Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Filosofía del siglo XX

Zur Radikalität der Geschlechtertheorie von Judith Butler

Título: Zur Radikalität der Geschlechtertheorie von Judith Butler

Trabajo , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dana Michaelis (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In meiner Hausarbeit befasse ich mich mit Judith Butlers Werken „Das Unbehagen der Geschlechter“ („Gender trouble“), „Körper von Gewicht“ („Bodies that matter“) und „Hass spricht. Zur Politik der Pervormativen“. Judith Butler hat wie kaum eine andere Autorin in der gegenwärtigen feministischen Theorie für Furore gesorgt und ist bezüglich ihrer Geschlechtertheorie wie kaum eine andere Theoretikerin derartig umstritten. Sie wird als Begründerin der „Queer Theory“ gesehen und wird als typisch „postmoderne Autorin“ deklariert. Im Jahre 1991 erschien ihr erstes deutschsprachiges Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ und sorgte sowohl für Unruhe in der Frauen- und Geschlechterforschung, als auch in der politischen Philosophie sowie bei der weiblichen Leserschaft. In diesem Buch stellte Butler die These auf, dass die Geschlechtsidentität das Produkt sprachlicher, sozialer und kultureller Konstituierung sei und somit nichts durch die Natur Gegebenes. Im Jahre 1997 erschien ihr Werk „Körper von Gewicht“, worin sie ihre Ansätze vertieft und die Differenzierung von sozialem und biologischem Geschlecht, beziehungsweise „gender“ und „sex“, vornimmt und es ebenfalls als kulturell konstituiert deklariert. Sowohl die zwei vorgenannten Werke als auch das Buch „Hass spricht. Zur Politik des Pervormativen“, welches 1998 veröffentlich wurde, ließen scheinbar feststehende Genres wie Körper, Kultur und Natur ins Wanken geraten. Ebenso die zuvor unbestrittene Kategorisierung von Weiblichkeit und Männlichkeit wurde von Butler streitig gemacht. In ihrem Werk „Körper von Gewicht“ wirft sie die Frage nach den subtilen Machtmechanismen auf, die die Grundlage vorgenannter Kategorien bilden. Butler wurde nach Veröffentlichung ihres ersten Werkes im Jahre 1991 mehrfach rezipiert, unter anderem aber auch fehl interpretiert, was die Diskussionen über die Begriffe wie „gender“, „sex“, „Geschlechtsidentität“ und „Konstruktion“ zur Folge hatten. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung/ Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Butlers Geschlechtertheorie

2.2 Konstruktion von Geschlecht

2.3 Zur Neuformulierung der Performativität

2.4 Butlers Bild vom Subjekt

2.5 Geschlechtsidentität und Intelligibilität des Subjekts nach Butler

2.6 Butlers Vorstellung von Subversion und Handlungsmacht

3. Zusammenfassung/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Judith Butlers Geschlechtertheorie, um deren Kerninhalte zu identifizieren und die Gründe für ihre Radikalität innerhalb der feministischen Theorie herauszuarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Butler die Kategorien Geschlecht und Identität dekonstruiert und welche Rolle dabei performative Akte spielen.

  • Die Dekonstruktion der sex/gender-Unterscheidung.
  • Die Bedeutung von Diskursen für die Konstituierung von Subjekten.
  • Das Konzept der Performativität als wiederholende Praxis.
  • Die Kritik an normativen Identitätsvorgaben und die Möglichkeiten der Subversion.

Auszug aus dem Buch

2.1 Butlers Geschlechtertheorie:

„Butler zielt darauf, die sex/gender-Unterscheidung in gender aufzulösen: »sex« selber sieht sie als gender-Konstrukt, hervorgebracht durch Diskurse. Auch die Körperlichkeit ist hier demnach nichts, was Männer und Frauen materiell unterscheidet, sondern die »Fiktion« materieller Substanzen komme erst durch den bedeutungskonstituierenden, diskursiv gesteuerten und steuernden Blick in die Welt.“

Nach Butlers Meinung handelt es sich um ein performatives Modell von Geschlecht, in welchem die Kategorisierung in männlich und weiblich als Effekt wiederholender Handlungen gesehen werden kann und somit keineswegs ein Produkt der naturgemäßen Materialisierung darstellt. Vor Butlers Ansätzen hat man das biologische Geschlecht und das kulturelle Geschlecht als identisch gesehen. Bei Butler hingegen erscheint das biologische Geschlecht, »sex«, ebenso wie das soziale Geschlecht, »gender«, als ein kulturelles Produkt und als nichts natürlich Gegebenes.

Jene These machte aus Butler eine populäre Persönlichkeit, was wiederum Kritik seitens ihrer Vorläufer zur Folge hatte, weil diese These nach Ansicht ihrer Kritiker nicht so neu sei und sie die selbe Aufmerksamkeit für sich forderten. Im Vergleich zu ihren Vorläufern wird man jedoch schnell feststellen, dass Butler diese These in solcher Radikalität formuliert, wie es bislang nicht vorgekommen ist. Der Ausgangspunkt dieser radikalen Ansätze findet sich in ihren poststrukturalistischen theoretischen Gesichtspunkten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung/ Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein und verortet Butlers Werk innerhalb der feministischen Theorie sowie der Queer Theory.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Grundlagen Butlers, insbesondere die Dekonstruktion von Geschlecht, das Konzept der Performativität, das Subjektverständnis sowie Möglichkeiten der Subversion.

3. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass Butlers Radikalität in der Neukonzeption von Geschlecht als diskursives Konstrukt liegt.

Schlüsselwörter

Judith Butler, Geschlechtertheorie, Performativität, Diskurs, Konstruktion, Geschlechtsidentität, Subversion, Handlungsmacht, Poststrukturalismus, Feminismus, Queer Theory, sex, gender, Intelligibilität, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Geschlechtertheorie von Judith Butler und deren weitreichenden Implikationen für das Verständnis von Identität und Geschlecht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Performativität, die diskursive Konstruktion von Körpern, die Kritik an binären Geschlechtersystemen und die subversive Gestaltung von Subjektpositionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Inhalt von Butlers Theorie zu erläutern und darzulegen, warum diese Theorien als radikal und neuartig innerhalb der feministischen Debatte eingestuft werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Primärliteratur von Judith Butler sowie auf ergänzende philosophische und soziologische Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Konstruktion von Geschlecht, eine detaillierte Ausarbeitung des Konzepts der Performativität und eine Untersuchung, wie Butler das Subjekt und dessen Handlungsmacht innerhalb dieser diskursiven Rahmenbedingungen definiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Performativität, Diskurs, Konstruktion, Identität und Dekonstruktion definiert.

Inwiefern unterscheidet sich Butlers Subjektverständnis vom klassischen Verständnis?

Butler lehnt die Vorstellung eines autonomen, präexistenten Subjekts ab und argumentiert stattdessen, dass das Subjekt erst durch den Diskurs und die wiederholten performativen Akte konstituiert wird.

Was versteht Butler unter dem „Verworfenen“ (the abjekt)?

Das Verworfene beschreibt jene Zonen des sozialen Lebens, die als nicht-lebbare Identitäten ausgegrenzt werden, deren Existenz aber notwendig ist, um die Grenzen des akzeptierten Subjekts zu definieren.

Wie radikal ist Butlers Konzept der „doppelten Radikalität“?

Diese beschreibt einerseits die neue Freiheit der Selbstbestimmung bei der Wahl der Identität und andererseits den konstanten, potenziell grausamen gesellschaftlichen Zwang zur Aufrechterhaltung einer „normalen“ kohärenten Identität.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Zur Radikalität der Geschlechtertheorie von Judith Butler
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philosophisches Institut)
Curso
Hauptseminar: Kritik der Gewalt
Calificación
1,3
Autor
Dana Michaelis (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V233483
ISBN (Ebook)
9783656504573
ISBN (Libro)
9783656504818
Idioma
Alemán
Etiqueta
radikalität geschlechtertheorie judith butler
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dana Michaelis (Autor), 2009, Zur Radikalität der Geschlechtertheorie von Judith Butler, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233483
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  20  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint