Vergleich der Sportschule Oberhaching mit dem Sportcamp Inzell

Vorstellung der Sportschule, Vergleich bezüglich Trägerschaft, Baulichkeiten, Finanzierung, Personalsituation etc.


Studienarbeit, 2012

29 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Das Sportcamp Inzell
1.1 Trägerschaft und Lage
1.2 Baulichkeiten
1.2.1 Übernachtungsbereich
1.2.2 Sporthallen und Sportfreiflächen
1.2.3 Seminarbereich
1.2.4 Versorgungsbereich
1.3 Nutzer und Zielsetzungen
1.4 Personalstruktur
1.5 Finanzierung
1.6 Marketing

2. Vergleich zur Sportschule Oberhaching
2.1 Trägerschaft und Lage
2.2 Baulichkeiten
2.2.1 Übernachtungsbereich
2.2.2 Sporthallen und Sportfreiflächen
2.2.3 Seminarbereich
2.2.4 Versorgungsbereich
2.3 Nutzer und Zielsetzungen
2.4 Personalstruktur
2.5 Finanzierung
2.6 Marketing

Fazit

Anhang

Quellenverzeichnis

Einleitung:

Sportschulen wurden und werden von den Landesverbänden zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Trainern und Übungsleitern genutzt. Außerdem bereiten sich Auswahlmannschaften in den Sportschulen auf Meisterschaften oder Turniere vor.[1] Allein in Bayern gibt es mit der Sportschule Oberhaching, dem Sport- und Jugendheim Fichtelberg-Neubau, dem Sport- und Jugendferiendorf Regen-Raithmühle, dem Sportcamp Inzell und dem Haus BergSee fünf derartige Lehrstätten.[2]

Zwei von diesen Einrichtungen, die Sportschule Oberhaching und das Sportcamp Inzell, möchte ich im Folgenden genauer betrachten. Neben Sport- und Übernachtungsmöglichkeiten bieten beide Sportschulen in Form von Tagungsräumen auch die Möglichkeit Schulungen und Seminare abzuhalten. Dabei verlief die geschichtliche Entwicklung der Sportschulen durchaus unterschiedlich ab. Als das 1966 erbaute Sportcamp Inzell den über die Jahre veränderten Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde es 1988 zeitgerecht gestaltet.[3] Außerdem wurde das Sportcamp 2011 modernisiert. Die Sportschule Oberhaching entstand dagegen erst 1994[4], nachdem das Gelände der Sportschule Grünwald in München nicht mehr erweitert werden konnte und die Sportschule infrastrukturell an ihre Grenzen geriet. Bereits in der Historie der beiden Einrichtungen lässt sich also ein deutlicher Unterschied feststellen.

Im Folgenden werde ich zuerst das Sportcamp Inzell hinsichtlich Trägerschaft, Lage, Baulichkeiten, Nutzer und Zielsetzungen, Personalstruktur, Finanzierung und Marketing darstellen und im Anschluss das Sportcamp hinsichtlich dieser Punkte mit der Sportschule Oberhaching vergleichen. Zum einen werde ich im Vergleich der einzelnen Punkte auf Gemeinsamkeiten der Einrichtungen eingehen, zum anderen werde ich auch die Unterschiede herausarbeiten. Hierfür habe ich zum einen die Unterlagen auf der Lernplattform im Kurs Fallstudienseminar genutzt und zum anderen E-Mail-Kontakt mit dem Leiter der Sportschule Oberhaching sowie Herrn Kaffl vom BLSV gehabt. Diese E-Mails befinden sich im Anhang.

1. Das Sportcamp Inzell

1.1 Trägerschaft und Lage:

Der Träger des Sportcamps Inzell ist der Bayerische Landes-Sportverband.

„Der Bayerische Landes-Sportverband ist die Dachorganisation des organisierten Sports in Bayern und ist mit etwa 12.000 Vereinen und rund 4,4 Millionen Mitgliedern die größte Personenvereinigung im Freistaat. Seine 53 Sportfachverbände repräsentieren im Breiten- und Leistungssport über 100 verschiedene Sportarten, organisieren Wettkämpfe und Turniere von lokaler Ebene aufwärts bis zu internationalen Veranstaltungen.“[5]

Das Sportcamp Inzell liegt in Inzell-Holzen im Voralpenland. Die oberbayerische Gemeinde, die dem Landkreis Traunstein angehört, hat 4501 Einwohner.[6] Das Feriendorf inmitten der bayerischen Alpen befindet sich zwischen Chiemsee, Berchtesgaden und Salzburg und bietet neben kilometerlangen Wanderwegen durch die Lage in einem Tal eine traumhafte Landschaft.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Lage des Sportcamps Inzell.
http://www.inzell.de/de/anreise-1

Die Lage inmitten der Alpen bietet zwar keine hervorragenden Bedingungen hinsichtlich des Einzugsgebietes, allerdings macht Inzell dies durch ein breites Sport- und Freizeitangebot für alle Altersgruppen sowie die idyl lische Landschaft wett.

Über die Autobahn A8 und die Bundesstraße 306 ist das Sportcamp Inzell mit dem Auto problemlos zu erreichen. Auch mit der Bahn gibt es eine Möglichkeit nach Inzell zu kommen. Zwar ist der nächste Bahnhof im 18 Kilometer entfernten Traunstein, doch ein Bus bringt die Gäste nach Inzell. Denkbar ist auch eine Anreise mit dem Flugzeug, allerdings wird dann ein Transfer vom Salzburger Flughafen benötigt.

1.2 Baulichkeiten

1.2.1 Übernachtungsmöglichkeiten:

Die Übernachtungsmöglichkeiten des Sportcamps Inzell umfassen Gästezimmer im Zentralgebäude, im Gästehaus und in Blockhäusern.

Die 24 Blockhäuser, in denen jeweils acht bis zwölf Betten stehen, bieten insgesamt Platz für 281 Gäste. Zusammen mit den 18 Gästezimmern in Zentralgebäude und Gästehaus ergibt sich eine Gesamtbettenzahl von 349. Außerdem besteht ein Personalhaus mit 10 Apartments für die Mitarbeiter.

Im vergangenen Jahr 2011 wurden Haupt-, Gäste- und Personalhaus im Rahmen des Neubaus der Dreifeldsporthalle energetisch saniert. Das Haupthaus wurde von innen sogar komplett renoviert. Die Kosten in Höhe von 2,25 Millionen € wurden vom Freistaat Bayern und dem Bayerischen Landes-Sportverband getragen. In Zukunft wird das Camp von zwei neuen Heizzentralen auf Hackgutbasis versorgt und spart somit 400 Millionen Tonnen Kohlenmonoxid im Jahr ein.[8]

1.2.2 Sporthallen und Sportfreiflächen:

In Inzell sind eine Dreifeldsporthalle und eine Tischtennishalle vorhanden.

Die im Dezember 2011 eröffnete Dreifeldsporthalle besteht neben drei Gymnastikräumen und einer Innen- und Aussenkletterwand aus Umkleiden, einem Lager und einer Sauna. Die alte Zweifachhalle konnte den Schneelasten nicht mehr Stand halten und musste abgerissen werden. Zusammen mit den drei Gymnastikräumen im Versorgungsanbau kann die neue Halle mit einer Fläche von 45 x 27 Metern, die in drei Bereiche teilbar ist, gleichzeitig von sechs verschiedenen Gruppen genutzt werden. Außerdem wurde zeitgleich auch die Tischtennishalle (9,28 x 22,25m) saniert. Insgesamt beliefen sich die Kosten für die neue Halle auf 3,55 Millionen Euro, von denen der Freistaat Bayern 1,7 Millionen übernahm.

Zwar verlor das Sportcamp durch den Neubau seinen zweiten Fußballplatz, allerdings kann die neue Halle gleichzeitig von wesentlich mehr Sportlern genutzt werden als die alte[9]

Die Tischtennishalle besteht aus zwei Seminarräumen, einem Sportlehrerbüro und sieben Tischtennisplatten. In dem weitläufigen Areal des Sportcamps von knapp 80.400m² gibt es außerdem eine Vielzahl von Außenanlagen. Neben vier Tennisplätzen sind ein Fußballfeld, ein Hartplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Bogenschießplatz, eine Laufbahn und ein Freischwimmbad (25 x 12m) vorhanden.

Zusätzlich sind in der Umgebung die Voraussetzungen zum Mountainbiken, Nordic Walking, Biathlon, Langlauf und Skifahren gegeben.

1.2.3 Seminarbereich:

Vor dem Umbau 2011 gab es in Inzell sechs Seminarräume, allerdings befanden sich zwei davon in der alten Zweifachhalle, die abgerissen wurde, ein weiterer im Haupthaus wurde umfunktioniert. Insgesamt stehen deshalb in Inzell derzeit drei Seminarräume zur Verfügung. Die zwei aus der Tischtennishalle sind dabei auf 25 (55m²) bzw. 35 (79m²) Personen ausgelegt. Der Seminarraum aus dem Haupthaus bietet dagegen nur Platz für 15 Personen. Bei größerem Platzbedarf können die Gymnastikräume zu Seminarräumen umfunktioniert werden, die Dreifeldsporthalle oder der Speisesaal genutzt werden. Die Seminarräume sind mit Beamer, Flipchart, DVD-Player und Overhead-Projektor ausgestattet.

1.2.4 Versorgungsbereich:

Im Zentralgebäude sind neben Gästezimmern auch ein Aufenthaltsraum für 12 bis 15 Personen, die Küche, der Empfang und ein Büro untergebracht. Zusätzlich befinden sich in dem Gebäude der Speisesaal und ein Cafe mit 68 Plätzen. Dabei bietet der große Speisesaal mit 281 Plätzen genügend Platz für Veranstaltungen mit einer größeren Anzahl an Teilnehmern.

Außerdem stehen auf dem Gelände des Sportcamps noch ein Werkstatt- und Lagergebäude.[10] Zusätzlich ist für die Betreuer eine Kellerbar eingerichtet worden, die von bis zu 50 Personen genutzt werden kann.

1.3 Nutzer und Zielsetzungen:

Im Jahr 2010 beherbergte das Sportcamp Inzell 15691 Gäste, die durchschnittlich 4,26 Tage in Inzell verbrachten. Somit kommt das Sportcamp 2010 auf insgesamt 66870 Übernachtungen. Etwa 90 % der Gäste waren hierbei Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren.

Zu 97% wurde das Sportcamp Inzell von BLSV-Vereine und Schulklassen genutzt, nur 1078 Gäste besuchten das Sportcamp privat.

Dezidierter betrachtet wurden über 70% der Übernachtungen von Gästen aus Bayern gebucht. Außerdem schwankt die Belegungsquote des Sportcamps deutlich. Während die Auslastung im Juli und im August 2010 über 70% lag, war das Sportcamp im November mit lediglich 15% kaum ausgelastet. Die übrigen Zahlen zeigen, dass die Auslastung des Sportcamps in den Sommermonaten 2010 deutlich höher war als im Winter. Insgesamt lag die Belegungsquote des Sportcamps bei 52,5 %.[11]

Die Ziele des BLSV-Sportcamps in Inzell sind Förderung des Breiten- und Gesundheitssports, der Sozialkompetenz und der Persönlichkeitsentwicklung und Angebot einer geeigneten Infrastruktur für mehrtätige Sport- und Bildungsveranstaltungen. Auch hierbei ist erkennbar, dass das Sportcamp Innzell vor allem auf Kinder und Jugendliche als Nutzer ausgerichtet ist.

Die Förderung des Breiten- und Gesundheitssports erfolgt durch eine „Förderung der sportlichen Handlungskompetenz, Anregung und Anleitung zur außerschulischen Sport- und Freizeitbetätigung, Vermittlung von Freude an Bewegung, Spiel und Sport, präventive Gesundheitsvorsorge und -erziehung, Erziehung zu ökologischem Verhalten und Vermittlung von Schlüsselqualifikationen“[12]

Die Sozialkompetenz und die Persönlichkeitsentwicklung werden durch eine „Herbeiführung von Erfolgserlebnissen, Stärkung des Selbstvertrauens, Gruppenerfahrung, Verbindung praktischer Erfahrungen mit theoretischer Reflexion, Wertevermittlung und Kooperation und Integration“ gefördert.

Die Infrastruktur für mehrtätige Sport- und Bildungsveranstaltungen wird zum einen von Fachverbänden und Vereinen als Trainingslager benutzt und zum anderen als Bildungsstätte für übergeordnete, allgemein bildende und sportfachliche Lehrveranstaltungen genutzt.[13]

1.4 Personalstruktur:

Insgesamt sind im Sport- und Jugendferiendorf Inzell 21 Mitarbeiter beschäftigt, von denen 15 fest angestellt sind und sechs einen Teilzeitarbeitsplatz besitzen. Außerdem werden jährlich vier Mitarbeiter des Freiwilligen Sozialen Jahres im Sportbereich beschäftigt.

Zwei Personen übernehmen die Leitung des Sportcamps, allerdings ist nur eine in Vollzeit tätig. Außerdem besitzen zwei Mitarbeiter einen Teilzeitarbeitsplatz im Büro bzw. der Administration. Den Sportbetrieb leiten zwei Vollzeitbeschäftigte. Weitere neun Personen sind in der Hauswirtschaft beschäftigt, eine davon halbtags. Für den Service sind zwei Festangestellte und zwei Teilzeitkräfte zuständig. Außerdem sind zwei Hausmeister beschäftigt.[14]

[...]


[1] Vgl. Lernplattform FHaM. Kurs: Fallstudienseminar I (WS 2011/2012). LE 3. S. 1.

[2] Vgl. DOSB (Homepage). Sportschulen in Bayern.

[3] Vgl. BLSV (Homepage). Inzell.

[4] Sportschule Oberhaching (Homepage). Wir über uns.

[5] E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012 S.1

[6] Vgl. Inzell (Homepage).Gemeindedaten.

[7] Vgl. Chiemgau (Homepage). Inzell.

[8] Vgl. OVB (Homepage). Sportliches Schmuckstück für Inzell.

[9] Vgl. OVB (Homepage). Sportliches Schmuckstück für Inzell.

[10] Vgl. E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012. S.2

[11] Vgl. der Zahlen: E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012. S.2 f.

[12] E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012. S.4

[13] Vgl. E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012. S. 4.

[14] Vgl. E-Mail vom Bereichsleiter Facility Management des BLSV Lorenz Kaffl. 27.1.2012. S.6

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Vergleich der Sportschule Oberhaching mit dem Sportcamp Inzell
Untertitel
Vorstellung der Sportschule, Vergleich bezüglich Trägerschaft, Baulichkeiten, Finanzierung, Personalsituation etc.
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH  (Sportmanagement)
Veranstaltung
Fallstudienseminar
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V233625
ISBN (eBook)
9783656514381
ISBN (Buch)
9783656514039
Dateigröße
769 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich von Sportschulen, Sportschule Oberhaching, Oberhaching, Sportcamp Inzell, Inzell, Fallstudienseminar
Arbeit zitieren
Benjamin Kohtz (Autor:in), 2012, Vergleich der Sportschule Oberhaching mit dem Sportcamp Inzell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233625

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