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Das Recht von Kindern mit Behinderung: Vielfalt von Anfang an

Bayerische Kindertagesstätten machen sich auf den Weg zur Inklusion

Titel: Das Recht von Kindern mit Behinderung: Vielfalt von Anfang an

Bachelorarbeit , 2013 , 56 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Barbara Holzbrecher (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inklusion betrifft nicht nur Schulen. Auch Kindertagesstätten haben den Auftrag, das Recht von Kindern mit Behinderung auf gemeinsame Erziehung, Bildung und Betreuung zu verwirklichen.
Diese Bachelorarbeit beschreibt die Voraussetzungen, die gegeben sind bzw. geschaffen werden müssen, um der Vielfalt aller Kinder mit einer inklusiven Pädagogik gerecht zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Behinderung

2.2 Kindertagesstätte

2.3 Bildung

2.4 Heterogenität

2.5 Integration

2.6 Inklusion

2.7 Partizipation

3. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

3.1 Die Entwicklung der UN-Behindertenrechtskonvention

3.2 Die Rechte von Kindern mit Behinderung

3.3 Die UN-Behindertenrechtskonvention in Bayern

3.3.1 Aktionsplan zur Umsetzung in Bayern

3.3.2 Was bedeutet dies für bayerische Kindertagesstätten?

4. Von der Integration zur Inklusion

5. Bedingungen für eine gelingende Inklusion

5.1 Finanzielle Ressourcen

5.2 Einrichtungen – Ausstattung der Räume

5.3 Gruppenzusammensetzung und Spielangebote

5.4 Pädagogische Fachkräfte in einer inklusiven Pädagogik

5.4.1 Pädagogik der Vielfalt

5.4.2 Allgemeine Pädagogik

5.5 Interdisziplinarität

6. Veränderungen für die Heilpädagogik

7. Organisationsentwicklung

7.1 Lernende Organisation

7.2 Gründe für die Entwicklung einer Organisation

7.3 Methoden der Organisationsentwicklung

8. Veränderung in den bayerischen Kindertagesstätten

8.1 Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)

8.2 Das bayerische Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz

8.2.1 Kindbezogene Förderung

8.2.2 Personelle Ressourcen

8.3 Der Index für Inklusion

9. Partizipation von Kindern und deren Eltern

9.1 Inklusion aus der Sicht der Kinder

9.2 Zusammenarbeit mit den Eltern

10. Barrieren bei der Umsetzung von Inklusion in Bayern

11. Praxisbeispiele aus dem Allgäu

11.1 Kindertagesstätte in der Stadt Kempten

11.1.1 Vorstellen der Einrichtung

11.1.2 Klientel und pädagogisches Personal

11.1.3 Der Weg zu einer inklusiven Einrichtung

11.2 Kindertagesstätte einer Landgemeinde im Oberallgäu

11.2.1 Vorstellen der Einrichtung

11.2.2 Klientel und pädagogisches Personal

11.2.3 Der Weg einer inklusiven Kindertagesstätte

11.3 Differenzen beider Einrichtungen

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Weg zur inklusiven Bildung und Erziehung in bayerischen Kindertagesstätten, wobei das Recht auf Teilhabe für alle Kinder, unabhängig von einer Behinderung, im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, durch die Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen und pädagogischer Voraussetzungen aufzuzeigen, wie Kindertagesstätten ihre Strukturen und Haltungen verändern können, um eine Umgebung zu schaffen, in der Vielfalt als Bereicherung gelebt wird.

  • Rechtliche Grundlagen der Inklusion (UN-Behindertenrechtskonvention)
  • Bedingungen für gelingende Inklusion in Kindertagesstätten
  • Organisationsentwicklungsprozesse in Bildungseinrichtungen
  • Der bayerische Kontext: Bildungsplan und gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen aus dem Allgäu

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im deutschen Bildungssystem ist es normal, Kinder und Jugendliche im Verlauf ihrer Bildungsalaufbahn immer neu zu sortieren. Es gibt eine große institutionelle Ausgrenzung. Dies hat Auswirkungen auf den gesamten Lebenslauf der Menschen, auf deren Berufschancen und die Lebensqualität. Vor allem Menschen mit Behinderungen erleben diese Selektion im Bildungssystem.

Durch unterschiedliche Erklärungen und Konventionen rückt das Recht von Kindern mit Behinderung auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben immer mehr in den Vordergrund. In der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK) gewährleisten die Vertragsstaaten, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden wo und mit wem sie leben wollen. Sie sind nicht mehr verpflichtet, in besonderen Fördereinrichtungen betreut zu werden. Dies ist Ausdruck des Selbstbestimmungsrechts und somit das Ziel der Inklusion. Im Bayerischen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK wird als Ziel die Gestaltung eines inklusiven Sozialraums angegeben. „Inklusiver Sozialraum bedeutet ein barrierefreies Lebensumfeld, das alle Menschen mit und ohne Behinderung, ... selbstbestimmt gemeinsam mit gestalten und nutzen können“ (Bay. Staatsministerium, Aktionsplan, 2011, S. 11).

In der vorliegenden Arbeit geht es um das Recht von Kindern mit Behinderung auf die Teilhabe in einer wohnortnahen Kindertagesstätte, das Recht auf Inklusion. Die Umsetzung der UN- BRK bei Kindern bezieht sich in der Öffentlichkeit vorwiegend auf den Bereich der Schule. Doch das Recht auf Teilhabe beginnt nicht erst mit der Einschulung. Teilnehmen an der Gesellschaft beginnt von Anfang an. So muss sich eine inklusive Pädagogik auch dem vorschulischen Bereich widmen. Die Gesellschaft muss „... begreifen, dass Inklusion in Einrichtungen der frühen Kindheit ein Aspekt von Inklusion in der gesamten Gesellschaft ist“ (Booth, 2006, S. 5). Inklusion lässt sich nicht schnell verwirklichen. Die Umsetzung ist ein Prozess, der je nach Organisation unterschiedlich lang sein kann.

In dieser Bachelorarbeit wird der Weg zur Inklusion von Kindertagesstätten in Bayern dargestellt. Die Arbeit beschreibt die Bedingungen der Organisationsentwicklung und die Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion. Die Autorin beschränkt sich auf die Entwicklung und die Bedingungen im Bundesland Bayern, da deutschlandweit sehr unterschiedliche Gesetze, Förderungen und Bildungspläne für Kindertagesstätten vorgegeben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Problematik der Selektion im deutschen Bildungssystem und stellt das Ziel der inklusiven Teilhabe von Kindern mit Behinderung in bayerischen Kindertagesstätten als zentralen Prozess dar.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden grundlegende Begriffe wie Behinderung, Bildung, Heterogenität, Integration, Inklusion und Partizipation definiert, um ein theoretisches Fundament für die weitere Arbeit zu schaffen.

3. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Dieses Kapitel verknüpft die internationale UN-Konvention mit den spezifischen bayerischen Rahmenbedingungen, insbesondere dem Aktionsplan zur Umsetzung.

4. Von der Integration zur Inklusion: Die historische und konzeptionelle Entwicklung von der Separierung über die Integration hin zur Inklusion wird als notwendiger Paradigmenwechsel beschrieben.

5. Bedingungen für eine gelingende Inklusion: Es werden die wesentlichen Gelingensfaktoren wie Finanzierung, räumliche Gestaltung, Personalschlüssel und pädagogische Haltung analysiert.

6. Veränderungen für die Heilpädagogik: Die Arbeit diskutiert die notwendige Anpassung heilpädagogischer Rollen und Diagnostik an das Ziel einer inklusiven Bildung für alle Kinder.

7. Organisationsentwicklung: Die Notwendigkeit, Bildungseinrichtungen als lernende Organisationen zu verstehen, um Veränderungsprozesse professionell zu steuern, steht im Fokus.

8. Veränderung in den bayerischen Kindertagesstätten: Das Kapitel betrachtet die konkrete Umsetzung durch den bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan sowie das Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz.

9. Partizipation von Kindern und deren Eltern: Hier wird die Bedeutung der Beteiligung von Kindern und Eltern als unverzichtbare Säule einer inklusiven Alltagskultur hervorgehoben.

10. Barrieren bei der Umsetzung von Inklusion in Bayern: Trotz gesetzlicher Fortschritte werden strukturelle Hindernisse benannt, die einer vollständigen Inklusion in der Praxis aktuell noch entgegenstehen.

11. Praxisbeispiele aus dem Allgäu: Anhand zweier konkreter Kindertagesstätten im Allgäu werden die Herausforderungen und Lösungswege bei der Transformation zu inklusiven Einrichtungen veranschaulicht.

12. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die Inklusion als fortlaufenden Prozess der Organisationsentwicklung und gesellschaftlichen Haltung begreift.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Kindertagesstätte, Bayern, UN-Behindertenrechtskonvention, Pädagogik der Vielfalt, Organisationsentwicklung, Teilhabe, Barrierefreiheit, Heilpädagogik, Frühkindliche Bildung, Lernende Organisation, Partizipation, Bildungs- und Erziehungsplan, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der inklusiven Bildung und Erziehung von Kindern mit Behinderung in bayerischen Kindertagesstätten im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Abgrenzung von Inklusion und Integration, rechtliche Rahmenbedingungen in Bayern, notwendige Organisationsentwicklungsprozesse sowie die praktische Umsetzung in Kindertagesstätten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kindertagesstätten durch gezielte Organisationsentwicklung und eine veränderte pädagogische Haltung Barrieren abbauen und Inklusion als gelebte Vielfalt realisieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Kombination mit der Darstellung von Fallbeispielen aus zwei Kindertagesstätten im Allgäu, um die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Inklusionspädagogik, die Analyse gesetzlicher Vorgaben in Bayern und die detaillierte Beschreibung von Veränderungsprozessen innerhalb pädagogischer Einrichtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Inklusion, Teilhabe, Kindertagesstätte, Organisationsentwicklung, UN-Behindertenrechtskonvention und Pädagogik der Vielfalt sind die prägenden Begriffe.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Heilpädagogik im inklusiven Kontext?

Die Autorin sieht einen notwendigen Wandel der heilpädagogischen Rolle weg von der selektiven Defizitorientierung hin zu einer beratenden und begleitenden Funktion, die den Prozess der Inklusion unterstützt.

Welche Rolle spielen die untersuchten Praxisbeispiele aus dem Allgäu?

Die Beispiele dienen als empirische Illustration dafür, wie unterschiedlich Einrichtungen in Stadt und Land den Weg zur Inklusion beschreiten und welche spezifischen Barrieren oder Erfolgsfaktoren dabei auftreten können.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Recht von Kindern mit Behinderung: Vielfalt von Anfang an
Untertitel
Bayerische Kindertagesstätten machen sich auf den Weg zur Inklusion
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Veranstaltung
Heilpädagogik - Inklusion
Note
1,3
Autor
Barbara Holzbrecher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
56
Katalognummer
V233253
ISBN (eBook)
9783656521594
ISBN (Buch)
9783656567615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Kindertagesstätte Organisationsentwicklung Bayern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Barbara Holzbrecher (Autor:in), 2013, Das Recht von Kindern mit Behinderung: Vielfalt von Anfang an, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233253
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  56  Seiten
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