Diese wissenschaftliche Arbeit stellt eines der innovativen, strukturierten Finanzprodukte, das Capped Outperformance Zertifikat, vor.
Zuerst wird erläutert, was ein Zertifikat im Allgemeinen ist, worauf ein Überblick über das Capped Outperformance Zertifikat folgt. Das dritte Kapital beschäftigt sich mit der Bewertung des Zertifikats beziehungsweise mit der Ermittlung des fairen Preises. Anschließend folgt in Kapitel vier die Sensitivitätsanalyse, ehe in Kapitel fünf eine Absicherungsstrategie vorgestellt wird. Das sechste Kapitel beendet diese Arbeit mit einer Zusammenfassung der Risiken und Vorteilen eines Capped Outperformance Zertifikat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemein
2.1 Was sind Zertifikate?
2.2 Was ist ein Capped Outperformance Zertifikat?
3 Bewertung
3.1 Portfolio aus Einzeloptionen
3.2 Bewertung der Einzeloptionen
3.3 Bewertungsformel
4 Sensivitätsanalyse
4.1 Untersuchung der Vertragsparameter
4.2 Untersuchung der Marktparameter
5 Absicherungsstrategie
5.1 Allgemein
5.2 Delta - Hedging
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Bewertung und der praktischen Absicherung von Capped Outperformance Zertifikaten, um die Funktionsweise sowie die Chancen und Risiken für Privatanleger und Emittenten transparent zu machen.
- Grundlegende Definition von Zertifikaten und dem Capped Outperformance Zertifikat
- Methodische Bewertung mittels Portfoliodekomposition und Black-Scholes-Modell
- Sensitivitätsanalyse von Vertragsparametern und Markteinflüssen
- Analyse der Deltaneutralität als Absicherungsstrategie für Emittenten
Auszug aus dem Buch
3.1 Portfolio aus Einzeloptionen
Es ist notwendig das Zertifikat in seine Einzelteile zu zerlegen, um es bewerten zu können. Mithilfe der Duplikation entsteht ein Portfolio aus Einzeloptionen, welches die gleichen Zahlungsströme generiert, wie das zu duplizierende Zertifikat. Das Capped Outperformance Zertifikat lässt sich durch drei verschiedene Positionen replizieren. Am Einfachsten lässt sich das anhand des Auszahlungsprofil in Abbildung 1 zeigen. Die Steigung im Ursprung beträgt eins, demzufolge wird ein Zero Strike Call mit einem Basispreis K = 0 auf den Basiswert gehalten. Im Outperformancebereich nimmt die Steigung zu, da diese von der Partizipationsrate abhängig ist. Um den Outperformancebereich zu replizieren benötigt man (α - 1) Call - Optionen in der long - position. Der Basispreis dieser Call - Optionen muss identisch sein mit dem Basispreis des Zertifikats. Schließlich fällt die Steigung auf Null, wenn der Cap erreicht wurde. Dies lässt sich mithilfe von α Call - Optionen in der short - position mit dem Basispreis K = X replizieren. Zusammenfassend besteht das Portfolio aus den folgenden drei Positionen:
1. 1 * Zero Strike Call
2. (α - 1) * long - position in Call - Optionen
3. α * short - position in Call - Optionen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in den Markt für strukturierte Finanzprodukte und Erläuterung der Motivation für die vorliegende Untersuchung.
2 Allgemein: Definition von Zertifikaten als Schuldverschreibungen und detaillierte Erläuterung der Konstruktion des Capped Outperformance Zertifikats.
3 Bewertung: Vorstellung der Zerlegung des Zertifikats in Einzeloptionen und Anwendung des Black-Scholes-Modells zur Preisermittlung.
4 Sensivitätsanalyse: Untersuchung der Auswirkungen von Vertragsparametern sowie der sogenannten "Greeks" (Delta, Gamma, Theta) auf das Zertifikat.
5 Absicherungsstrategie: Erörterung der Risikominimierung für Emittenten durch den Einsatz dynamischer Absicherungsstrategien, insbesondere des Delta-Hedgings.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken für den Anleger unter Berücksichtigung von Marktszenarien und dem Totalverlustrisiko.
Schlüsselwörter
Capped Outperformance Zertifikat, Strukturierte Finanzprodukte, Zertifikatmarkt, Basiswert, Underlying, Partizipationsrate, Cap, Bewertung, Black-Scholes-Modell, Sensitivitätsanalyse, Delta, Gamma, Theta, Delta-Hedging, Emittentenrisiko.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert Capped Outperformance Zertifikate hinsichtlich ihrer Konstruktion, Preisbildung und Absicherungsmöglichkeiten im Rahmen einer finanzmathematischen Betrachtung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Bewertung durch Optionspreismodelle, die Sensitivitätsanalyse mittels Kennzahlen wie Delta, Gamma und Theta sowie die Absicherung durch Delta-Hedging.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist es, den fairen Wert eines Capped Outperformance Zertifikats zu bestimmen und aufzuzeigen, wie Emittenten ihre Marktposition durch Absicherungsstrategien absichern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Es wird das Duplikationsprinzip genutzt, um das Zertifikat in ein Portfolio aus Call-Optionen zu zerlegen, deren Preis anschließend mittels Black-Scholes-Modell berechnet wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die formale Herleitung des Auszahlungsprofils, die mathematische Bewertungsformel, die Analyse von Markteinflüssen und die Darstellung der Hedging-Mechanismen für Emittenten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind Capped Outperformance Zertifikat, Partizipationsrate, Black-Scholes-Modell, Delta-Hedging und das Totalverlustrisiko von Schuldverschreibungen.
Warum ist das Delta-Hedging für Emittenten von Bedeutung?
Es ermöglicht Emittenten, die Risiken aus dem Verkauf der Zertifikate durch entgegengesetzte Wertbewegungen im Portfolio zu neutralisieren und so Kursschwankungen des Basiswertes auszugleichen.
Welche Rolle spielt der Cap bei der Rückzahlung?
Der Cap markiert den Punkt, an dem der Anleger nicht mehr von weiteren Kursanstiegen des Basiswertes profitiert; er begrenzt die maximale Rückzahlung und ist damit ein zentraler Vertragsparameter.
- Citation du texte
- Tobias Braun (Auteur), 2012, Capped Outperformance Zertifikat: Bewertung eines innovativen Finanzproduktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233438