Verifizierung von IT-Experten am Beispiel des Systemhauses Microsoft


Seminararbeit, 2004

14 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Das Microsoft Certified Professional-Programm

3. Vorteile der Zertifizierung

4. Vorbereitung zur Prüfung

5. Die Prüfung

6. Bewertung des Programms

7. Quellennachweis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit behandelt die Problematik und Notwendigkeit der Verifizierung von Experten im IT-Bereich. Am Beispiel des Systemhauses Microsoft wird ein umfassendes und weltweit anerkanntes Zertifizierungsprogramm, das Microsoft Certified Professional Program, vorgestellt und bewertet. Dabei werden nicht nur die Inhalte des Programms, sondern auch die Schulungsalternativen und die Voraussetzungen für den Erhalt des Zertifikats näher beschrieben. Die Grundlagen des Programms sind hierbei den Veröffentlichungen des Verlags Microsoft-Press entnommen. Die abschließende Bewertung des Programms beinhaltet sowohl Fallstudien, Whitepapers und fernmündlich erteilte Aussagen namhafter Firmen, als auch persönliche Erfahrungen des Autors, der selbst Microsoft Certified System Engineer und seit 1998 im IT-Bereich tätig ist.

Um dem Leser den Einstieg zu erleichtern, soll folgendes Fallbeispiel skizziert werden:

Eine Firma plant, ein bestehendes System durch ein neues Softwareprodukt zu ersetzen. Die Dauer des Projektes wird mit sechs Monaten beziffert. Die für dieses Projekt notwendigen Qualifikationen und Ressourcen können zu 60 Prozent durch feste Mitarbeiter abgedeckt werden. Um das Projekt durchführen zu können, benötigt die Firma kurzfristig externe Unterstützung, um die fehlenden Qualifikationen abzudecken. Eine Schulung der eigenen Mitarbeiter ist zu kostenintensiv und zeitlich nicht zu realisieren. Darüber hinaus werden die fehlenden Qualifikationen lediglich für die Dauer des Projektes, also zur Installation des neuen Systems benötigt. Die spätere Nutzung, sowie die administrativen Komponenten können ohne Expertenwissen durchgeführt werden. Die Firma steht nun vor dem Problem, einen externen Experten zu finden, der die fehlenden Qualifikationen abdecken und sein Wissen auch nachweisen kann. Da das neu zu installierende System erst seit kurzem erhältlich ist, sind diesbezüglich qualifizierende Projekterfahrungen kaum zu erwarten. Ebenso ist eine klassische Ausbildung, also z.B. ein Informatikstudium, wenig aussagekräftig, da sie in der Regel nur begrenzt softwarespezifische Kenntnisse vermittelt, vor allem aber als theorieorientiert bezeichnet werden kann.

Genau an diesem Punkt stellen die Zertifikate der Systemhäuser einen zuverlässigen Maßstab für technische Fähigkeiten und Fachwissen dar und erlauben so die Beurteilung des Experten bezüglich seiner Kenntnisse im Softwarebereich.

In dem hier dargestellten Beispiel wurde bewusst der freischaffende Experte herangezogen, da diese Beschäftigungsform insbesondere im IT-Bereich vorherrschend ist. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass hochspezialisierte Experten meist nur für die Dauer eines bestimmten Projektes benötigt werden.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird das Microsoft Certified Professional Program (MCP) vorgestellt. Natürlich bieten auch andere Systemhäuser eigene Programme an, jedoch unterscheiden sie sich nicht wesentlich voneinander.

2. Das Microsoft Certified Professional Program

Insbesondere bei der Bewältigung kritischer Aufgaben wie dem Entwurf oder der Entwicklung, der Implementierung und dem Support von Lösungen ist nachweisbares Expertenwissen von vorrangiger Bedeutung. Aus diesem Grund führte Microsoft 1992 das MCP-Programm weltweit ein. Es dient seitdem als Nachweis für die Beherrschung aktueller Microsoft-Produkte und Technologien. Das Microsoft Certified Professional Program bietet acht Zertifikate, die verschiedene Spezialgebiete des technischen Fachwissens abdecken:

- Microsoft Certified Professional (MCP). Zur Erlangung dieses Titels muss nur eine aktuelle Zertifizierungs-Prüfung bestanden werden. Dieser Titel ist somit der erste Einstieg in das Programm und dient als Grundlage für weitere Zertifikate. Inhalt der Prüfung muss ein Betriebssystem, z.B. Windows XP sein.
- Microsoft Certified Desktop Support Technician (MCDST). Die Zertifizierung zum MCDST belegt die erforderlichen Kenntnisse um in der IT-Branche professionell als Desktop-Support-Spezialist tätig zu sein.
Anzahl der Prüfungen: 2
- Microsoft Certified System Administrator (MCSA). Das Zertifikat MCSA richtet sich an Personen, die vorhandene Netzwerk- und Systemumgebungen auf der Basis von Microsoft Windows 2000- und Windows Server 2003-Plattformen implementieren, verwalten sowie Fehler beheben können. Vorausgesetzt werden drei Pflichtexamen und ein Wahlexamen. Weiterhin wird mindestens ein Jahr Erfahrung in der Implementierung und Administration eines Desktop-Betriebssystems und eines Netzwerk-Betriebsystems, sowie im Management einer bestehenden Netzwerkinfrastruktur vorausgesetzt.
Anzahl der Prüfungen: 4
- Microsoft Certified Application Developer (MCAD). Inhaber dieses Zertifikates entwickeln und warten Anwendungen, Komponenten, Web- oder Desktop-Clients ebenso wie Back-End Data Services auf Unternehmensebene. Ihre Kenntnisse reichen von der Anforderungsimplementierung bis hin zur Erstellung, dem Einsatz und der Wartung von Lösungen.
Anzahl der Prüfungen: 3
- Microsoft Certified System Engineer (MCSE). Diesen Titel tragen IT-Experten, die Business-Anforderungen analysieren und die entsprechende Infrastruktur für Business-Lösungen erstellen und implementieren können. Es werden tiefgehende Kenntnisse der Microsoft Betriebsysteme, der Serversoftware, sowie der Backoffice-Familie vorausgesetzt.
Anzahl der Prüfungen: 7
- Microsoft Certified Solution Developer (MCSD). Dieser Titel qualifiziert zur Entwicklung kundenspezifischer Unternehmenslösungen mithilfe von Microsoft-Entwicklungstools, -Technologien und dem Microsoft .NET Framework. Dies ist zugleich das höchste Microsoft-Zertifikat für Softwareentwickler.

Anzahl der Prüfungen: 4

- Microsoft Certified System Administrator (MCSA). Das Zertifikat MCSA richtet sich an Personen, die vorhandene Netzwerk- und Systemumgebungen auf der Basis von Microsoft Windows 2000- und Windows Server 2003-Plattformen implementieren, verwalten sowie Fehler beheben können. Vorausgesetzt werden drei Pflichtexamen und ein Wahlexamen. Weiterhin wird mindestens ein Jahr Erfahrung in der Implementierung und Administration eines Desktop-Betriebssystems und eines Netzwerk-Betriebsystems, sowie im Management einer bestehenden Netzwerkinfrastruktur vorausgesetzt.

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Verifizierung von IT-Experten am Beispiel des Systemhauses Microsoft
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg  (Medientechnik)
Veranstaltung
ESEM
Note
1.3
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V23602
ISBN (eBook)
9783638266949
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Möglichkeiten privatwirtschaftlicher Zertifizierungsverfahren.
Schlagworte
Verifizierung, IT-Experten, Beispiel, Systemhauses, Microsoft, ESEM
Arbeit zitieren
Michael Hermanns (Autor), 2004, Verifizierung von IT-Experten am Beispiel des Systemhauses Microsoft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23602

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