitmeyer zur Operationalisierung des Begriffs zwischen Einstellung und Handlung differenziert werden (vgl. Decker et al. 2010: 17). Schließlich hat sich eine Konsensusgruppe auf eine Definition geeinigt, auf die sich die vorliegende Arbeit auch bezieht:

„Der Rechtsextremismus ist ein Einstellungsmuster, dessen verbindendes Kennzeichen Ungleichwertigkeitsvorstellungen darstellen. Diese äußern sich im politischen Bereich in der Affinität zu diktatorischen Regierungsformen, chauvinistischen Einstellungen und einer Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Im sozialen Bereich sind sie gekennzeichnet durch antisemitische, fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Einstellungen.“(Decker et al. 2006: 20).

Auch wenn diese Definition im Vergleich zu früheren, nicht auf ein Einstellungsmuster als Untersuchungsgegenstand ausgerichteten Definitionen, recht weit gefasst ist, so ist an ihr zu bemängeln, dass sie einige, dem verfassungsmäßigen Recht auf Würde und Unversehrtheit widerstrebende Einstellungen ausklammert: Homophobie, Etabliertenvorrechte, Abwertung von Langzeitarbeitslosen und Sexismus seien hier nur als Beispiele genannt.

Auch das von Wilhelm Heitmeyer und seinem Forschungsteam erarbeitete Konzept der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“[2]basiert auf der Grundannahme einer „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ (vgl. Heitmeyer et al. 2012: 10).

„Werden Personen aufgrund ihrer gewählten oder zugewiesenen Gruppenzugehörigkeit als ungleichwertig markiert und feindseligen Mentalitäten der Abwertung, Ausgrenzung etc. ausgesetzt, dann sprechen wir von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, so daß die Würde der betroffenen Menschen antastbar wird oder zerstört werden kann.“(Heitmeyer et al. 2003: 14).

Die Spannweite des Begriffs erlaubt es den Forschern des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld jede einzelne, feindselige gruppenbezogene Mentalität in den Blick zu nehmen, die durch verstärkende Mechanismen und Entwicklungen sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene zu einer potentiellen Bedrohung für die konstitutionelle Wertegemeinschaft werden könnte (vgl. Heitmeyer et al. 2002: 19). In den sehr umfangreichen, repräsentativen Langzeiterhebungen der auf zehn Jahren angelegten Survey ist das Ausmaß und die Entwicklung von „Ideologien von Ungleichwertigkeit“ von höchstem Interesse (vgl. Heitmeyer et al. 2002: 19). Durch diesen gemeinsamen Kern bilden die einzelnen Feindseligkeiten ein Syndrom. Zu Beginn der Studie gehörten die folgenden sechs Elemente zum Syndrom: Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Heterophobie[3], Etabliertenvorrechte, Sexismus (ebd: 20). Im Verlauf der Untersuchung kamen Islamphobie (2003), Abwertung von Langzeitarbeitslosen (2008) und schließlich der Antiziganismus und die Abwertung von Asylbewerbern im Jahr 2011 als eigenständige Elemente hinzu. Heterophobie wurde hingegen im Jahr 2005 in die folgenden Dimensionen ausdifferenziert: Homophobie, Abwertung von Behinderten und Abwertung von Obdachlosen. Wie man an diesem Verlauf gut sehen kann, ist der GMF-Begriff maximal anpassungsfähig und kann bei anzunehmender Signifikanz neue Formen der Ungleichwertigkeit integrieren. Dass es sich dennoch um ein klar abgrenzbares Phänomen mit einem starken inneren Zusammenhang der Einzelelemente handelt, wird anhand einer konfirmatorischen Faktorenanalyse gezeigt (vgl. Zick et al. 2012: 68f). Sie überprüft den Syndromcharakter und die Grundannahme, dass Befragte, die eine Gruppe abwerten, mit signifikant hoher Wahrscheinlichkeit auch dazu tendieren, andere Gruppen abzuwerten (vgl. ebd.).

Die beiden Begriffe Rechtsextremismus und „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ gleichen sich in ihrem Kern. Doch während der Rechtsextremismus-Begriff, fast schon reflexartig nach historisch geprägten Ausformungen Ausschau hält, wird mit Hilfe des GMF-Begriffs erforscht, welche Ausprägungen die alte und neue Bedrohung durch Ungleichwertigkeitsvorstellungen in einer sich rasant wandelnden Gesellschaft annimmt. Da sich gerade aus dieser Offenheit das Potential des Begriffs zur Ermittlung des Zustands einer Gesellschaft ergibt, steht diese Definition hier im Vordergrund.

2.1 Ausmaß und Verlauf der rechtsextremen Einstellungen und menschenfeindlichen Mentalitäten in der Mitte der Gesellschaft

Die sogenannte Mitte der Gesellschaft ist nur durch Abgrenzung zu ihren Rändern konstruierbar. Hauptsächlich lassen sich in den Untersuchungen zwei Bezugsgrößen ausmachen: Das Wahlverhalten bestimmt die politische Mitte, während das Haushaltseinkommen, ggf. auch Bildung und Berufsstatus, die Mitte nach sozialer Lage definiert. Andreas Zick und Beate Küpper untersuchen das Ausmaß und die Entwicklung feindseliger Mentalitäten in der politischen Mitte anhand des GMF-Survey 2005 und vorangegangener Surveys, sowie der Längsschnittstudie 2002-2004 (Zick/Küpper 2006: 115-134). Im Vordergrund stehen zwei Prozesse,Verschiebung[4]undAufladung[5],die die Vorurteilsbereitschaft und Entwicklung erzeugen und damit erklären können. Darüber hinaus wird untersucht, wie die Mitte Kraft ihres Status' Vorurteile zur Normalität erhebt und sich selbst damit unangreifbar macht –Legitimation(vgl. ebd.: 115f). Unabhängig von ihrer parteipolitischen Zugehörigkeit zählen sich 87% der Befragten zur gesellschaftlichen Mitte. Diese verteilen sich im Frühsommer 2005 auf ein politisches Spektrum von links (7%), eher links (22%), genau in der Mitte (54%), eher rechts (13%) bis rechts (4%). Die Verteilung auf parteipolitische Präferenzen ist in etwa gleich gewichtet, wobei weniger als 1% dieser Mitte die NPD bzw. die Republikaner wählen würden, und 15% der Wahl fern bleiben würden (ebd.: 118f). Bei dieser Verteilung ist ein nahezu linearer, steiler Anstieg der Zustimmung zu allen GMF-Elementen von links nach rechts zu verzeichnen[6]. Dabei unterscheidet sich die politische Mitte nicht, bzw. nicht signifikant von den ganz rechts positionierten Befragten. Die prozentuale Zustimmung zu den GMF-Elementen und der Verlauf in der politischen Mitte stellen sich auszugsweise wie folgt dar: Insbesondere haben Fremdenfeindlichkeit (2005: knapp 35%) und Etabliertenvorrechte (2005: knapp 32%) in den davorliegenden zwei Jahren drastisch zugenommen (vgl.: 120ff)[7]. Auch aus der Längsschnittanalyse der Paneldaten[8]geht hervor, dass die „stabile Mitte“ (- es gibt nur wenige Wechsler von links und rechts in die Mitte) feindseliger wird (vgl.: 123f), d.h. es findet eine Verschiebung statt.Tendenziell, wenn auch aufgrund der wenigen Wechsler lediglich als Hinweis zu bewerten, hat sich auch der „Aufladungsprozess“ bestätigt, d.h.„Personen, die von rechts in die Mitte wechseln, sind besonders feindselig und werden über die drei Jahre hinweg noch feindseliger.“(ebd.), während für die Mitte-nach-links-Wechsler genau die gegenteilige Tendenz zu beobachten ist. In nahezu gleichwertiger Korrespondenz (von links nach rechts steil zunehmend)befindet sich die erhobene Fremdenfeindlichkeit in den Jahren 2002 bis 2005 „in Abhängigkeit des Gefühls der sozialen Bedrohung bei den politisch Linken, der Mitte und Rechten“ (ebd.: 126)[9]. Im Wechselspiel mit einem faktisch niedrigen Einkommen, das in der politischen Mitte überproportional vorzufinden ist, führt das Gefühl der sozialen Bedrohung vermehrt zu Vorurteilen.

Der legitimierende Verweis auf die eigene Normalität, deskriptiv wie normativ, hat sich für die politische Mitte und jene, die sich als „eher rechts“ positionieren, in besonderem Maße bestätigt (ebd.:127f).

Der hier ermittelte signifikante Anstieg der Angst vor dem sozialen Abstieg korrespondiert zeitlich mit der Einführung und Umsetzung der „Agenda 2010“-Politik und wird 2006 vorerst seinen Höhepunkt erreicht haben. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise setzten 2009-2010 abermals ähnliche Prozesse in Gang und verschärften die Abwertung fremder und schwacher Gruppen zudem noch mehr[10].

Die sogenannten Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung[11]beziehen sich auf den enger gefassten Rechtsextremismus-Begriff und bestätigen nicht nur die Entwicklung in Krisenzeiten, sie fördern interessanterweise auch ähnlich hohe Werte[12]zu Tage - auch wenn die beiden Studien-Reihen aufgrund der unterschiedlichen Items und Designs nicht unmittelbar vergleichbar sind.

3. Ursachenkonzeptionen

Eine empirische Analyse der Ursachen für GMF von Zick/Hövermann/Krause ermittelt neben anderen insbesondere die drei folgenden Ursachen mit der größten Erklärungsvarianz: Autoritarismus[13], Dominanz[14]und Orientierungslosigkeit[15](vgl. Zick et al. 2012: 73f). Die Analyse basiert auf zwei Hypothesen: 1. Einer demographischen Gruppenzugehörigkeit[16]verknüpft mit „Orientierungen“ - hiermit sind kollektive Einstellungen gemeint, die aber nicht auf eine bestimmte Überzeugung oder Gefühlslage begrenzt sind (vgl. ebd.: 70f) - und 2. der Annahme von „sozialen Motiven“ als wesentliche Ursache von Abwertung (vgl. ebd.).

In Anlehnung an die Anthropologin Susan Fiske werden fünf soziale Motive unterschieden und mit Orientierungen kombiniert: (1) Das Motiv „dazuzugehören“, eine kulturelle, nationale oder extremistische Identität beispielsweise gepaart mit einer entsprechenden Orientierung erzeugt bei Gefährdung der Eigengruppe eine Abwertung von Fremdgruppen. (2) „Positive Bewertung und soziale Anerkennung“ – Fallen diese jedoch im Vergleich zu anderen negativ aus, entstehen Gefühle der Benachteiligung. Minderwertigkeitsgefühle erzeugen dann eine Abwertung der Anderen. (3) Das Motiv des gegenseitigen „Vertrauens“ gepaart mit „Autoritarismus“ führt bei Unsicherheit zu Abwertung. (4) „Verstehen“ – bei Werte- und Normwandel bzw. -verlust droht Orientierungslosigkeit (Anomia) und in der Folge die Abwertung anderer Gruppen. (5) Das Motiv der „Kontrolle“ schließlich ist verbunden mit der Dominanzorientierung, welche zur GMF führt, wenn die Eigengruppe ihre Kontrolle über Fremdgruppen bedroht sieht (vgl. ebd.).

[...]


[1] Als Beispiele seien hier genannt: Die Aufdeckung der Zwickauer Terrorzelle und der Ermittlungsbehördenskandal, der zu der These führte, die Behörden seien auf dem rechten Auge blind.

[2] Im Folgenden GMF abgekürzt.

[3] Umfasst die auf Angst basierende Abwertung all jener, die Gruppen angehören, die von der „Norm“ abweichen. Diese und weitere Definitionen siehe Heitmeyer et al. 2002: 20.

[4] (a): „Angehörige der politischen Mitte werden feindseliger gegenüber schwachen Gruppen.“ (ebd.: 116)

[5] (b): Rechtsextrem Orientierte beispielsweise können sich der Mitte zuordnen und ihre Feindseligkeiten in die Mitte hineintragen, ohne dass sich die „stabile Mitte verändert, da sie diese z.T. konsensfähig findet.“ (vgl. ebd.)

[6] Vgl. Zick, A., Küpper, B. (2006): Politische Mitte: Normal feindselig. In: Heitmeyer, W. (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 4. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 120.

[7] Die Werte zu den übrigen GMF-Elementen siehe a.a.O. 121

[8] Befragung derselben Personen in den Jahren 2002, 2003, 2004.

[9] Vgl. Zick, A., Küpper, B. (2006): Politische Mitte: Normal feindselig. In: Heitmeyer, W. (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 4. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 126.

[10] Vgl. Heitmeyer, W. (2012): „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in einem entsicherten Jahrzehnt. In: Heitmeyer, W. (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 10. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 15-42.

[11] Friedrich Ebert Stiftung – Forum Berlin und FES -Projekt gegen Rechtsextremismus. In: Decker et al. 2010.

[12] Siehe Decker, O., Weißmann, M., Kiess, J., Brähler, E. (2010): Die Mitte in der Krise. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010. (Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin) Bonn: Brandt, 73f u. 90-95.

[13] Im Durchschnitt werden 21,75% der GMF-Elemente mittels des Autoritarismus aufgeklärt: höchstsignifikant in allen Bereichen.

[14] Die Dominanz leistet im Schnitt 20,18% der Aufklärung: Auch wiederum höchstsignifikant in allen GMF-Elementen: Allerdings gibt es wohl aus statistischen Gründen keinen Wert für die Abwertung von Asylbewerbern.

[15] Orientierungslosigkeit übernimmt im Schnitt 10,2%: Herausgefallen sind hier die Abwertung von Asylbewerbern und Sinti und Roma; summiert leisten die drei Ursachen statistisch über 52% der Aufklärung.

[16] „Demographische Gruppen … sind soziale Kategorien, die zur Selbsteinschätzung dienen und auf deren Basis andere Menschen wahrgenommen, eingestuft und bewertet werden.“ (Heitmeyer et al. 2012: 70)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ein Rechtsextremismus der Mitte und seine Ursachen
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V233064
ISBN (eBook)
9783668320314
ISBN (Buch)
9783668320321
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gruppenbezogene, menschenfeindlichkeit, rechtsextremismus, mitte, ursachen
Arbeit zitieren
Marius Kolloch (Autor), 2012, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ein Rechtsextremismus der Mitte und seine Ursachen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233064

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ein Rechtsextremismus der Mitte und seine Ursachen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden