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"Schurkenstaaten" vs. "Politischer Dialog" - Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten

Title: "Schurkenstaaten" vs. "Politischer Dialog" - Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten

Term Paper , 2003 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Oliver Neumann (Author), Andrea Schierbaum (Author)

Politics - Region: USA
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„It is a partnership of democracies, for democracy” (Solana, Javier: “Europe and America: Partners of Choice. In: Speech to the annual dinner of the foreign policy association on 7 May 2003 in New York/USA).
Mit diesen Worten beschrieb der hohe Vertreter der europäischen ‚Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik’ (GASP), Javier Solana, erst kürzlich den Wert der transatlantischen Beziehungen zwischen Europa und den USA.
Und tatsächlich verbindet diese Brücke über dem Atlantik zwei Verbündete, die zahl-reiche Wertvorstellungen teilen, im Kalten Krieg Seite an Seite standen und deren wechselseitige Handelsbeziehungen alle anderen übertreffen.
Doch spätestens der Irak-Konflikt zu Beginn des Jahres 2003 hat bei allen nicht zu bestreitenden Gemeinsamkeiten auch die erheblichen Unterschiede zwischen den Verbündeten ans Tageslicht gebracht. Dies wird besonders im divergierenden Um-gang mit Krisengebieten deutlich.
Während die Europäische Union (EU) im Umgang mit Konflikten in Krisengebieten auf einen ‚Politischen Dialog’ baut, ist es für die USA ein probates Mittel Bedrohun-gen von so genannten Schurkenstaaten auch durch militärische Drohungen oder im schlimmsten Fall durch Interventionen abzustrafen.
Diese Entwicklung ist aus dem Zusammenbruch der UdSSR und dem damit verbun-denen Ende des Kalten Krieges hervorgegangen. Folglich ergaben sich sowohl für die Europäische Union, als auch für die USA neue Rollen in der Weltpolitik: die EU gelangte zu mehr Autonomie; die USA wurde die einzig existierende Weltmacht.
Im Verlauf dieser Ausarbeitung sollen, nach einer definitorischen Einführung in die Begriffe ‚Politischer Dialog’ und ‚Schurkenstaaten’, zunächst die in der Geschichte der beiden Außenpolitiken, sowie die in den politischen Strömungen verankerten Ur-sachen für die Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten näher herausgearbeitet werden. Im Anschluss folgt eine Anwendung dieser Ergebnisse am Beispiel Syriens.
In einem abschließenden Fazit wird neben einer Zusammenfassung der Ergebnisse noch der Versuch eines Ausblicks auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 „Politischer Dialog“

2.2 „Schurkenstaat“

3. Ursachen für Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten

3.1 Geschichte der US-Amerikanischen Außenpolitik

3.1.1 Verwendung des Begriffs Schurkenstaat unter Präsident Clinton

3.1.2 Auswirkungen des 11.09.2001 auf die US-Außenpolitik

3.2 Geschichte der europäischen Außenpolitik

3.2.1 Geschichte bis zur GASP

3.2.2 Funktionsweise und Aufgabenverteilung der GASP

3.2.3 Ebenen des Politischen Dialogs

3.2.4 Resümee

3.3 Auswirkungen der Unterschiede auf den Umgang mit Krisengebieten

4. Syrien

4.1 Syrien: Schurkenstaat?

4.2 Staatsformen Syriens

4.2.1 Bascher el Assad

4.3 Historischer Abriss

4.4 Aktuelle Situation

4.5 Syrische Außenpolitik

4.5.1 Grundlinien der Außenpolitik

4.5.2 Die aktuelle Außenpolitik Syriens zur USA

4.5.3 Die syrische Außenpolitik zu Präsident Clintons Amtszeit

4.6 Das Verhältnis zwischen Syrien und der EU

4.7 Ausblick

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen außenpolitischen Strategien der EU und der USA im Umgang mit Krisengebieten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche historischen, politischen und gesellschaftlichen Ursachen zu den Divergenzen zwischen dem US-amerikanischen Konzept der „Schurkenstaaten“ und dem europäischen Ansatz des „Politischen Dialogs“ führen und wie sich diese Differenzen exemplarisch in der Politik gegenüber Syrien niederschlagen.

  • Historische Entwicklung der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitik.
  • Analyse der Konzepte „Schurkenstaat“ und „Politischer Dialog“.
  • Einfluss religiöser und kultureller Faktoren auf außenpolitische Entscheidungen.
  • Die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September 2001 auf die transatlantischen Beziehungen.
  • Fallbeispiel Syrien: Zwischen nationalen Interessen, regionaler Machtpolitik und internationaler Isolierung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Verwendung des Begriffs Schurkenstaaten unter Präsident Clinton

Von entscheidender Bedeutung für die Verdeutlichung des Konfliktpotentials zwischen den beiden außenpolitischen Traditionen und des daraus resultierenden Begriffs „rogue states“ ist die politische Ära unter Präsident Bill Clinton (1993 – 2001 im Amt).

Nach dem „Sieg“ im Kalten Krieg stand Clinton einer neuen Weltordnung gegenüber, an deren Spitze es die Rolle der USA war, ihre Macht für sich positiv einzusetzen. Clinton trat mit dem idealistisch geprägten Ziel an, humanitäre Hilfsleistungen durch finanzielle und notfalls militärische Aktionen durchzusetzen. Er selbst beschrieb dieses Ziel nach dem erfolgreichen Kosovo-Einsatz mit den Worten: „Wir können dann zu den Menschen in der Welt sagen: Ob ihr in Afrika oder Mitteleuropa oder sonst wo lebt, wenn jemand Jagd auf unschuldige Zivilisten macht und sie aufgrund ihrer Rasse, ihres ethnischen Hintergrunds oder ihrer Religion massenweise zu töten versucht, und es in unserer Macht steht, dem Einhalt zu gebieten, dann werden wir dem Einhalt gebieten“(Kissinger 2001, S.328).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage der transatlantischen Beziehungen und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich des unterschiedlichen Umgangs mit Krisengebieten.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der Konzepte „Politischer Dialog“ der EU und „Schurkenstaat“ der USA als Grundlage der weiteren Untersuchung.

3. Ursachen für Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten: Historische Analyse der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitik sowie der Einflussfaktoren wie Religion und Sicherheitsdenken auf die jeweilige Strategie.

4. Syrien: Anwendung der erarbeiteten theoretischen Konzepte auf das Beispiel Syrien unter Berücksichtigung der innenpolitischen Machtverhältnisse und der außenpolitischen Beziehungen zu den USA und der EU.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede und Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit einer koordinierten transatlantischen Strategie.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Schurkenstaaten, Politischer Dialog, Krisengebiete, USA, Europäische Union, GASP, transatlantische Beziehungen, Syrien, Bascher el Assad, 11. September 2001, Idealismus, Realismus, Nahost-Konflikt, Internationale Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen der US-amerikanischen Außenpolitik, die Staaten als „Schurkenstaaten“ klassifiziert und militärisch interveniert, und der europäischen Außenpolitik, die primär auf den „Politischen Dialog“ setzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historischen Hintergründe der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitik, der Einfluss von Religion auf die politische Rhetorik in den USA sowie die sicherheitspolitischen Strategien der EU.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die Divergenzen im Umgang mit Krisenstaaten aufzudecken und diese am Beispiel der syrischen Außenpolitik zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse angewandt, die historische Dokumente, Reden und Außenpolitik-Konzepte vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung der Außenpolitiken beider Akteure sowie eine detaillierte Fallstudie zu Syrien, inklusive seiner Staatsform, Außenpolitik und dem Verhältnis zu den USA und der EU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Außenpolitik, Schurkenstaaten, Politischer Dialog, transatlantische Beziehungen und internationale Sicherheit definieren.

Welche Rolle spielt Syrien in der Argumentation des Buches?

Syrien dient als konkretes Fallbeispiel, an dem gezeigt wird, warum ein Land trotz westlicher Kritik nur eingeschränkt als „Schurkenstaat“ eingestuft wird und wie komplexe regionale Interessen die Außenpolitik beeinflussen.

Warum ist laut der Autoren ein „Politischer Dialog“ für die EU so wichtig?

Die EU betrachtet Dialog als essenziell, da sie aufgrund ihrer historischen Erfahrungen aus zwei Weltkriegen den Fokus auf diplomatische Kompromisslösungen legt und Sanktionen oder Militärinterventionen nur als letztes Mittel sieht.

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Details

Title
"Schurkenstaaten" vs. "Politischer Dialog" - Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Grade
2,3
Authors
Oliver Neumann (Author), Andrea Schierbaum (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V23804
ISBN (eBook)
9783638268462
ISBN (Book)
9783638648134
Language
German
Tags
Schurkenstaaten Politischer Dialog Divergenzen Krisengebieten Politischer Dialog
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Neumann (Author), Andrea Schierbaum (Author), 2003, "Schurkenstaaten" vs. "Politischer Dialog" - Divergenzen im Umgang mit Krisengebieten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23804
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