Problemstellung
Dass psychische Erkrankungen unsere Gesellschaft seit Jahren zunehmend mehr betreffen ist nicht zuletzt durch die tägliche Konfrontation in diversen Medien oder sogar durch persönlichen Kontakt zu Betroffenen bekannt. Auffällig in dem Zusammenhang ist, dass die Stimmen, die die Ursachen für diese Krankheiten schwerpunktmäßig in berufsbedingten Gegebenheiten suchen in den letzten Jahren immer lauter wurden: „Erschöpft, müde, ausgebrannt: Burnout“, „Wenn der Job krank macht“, „Raus aus der Stressfalle“ – so oder ähnlich klingen die Schlagzeilen. Tatsächlich ist der Anstieg der berufsbedingten psychischen Erkrankungen erschreckend. Automatisch stellt sich die Frage nach den Ursachen dieser Tatsache. Und vor allem: mit welchen daraus resultierenden Folgen muss die Gesellschaft rechnen? Wie wirken sich diese Krankheiten auf Unternehmen und Arbeitnehmer aus?
Ziel dieser Arbeit und Weg der Darstellung
Bestreben dieser Arbeit soll es sein, die Folgen berufsbedingter psychischer Erkrankungen für den Arbeitnehmer einerseits und für die Unternehmen andererseits herauszuarbeiten.
Dazu soll im folgenden zweiten Kapitel dieser Arbeit zunächst ein fundiertes Grundlagenwissen vermittelt werden, indem die Begriffe Berufskrankheit und arbeitsbedingte Krankheit voneinander abgetrennt und die Ausdrücke psychische Erkrankung und Belastung definiert werden. Anhand von aktuellen Zahlen soll die Aktualität des Themas unterstrichen werden.
Der dritte Teil der Arbeit soll, auf den Grundlagen des zweiten Kapitels aufbauend, anschließend die Ursachen differenziert beleuchten sowie Arten und vor allem Auswirkungen dieser berufsbedingten Erkrankungen – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen – herausarbeiten.
Schluss bildet eine Zusammenfassung und kritische Betrachtung dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel dieser Arbeit und Weg der Darstellung
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Berufskrankheit und arbeitsbedingte Krankheit
2.2. Psychische Erkrankung und Belastung
2.3. Aktuelle Zahlen im Vergleich
3. Ursachen, Arten und Auswirkungen
3.1. Ursachen
3.2. Arten und Auswirkungen auf den Arbeitnehmer
3.2.1. Burnout
3.2.2. Depressive Störungen
3.2.3. Angststörungen
3.3. Auswirkungen auf das Unternehmen
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Folgen berufsbedingter psychischer Erkrankungen differenziert für Arbeitnehmer sowie für Unternehmen zu analysieren und die Ursachen für deren signifikanten Anstieg aufzuzeigen.
- Grundlagen zur Definition von Berufskrankheiten und psychischen Belastungen
- Analyse der Ursachen berufsbedingter psychischer Erkrankungen
- Untersuchung der Auswirkungen von Burnout, Depressionen und Angststörungen auf Arbeitnehmer
- Betrachtung der ökonomischen und unternehmensbezogenen Folgen
- Einordnung aktueller statistischer Entwicklungen im Gesundheitswesen
Auszug aus dem Buch
3.1. Ursachen
Bezüglich der Ursachen empfiehlt es sich zu unterscheiden: zwischen den allgemeinen Ursachen für berufsbedingte psychische Erkrankungen einerseits und den Gründen für den unter „2.3. Aktuelle Zahlen im Vergleich“ thematisierten signifikanten Anstieg dieser Krankheiten in den letzten Jahren andererseits.
Zu ersterem seien zunächst die mit dem Unternehmen beziehungsweise dem Arbeitsplatz verbundenen psychischen Belastungen genannt, die sich zunächst in Stress und Unwohlsein äußern, in intensivem Ausmaß aber bis zu Erkrankungen und Störungen führen können: so ist in Bezug auf den Arbeitsinhalt beispielsweise zu erwähnen, dass dieser sich bei zu geringer Komplexität und Handlungsspielraum (Monotonie), als auch bei einer quantitativen und qualitativen Überforderung, vor allem bei Arbeit unter Zeitdruck, negativ auf die Psyche auswirken kann. Des Weiteren sind in dem Zusammenhang arbeitsorganisationsbedingte Belastungen erwähnenswert. Dies kann sich im Ablauf der Arbeit äußern, wenn zum Beispiel das zur Erfüllung der Arbeit benötigte Material nicht eintrifft oder wenn ein ergonomisch nicht korrekter Arbeitsplatz die optimale Ausführung der Tätigkeit verhindert.
Auch die in der Arbeit gegebenen Umgebungsbedingungen können eine mögliche Stressquelle darstellen. Lärm, Schmutz, Nässe und Kälte sind Faktoren, die vor Allem in Verbindung mit weiteren Belastungen gesundheitsgefährdend sein können. Weitere Gründe können in der Person bzw. Persönlichkeit des Betroffenen liegen: ein stark ausgeprägter Idealismus oder Perfektionismus, die Tendenz den Lebenssinn in der Arbeit zu suchen sowie der Drang, alle Tätigkeiten selber ohne die Hilfe Dritter erledigen zu müssen, bieten ein hohes Potenzial für psychische Fehlbelastungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz psychischer Erkrankungen im beruflichen Kontext und definiert das Ziel der Untersuchung.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel klärt die rechtliche und wissenschaftliche Abgrenzung zwischen Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Leiden und psychischen Belastungen unter Einbeziehung aktueller Statistiken.
3. Ursachen, Arten und Auswirkungen: Hier werden die vielfältigen Stressoren sowie die Symptome von Burnout, Depressionen und Angststörungen detailliert erläutert und deren Folgen für Beschäftigte und Betriebe aufgezeigt.
4. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse und reflektiert die Grenzen der Untersuchung sowie den Bedarf an weiterer Forschung.
Schlüsselwörter
Psychische Erkrankungen, Arbeitsbelastung, Burnout, Depressive Störungen, Angststörungen, Berufskrankheit, Arbeitsunfähigkeit, Fehlzeiten, psychische Gesundheit, Arbeitsmarkt, Arbeitnehmer, Unternehmen, Stress, Personalführung, Gesundheitsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von berufsbedingten psychischen Erkrankungen und deren Auswirkungen auf die betroffenen Beschäftigten sowie die Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die begriffliche Einordnung psychischer Störungen, die Identifikation von Ursachen in der Arbeitsumgebung und in der Gesellschaft sowie die ökonomischen Folgen für Firmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, die negativen Konsequenzen psychischer Erkrankungen für beide Seiten – Arbeitnehmer und Unternehmen – fundiert herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung von Fachliteratur, Studien und offiziellen Gesundheitsberichten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Ursachenkomplexe, stellt spezifische Störungsbilder (Burnout, Depression, Angst) vor und diskutiert betriebliche Folgekosten sowie Reputationsverluste.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie psychische Gesundheit, Burnout, arbeitsbedingte Belastung und betriebliche Gesundheitsfolgen charakterisiert.
Warum werden psychische Erkrankungen oft nicht als Berufskrankheit anerkannt?
Nach aktueller Gesetzgebung sind sie meist nicht in der offiziellen Liste der Berufskrankheiten aufgeführt, da ein direkter Kausalzusammenhang zum spezifischen Arbeitsplatz oft schwer nachweisbar ist.
Welche Rolle spielt der Wandel des Arbeitsmarktes für die Zunahme der Erkrankungen?
Durch technologische Veränderungen, gestiegene Arbeitsintensität und wachsende Unsicherheit durch Befristungen steigt die psychische Belastung der Mitarbeiter signifikant an.
Wie wirken sich diese Erkrankungen konkret auf Unternehmen aus?
Unternehmen leiden unter hohen Fehlzeiten, Kosten für Ersatzrekrutierungen, Produktivitätsverlusten und einem sinkenden Ruf als Arbeitgeber.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Burnout und privaten Beziehungen?
Ja, laut der Arbeit können Symptome wie Erschöpfung und vermindertes Selbstwertgefühl auf den privaten Bereich übergreifen und dort zu massiven Störungen in sozialen Beziehungen führen.
- Citation du texte
- Judith Mittmann (Auteur), 2013, Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233279