Hella Wuolijoki war eine der einflussreichsten finnischen Künstlerinnen und Aktivistinnen des 20. Jahrhunderts. Sowohl als Schriftstellerin, als auch als Geschäftsfrau und politisch aktiver Mensch prägte sie die finnische Kultur und die finnische Historie. Im Jahr 2011 erschien der Film „Hella W“ von Juha Wuolijoki, der sich mit dem ereignisreichen Leben dieser Frau beschäftigt und die wichtigsten Ereignisse und Abschnitte ihres Lebens nachzeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Filminformationen
2.1 Der Regisseur Juha Wuolijoki: Hintergründe und Absichten
2.2 Schauspieler
3. Das Leben der Hella Wuolijoki – im realen Leben und im Film
3.1 Kindheit und Ausbildung
3.2 Dargestellte Passagen ihres Lebens im Film
3.2.1 Wuolijoki als Geschäftsfrau und Schriftstellerin
3.2.2 Politische Intervention
3.2.3 „Und ich war nicht Gefangene“: Hella Wuolijoki im Gefängnis
3.3 Die Jahre nach dem Krieg
4. Kritiken
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der filmischen Biografie „Hella W“ (2011) von Juha Wuolijoki auseinander, untersucht die filmische Darstellung im Kontext der historischen Fakten und analysiert das Leben der einflussreichen finnischen Künstlerin Hella Wuolijoki im zeitlichen und politischen Kontext des 20. Jahrhunderts.
- Biografische Rekonstruktion von Hella Wuolijoki
- Analyse des biographischen Films „Hella W“
- Kontextualisierung historischer Ereignisse des 20. Jahrhunderts
- Untersuchung des Verhältnisses zwischen Film und Realität
- Politische und künstlerische Einflüsse im Leben der Protagonistin
Auszug aus dem Buch
Wuolijoki als Geschäftsfrau und Schriftstellerin
Der Film beginnt mit verschiedenen Passagen aus Gesprächen der verschiedenen Geheimdienste der Länder Großbritanniens, der Sowjetunion und Finnlands. Dabei verdächtigten alle daran beteiligten Hella Wuolijoki für die jeweils andere Seite zu arbeiten. Der Leiter des finnischen Geheimdienstes (gespielt von Hannu-Pekka Björkman) setzt alles daran, Wuolijoki aus dem Verkehr ziehen zu können und ihr etwas nachzuweisen. Von diesem Zeitpunkt, Anfang der 1930er Jahre springt die Betrachtung an den Anfang der 1920er Jahre zurück, in denen eine Stimme anfängt, die Geschichte zu erzählen. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass diese Stimme Vappu (Matleena Kuusniemi), der Tochter von Hella, gehört, die zu diesem Zeitpunkt etwa 10 Jahre alt ist. Hella Wuolijoki (Tiina Weckström) ist zu Beginn der 20er Jahre bereits eine Weltreisende Geschäftsfrau mit Einfluss. Ihr Mann Sulo erscheint Betrunken auf einer Abendgesellschaft und es kommt später zuhause zum Streit zwischen den beiden, da Sulo meint, ohne ihn wäre Hella nie so weit gekommen. Im Jahr 1923 lässt sich das Paar scheiden und Vappu zieht mit ihrer Mutter nach Marlebäck um, einem herrschaftlichen Wohnsitz der Familie. Hella verdient als Geschäftsfrau im Holzgewerbe viel Geld und wirtschaftet außerordentlich gut. Im Jahr 1929 ereignete sich die US-Börsenkrise und damit einhergehend Ereignisse wie der „Black Tuesday“, an dem die in Panik geratenen Investoren versuchten, ihre Aktien auf einen Schlag loszuwerden und somit die Weltwirtschaftskrise ihren Lauf nahm. Dabei verlor Hella Wuolijoki, so wird es im Film dargestellt, einen Großteil ihres Kapitals und wusste zunächst nicht weiter. Im Film drängt ihre Tochter Vappu, zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre als, sie dazu, alte Erbstücke zu verkaufen, doch Hella lehnt ab. Daraufhin rät die entnervte Tochter ihr, sie solle anfangen zu schreiben. Diese Unterhaltung bringt im Film die erste Wendung im Leben der Hella Wuolijoki mit sich, da sie anfängt, unter männlichen Synonymen zu schreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Biografie von Hella Wuolijoki ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, den Film „Hella W“ mit den historischen Lebensereignissen abzugleichen.
2. Allgemeine Filminformationen: Dieses Kapitel liefert grundlegende Fakten zur Produktion des Films „Hella W“, stellt den Regisseur Juha Wuolijoki und seine Intentionen vor sowie die beteiligten Schauspieler.
3. Das Leben der Hella Wuolijoki – im realen Leben und im Film: Dieser Hauptteil vergleicht die filmische Darstellung der verschiedenen Lebensphasen von Hella Wuolijoki mit biographischen Quellen, von ihrer Kindheit bis zur Nachkriegszeit.
4. Kritiken: Dieser Abschnitt analysiert die Rezeption des Films „Hella W“ durch die Presse, wobei positive sowie negative Aspekte beleuchtet werden.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Film als künstlerisch gelungene Hommage, weist jedoch auf die Notwendigkeit ergänzender Literatur für ein vollständiges Verständnis hin.
Schlüsselwörter
Hella Wuolijoki, Juha Wuolijoki, Hella W, Finnland, Filmbiografie, Geschichte, Literatur, Politik, Kommunismus, 20. Jahrhundert, Regie, Schauspiel, Widerstand, Zeitgeschichte, Frauenbild
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem biographischen Spielfilm „Hella W“ und setzt diesen in Bezug zu den tatsächlichen, historischen Lebensereignissen der finnischen Künstlerin und Aktivistin Hella Wuolijoki.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die filmischen Darstellungen von Wuolijokis Leben zu rekonstruieren, sie in einen zeitlichen Kontext einzuordnen und durch den Vergleich mit einer biographischen Fachliteratur zu verifizieren.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Themenfelder umfassen die Rolle der Frau im 20. Jahrhundert, politische Aktivitäten, künstlerisches Schaffen sowie die Auseinandersetzung zwischen filmischer Darstellung und historischer Wirklichkeit.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse in Kombination mit einer Literatur- und Quellenrecherche, um die dargestellten Handlungsstränge des Films mit dem realen Lebenslauf der Protagonistin abzugleichen.
Was wird primär im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Regisseurs und der Schauspieler sowie die detaillierte chronologische Untersuchung von Wuolijokis Leben, von der Kindheit über die Schaffensjahre bis zur Nachkriegszeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Hella Wuolijoki, Filmbiografie, Finnische Kulturgeschichte, Zeitgeschichte, Politische Aktivismus und Literatur.
Welche Bedeutung hat die Figur der Elena Hämäläinen für den Filmverlauf?
Elena Hämäläinen fungiert als katalysatorisches Element im Film, da ihr Erscheinen und die daraus folgende Denunziation zur Verhaftung von Hella Wuolijoki wegen Landesverrates führen.
Wie bewertet die Autorin die filmische Verkürzung der Biografie?
Die Autorin erkennt an, dass eine vollständige Biografie den Rahmen eines 78-minütigen Films sprengen würde, und bewertet die Konzentration auf die wichtigsten Schaffensjahre als eine für das filmische Format notwendige Entscheidung.
Inwieweit hilft das Werk von Erkki Tuomioja beim Verständnis des Films?
Das Werk von Erkki Tuomioja dient als essentielles Hintergrundwissen, da es die im Film nur angedeuteten, komplexen historischen Zusammenhänge vertieft und für den Zuschauer erst wirklich nachvollziehbar macht.
- Citar trabajo
- Katharina Jakob (Autor), 2012, Hella W - Biographie eines bewegten Lebens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233546