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Einfluss der Gestaltung organisatorischer Strukturen auf die Mitarbeitermotivation

Title: Einfluss der Gestaltung organisatorischer Strukturen auf die Mitarbeitermotivation

Term Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jana Bürkert (Author)

Leadership and Human Resources - Employee Motivation, Employee Satisfaction
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„Motivation, Triebfeder des Erfolgs“ lautet der Titel eines Artikels im Focus (Rippler 2007) über Mitarbeitermotivation. Die Wahl der Überschrift ist kritisch zu betrachten: Es lässt sich vermuten, dass die Motivation sicherlich nicht die alleinige „Triebfeder“ einer guten unternehmerischen Leistung ist. Zu hinterfragen ist auch, ob Motivation überhaupt immer positiv wirkt. Dennoch verdeutlich der Titel den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Motivation, Arbeitsleistung und Erfolg eines Unternehmens. Menschliche Arbeit stellt einen Wettbewerbsfaktor dar, den Unternehmen zu steigern versuchen. Das „Wie?“ ist eine zentrale Frage der Unternehmensführung. Folglich werden verschiedenste Motivationsinstrumente eingesetzt, um die Arbeitsleistung der Beschäftigten zu steigern. Doch welche Rolle spielt dabei die Gestaltung von organisatorischen Strukturen?
Der Einfluss der Organisationsgestaltung auf die Mitarbeitermotivation wurde schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts diskutiert. Seitdem haben sich Menschenbild und Arbeitsbedingungen gewandelt, das Thema hat jedoch nicht an Aktualität und Brisanz verloren. – Ein guter Grund, sich auch, oder ganz besonders heute noch im Rahmen einer Hausarbeit eingehender mit der Problematik auseinanderzusetzen.
Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, dass die Organisationsstruktur als Motivationsinstrument Chance und Risiko zugleich birgt und dass die strukturelle Gestaltung eines Unternehmens bewusst gewählt und umgesetzt werden muss. Zu diesem Zweck wird, nachdem einige begriffliche Grundlagen geklärt werden, zunächst der theoretische Zusammenhang von Motivation und Struktur gezeigt. In einem weiteren Schritt werden motivierende Gestaltungsaspekte herausgearbeitet, die als Basis für die Untersuchung der Motivationswirkung ganzheitlicher Modelle dienen. Exemplarisch für zwei Extremformen der motivationsorientierten Organisationsgestaltung folgt eine Gegenüberstellung der Konzepte von Likert und Taylor. Zuletzt sollen die Ergebnisse dieser Arbeit diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlagen

2.1. Motivationsarten

2.2. Anreize

2.3. Gestaltungskonzepte

3. Wirkung von Gestaltungskonzepten auf die Mitarbeitermotivation

3.1. Zusammenhang von Motivation und Koordination in der Theorie

3.2. Motivierende Gestaltungsaspekte

3.3. Motivationspotenzial ganzheitlicher Gestaltungskonzepte

3.3.1. Mehrdimensionale Organisationsstrukturen

3.3.2. Funktionale und divisionale Organisationsstrukturen

3.3.3. Projektorganisation

3.4. Ausblick: neuere Gestaltungsmodelle

4. Extremformen der motivationsorientierten Organisationsgestaltung: die Modelle von Likert und Taylor

4.1. Das Scientific Management von Taylor

4.2. Das System 4 von Likert

4.3. Bewertung der Modelle von Likert und Taylor

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Gestaltung organisatorischer Strukturen auf die Mitarbeitermotivation. Ziel ist es aufzuzeigen, dass Organisationsstrukturen sowohl Chancen als auch Risiken für die Motivation bergen und somit als gezieltes Führungsinstrument fungieren müssen.

  • Wechselwirkung zwischen Koordination und Mitarbeitermotivation
  • Analyse motivierender Gestaltungsaspekte wie Eigenverantwortung und Partizipation
  • Bewertung des Motivationspotenzials verschiedener Organisationsmodelle (z. B. Matrix- oder Projektorganisation)
  • Gegenüberstellung der gegensätzlichen Ansätze von Taylor und Likert
  • Kritische Diskussion zur Notwendigkeit einer ausgewogenen Anreizgestaltung

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Scientific Management von Taylor

Das Ziel von Taylor war es, die Effizienz der Arbeiter durch ein System der organisatorischen Arbeitsteilung zu steigern, um alle Ressourcen bestmöglich auszuschöpfen. Er betrachtet die Organisation als Maschine, die sich sehr genau planen lässt (Bea, Göbel 2006). Seine Methode ist durch eine starke Spezialisierung gekennzeichnet. Es wird eine Trennung von „Kopfarbeit und […] Handarbeit“ (Taylor 1919, S. 40) und eine Unterteilung des Arbeitsprozesses in kleinste Schritte vorgenommen. Neben besseren Arbeitsbedingungen erfolgt eine höhere Vergütung (Frost & Osterloh 2000). Das Anreizsystem zielt allein auf die extrinsische Motivation.

Um einen reibungslosen Ablauf der Arbeitsorganisation zu garantieren, bedarf es eines stark ausgeprägten Kontrollsystems. Aus dieser Problematik heraus wurde das Kontrollparadoxon entwickelt, das, ähnlich wie der beschriebene Verdrängungseffekt, zeigt, wie eine intrinsische Motivation durch extrinsische Anreize unterbunden wird (Frost & Osterloh 2000): Durch eine starke Kontrolle sinken Arbeitszufriedenheit, Leistung und Effizienz. Dadurch ist eine noch stärkere Kontrolle notwendig, sodass sich eine Art „Teufelskreis“ ergibt (vgl. Abb. 1, S. 16). Letztendlich wird Leistung nur aufgrund von Kontrolle erbracht. Bei einer solch ausgeprägten Fremdbestimmung der Arbeit spielt die intrinsische Motivation praktisch keine Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen Motivation und Unternehmenserfolg und stellt die zentrale Fragestellung nach der Rolle organisatorischer Strukturen als Motivationsinstrument vor.

2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte wie extrinsische und intrinsische Motivation, verschiedene Anreizarten und das Verständnis von Gestaltungskonzepten in Organisationen.

3. Wirkung von Gestaltungskonzepten auf die Mitarbeitermotivation: Hier wird analysiert, wie Koordination und Motivation zusammenhängen und welche spezifischen Gestaltungsaspekte, wie Eigenverantwortung oder Gruppenarbeit, das Motivationsniveau beeinflussen.

4. Extremformen der motivationsorientierten Organisationsgestaltung: die Modelle von Likert und Taylor: Dieses Kapitel stellt die gegensätzlichen Managementphilosophien von Taylor und Likert gegenüber, um die Bandbreite der Motivationsansätze zu illustrieren.

5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer bewussten und differenzierten Gestaltung von Organisationsstrukturen, um Motivationsprobleme zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Mitarbeitermotivation, Organisationsstruktur, extrinsische Motivation, intrinsische Motivation, Taylorismus, System 4, Arbeitsanreize, Projektorganisation, Matrixorganisation, Eigenverantwortung, Arbeitszufriedenheit, Kontrollparadoxon, Organisationsgestaltung, Partizipation, Unternehmenserfolg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss, den die strukturelle Gestaltung eines Unternehmens auf die Motivation der Beschäftigten ausübt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen Motivationspsychologie, die Theorie der Organisationsgestaltung, verschiedene Anreizsysteme und deren Wirkung auf die Leistung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Organisationsstrukturen als Motivationsinstrumente fungieren, und zu erläutern, wie diese bewusst gewählt werden müssen, um positive Anreize zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter organisationswissenschaftlicher Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert motivierende Gestaltungsaspekte, untersucht das Motivationspotenzial spezifischer Organisationsformen und stellt die gegensätzlichen Ansätze von Likert und Taylor gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mitarbeitermotivation, Organisationsgestaltung, Taylorismus, Likert sowie der Gegensatz zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.

Wie definiert der Autor das sogenannte Kontrollparadoxon?

Es beschreibt einen Teufelskreis, bei dem durch zu starke Kontrolle die Arbeitszufriedenheit und Leistung sinken, was wiederum zu noch mehr Kontrolle führt und intrinsische Motivation unterbindet.

Warum wird eine "Generalisierung" der Konzepte als kritisch angesehen?

Da Mitarbeiter unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche haben, können standardisierte Modelle oft nicht alle Beschäftigten gleichermaßen motivieren.

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Details

Title
Einfluss der Gestaltung organisatorischer Strukturen auf die Mitarbeitermotivation
College
University of Constance
Grade
1,3
Author
Jana Bürkert (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V233391
ISBN (eBook)
9783656500230
ISBN (Book)
9783656500063
Language
German
Tags
einfluss gestaltung strukturen mitarbeitermotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Bürkert (Author), 2010, Einfluss der Gestaltung organisatorischer Strukturen auf die Mitarbeitermotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233391
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