Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Film Science

Modularisierung als Arbeitsmuster unserer Gesellschaft?

Title: Modularisierung als Arbeitsmuster unserer Gesellschaft?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 15 Pages , Grade: 3+

Autor:in: Dirk Mempel (Author)

Film Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Begriff Modul´ findet sich in nahezu allen Bereichen unserer Alltagswelt wieder.
Ob explizit als Steckmodul einer Spielkonsole oder als abgeteilte Unterrichtseinheit innerhalb unseres Schulsystems, das Aufteilen von komplexen Bereichen in kleinere, in irgendeiner Form eigenständige Einzelteile scheint allgegenwärtig. Aber was genau ist unter dem Begriff der Modularisierung zu verstehen? Was sind die Vorteile, welche die Voraussetzungen? Vor allem aber, was steckt hinter dieser besonderen Form der Strukturierung? Ist das System der Modularisierung lediglich eine mögliche Form , sich komplexer Sachverhalte a nzunehmen, oder steckt hinter ihr vielmehr ein grundlegendes Arbeits- und Denkmuster unserer heutigen (Industrie)Gesellschaft?

Hierbei ist es allein aus quantitativen Gründen nicht Ziel, eine vollständige Herleitung mit umfassender Darstellung der Motivation und deren Ursprung zu liefern. Vielmehr soll eine prinzipielle Grundsätzlichkeit die diesem Phänomen inhärent ist und untrennbar mit unserer modernen Gesellschaft verbunden ist, herausgearbeitet werden.

Dies soll anhand praxisnaher Beispiele, vornehmlich aus dem medialen Bereich versucht werden.

Über den Komplex der Modularisierung soll im letzten Kapitel abschließend Stellung zu einer Grundsatzfrage der Medienwissenschaft genommen werden. Anhand der Beispiele des Computers und des Buchdrucks, die in diversen Punkten eine vergleichbare mediale Revolution darstellen, soll die Frage behandelt werden, inwieweit Medien Resultate von gesellschaftlichen Prozessen sind, oder ob sie umgekehrt , dieselben neu definieren. Auch hier kann ist es nicht Ziel sein eine Frage ähnlich der nach dem Huhn und dem Ei mit Eindeutigkeit zu beantworten, sondern es sollen dem Komplex innewohnende, grundsätzliche Merkmale herausgearbeitet werden. Die vorliegende Arbeit fußt im wesentlichen aufgrund der sinngemäßen Verwendung der folgenden Literatur und kommt insofern ohne zahlreiche explizite Anmerkungen aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist Modularisierung?

Modularisierung –Archetyp der modernen Gesellschaft ?-

Eine Erfindung als autonome Existenz?

Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Modularisierung als grundlegendes Arbeits- und Denkmuster unserer modernen Gesellschaft. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Wechselwirkung zwischen technologischen Erfindungen und gesellschaftlichen Prozessen, insbesondere der Frage, ob Medien Resultate gesellschaftlicher Entwicklungen sind oder diese aktiv neu definieren.

  • Analyse des Begriffs und der Prinzipien der Modularisierung in verschiedenen Lebensbereichen
  • Untersuchung der Modularisierung am Beispiel medialer Prozesse wie dem Filmschnitt
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Autonomie von Erfindungen (u.a. Computer, Buchdruck)
  • Reflektion über das Verhältnis von Technologie und soziokultureller Identität

Auszug aus dem Buch

Eine Erfindung als autonome Existenz?

Im letzten Kapitel soll nun in Verbindung mit Vorangegangenem Stellung zu einer Grundsatzfrage der Medienwissenschaften genommen werden. Joachim Metzners Text `Der Computer –eine sozialpädagogische Herausforderung ?´ zugrundelegend, soll untersucht werden, inwiefern bestimmte, für die Medien- und Sozialwissenschaft relevante Erfindungen autonome Phänomene darstellen, oder ob diese nicht `lediglich´ gesellschaftliche Zustände widerspiegeln, sie also unlöslich mit bereits Vorhandenem verbunden sind.

Joachim Metzner nähert sich der oben genannten Fragestellung am Beispiel des Computers. Für Metzner ist es eine Fehleinschätzung, den Computer als eine autonome, eigenen Gesetzen folgende Maschine anzusehen, deren Gesetzen wir uns mit Beginn seiner Existenz zu fügen haben. Der Computer ist vielmehr die Verkörperung ursprünglicherer geistiger Arbeit. Sowohl Hard- als auch Software liegen bestimmte, schon vor der eigentlichen Existenz des Computers und dessen Programme existent gewesene Strukturen menschlichen Denkens und Handelns zugrunde.

Die Ansicht des Phänomens Computer als omnipotente Maschine und seine daraus resultierende Wirkung auf unsere Gesellschaft, scheint daher nicht ausreichend zu sein. Um einer angemessenen Auseinandersetzung mit diesem technischen wie gesellschaftlichen Phänomen willen, gilt es sich darüber hinaus mit den Ursprüngen des Phänomens zu befassen. Die Frage, die sich daher in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob ein Medium wie der PC mit Beginn seiner Existenz gesellschaftliche Prozesse neu definiert, oder aus welcher Denkart, die im Computer als materiellen Produkt möglicherweise lediglich deutlich ihren Ausdruck findet, ist das Phänomen entstanden?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Abschnitt führt in die Allgegenwärtigkeit der Modularisierung ein und umreißt die medienwissenschaftliche Grundsatzfrage nach der Wechselwirkung zwischen Medium und Gesellschaft.

Was ist Modularisierung?: Hier wird der Begriff der Modularisierung definiert und anhand technischer sowie alltäglicher Beispiele als ökonomisch motivierte Zerlegung komplexer Systeme erläutert.

Modularisierung –Archetyp der modernen Gesellschaft ?-: Dieses Kapitel untersucht die Tendenz zum Baukastenprinzip innerhalb der Medienkultur, exemplarisch verdeutlicht an den Montagetechniken im Film.

Eine Erfindung als autonome Existenz?: Unter Rückgriff auf Joachim Metzner und den historischen Vergleich mit dem Buchdruck wird erörtert, ob Erfindungen als autarke Phänomene oder als Spiegelbild gesellschaftlicher Strukturen zu verstehen sind.

Schlußbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Modularisierung ein fundamentales Arbeitsmuster der Industrie- und Informationsgesellschaft darstellt, das nicht losgelöst von soziokulturellen Voraussetzungen existiert.

Schlüsselwörter

Modularisierung, Baukastenprinzip, Medienwissenschaft, Gesellschaftsstruktur, Computer, Buchdruck, Mediale Revolution, Montage, Algorithmisierung, Soziokulturelle Symbiose, Arbeitsmuster, Industriegesellschaft, Interdependenz, Technologische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Prinzip der Modularisierung als ein allgegenwärtiges Strukturmerkmal, das sich von technischen Systemen bis hin zu sozialen und kulturellen Bereichen unserer Gesellschaft erstreckt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der industriellen Fertigungsidee, der Modularisierung im medialen Kontext (z.B. Filmschnitt) und der medienwissenschaftlichen Reflexion über den Computer als gesellschaftlich geprägtes Werkzeug.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Charakter der Modularisierung als grundlegendes Arbeitsmuster herauszuarbeiten und zu hinterfragen, ob technologische Erfindungen autonom wirken oder lediglich gesellschaftliche Bedingungen widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse, die durch praxisnahe Beispiele aus dem Medienbereich (Film, Computer, Buchdruck) veranschaulicht und durch diskursive Gegenüberstellungen untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung der Modularisierung, die Untersuchung ihrer Ausprägung in der Medienkultur am Beispiel der Filmmontage und die theoretische Debatte um die Autonomie technischer Erfindungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Modularisierung, Gesellschaftsstruktur, Medientheorie, technologische Symbiose und die Rolle von Montageprozessen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Computers als „neues Medium“?

Der Autor folgt der Einschätzung von Joachim Metzner, dass der Computer keine autonome Maschine ist, sondern eine Verkörperung bereits bestehender Strukturen menschlichen Denkens und Arbeitens.

Inwiefern liefert der Buchdruck Erkenntnisse für die Computer-Debatte?

Der Buchdruck dient als historischer Vergleich, um aufzuzeigen, dass neue Massenmedien als soziale Katalysatoren wirken, deren Durchsetzung von der gesellschaftlichen Akzeptanz und den bereits vorhandenen kulturellen Bedürfnissen abhängt.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Modularisierung als Arbeitsmuster unserer Gesellschaft?
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Film- und Fernsehwissenschaft)
Course
Archäologie des Computers, Ästhetik der Programmierung.
Grade
3+
Author
Dirk Mempel (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V23740
ISBN (eBook)
9783638268028
Language
German
Tags
Modularisierung Arbeitsmuster Gesellschaft Archäologie Computers Programmierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Mempel (Author), 2002, Modularisierung als Arbeitsmuster unserer Gesellschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23740
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint