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Marx vs. Freud. Das Individuum als Knecht der Gesellschaft

Titre: Marx vs. Freud. Das Individuum als Knecht der Gesellschaft

Essai , 2007 , 13 Pages , Note: 12

Autor:in: Alev Bayram (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Individuum. Immer wieder kommt es zu einem Konflikt zwischen den Menschen und der Gesellschaft die aus unterschiedlichen Gründen unzufrieden mit der gesellschaftlichen Struktur sind. Einige sind vielleicht nicht zufrieden mit ihren Arbeitgebern oder mit ihren Arbeitszeiten, andere wiederum sind unglücklich mit ihrem Leben, weil sie gewissen Anforderungen der Gesellschaft nicht gerecht werden können oder weil sie sich den Normen ihrer Gemeinschaft nicht fügen wollen.
Anhand der marxistischen Klassentheorie und der freudschen Psychoanalyse soll untersucht werden, was für eine Bedeutung die Gesellschaft für das Individuum hat. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit es Anknüpfpunkte zwischen der marxistischen Klassentheorie und der freudschen Psychoanalyse gibt und inwieweit sich die beiden Theorien im Hinblick über die Annahme des Individuums unterscheiden. Einleitend seien an dieser Stelle folgende Zitate:
„Unsere Kultur ist ganz allgemein auf der Unterdrückung von Trieben aufgebaut. (…); aus diesen Beiträgen ist der gemeinsame Kulturbesitz an materiellen und ideellen Gütern entstanden“ (Freud, zit. nach Lohmann 2002: 447).

„Die Menschen werden aus ihren Traditionen und ihrer lokalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit heraus und in die bürgerliche Zivilisation hineingezwungen“ (Demirovic 2002: 51).

Zunächst werden die Sichtweisen von Marx und Freud über das Individuum vorgestellt. Dabei wird bei Marx der Zusammenhang von Kapitalismus und Individuum beschrieben, es wird also vorrangig darum gehen welches Verhältnis das Individuum zur Arbeit hat oder besser formuliert, was für eine Bedeutung eine kapitalistische Gesellschaft für die Menschen hat. Bei dem Versuch die freudsche Psychoanalyse zu erklären, wird besonders darauf geachtet, auf das Verhältnis von Individuum und der Gesellschaft einzugehen. Versucht wird zu erklären, welchem Zweck die Kultur dient und welche und was sie von den Individuen erwartet. Weiterhin werde ich dann auf Gemeinsamkeiten der beiden Theorien eingehen, bevor dann im darauffolgenden Kapitel die Unterschiede herausgearbeitet und bewertet werden. Im Schlusswort gebe ich zusammenfassend Antworten auf die zentralen Fragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verbindung der beiden Theorien

3. Theorievergleich im Hinblick auf das Individuum

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Gesellschaft für das Individuum durch eine vergleichende Analyse der marxistischen Klassentheorie und der freudschen Psychoanalyse zu untersuchen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Menschenbild herauszuarbeiten.

  • Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und Arbeit
  • Konfliktpotenzial zwischen menschlichen Trieben und kulturellen Anforderungen
  • Bedeutung von Privateigentum und Klassenzugehörigkeit für das Individuum
  • Kritik an den Auswirkungen gesellschaftlicher Strukturen auf das Familienleben
  • Perspektiven auf Befreiung und individuelle Selbstentfaltung

Auszug aus dem Buch

2. Anknüpfpunkte der beiden Theorien

Marx sieht das Individuum nur im Kontext einer Klasse, welche von der Gesellschaft in zwei Klassen unterteilt wird. Diese sind die Unternehmer, die so genannte „Bourgeoisie“ und die Arbeiter, die besitzlose Klasse, die er als „Proletarier“ bezeichnet. Während die Klasse der Bourgeoisie, die über die Produktionsmittel verfügt, ständig danach strebt die Produktivität zu steigern um mehr Produktionsmittel zu besitzen, sind die Proletarier gezwungen mehr zu arbeiten um die Güter zu produzieren (vgl. Marx 1848: 7). Dies führt zu einem Konflikt- dem Klassenkampf. Denn in der materiellen Welt, in der wir nach Marx leben, benötigt die gesamte Gesellschaft die Produktionsmittel, allerdings kann nur ein geringer Teil der Gesellschaft über diese verfügen.

Der freudsche Konfliktbegriff der Psychoanalyse, der zwischen Trieb und Kultur einen Zusammenhang herstellt, beschreibt den Menschen als ein Naturwesen der von seinen Trieben gesteuert wird. Die Triebe bestehen zum einen aus den sexuellen Bedürfnissen der Menschen und zum anderen aus ihren Aggressionen. Freud bezeichnet diese Triebe als das „Es“, welches unterdrückt werden muss, damit das einzelne Individuum in einer kollektiven Gesellschaft leben kann. Die Gemeinschaft versteht er als die „Kultur“ oder das „Über-Ich“, denn sie steht über dem Individuum und fordert es aus auf seine Triebe zugunsten der Gemeinschaft aufzugeben (vgl. Freud 1930: 61). Doch den Menschen fällt es schwer ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zu unterdrücken und sie entwickeln eine Abneigung gegen die Kultur, was folglich zu einem Konflikt zwischen dem Individuum und der Gesellschaft führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft vor und skizziert den methodischen Vergleich zwischen der marxistischen Klassentheorie und der Psychoanalyse nach Freud.

2. Verbindung der beiden Theorien: Das Kapitel analysiert die Berührungspunkte beider Theorien, insbesondere wie Marx das Individuum durch Klassenzugehörigkeit und Freud es durch den Triebkonflikt mit der Kultur definiert.

3. Theorievergleich im Hinblick auf das Individuum: Hier werden die unterschiedlichen Menschenbilder gegenübergestellt, wobei Freud den Menschen als schwaches Naturwesen und Marx ihn als durch Bildung entwicklungsfähiges, aber unterdrücktes Wesen betrachtet.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz der theoretischen Unterschiede beide Ansätze das Individuum als Knecht der Gesellschaft sehen, wobei Marx zur Revolution aufruft, während Freud eine notwendige, wenn auch belastende Kultur fordert.

Schlüsselwörter

Individuum, Gesellschaft, Marxismus, Psychoanalyse, Klassentheorie, Kapitalismus, Triebverzicht, Klassenkampf, Entfremdung, Kultur, Unterdrückung, Revolution, Arbeitsethos, Emanzipation, Aggressionstrieb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem Individuum und der Gesellschaft und hinterfragt, inwiefern gesellschaftliche Strukturen – analysiert durch Marx und Freud – das menschliche Dasein formen oder einschränken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die marxistische Klassentheorie, die freudsche Psychoanalyse, das Verhältnis von Arbeit und Triebunterdrückung sowie die Möglichkeiten der individuellen Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Auffassung des Individuums bei Marx und Freud aufzuzeigen und zu bewerten, welche Theorie im Kontext der heutigen Gesellschaft relevanter erscheint.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine komparative Literaturanalyse, bei der zentrale Begriffe wie "Klasse" (Marx) und "Trieb/Kultur" (Freud) theoretisch gegenübergestellt und auf die Gegenwart bezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Anknüpfpunkte zwischen den Theorien dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Unterschiede im Verständnis des Individuums und einer kritischen Reflexion der Autorin auf Basis aktueller gesellschaftlicher Zustände.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Klassenkampf, Triebunterdrückung, Entfremdung, Kapitalismus, Kultur, Sublimierung und individuelle Freiheit.

Wie bewertet die Autorin die freudsche Sicht auf die Frau?

Die Autorin kritisiert Freuds chauvinistische Haltung, der Frauen als "kulturunfähige Mängelwesen" bezeichnet, und hält diese Ansicht angesichts der gesellschaftlichen Realität, etwa der politischen Teilhabe von Frauen, für überholt.

Warum hält die Autorin die marxistische Theorie für die Gegenwart für passender?

Sie argumentiert, dass Marx’ Analyse der Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie seine Kritik an der Materialisierung des Lebens, die zu Lasten zwischenmenschlicher Beziehungen geht, aktuelle gesellschaftliche Probleme präziser trifft als Freuds Fokus auf Triebunterdrückung.

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Résumé des informations

Titre
Marx vs. Freud. Das Individuum als Knecht der Gesellschaft
Université
University of Marburg  (Gesellschaftswissenschaften und Philosophie)
Cours
Konflikttheorien
Note
12
Auteur
Alev Bayram (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V233335
ISBN (ebook)
9783656496830
ISBN (Livre)
9783656654834
Langue
allemand
mots-clé
marx freud individuum knecht gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alev Bayram (Auteur), 2007, Marx vs. Freud. Das Individuum als Knecht der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233335
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