Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Der Latinerbund

Title: Der Latinerbund

Seminar Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Anne Piegert (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit meinen Darlegungen über die Latiner möchte ich einen Abriss zur Entwicklung eines
beachtlichen „Nationalgebildes“ aus den Tiefen unserer Geschichte geben, das frühzeitig
belegte, dass Menschen nach Gemeinschaft und Gemeinsinn strebten, weil darin ein hoher
Vorteil für sie schlummert. Verbindende Gemeinsamkeit schafft Stärke, Identität und gibt
Kraft, der Fremdherrschaft und Unterdrückung zu widerstehen.
„Doch mit Geschickes Macht“ – der Übermacht Roms – konnte kein „ew`ger Bund“ gemacht
werden.
Durch gemeinsame sakrale Opferriten und Feste wuchsen die Latiner zum politischen Bund
zusammen – den Latinerbund. Er verband sie zu einer Nation und gab ihnen das Bewusstsein
der Zusammengehörigkeit.
Über die Latiner ist uns nur ein geringer Teil an Quellen überliefert. Nur in Anlehnung an die
römische Entstehungsgeschichte lässt sich ein Konstrukt der Latinergeschichte erstellen.
Diese Arbeit versucht ein Stück Latinergeschichte zu wiederzugeben. Fragen wie worauf die
gemeinsamen Feste basierten, wie der politische Bund der Latiner zu Stande kam und warum
er schließlich von den Römern aufgelöst worden ist, sollen geklärt werden.
Zur Beantwortung dieser Fragen betrachte ich die Ursprünge der Latiner, ihre sakralen Feste
zu Ehren der Stammesgötter, die Einflüsse der etruskischen Fremdherrschaft auf die Latiner,
den Bündnisvertrag mit Rom und spanne den Bogen bis zum Aufstand der Latiner mit der
Auflösung des Latinerbundes durch Rom.
Zum Thema der Latiner und des Latinerbundes haben sich nur wenige Historiker geäußert.
Andreas Alföldi versucht mit seinem Buch „Das frühe Rom und die Latiner“ ein Stück
Latinergeschichte zu rekonstruieren. Er zeigt genau die Anfänge des Latinerbundes bis zur
seiner Auflösung auf, verwendet dabei die kymäische Chronik, um seine Aufzeichnungen zu
untermauern.
Weitere Publikationen sind von Theodor Mommsen „Römische Geschichte“ und von Ernst
Kronemann „Römische Geschichte. Die Zeit der Republik“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Altitalien

3. Die Latiner und ihre sakralen Feste

3.1 Nomen Latium

3.2 Das Latinerfest

4. Die Entwicklung des Latinerbundes

4.1 Etruskerherrschaft

4.2 Bündnisvertrag der Latiner mit Rom

5. Das Ende des Latinerbundes

5.1 Der Aufstand der Latiner

5.2 Die römische Neuordnung Latiums

6. Zusammenfassung

7. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Latinerbundes, von seinen Ursprüngen in sakralen Gemeinschaften bis hin zu seiner politischen Transformation und schließlichen Auflösung durch das erstarkende Rom. Das zentrale Ziel ist es, die Prozesse der Gruppenbildung, die Rolle religiöser Riten und die Einflussfaktoren der römischen Hegemonie zu analysieren.

  • Die sakralen Grundlagen und das Bewusstsein der Verwandtschaft unter den latinischen Gemeinden.
  • Die Auswirkungen der etruskischen Fremdherrschaft auf die politische Strukturierung.
  • Die strategische Bedeutung des Bündnisvertrages zwischen den Latinern und Rom.
  • Die Gründe für den Aufstand der Latiner und die darauffolgende römische Neuordnung Latiums.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Latinerfest

Das Latinerfest geht auf den alten latinischen Ursprungsmythos zurück. Die Geschichte erzählt: „Eine weiße Bache veranlasste als Botin der Gottheit den Ahnherrn des wandernden Stammes, ihr zu folgen. An der Stelle, wo sie haltmachte und dreißig Frischlinge gebar, errichtete der Ahnherr und König der Latiner seinen Sitz und wies in seinem Umkreis den dreißig Stammesteilen seinen Sitz zu.“

Die Stelle an der das Tier haltmachte war die Stadt Alba Longa, wo die Könige der alten Latiner ihren Sitz hatten. Die dreißig Frischlinge, die das Tier gebar, stellen die 30 latinischen Gemeinden dar, die untereinander gleichwertig waren.

Diese 30 populi der Latiner versammelten sich jährlich im Frühjahr nahe der Stadt Alba Longa auf dem Albanerberg. Sie feierten und verehrten das Andenken an ihre Ahnherren und Könige Aeneas und Latinus und ferner, dass Latinus zum Iuppiter Latiaris geworden sei.

Das Latinerfest dauerte 3 Tage an. Während dieser Zeit galt der Gottesfrieden. Jede Feindseligkeiten unter den Latinern waren verboten. Die Waffen mussten schweigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Latinerbundes als frühes „Nationalgebilde“ und erläutert die quellenkritische Ausgangslage sowie die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Altitalien: Dieses Kapitel beschreibt die Völkerwanderungen im 2. Jahrtausend v. Chr. und die Entstehung der ersten latinischen Dorfgemeinden in der Region Latium.

3. Die Latiner und ihre sakralen Feste: Der Fokus liegt auf der religiösen Identität der Latiner, insbesondere auf der Bedeutung von Kultzentren und dem Latinerfest als identitätsstiftendem Moment.

4. Die Entwicklung des Latinerbundes: Hier wird der Wandel von lockeren sakralen Bündnissen hin zu einer politisch-militärischen Organisation unter dem Einfluss der Etrusker und später der römischen Verträge analysiert.

5. Das Ende des Latinerbundes: Dieses Kapitel behandelt den Latinerkrieg, die Gründe für den Widerstand gegen die römische Vorherrschaft und die anschließende Neuordnung Latiums durch Rom.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung des Bundes als Schutzinstanz für die Latiner und als entscheidendes Sprungbrett für Roms Aufstieg zur Hegemonialmacht.

7. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Publikationen zur Geschichte des Latinerbundes und Roms auf.

Schlüsselwörter

Latinerbund, Latium, Rom, Albanerberg, Latinerfest, Siedlungsgeschichte, Etrusker, Bündnisvertrag, Römische Geschichte, Hegemonie, Antike, Stammesgeschichte, Soziale Differenzierung, Mythologie, Militärpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, der politischen Entwicklung und dem Untergang des antiken Latinerbundes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen zählen die sakrale Bedeutung des Albanerberges, der Einfluss der Etrusker auf die staatliche Organisation und das konfliktreiche Verhältnis zwischen Rom und den anderen latinischen Städten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die historischen Faktoren zu identifizieren, die zur Bildung des Latinerbundes führten und zu klären, warum dieser schließlich durch die römische Expansion aufgelöst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung existierender geschichtswissenschaftlicher Literatur und antiker Quellenconstructe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursprünge der Latiner, ihrer rituellen Bräuche, der politischen Transformation des Bundes unter etruskischem Einfluss sowie des finalen Machtkampfes mit Rom.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Latinerbund, Rom, Sakrale Feste, Hegemonie, Antike und Bündnisstruktur.

Welche Rolle spielte das Latinerfest für die Zusammengehörigkeit der Städte?

Das Fest diente nicht nur der religiösen Verehrung, sondern war eine zentrale Institution, um politische Streitigkeiten beizulegen, Handel zu treiben und das Bewusstsein einer gemeinsamen nationalen Identität zu stärken.

Wie veränderte sich die Rechtsstellung der Latiner nach 338 v. Chr.?

Nach der Auflösung des Bundes verloren die Städte weitgehend ihre politische Souveränität, wurden in den römischen Staat eingegliedert und erhielten abgestufte Rechte, wobei das latinische Bürgerrecht als Vorstufe zum römischen Bürgerrecht fungierte.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Der Latinerbund
College
Technical University of Chemnitz  (Alte Geschichte)
Grade
2,1
Author
Anne Piegert (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V23736
ISBN (eBook)
9783638267984
Language
German
Tags
Latinerbund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Piegert (Author), 2004, Der Latinerbund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23736
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint