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Das Streben nach Glück in der Antike als Grundstein für das Glücksstreben in der Moderne

Aristoteles

Title: Das Streben nach Glück in der Antike als Grundstein für das Glücksstreben in der Moderne

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Dana Michaelis (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Was genau ist überhaupt dieses „Glück“, wonach ein jeder Mensch sich sehnt? Die Frage nach dem Glück erstreckt sich über die 2500 Jahre alte Philosophiegeschichte.
Das Problem, mit dem ich mich in dieser Hausarbeit auseinander setzen werden, zielt auf die Aktualität der antiken Philosophie des Aristoteles ab. Dieser gibt einen Rahmen vor, an dem man sich orientieren kann, um Glück im Leben zu erfahren.
,,Sollte seine Erkenntnis nicht auch für das Leben eine große Bedeutung haben und uns helfen, gleich den Schützen, die ein festes Ziel haben, das Rechte besser zu treffen?" 1
Die heutige Erlebnisgesellschaft eröffnet eine Sphäre von Highlights. Das Erreichen dieser Höhepunkte ermöglicht ein Gefühl von Euphorie. Aber ist dieses Gefühl auch nach den antiken Auffassungen als Glück zu betiteln? Ist Glück also eine Aufeinanderfolge von Ereignissen, bei denen Glück nur eine Momenterscheinung ist“ Oder ist das Glück eine allgemeine Lebenseinstellung, die beeinflusst werden kann? Mit diesen beiden vermeintlich unterschiedlichen Vorstellungen von Glück werde ich mich in dieser Arbeit auseinander setzen und die Vorstellungen von Glück in der Antike der Moderne gegenüberstellen.
Ich werde mich dabei hauptsächlich auf das Werk von Aristoteles ,,Nikomachische Ethik" stützen. Daran anschließen wird sich eine kurze Ausführung wichtiger Aspekte der Werke von Wilhelm Schmid: ,,Philosophie der Lebenskunst", „Der philosophische Weg zum Glück. In: Psychologie Heute 11 (2000)“ und „Mit sich selbst befreundet sein“. Anhand seiner Auslegungen der modernen Glücksphilosophie werden Gemeinsamkeiten, aber auch Differenzen zur Auffassung in der Antike sichtbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Antike und das Glück

2.1 Glücksbegriffe und das Streben nach Glück in der Philosophie

2.2 Die Philosophen und das Glück

2.3 Glück als ein wählbares Gut

2.4 Glück als eine spezifische Tätigkeit

2.5 Das Glück und die Rolle von Gütern

2.6 Glück in der Gesellschaft

2.7 Glück als erlernbares Gut

2.8 Der Weg der Mitte

2.9 Glück als Lebenseinstellung

3. Die Moderne und das Glück

3.1 Glücksphilosophie der Moderne und der Sinn des Lebens

3.2 Zwei Aspekte der Ästhetik

3.3 Der Begriff der Heiterkeit

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Konzeption des Glücks, ausgehend von Aristoteles' "Nikomachischer Ethik" bis hin zu modernen Glücks- und Lebenskunstvorstellungen, um Gemeinsamkeiten und Differenzen im Streben nach einem geglückten Leben zu identifizieren.

  • Antike Glücksauffassungen als ontologisches Fundament
  • Aristotelische Tugendethik und das Streben nach dem höchsten Gut
  • Transformation des Glücksbegriffs in der Moderne
  • Hermeneutik als neue Form der Selbstsorge
  • Die Rolle der Ästhetik und Heiterkeit in der Lebenskunst

Auszug aus dem Buch

2.5 Das Glück und die Rolle von Gütern

Aristoteles unterscheidet dreierlei Arten von Gütern. Die Güter der Seele, wie Tugend oder Exzellenz, Klugheit und Weisheit bezeichnet er als die höchsten, anspruchsvollsten und somit edelsten Güter. Des Weiteren führt er noch die leiblichen und die äußeren Güter hinzu. Die leiblichen Güter sind mit der Lust in Verbindung zu bringen sowie mit dem lustvollen oder freudvollen Leben. Lust und Freude im Leben wird von jedem auf verschiedene Art und Weise, aufgrund differenzierter Vorlieben, hervorgerufen.

Auch diese Güter stützen sich auf die Seele, weil hier ein Leben realisiert wird, das auf das Beste und Schönste abzielt, sodass der Glückliche gut lebe und gut handle.

„(…), und so mag es sich erklären, daß einige das äußere Wohlergehen der Glückseligkeit gleichsetzen , wie andere die Tugend.“ 19

Aristoteles vertritt die Auffassung, dass die äußeren Güter oder auch Umstände nun in gewisser Weise auf die Gesellschaft übergreifen. Zu nennen wären dabei beispielsweise die familiären Beziehungen, der Reichtum, der politische Einfluss, die Wohlgeborenheit und die äußere Erscheinung. Diese Güter können zu allen Seiten ein glückliches Leben beeinflussen. Sittliches und wertvolles Handeln wird beispielsweise durch Reichtum und politischen Einfluss stark erleichtert. Diese äußeren Güter können auch als Hilfsmittel bedeutsam werden:

"da es unmöglich oder schwer ist, das Gute und Schöne ohne Hilfsmittel zur Ausführung zu bringen." 20

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Frage nach dem Glück und stellt die Aktualität der aristotelischen Philosophie als Rahmen für das heutige Lebensglück vor.

2. Die Antike und das Glück: Dieses Kapitel analysiert das aristotelische Glücksmodell, unterteilt in Tugend, Lebensformen, die Rolle von Gütern und das Streben nach der Mitte als Basis für ein glückliches Leben.

3. Die Moderne und das Glück: Hier wird der Kontrast zur Antike aufgezeigt, wobei insbesondere Wilhelm Schmids Konzepte der Hermeneutik, der Ästhetik und der Heiterkeit als moderne Antworten auf die Sinnfrage fungieren.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass moderne Glücksphilosophie tief in antiken Wurzeln verankert bleibt, jedoch mit spezifischen Herausforderungen der Gegenwart konfrontiert ist.

Schlüsselwörter

Glück, Eudaimonie, Aristoteles, Nikomachische Ethik, Lebenskunst, Tugend, Hermeneutik, Heiterkeit, Sinn des Lebens, Selbstsorge, Philosophie, Antike, Moderne, Güter, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Kontinuität und den Wandel des Glücksbegriffs von der aristotelischen Antike bis in die moderne Lebenskunstphilosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören Tugendlehre, die Rolle von äußeren Gütern, der Begriff der "Mitte", die hermeneutische Interpretation der eigenen Existenz sowie die Bedeutung von Ästhetik und Heiterkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Aktualität antiker Glücksauffassungen für das moderne Leben zu prüfen und Gemeinsamkeiten sowie Differenzen zur heutigen Lebensführung herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine hermeneutisch-philosophische Analyse primärliterarischer Quellen (vor allem Aristoteles) sowie fachspezifischer Sekundärliteratur (insbesondere Wilhelm Schmid).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der antiken Glücksdefinitionen und eine Gegenüberstellung mit modernen Ansätzen, die den Fokus auf Lebenssinn, Interpretation und reflektierte Lebensgestaltung legen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eudaimonie, Lebenskunst, Tugend, Hermeneutik, Heiterkeit und Selbstsorge charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "inneren" und "äußeren" Gütern eine Rolle?

Aristoteles sieht äußere Güter als Hilfsmittel, betont aber, dass Glück primär auf der seelischen Tätigkeit und der Tugend basiert, was eine kritische Abgrenzung zu rein materiellen Glücksvorstellungen ermöglicht.

Wie unterscheidet sich die moderne Heiterkeit von bloßer Fröhlichkeit?

Laut Wilhelm Schmid ist Fröhlichkeit lediglich ein flüchtiger Affekt, während Heiterkeit eine bewusste, asketisch erarbeitete Haltung darstellt, die auch die Tragik des Lebens integriert.

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Details

Title
Das Streben nach Glück in der Antike als Grundstein für das Glücksstreben in der Moderne
Subtitle
Aristoteles
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philosophisches Institut)
Course
Hauptseminar: Nikomachische Ethik (Aristoteles)
Grade
1,6
Author
Dana Michaelis (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V233486
ISBN (eBook)
9783656501022
ISBN (Book)
9783656501787
Language
German
Tags
streben glück antike grundstein glücksstreben moderne aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dana Michaelis (Author), 2010, Das Streben nach Glück in der Antike als Grundstein für das Glücksstreben in der Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233486
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