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Zur Domitian-Biografie Suetons - Die äußere Form

Title: Zur Domitian-Biografie Suetons  -  Die äußere Form

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marcel Wüstefeld (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

Alle zwölf Caesarenviten Suetons` sind grundsätzlich nach dem kategorisierenden Schema statt dem chronologischen Ordnungsprinzip aufgebaut. Diese Art der Darbietung scheint dabei je nach Notwendigkeit und Nützlichkeit zur Charakterisierung eines Kaisers vom Autor abgeändert worden zu sein.
Da nicht alle Kaiser die gleiche Stofffülle bieten, lag es für Sueton auf der Hand die Schwerpunkte jeweils anders zu setzen.
Dadurch ergeben sich bezüglich des Aufbaus der einzelnen Biografien immer wieder neue Anordnungen derselben Rubriken und es lassen sich oft Besonderheiten in der Komposition entdecken.
Die Domitianvita scheint deshalb für eine Untersuchung der verschiedenen Abschnitte besonders gut geeignet zu sein, weil sie zum einen mit der Darstellung des Todes in der Mitte der Biografie eine ganz besondere Auffälligkeit bietet und zum anderen, weil sie die letzte der Kaiserviten ist und damit eine exponierte Stelle am Ende der Schrift einnimmt.
Wie beeinflusst nun aber die äußere Form der Biografie die Darstellung des Inhalts und damit die Wirkung auf den Leser und mit welchen Mitteln erreicht der Autor seine Absichten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

I. Sueton: Leben und Werk des Autors

II. Biografie und Geschichtsschreibung

III. Suetons biografische Technik

IV. Die Domitian – Biografie

a. Der Kaiser Domitian

b. Der Aufbau der Domitian – Biografie

c. Überblicksschema

V. Schlussbemerkungen

VI. Literatur

VII. Anhang

Zielsetzung und Themen der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit untersucht die äußere Form der Domitian-Biografie Suetons, um aufzuzeigen, wie die spezifische Anordnung der Inhalte und Rubriken die Wirkung der Kaiservita auf den Leser beeinflusst und mit welchen literarischen Mitteln der Autor seine Intentionen vermittelt.

  • Analyse der biografischen Technik Suetons im Kontext antiker Geschichtsschreibung.
  • Strukturelle Gliederung und Aufbau der Domitian-Biografie.
  • Vergleich der Domitian-Vita mit dem Grundschema der Augustus-Biografie.
  • Untersuchung des bewussten Einsatzes von Vorzeichen und dramatischen Elementen.
  • Vergleich der äußeren Form der Biografie mit dem Aufbau eines modernen Dramas.

Auszug aus dem Buch

Die Domitian – Biografie

Domitian war der jüngere Sohn des Kaisers Vespasian (69 – 79 n. Chr.). Während sein älterer Bruder Titus als Nachfolger aufgebaut und an den Regierungsgeschäften sowie an den Feldzügen beteiligt wurde, hat man Domitian von allen wichtigen zivilen und militärischen Ämtern ferngehalten.

Als Vespasian im Jahre 79 starb, übernahm Titus die alleinige Herrschaft. Da Domitian diesen Umstand als eine ungerechte Zurücksetzung empfand, entwickelte er sich zum Einzelgänger mit Hang zur Melancholie. Nach dem Tod von Titus im Jahre 81 ging das Principat auf Domitian über. Er regierte betont autokratischer als Titus, dessen Streben nach Harmonie er als Schwäche verachtete. Gegenüber dem Senat war er misstrauisch und beschnitt konsequent dessen Kompetenzen. Auch nahm er keinerlei Rücksicht auf die Würde und das Ansehen der Senatoren und sah sich nicht mehr als primus inter pares, wie das noch Augustus getan hatte, sondern als den Senatoren übergeordnet. Diese Missachtung klassisch-staatlicher Traditionen sollte ihm letztlich zum Verhängnis werden als er im Jahr 96 n. Chr. ermordet wurde.

Domitian wird von Sueton als hochgewachsen, aber dürr mit rötlichem Gesicht beschrieben. Berühmt berüchtigt ist bis heute seine Gefühlskälte und Grausamkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in Suetons biografische Arbeitsweise und Begründung der Wahl der Domitian-Vita als Untersuchungsgegenstand.

I. Sueton: Leben und Werk des Autors: Biografischer Abriss über Sueton sowie Überblick über seine erhaltenen und verlorenen Schriften.

II. Biografie und Geschichtsschreibung: Einordnung der antiken Biografie im Vergleich zur Historiografie und Entwicklung des Suetonischen Stils.

III. Suetons biografische Technik: Darstellung des kategorisierenden Gliederungsschemas in Rubriken als Grundlage seiner Biografien.

IV. Die Domitian – Biografie: Detaillierte Analyse des Aufbaus der Domitian-Vita, unterteilt in Einleitung, vita publica, vita privata und Todesdarstellung.

V. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung von Suetons bewusstem Gestaltungswillen und Vergleich der Vita mit dem Aufbau eines modernen Dramas.

VI. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

VII. Anhang: Sammlung relevanter Zitate zeitgenössischer Autoren über Kaiser Domitian.

Schlüsselwörter

Sueton, Domitian, Caesarenviten, Biografie, Antike, Kaiserbiografie, vita publica, vita privata, Geschichtsschreibung, Literaturgattung, Vorzeichen, Dramatische Struktur, Herrscherbild, Prinzipat, Klassische Philologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die äußere Form und Komposition der Domitian-Biografie von Sueton, um zu zeigen, dass Sueton keineswegs nur ein mechanischer Sammler von Fakten war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die literarische Technik Suetons, die Abgrenzung von Biografie und Geschichtsschreibung sowie die strukturelle Analyse der Domitian-Vita.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Sueton durch die bewusste Anordnung von Material und die Wahl seiner Darstellungsform den Leser beeinflusst und das Bild der Persönlichkeit Domitians prägt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung durch, indem er das Gliederungsschema der Domitian-Vita in einzelne Abschnitte unterteilt und mit dem dramatischen Aufbau eines modernen Dramas vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Domitian-Biografie, gegliedert in die Phasen der Geburt/Jugend, die vita publica, die Vorzeichen und das Todeskapitel sowie die vita privata.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sueton, Domitian, Biografie, antike Historiografie, literarische Technik, dramatische Komposition und Herrscherbild.

Wie unterscheidet sich die Anordnung der Themen in der Domitian-Vita von anderen Biografien Suetons?

Bei der Domitian-Vita lässt sich eine besondere, fast dramatische Komposition feststellen, insbesondere durch die Platzierung der Todesvorzeichen und den Stilwechsel im Todeskapitel.

Welche Rolle spielen die Vorzeichen in der Domitian-Biografie laut der Analyse?

Die Vorzeichen werden nicht nur als historische Fakten, sondern als bewusstes künstlerisches Mittel eingesetzt, um Spannung zu erzeugen und die Wirkung auf den Leser gezielt zu steuern.

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Details

Title
Zur Domitian-Biografie Suetons - Die äußere Form
College
University of Göttingen  (Institut für klassische Philologie)
Course
Hauptseminar: Sueton: Vitae Caesarum
Grade
2,0
Author
Marcel Wüstefeld (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V23355
ISBN (eBook)
9783638264938
ISBN (Book)
9783638647908
Language
German
Tags
Domitian-Biografie Suetons Form Hauptseminar Sueton Vitae Caesarum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Wüstefeld (Author), 2003, Zur Domitian-Biografie Suetons - Die äußere Form, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23355
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