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Zentrale Funktionen der Burg vor Ort. Ansätze zur Vermittlung

Title: Zentrale Funktionen der Burg vor Ort. Ansätze zur Vermittlung

Seminar Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Eymen Behrend (Author)

Didactics - History
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Diese Arbeit beschäftigt sich im Besondern mit dem Erkenntniswert von Burgen für Schüler vor Ort. Dabei wird näher auf die Funktionen der Burg eingegangen und Ansätze zur Vermittlung vor Ort aufgegriffen. Beschränkt wird sich bei den zentralen Funktionen auf die militärischen, symbolträchtigen wie auch ökonomischen. Dabei wird, falls möglich und sinnvoll, auf diverse Burgen mit prototypischen Charakter exemplarisch verwiesen. Ebenso soll auf die Burg als Objekt im Wandel der Zeit aufmerksam gemacht werden sowie damit einhergehend auf die möglichen Veränderungen von Funktionsweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Burg – Versuch einer Definition

3. Zentrale Funktionen der Burg

3.1. Burgen als militärische Anlagen

3.2. Burgen als Symbole der Macht

3.3. Burgen aus ökonomischer Sicht – Die enge Verbindung von Burg und Stadt

4. Zeugnisse der Historizität – Burgen im Wandel der Zeit

5. Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Erkenntniswert von Burgen für Schüler bei Exkursionen vor Ort. Ziel ist es, Ansätze für einen didaktisch sinnvollen Umgang mit historischen Bauwerken zu entwickeln, der über die reine Wissensvermittlung hinausgeht und durch haptische Erfahrungen sowie gezielte Aufgabenstellungen die Neugier und das Geschichtsbewusstsein der Lernenden fördert.

  • Didaktik und Methodik historischer Exkursionen
  • Militärische, symbolische und ökonomische Funktionen von Burgen
  • Die Burg als wandelbares, historisches Bauwerk
  • Integration von aktiven Lernmethoden (Vermessen, Skizzieren, Beobachten)
  • Verhältnis zwischen Burg und Stadt

Auszug aus dem Buch

3.1 Burgen als militärische Anlagen

Wie der Name Burg bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Bauwerk, in welchem sich Menschen samt ihrem Besitz in Zeiten der Gefahr bergen konnten. Befestigung und Wehrfunktion, manchmal einhergehend mit Grenzsicherung spielten eine weitere wichtige militärische Rolle. Dabei kam der Höhenlage eine besondere Bedeutung zu. Die Natur bot vielen Burgen durch ihre topographische Lage auf Erhöhungen einen gewissen Schutz. So konnten diese Burgen häufig nur von einer Seite bestürmt werden und felsiger Boden verhinderte meist das gefährliche Unterminieren der Mauern. Während die Mauern mit ihren Zinnen den Fernkämpfern guten Schutz boten, konnten diese im Gegenzug durch angelegte Zwischenräume, den sogenannten Schießscharten, das Feuer auf den Feind eröffnen. Begünstigt wurde dieser Zustand dadurch, dass die Wege zur Burg, so angelegt wurden, dass sie nur wenigen Reitern Platz boten. Wenn möglich, wurde selbst auf die Wegführung Einfluss genommen, sodass der Weg im Verlauf einen solchen Bogen nahm, dass die Reiter den Verteidigern zwangsläufig für eine gewisse Zeit ihre rechte und damit ungedeckte Seite zuwenden mussten. Das Schutz bietende Schild wurde nämlich mit der linken Hand geführt.

Bereits bei der Planung sollte bedacht werden, wie die Exkursion aussehen wird. So ist in Hinblick auf die Burg als historischen Ort zu bedenken, dass es sich als sinnvoller erweist, dass die Schüler den Burgberg zu Fuß besteigen, auch wenn es möglich wäre diesen mit dem Bus zu bewältigen. Dadurch gewinnen die Schüler ein ganz anderes Gefühl für die Lage der Burg und erlangen eine Vorstellung davon, welche Schwierigkeiten die exponierte Lage für Angreifer bot. Die vorher erwähnten Informationen dazu kann der Lehrer den Schülern während des Aufstiegs vermitteln. Die Verbindung dieser Informationen im Zusammenhang mit den eigenen Erfahrungen bei der Ersteigung des Burgbergs ermöglicht ein besseres Verständnis der damaligen Situation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die didaktische Bedeutung des Lernens "vor Ort" an historischen Stätten und betont die Notwendigkeit von Vorwissen und gezielten Aufgabenstellungen zur Förderung der Schülermotivation.

2. Die Burg – Versuch einer Definition: Es wird erörtert, warum eine interdisziplinäre Definition des Begriffs "Burg" aufgrund der vielfältigen historischen Funktionen und Bauweisen eine wissenschaftliche Herausforderung darstellt.

3. Zentrale Funktionen der Burg: Dieses Kapitel analysiert die Burg in ihren drei wesentlichen Aspekten: als militärische Verteidigungsanlage, als Herrschaftssymbol und als ökonomisches Element in enger Wechselwirkung mit umliegenden Städten.

4. Zeugnisse der Historizität – Burgen im Wandel der Zeit: Der Fokus liegt hier auf dem Verständnis der Burg als ein über Jahrhunderte gewachsenes und stetig verändertes Bauwerk, dessen heutiger Zustand kein statisches Abbild der Vergangenheit darstellt.

5. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Chancen der Exkursionsdidaktik, Geschichte für Schüler als reale und lebensnahe Erfahrung erfahrbar zu machen und Methodenkompetenz durch den direkten Umgang mit Originalquellen zu schärfen.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Quellen und Fachpublikationen aufgelistet, auf die sich die Analyse stützt.

Schlüsselwörter

Burg, Exkursion, Geschichtsdidaktik, Mittelalter, Festung, Wehranlagen, Herrschaftssymbol, Wirtschaftsgeschichte, Historizität, Baugeschichte, Methodenkompetenz, Lernort, Burgberg, Denkmalpflege, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung von Exkursionen zu Burgen, um Schülern ein tieferes Verständnis für die historischen Funktionen dieser Bauwerke zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die militärische Schutzfunktion, die symbolische Bedeutung als Herrschaftsmerkmal und die ökonomische Vernetzung zwischen Burg und Stadt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Schüler durch aktives Erkunden, Messen und Beobachten vor Ort ein lebendiges und fundiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse geschichtsdidaktischer Literatur und theoretischer Ansätze, die mit praktischen Vorschlägen für die Gestaltung von Unterrichtsexkursionen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Burgen, deren spezifische Funktionen (militärisch, symbolisch, ökonomisch) und die methodische Aufarbeitung ihres Wandels über die Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exkursionsdidaktik, Historizität, Burg, Wissensvermittlung und Methodenkompetenz charakterisiert.

Warum ist das "Be-gehen" und "Be-greifen" der Burg für Schüler so wichtig?

Es fördert das Bewusstsein für die räumliche Dimension und die Materialität von Geschichte, wodurch das abstrakte Lernen im Klassenzimmer durch konkrete, haptische Erfahrungen ersetzt wird.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Burgen als "Status-Symbole" von ihrer militärischen Funktion?

Während die militärische Funktion den Schutz und die Verteidigung priorisiert, dient die symbolische Gestaltung (z.B. große Tore, hoch aufragende Türme) vor allem der Einschüchterung und Repräsentation von Macht.

Welche Rolle spielt die Verbindung von Burg und Stadt im ökonomischen Kontext?

Burgen waren keine autarken Komplexe; sie waren auf Städte und Märkte angewiesen, um Überschüsse zu vermarkten und Bedarfsgüter zu decken, die auf der Burg nicht hergestellt werden konnten.

Wie sollten Schüler den "Wandel der Zeit" an einer Burg wahrnehmen?

Schüler sollen erkennen, dass eine Burg ein "gewordenes" Bauwerk ist, das durch ständige Um- und Ausbauten an neue technologische und politische Bedingungen angepasst wurde, anstatt sie als unverändertes statisches Bild zu sehen.

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Details

Title
Zentrale Funktionen der Burg vor Ort. Ansätze zur Vermittlung
College
University of Regensburg
Grade
3,0
Author
Eymen Behrend (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V233183
ISBN (eBook)
9783656497721
ISBN (Book)
9783656497981
Language
German
Tags
zentrale funktionen burg ansätze vermittlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eymen Behrend (Author), 2011, Zentrale Funktionen der Burg vor Ort. Ansätze zur Vermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233183
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