Hella W - Biographie eines bewegten Lebens


Seminararbeit, 2012
14 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Filminformationen
2.1 Der Regisseur Juha Wuolijoki: Hintergründe und Absichten
2.2 Schauspieler

3. Das Leben der Hella Wuolijoki – im realen Leben und im Film
3.1 Kindheit und Ausbildung
3.2 Dargestellte Passagen ihres Lebens im Film
3.2.1 Wuolijoki als Geschäftsfrau und Schriftstellerin
3.2.2 Politische Intervention
3.2.3 „Und ich war nicht Gefangene“: Hella Wuolijoki im Gefängnis
3.3 Die Jahre nach dem Krieg

4. Kritiken

5. Schlussbetrachtung

Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Hella Wuolijoki war eine der einflussreichsten finnischen Künstlerinnen und Aktivistinnen des 20. Jahrhunderts. Sowohl als Schriftstellerin, als auch als Geschäftsfrau und politisch aktiver Mensch prägte sie die finnische Kultur und die finnische Historie. Im Jahr 2011 erschien der Film „Hella W“ von Juha Wuolijoki, der sich mit dem ereignisreichen Leben dieser Frau beschäftigt und die wichtigsten Ereignisse und Abschnitte ihres Lebens nachzeichnet.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich zum einen mit der Vorstellung des Filmes „Hella W“ und geht zum anderen intensiv auf die wahren Begebenheiten der Geschichte Hella Wuolijokis ein. Da es sich um einen biographischen Film handelt, hängen filmische Darstellung und die reale Wirklichkeit dieses Lebens eng miteinander zusammen.

Da es in dieser Arbeit hauptsächlich um die Vorstellung und Untersuchung des Filmes geht, gibt es zunächst einige Informationen zum Regisseur Juha Wuolijoki, sowie den Daten und Fakten zur Produktion des Filmes. Zudem werden die Schauspieler kurz vorgestellt. Im Hauptteil dieser Arbeit geht es darum, den dargestellten Teil Wuolijokis Leben in einen zeitlichen Zusammenhang einordnen zu können. Daher gilt es, ihren Lebenslauf zu rekonstruieren bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Handlung des Filmes einsetzt. Die Handlungsstränge des Filmes werden daran anschließend nachgezeichnet und mithilfe des Werkes „Da ich aber eine sehr unverwüstliche Frau bin …“ von Erkki Tuomioja mit einer weiteren Biographie abgeglichen. Um ihr Leben vollständig darzustellen werden zum Ende noch die Jahre aufgezeigt, die ebenfalls im Film nicht mehr thematisiert wurden.

Im Schlussteil dieser Arbeit wird auf die Kritiken eingegangen, die dieser Film innerhalb und außerhalb Finnlands erhalten hat, bevor zuletzt eine Schlussbetrachtung mit einem Ausblick erfolgt.

Hervorzuheben ist, dass das Leben der Hella Wuolijoki derart facettenreich und voller Ereignissen und Beziehungen war, dass trotz allem in dieser Arbeit nur ein Bruchteil dieses Lebens erfasst werden kann. Das Hauptaugenmerk liegt daher auf den zeitlichen Rahmen und um einen Überblick über ihr Leben zu erhalten und weniger auf die mannigfaltigen Verstrickungen unterschiedlichster kultureller, literarischer und auch politischer Beziehungen.

2. Allgemeine Filminformationen

Am 28. Januar 2011 feierte der Film „Hella W“ in Finnland seine Kinopremiere. Der biographische Film über das Leben der Hella Wuolijoki, einer der bekanntesten weiblichen Persönlichkeiten Finnlands, wurde hauptsächlich in der Stadt Turku gedreht und kostete 1.730.000 Euro. Regie führte Juha Wuolijoki, der auch zusammen mit Outi Nyytäjä das Drehbuch verfasste. Der Film selber hat eine Spieldauer von gerade einmal 78 Minuten und ist im Englischen unter dem Titel „Woman of Power“ erhältlich, allerdings in finnischer Sprache mit englischem Untertitel (vgl. www.imdb.com). Im folgenden Teil wird der Regisseur Juha Wuolijoki und seine Intentionen den Film zu drehen, vorgestellt. Bevor im Hauptteil auf das Leben und den Inhalt der Hella Wuolijoki übergegangen wird, sollen die Schauspieler noch kurz genannt werden.

2.1 Der Regisseur Juha Wuolijoki: Hintergründe und Absichten

Juha Wuolijoki wurde am 10. November 1969 in Helsinki geboren. Bekannt wurde er im Jahr 2004 mit dem Film „Gourmet Club“; sein erfolgreichstes Projekt war jedoch „Joulutarina“ („Wunder einer Winternacht“) im Jahr 2008 nach dem Buch von Marko Leino, worin er zusammen mit Leino das Drehbuch schrieb und Regie führte.

Die Idee für das Projekt, einen Film über Hella Wuolijoki zu drehen, entstand bereits 2003, also noch vor Wuolijokis erstem Film „Gourmet Club“ (vgl. Nordisk Film & TV Fond 2011). Juha Wuolijoki beschreibt, dass es nicht etwa seine Verbindung zu Hella war - Hellas Ehemann Sulo Wuolijoki war Juhas Großonkel – einen Film über sie zu drehen, sondern weil sie eine „starke, tatkräftige, kreative und sehr mutige Frau“ war (Nordisk Film & TV Fond 2011). Juha bewundert außerdem, dass Hella eine „sehr komplexe Persönlichkeit“ hatte, die „sehr wohlhabend war und dennoch beanspruchte, eine Sozialistin zu sein“ (ebenda). Hella Wuolijoki sei eine „bewundernswerte Frau gewesen und in Europa habe es nur sehr wenige Frauen mit einem derlei heldenhaften Leben“ gegeben (ebenda).

Die Dreharbeiten und generell die Arbeiten zu dem Film seien sehr schwierig gewesen und Juha kam mehrmals zu dem Punkt, an dem er sich fragte, ob er nicht alles doch hinschmeißen sollte (vgl. ebenda).

Finanzielle Unterstützung erhielt Wuolijoki von seiner Produktionsfirma Snapper Films. Als Ko-Produzent stand „Estonia’s Amrion Ltd.“ ein; zudem unterstützte YLE („Finnish Film Foundation“) und der Nordisk Film & TV Fond das Projekt (vgl. ebenda).

2.2 Schauspieler

Die wichtigste Rolle für den Film stellt selbstverständlich die der Hella Wuolijoki dar. Aufgrund der komplexen Persönlichkeit, die der Regisseur hervorgehoben hat, suchte Juha Wuolijoki im ganzen Land nach einer Schauspielerin, die diese Rolle zu verkörpern vermochte. Diese fand er schließlich in Tiina Weckström, die er als „fantastisch“ bezeichnet (vgl. Nordisk Film & TV Fond 2011). Tiina Weckström (*1956) spielt vorrangig in TV Serien mit (z.B. Uutishuone) und steht auf Theaterbühnen. Hella Wuolijokis Tochter, Vappu Tuomioja, wird von Matleena Kuusniemi (1973) verkörpert, die in Filmen wie „Pihalla“ und „Paha maa“ mitspielte. Ein in Finnland bekannter Schauspieler ist Hannu-Pekka Björkman (*1969), der in Hella W den ermittelnden Beamten des finnischen Geheimdienstes spielt. Er hat u.a. in Filmen wie „Pahat Pojat“, „Gourmet Club“, „FC Venus“, „Joulutarina“ und „Rööperi”. Björkman arbeitete somit schon öfter in der Vergangenheit mit dem Regisseur Wuolijoki zusammen. Pirkka-Pekka Petelius (*1953) stellt Eino Salmelainen dar, der Hella Wuolijokis Stücke als erster auf die Bühne brachte. Petelius spielte u.a. in „Prinsessa“ mit. Maria Heiskanen (*1970), die ebenso wie Björkman in „Rööperi“ mitspielte, verkörpert Kerttu Nuorteva, die sich unter falschem Namen als russische Spionin im Haus von Hella Wuolijoki einzunisten versucht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Hella W - Biographie eines bewegten Lebens
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Finnougristik/ Uralistik)
Veranstaltung
Der aktuelle finnische Film
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V233546
ISBN (eBook)
9783656502388
ISBN (Buch)
9783656504092
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ostseefennistik, Wuolijoki, Finnland, Film
Arbeit zitieren
Katharina Jakob (Autor), 2012, Hella W - Biographie eines bewegten Lebens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233546

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