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Die Lateinamerika-Gipfel der Europäischen Union

Title: Die Lateinamerika-Gipfel der Europäischen Union

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kathrin Seelige (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Um die aktuellen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Staaten
Lateinamerikas und der Karibik als Ganzes zu verstehen, ist es zum einen wichtig, die seit
1999 existierenden Gipfeltreffen aller Staats- und Regierungschefs der Regionen zu
analysieren. Die beiden bisherigen Gipfel in Rio de Janeiro und Madrid stellen die
Kooperation auf höchster politischer Ebene dar, und sind demnach ein Maßstab für die
weitere Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen. Zum anderen ist es hilfreich, das
Verhältnis der USA zu den Staaten südlich des Rio Grande zu beleuchten, das als externer
Faktor ebenfalls Einfluss auf die biregionalen Beziehungen zwischen der EU und den Staaten
Lateinamerikas hat. Dies soll in der folgenden Arbeit geschehen, um abschließend zu einem
Urteil zu kommen, ob sich, bedingt durch die Institution der Gipfeltreffen, seit 1999 eine neue
Lateinamerikapolitik der EU abzeichnet.
Zu diesem Zweck sollen zunächst die Abläufe und vor allem die Ergebnisse der Gipfeltreffen
von 1999 und 2002 erläutert werden. Um diese Gipfel im Fazit in ihren Kontext einordnen zu
können, müssen ebenfalls die von außerhalb der EU und den lateinamerikanischen und
karibischen Staaten kommenden Einflüsse berücksichtigt werden, die größtenteils von den
USA ausgehen. Daher wird nach der Analyse der bisherigen Gipfeltreffen eine kurze
Darstellung der transatlantischen Beziehungen zwischen der EU, den Vereinigten Staaten und
Südamerika folgen. Mit Hilfe dieser Informationen soll dann in einem Fazit herausgearbeitet
werden, inwiefern sich die EU auf dem Weg zu einer strategischen Partnerschaft mit
Lateinamerika und der Karibik befindet, bzw. wie sich die biregionalen Beziehungen in der
Zukunft entwickeln werden.
Soweit nicht ausdrücklich erläutert, beinhaltet der Einfachheit halber der Begriff
,Lateinamerika’ im folgenden sowohl die Staaten Lateinamerikas, als auch die der Karibik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Gipfel von Rio de Janeiro:

2.1 Vielversprechender Beginn eines neuen Abschnitts europäisch-lateinamerikanischer Beziehungen

2.2 Die Umsetzung der in Rio de Janeiro verfassten Ziele

3. Der Gipfel von Madrid:

3.1 Kontinuierliche Kooperation unter schwierigen ökonomischen Bedingungen

4. Ein transatlantisches Dreieck? - Lateinamerika zwischen den Interessen der EU und den USA

5. Fazit und Ausblick:

Eine neue Lateinamerikapolitik der EU?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob sich durch die Einführung der regelmäßigen Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und den Staaten Lateinamerikas seit 1999 eine substanziell neue Lateinamerikapolitik der EU etablieren konnte. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Kooperation auf höchster politischer Ebene tatsächlich zu einer vertieften strategischen Partnerschaft geführt hat oder ob sie primär symbolischen Charakter behielt.

  • Analyse der Gipfeltreffen von Rio de Janeiro (1999) und Madrid (2002) hinsichtlich ihrer Abläufe und Ergebnisse.
  • Untersuchung des externen Einflusses der USA auf die biregionalen Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika.
  • Bewertung der wirtschaftlichen und politischen Interessen der EU an der Wachstumsregion Lateinamerika.
  • Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen einer strategischen Partnerschaft im Kontext unterschiedlicher Entwicklungsgrade und externer Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Vielversprechender Beginn eines neuen Abschnitts europäisch-lateinamerikanischer Beziehungen

Seit vielen Jahren führte die EU Ende des 20. Jahrhunderts bereits Dialoge mit einzelnen Staaten Lateinamerikas einerseits und regionalen süd- und mittelamerikanischen Organisationen, wie z.B. dem Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) oder der Andengemeinschaft (Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela) andererseits. Fest instituierte Treffen fanden außerdem schon seit 1984 mit den Staaten der sogenannten ,San-José-Gruppe’ (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama) statt, und seit dem Ende des Ost-West-Konflikts trafen sich ebenfalls einmal pro Jahr die Außenminister der lateinamerikanischen Länder mit denen der EU-Mitgliedsstaaten. Ein Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Regionen sollte jedoch das erste Gipfeltreffen ihrer Staats- und Regierungschefs am 28. und 29. Juni 1999 in Rio de Janeiro sein.

Ursprünglich stammte der Vorschlag zu einem solchen Gipfel von dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac und dem spanischen Ministerpräsidenten José Maria Aznar, die damit 1997 sogleich das Interesse der übrigen Staaten weckten. Die Gründe für die Erweiterung des schon bestehenden Dialogs auf den Subkontinent als Ganzes und die Erhebung der Gespräche auf die höchste staatliche Ebene waren vielfältig. Sicherlich spielte dabei die aus der gemeinsamen Geschichte resultierende „Wesensverwandtschaft“ der Menschen beider Kontinente eine Rolle. Sie aber, wie Willy Stevens, als „Hauptgrund für das erste Gipfeltreffen zwischen der EU und den Ländern Lateinamerikas und der Karibik“ anzuführen, lässt wichtigere Aspekte außer acht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Analyse der Gipfeltreffen seit 1999 als Maßstab für die Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika sowie die Einbeziehung der Rolle der USA.

2. Der Gipfel von Rio de Janeiro: Dieses Kapitel behandelt die historischen Voraussetzungen der Kooperation und die enthusiastische Zielsetzung der strategischen Partnerschaft, die auf dem ersten Gipfel 1999 formuliert wurde.

2.1 Vielversprechender Beginn eines neuen Abschnitts europäisch-lateinamerikanischer Beziehungen: Hier werden die Vorläufer der Gipfel sowie die Motive für die Aufwertung der diplomatischen Beziehungen auf höchste staatliche Ebene erläutert.

2.2 Die Umsetzung der in Rio de Janeiro verfassten Ziele: Dieser Abschnitt analysiert den Fortschritt der vereinbarten Prioritäten und stellt fest, dass die Erwartungen in der Folgezeit nur teilweise erfüllt wurden.

3. Der Gipfel von Madrid: Das Kapitel beschreibt den Verlauf und die Ergebnisse des zweiten Gipfeltreffens 2002 unter den Vorzeichen einer schwierigeren ökonomischen Lage.

3.1 Kontinuierliche Kooperation unter schwierigen ökonomischen Bedingungen: Hier wird thematisiert, wie trotz wirtschaftlicher Krisen an der Institution der Gipfeltreffen festgehalten wurde, auch wenn die inhaltliche Vertiefung hinter den Zielen von 1999 zurückblieb.

4. Ein transatlantisches Dreieck? - Lateinamerika zwischen den Interessen der EU und den USA: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss der USA als externer Akteur und deren wirtschaftliche Marktführung im Vergleich zur EU.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die bisherige Gipfeldiplomatie als symbolischen Akt mit begrenzter Wirkung und wagt einen Ausblick auf die künftige Gestaltung der Partnerschaft.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Lateinamerika, Gipfeltreffen, strategische Partnerschaft, Rio de Janeiro, Madrid, USA, Freihandel, Wirtschaftskooperation, Demokratisierung, Regionale Integration, Außenpolitik, Biregionale Beziehungen, Rio-Gruppe, Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der biregionalen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Staaten Lateinamerikas und der Karibik mit einem besonderen Fokus auf die seit 1999 etablierten Gipfeltreffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die institutionelle Gestaltung der diplomatischen Beziehungen, die wirtschaftliche Kooperation, der Einfluss der USA auf den lateinamerikanischen Markt sowie die politische Stabilisierung der Region.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu beurteilen, ob die Gipfeltreffen tatsächlich den Grundstein für eine neue, strategische Lateinamerikapolitik der EU gelegt haben oder ob die bisherigen Ergebnisse eher symbolischer Natur sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse offizieller Gipfeldokumente, strategischer Papiere der Europäischen Kommission sowie eine Auswertung einschlägiger politikwissenschaftlicher Fachliteratur zur Außenpolitik der EU.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Gipfel von Rio und Madrid, eine Analyse der transatlantischen Interessenkonflikte mit den USA und eine kritische Bestandsaufnahme der praktischen Umsetzung der politischen Zielvorgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Strategische Partnerschaft, Gipfeldiplomatie, wirtschaftliche Integration, EU-Lateinamerika-Beziehungen und transatlantische Konkurrenz.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der USA in diesem Prozess?

Die Autorin hebt hervor, dass die USA als dominanter Akteur agieren, der durch Handelsabkommen wie die FTAA den Spielraum der EU einschränkt und die wirtschaftliche Marktführung in der Region innehat.

Welche Bedeutung kommt dem Gipfel von Rio de Janeiro im Vergleich zum Gipfel von Madrid zu?

Während der Gipfel von Rio als symbolischer Beginn der strategischen Partnerschaft einen Aufbruch markierte, war der Gipfel von Madrid von einer nüchterneren Einstellung geprägt, da die hochgesteckten Erwartungen aus Rio nicht vollständig erfüllt werden konnten.

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Details

Title
Die Lateinamerika-Gipfel der Europäischen Union
College
University of Cologne  (Seminar für politische Wissenschaft)
Grade
2,0
Author
Kathrin Seelige (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V23550
ISBN (eBook)
9783638266543
Language
German
Tags
Lateinamerika-Gipfel Europäischen Union
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Seelige (Author), 2003, Die Lateinamerika-Gipfel der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23550
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