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Zuwanderung und Gewerkschaftsverhalten

Title: Zuwanderung und Gewerkschaftsverhalten

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Mennigmann (Author)

Economics - Finance
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Migrationsprozesse werden durch die gravierenden Einkommensdifferenzen zwischen weniger entwickelten Ländern, wie den Ländern der dritten Welt, und hoch entwickelten Ländern, wie Westeuropa oder den USA, ausgelöst und durch Kriege und Bürgerkriege, politische Verfolgung, ökologische Katastrophen und wirtschaftliche Not verstärkt. Die Einwohner der wirtschaftlich weniger entwickelten Länder sehen in der Migration eine Chance auf bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Einkommensdifferenzen zwischen den Ländern und Regionen stellt einen großen Anreiz für eine verstärkte Mobilität der Arbeitskräfte dar. Länder wie Deutschland steht durch das hohe Lohnniveau verbunden mit einem hohen Arbeitslosenversicherungsniveau praktisch einem unendlichen Angebot an Immigranten gegenüber.

Zugleich existiert in vielen wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern das Problem umfangreicher und dauerhafter Arbeitslosigkeit, vor allem im Bereich der ungelernten Arbeitskräfte. Aus diesem Grund lehnen beispielsweise Gewerkschaften die Zuwanderung von gering qualifizierten Arbeitskräften ab, da befürchtet wird, dass die bereits bestehende Beschäftigungsprobleme durch die Verdrängung einheimischer ungelernter Arbeiter durch Immigranten verstärkt werden. Daneben bestehen Befürchtungen bezüglich weiterer negativer ökonomischer und sozialer Folgen einer hohen Zuwanderung, z.B. die Überlastung des Sozialsystems, die Veränderung der Gesellschaftsstruktur oder sozialer Unfrieden

Diese Arbeit untersucht anhand eines wissenschaftlichen Modells Reaktionen einer Gewerkschaft auf Immigration. Weitergehend wird untersucht, welche Strategien sich für eine Regierung empfehlen, um eine optimale Zuwanderungpolitik zu erreichen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Das Modell

2.1 Die Produktionsfunktion

2.2 Die Festlegung des Lohns

2.3 Das staatliche Transfersystem

2.4 Die Zielfunktion der Gewerkschaft

2.5 Die Gewerkschaftsentscheidung bei verschiedenen Zielkonstellationen

3. Die Reaktion der Gewerkschaft auf zusätzliche Immigration

3.1 Die Reaktion bei unterschiedlichen Zielkonstellationen

3.2 Die Variation der Annahmen

4. Die Zuwanderungspolitik der Regierung

4.1 Die Effekte zusätzlicher Zuwanderung auf die Volkswirtschaft

4.2 Mögliche Strategien der Regierung

5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis eines ökonomischen Modells die Auswirkungen von unbegrenzter Massenmigration auf eine Volkswirtschaft, wobei insbesondere der Mechanismus der Lohnsetzung durch zentralisierte Gewerkschaften als Ursache für Arbeitslosigkeit im Sektor ungelernter Arbeit analysiert wird. Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Immigration wohlfahrtssteigernd wirken kann und wie die Regierung kontrollierte Zuwanderung als politisches Instrument zur Beeinflussung des wirtschaftlichen Ergebnisses nutzen kann.

  • Rolle zentralisierter Gewerkschaften und deren Einfluss auf den Lohn im Sektor der ungelernten Arbeit
  • Analyse der Wohlfahrtswirkungen von Immigration unter Berücksichtigung unterschiedlicher Substitutionsbeziehungen der Produktionsfaktoren
  • Einfluss staatlicher Transfersysteme und Steuersätze auf das ökonomische Gleichgewicht
  • Regierungsstrategien zur Nutzung der Zuwanderungsregulierung als alternatives Instrument zur Wohlfahrtsoptimierung

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Zielfunktion der Gewerkschaft

Zur Vereinfachung wird angenommen, dass nur die Belange der inländischen Arbeitnehmer für die Gewerkschaft wichtig sind. Immigranten haben lediglich einen indirekten Einfluss auf die Zielfunktion der Gewerkschaft, da sie den Anteil von Inländern an der ungelernten Arbeit α beeinflussen (siehe (3)). Diese Annahme ist realitätsnah, da ausländische Arbeiter einen deutlich geringeren Organisationsgrad als einheimische Arbeiter haben. Begründet wird dies unter anderem mit der mangelnden sozialen Integration von Immigranten oder geringer gewerkschaftlicher Erfahrung.21 Die Gewerkschaft ist im allgemeinen an der Maximierung des Einkommens ihrer Mitglieder über Löhne oder Arbeitslosengeld interessiert und versucht Arbeitslosigkeit durch zu hoch gesetzte Löhne zu vermeiden.22

Die Zielfunktion der Gewerkschaft beinhaltet folgende Elemente: Das Nettolohn-Ergebnis von Facharbeitern w^S(1-τ^S)S geht als gewichtetes Argument in die Zielfunktion ein. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Mitgliedsbeiträge von Gewerkschaften mit der Qualifikation, respektive dem Lohn, steigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ursachen von Migrationsprozessen aufgrund von Einkommensdifferenzen sowie die resultierenden Befürchtungen hinsichtlich Arbeitslosigkeit und Belastung der Sozialsysteme in hoch entwickelten Ländern.

2. Das Modell: Dieses Kapitel erläutert das neoklassische Modell, welches die Produktionsfaktoren, die Lohnfestlegung durch Monopolgewerkschaften und das staatliche Transfersystem als Basis für die Analyse definiert.

3. Die Reaktion der Gewerkschaft auf zusätzliche Immigration: Hier wird analysiert, wie Gewerkschaften bei verschiedenen Zielsetzungen und unter Variation der Annahmen auf den Zustrom von Einwanderern reagieren.

4. Die Zuwanderungspolitik der Regierung: Dieses Kapitel untersucht die politischen Steuerungsmöglichkeiten der Regierung, um trotz institutioneller Hindernisse das ökonomische Gesamtergebnis durch Zuwanderungsregulierung positiv zu beeinflussen.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass Immigration unter bestimmten Bedingungen wohlfahrtssteigernd wirken kann, und diskutiert Erweiterungsmöglichkeiten des Modells.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Zuwanderung, Massenmigration, Gewerkschaftsverhalten, Lohnsetzung, Arbeitslosigkeit, Volkswirtschaft, Produktionsfunktion, Transfersystem, Facharbeiter, ungelernte Arbeit, Zuwanderungspolitik, Wohlfahrtsoptimierung, Humankapital, Substitutionsbeziehung, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen von Massenmigration auf eine Volkswirtschaft, bei der Gewerkschaften eine zentrale Rolle bei der Lohnfestlegung einnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Lohnbildung, Arbeitslosigkeit, das staatliche Transfersystem sowie die Möglichkeiten der Regierung, Zuwanderung politisch zu steuern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Immigration für eine Volkswirtschaft wohlfahrtssteigernd sein kann und wie Regierungen Zuwanderung als politisches Instrument einsetzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein neoklassisches ökonomisches Modell verwendet, das die Interaktionen zwischen Produktionsfaktoren, Gewerkschaften, Arbeitgebern und dem Staat formal abbildet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem theoretischen Modell, der Reaktion der Gewerkschaften auf Immigration, den Effekten auf die Volkswirtschaft sowie möglichen Strategien der Regierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zuwanderung, Massenmigration, Monopolgewerkschaft, Lohnsetzung und Wohlfahrtsoptimierung charakterisiert.

Warum gehen die Autoren davon aus, dass Immigranten oft als ungelernte Arbeitskräfte eingestuft werden?

Die Annahme beruht darauf, dass im Herkunftsland erworbene Qualifikationen und Abschlüsse in vielen Fällen nicht anerkannt werden, selbst wenn die Immigranten über qualifizierte Abschlüsse verfügen.

Welche Rolle spielt die Substitutionsbeziehung zwischen Arbeitnehmergruppen?

Die Substitutionsbeziehung (Komplemente oder Substitute) bestimmt maßgeblich, ob die Gewerkschaft bei Zuwanderung mit Lohnsenkungen oder Lohnsteigerungen reagiert und welche Auswirkungen dies auf die Wohlfahrt hat.

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Details

Title
Zuwanderung und Gewerkschaftsverhalten
College
University of Cologne  (Finanzwissenschaftliches Institut )
Course
Finanzwissenschaftliches Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Jens Mennigmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V23464
ISBN (eBook)
9783638265836
ISBN (Book)
9783638647977
Language
German
Tags
Zuwanderung Gewerkschaftsverhalten Finanzwissenschaftliches Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Mennigmann (Author), 2003, Zuwanderung und Gewerkschaftsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23464
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